Umfangreiches Audio-PC-System auf open-source-Basis: LibraZiK studio

von mk1967, 10.03.17.

  1. mk1967

    mk1967 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.17   #1
    Unser Forenkollege Doc Brown hat mich auf die Idee gebracht, ein Thema aufzumachen über ein feines quelloffenes Multimedia-Betriebssystem, das ich seit einer Weile (seit WinXP beerdigt wurde und mein letzter darauf basierender Offline-Audio-Rechner die Grätsche gemacht hat) beruflich fürs Radio nutze und das sich dabei gut bewährt hat :great: :

    LibraZiK-Signet.jpg

    Alles hat bei mir begonnen mit dem Problem, daß ich einen Ersatz suchte für das System "TangoStudio" - das nichts mit dem Tango zu tun hat, sondern mit "Studio", ein auf Debian 7 basierendes Multimedia-System, das bei mir sehr gut lief, aber leider von seinen Machern nicht mehr gepflegt wird :weep:. Irgendwo bin ich darauf gestoßen, daß LibraZiK studio so ein bißchen als Nachfolgesystem fungiert.

    So kann das bei mir z.B. im Alltag aussehen:

    Ardour mit Meßgeräten.jpg

    Falls sich jemand über das schwarze Rechteck rechts unten wundert: ich habe zwei alte Bildschirme vom Flohmarkt in Gebrauch, und der rechte hat nur eine relativ kleine Auflösung :rolleyes:

    Alles mögliche rund um das System erfahren und alles runterladen kann auf der zugehörigen Internetseite. Kostet natürlich nichts :cool: - das ist spätestens dann sehr schön, wenn man die Sache auf mehreren Rechnern (z.B. zusätzlichen für unterwegs oder Reservemaschinen) aufziehen will.
    LibraZiK stammt aus Frankreich :hat:, es gibt aber, wie ihr an den Bildern hier sehen könnt, auch eine deutsch-englische Version.

    Der dahinterstehende Tüftler heißt Olivier - er ist u.a. auf der Musik&PC-Plattform Linuxmao unterwegs.

    Die Systemanforderungen halten sich sehr im Rahmen - zwei meiner LibraZiKs laufen auf zehn Jahre alten Pentium-4-Kisten; der eine hat gerade mal 1,5 GB Arbeitsspeicher. Die Latenz ist dann zwar nicht toll, aber sogar mit Plugin-Effekten kann man herumjonglieren. Dazu gleich ein paar Bilder.
    Man sieht natürlich, daß hier nicht auf optische Effekte etc. gesetzt wird :coffee:. Standard ist die Mate-Oberfläche, die mit relativ knappen Ressourcen auskommt. Es geht hier schließlich am ehesten um Audio, und wenn man an seinen Tondateien bastelt, sind irgendwelche Flimmer- und Flutsch-Effekte ja reine Rechenleistungs-Vergeudung :whistle:.

    LibraZiK ist also ein auf dem aktuellen Debian 8 basierendes Linux-System, das man nach dem gewohnten Verfahren aufsetzt. Mit 30 GB Festplattenplatz kommt man hin, wenn es sein muß - je mehr natürlich, desto besser. Ein bißchen ungewöhnlich ist lediglich, daß man bei der ersten Aktualisierung dann erst mal satte 1,7 GB herunterzieht :eek: : damit kommt noch mal eine ganze Menge neuer Programme dazu; in meinem Falle auch ein besserer Grafikkartentreiber. Die Pakete installieren sich dann von selbst. Dann hat man das System im vollen Umfang vor sich. Was danach noch an regelmäßigen Aktualisierungen kommt, hält sich vom Datenvolumen her sehr im Rahmen; da scheint mir bei Ubuntu deutlich mehr zu kommen - von Update-Aktionen bei meinem Windows 7 gar nicht zu reden. :rolleyes:
    Olivier nennt den derzeitigen Status des Systems zwar "premier pas" (also "erster Schritt"), aber dieser erste Schritt ist für meine Begriffe schon ein ziemlich großer. :claphands:

    Von der Betriebssicherheit abgesehen (die mir elementar wichtig ist), merkt man das auch dann, wenn man sich mal anguckt, was alles an Programmen mit dabei ist. Einem, der so viel Spieltrieb hat wie ich, macht das natürlich direkt Spaß :D.

    An sich sind andere Multimedia-Distributionen im Linux-Bereich bekannter: allen voran UbuntuStudio, KXStudio und AVLinux. Ich habe alle parallel auch noch auf diversen Kisten laufen - allerdings haken alle drei mehr oder weniger :confused: : KXStudio ist komfortabel, braucht aber satt Ressourcen; AVLinux läuft bei mir nicht richtig rund; und UbuntuStudio läuft zwar etwas runder, hat aber selbst in der Version 16.04 nicht die aktuellsten Programme an Bord. Und im Vergleich zu AVLinux und LibraZiK fehlt auch einiges an Programmen. :thumb_twiddle:
    Da war dann LibraZiK eine angenehme Überraschung: ein Haufen Programme in neuen Versionen.:hi5:

    Wir gehen einfach mal die Unterabteilungen des Multimedia-Menüs durch. Das ist eine ganze Latte:

    Menu1.jpg

    Ganz unten könnt ihr sehen, daß ich manuell mehrere Ardour-Versionen laufen habe. Noch aus uralten Ardour-3-Zeiten :opa: (als das Programm noch Detail-Macken hatte) habe ich mir angewöhnt, neben der neuesten auch noch ein paar ältere Versionen zu behalten. Zusätzlich ist auch noch das alte Ardour 4 in seiner letzten Version mit dabei. LibraZiK selber bringt auch noch die zweitneueste Version von Ardour 5 mit.

    Fangen wir mal mit dem ersten Untermenü an:

    Menu2.jpg

    Ich sage jetzt mal nur was zu Programmen, die ich kenne:
    Hydrogen ist ein (für mein Empfinden) hübscher Rhythmuscomputer, mit dem man rhythmisch und klanglich eine Menge anstellen kann.

    Hydrogen.jpg

    Rosegarden ist ein MIDI-Sequenzer, mit dem ich weiland mal meinen Roland JP-8000 angesteuert habe.

    Im nächsten Untermenü...

    Menu3.jpg

    ... war ich noch nicht unterwegs...

    Im Untermenü "Audio Utilities" finden sich dafür schon mal zwei bis drei spannende Sachen:

    Menu4.jpg

    Asunder ist ein praktisches kleines Ding, um Audio-CD-Inhalte in den Rechner zu ziehen
    Gnome Wave Cleaner dient dazu, Störgeräusche aus Aufnahmen herauszufiltern
    Sound Converter ist ein kleines Programm, um Audioformate umzuwandeln. Da kann man sehr viel machen, auch bei den Abtastfrequenzen, bei den Bit/s-Werten einer *.mp3 und und und.

    Bei den Abspielknechten...

    Menu5.jpg

    ...ist u.a. VLC dabei; für Linux noch spannender finde ich allerdings Audacious - das kann man u.a. sehr schön ins JACK-System einbinden (zu dem wir gleich noch kommen).
    Die DJ-Abteilung lasse ich mangels Fachwissens mal so stehen :embarrassed:

    Menu6.jpg

    Bei den Effekten wiederum ballt es sich:

    Menu7.jpg

    - Mit dabei ist u.a. das Calf-Plugin-Paket: eine LV2-Effektsammlung, in der nach meinem Eindruck einiges drinsteckt, auch mit hübschen Steuerelementen.

    Calf-Stapel.jpg

    Ich habe mal die "Holz"-Version eingestellt, die mich direkt an audiophile HiFi-Geräte aus den 80er Jahren erinnerte ;) - normalerweise sieht es "kühler" aus. Rechts sieht man sozusagen den Schrank, links davon die einzelnen Geräte.
    Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, kann man Calf-Geräte bis zum Abschmieren aufeinanderstapeln. Die Auswahl auf dem Bild ist nur ein Bruchteil - es gibt insgesamt mehrere Dutzend unterschiedlichster Sorte :stars:. Die Einbindung - im Sinne von Verkabelung - ist dann natürlich über das JACK-System am einfachsten.
    Wohl hat der Chefentwickler von Ardour, Paul Davis, mal im dortigen Forum bemerkt, daß er vom Zusammenspiel von Ardour mit Calf-Plugins nicht so ganz angetan sei - bei mir läuft das Zeug allerdings bislang problemlos und stabil.

    JACKRack ist eine Art imaginärer 19-Zoll-Schrank für Effektgeräte, in den man über das JACK-System einen Berg Plugin-Effekte hineinpacken kann.

    Dann gibt's u.a. noch das Mastering-Programm JAMin, das zwar schon etwas älter ist, aber offenbar immer noch nicht überholt, sonst hätte Olivier es wohl nicht mit dazugenommen:

    Jamin.jpg

    Bei der Abteilung JACK...

    Menu8.jpg

    ... spielt LibraZiK dann wieder mal sein Plus gegenüber UbuntuStudio aus: Hier ist nämlich die komplette Suite "Cadence" zur Steuerung mit dabei :w00t: (Leute, die KXStudio kennen, werden damit vertraut sein). Die gibt's bei UbuntuStudio nicht mal in den standardmäßigen Paketquellen. Auf mindestens einem meiner Rechner läßt sich JACK nur mit Cadence steuern, während das (von UbuntuStudio her bekannte) QJackCtl einfach nicht ans Laufen zu kriegen ist.

    Mit den nächsten Untermenüs hatte ich zugegebenermaßen noch nicht näher zu tun, deshalb klappern wir sie zu Demonstrationszwecken hier schnell ab:

    Menu9.jpg Menu10.jpg Menu11.jpg Menu12.jpg Menu13.jpg Menu14.jpg Menu15.jpg

    In den "Music Text Editors"...

    Menu17.jpg

    ... taucht neben tuxguitar u.a. die Version 2.0.2 von MuseScore auf, und mit der fühle ich mich (anders als mit früheren Versionen) sehr gut bedient.

    Bei den "Recorders/Soundfile Editors"...

    Menu18.jpg

    ... landen wir dann bei meinem Favoriten bzw. meistgenutzten Programm Ardour als bekannteste Linux-DAW ist hier momentan in der Version 5.4.0 mit dabei; damit ist man fast auf dem neuen Stand der Version 5.8.0 (die es auf der Herstellerseite gegen einen Obulus gibt), sodaß den meisten nichts fehlen wird. Das aktuelle UbuntuStudio 16.04 krebst hier noch bei Ardour 4 herum :facepalm2:- speziell für Sachen, die über den Brot-und-Butter-Bereich hinausgehen, ist Ardour 4 eigentlich schon etwas überholt...
    Mit vertreten ist außerdem noch Audacity - wenn man es denn mal mit so was wie MP3-Format zu tun bekommen sollte (mit dem Ardour bekanntlich nichts anfangen kann).

    Ähnlich umfangreich ist die Auswahl noch mal beim Punkt "Signal viewing & analysis"...

    Menu19.jpg

    Interessant sind hier z.B. das Ebumeter - ein offenbar lautheits-orientiertes Pegelmeßgerät, das sich an Ideen der European Broadcasting Union EBU orientiert, wo man bekanntlich traditionell auf sauberen Klang achtet; außerdem gibt es Programme, um Störpegel zu messen, und verschiedene Pegelanzeigen. Abgerundet wird das Ganze durch Oszilloskope und weitere Geräte, die man z.B. brauchen kann um korrekte Phasenlagen zu überprüfen.
    Ganz oben auf dem Ardour-Demonstrationsbild habe ich mal ein paar mit dazugepackt.

    Im Bereich "Soundcards control"...

    Menu20.jpg

    ... bringt LibraZiK ähnlich wie andere Distributionen eine Sammlung unterschiedlicher Steuerprogramme mit. Ganz oben steht vorab eine graphische Software, um das ALSA-System zu steuern. Passend dazu findet sich weiter unten noch "Klang" als Steuerung für weitere Teile des Audiosystems
    - Envy24 Control ähnelt dem weiter unten stehenden Mudita: Programme für ICE1712-Bausteine, also Audiokarten wie die Terratec DMX6fire
    - HDSPConf und HDSPMixer eignen sich beispielsweise für Karten wie die RME Hammerfall HDSP 9632: Conf ist ein Steuerprogramm, das zwar nicht ganz so umfangreiche Justagen erlaubt wie der Windows-Treiber (dort läßt sich z.B. die Abtastfrequenz stufenlos einstellen), aber die wichtigsten Funktionen hat es auch drauf. Mixer ist, wie der Name schon sagt, ein 12kanaliges Mischpult, das direkt an die Karte angebunden ist.
    - Rmedigicontrol eignet sich z.B. für die schon etwas ältere, aber immer noch sehr gute Karte RME Digi 96/8.

    Die Abteilungen "Synthesizers & Samplers" und "Tuners" hier nur noch zur Ergänzung...

    Menu21.jpg
    ... ich habe mich da noch nicht näher umgesehen - allein die Synthesizer-Abteilung zählt mindestens zwei Dutzend Vertreter :spicy:.

    Schließlich steht ganz unten noch eine kleine Abteilung aus der Videobearbeitungs-Ecke:

    Menu22.jpg

    Bei diesem Berg an Programmen habe ich selber bislang erst einen kleinen Teil erkunden können - beruflich brauche ich nur eine Handvoll.

    Wenn man zur praktischen Anwendung von LibraZiK studio was sagen möchte, ist man schnell fertig (ich jedenfalls): Bei mir läuft es seit mehreren Monaten rund: Probleme wie Abstürze, Hänger, versaute Projekte o.ä. habe ich bislang nicht gehabt. Auf einem Rechner gibt es beim Aufrufen des Dateimanagers einen merkwürdigen Fehler, denn es geht statt dessen Audacious auf. Dort muß man dann über ein Ordnersymbol auf dem Schreibtisch gehen. Wenn's nichts Schlimmeres ist... Bislang hat LibraZiK studio bei mir die oben erwähnten anderen Distributionen ganz klar in die zweite Reihe gedrängt. :mmmh:
     

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  2. mjmueller

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    Erstellt: 10.03.17   #2
    Super :great:
    Auch wenn ich kein Linux-User bin: ein sehr interessanter Einblick in eine spannende Software von der ich noch nie gehört habe.
    Vielen Dank dafür!
     
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  3. Doc Brown

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    Erstellt: 11.03.17   #3
    Schön zu erfahren, dass auch andere bereits diese Distributionen ausprobiert haben und ähnliche Erfahrungen machen durften: z.B. funktioniert das Ubuntu Studio auch bei mir nicht gut. Leider gibt es KXStudio nicht mehr als Distribution, nur noch die Tools werden weiter gepflegt. Das hat mir optisch gut gefallen. Mit diesem MATE das bei LibraZiK dabei ist, komme ich gar nicht klar, nutze Debian mit Gnome 3 und finde das genial, intuitiv und übersichtlich. Gut dass man sich bei Linux als Anwender alles nach seinem Gusto zusammenstellen und anpassen kann. :great:
     
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  4. mk1967

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    Erstellt: 11.03.17   #4
    Das finde ich auch immer sehr angenehm. :great:

    In dem Sinne müßte sich auf LibraZiK eigentlich auch Gnome3 aufsetzen lassen (ohne daß ich das jetzt ausprobiert hätte). :gruebel: Aber so ähnlich, wie ich weiland mal KXStudio 12.04 mit LXDE laufen hatte...
     
  5. mk1967

    mk1967 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.17   #5
    Vielleicht noch eine Ergänzung für Leute, die sich fragen, wie man denn überhaupt so ein System aufgesetzt kriegt :confused:und bei allem ein bißchen "nur Bahnhof" verstehen:

    - Man sollte sich gar nicht erst abgeben mit den bekannten Glaubenskriegen zwischen Betriebssystem-Welten :sick: (ich geb zu, das mußte ich auch erst mal lernen :rolleyes: ). Das Entspannteste ist, wenn man (wie ich damals) von Windows kommt, so ein System wie LibraZiK (oder ein sonstiges Linux) erst mal wie ein nettes Spielzeug auszuprobieren:mampf:: in einer ungefährlichen Zone, wo man weder was technisch kaputtmachen kann noch seine Nerven ruiniert ;). In meinem Falle war es ein alter Celeron-Rechner, den jemand anders hatte verschrotten wollen und auf dem ich dann das damalige Ubuntu 10.04 ausprobiert habe.
    Wenn man so eine Reserve-Kiste nicht zur Verfügung hat, ist es der einfachste Weg, auf einer Festplatte 30 oder 40 GB freizuräumen und dort das neue System zu plazieren. Dann kann man in stillen Stunden von Zeit zu Zeit immer ein bißchen mehr damit herumspielen und gucken, wie man damit klarkommt.

    - Das Aufsetzen läuft dann so, daß man sich erst mal unter dem obigen Link die *.iso-Installationsdatei runterzieht und sie entweder auf einen USB-Speicher zum Starten bringt oder als Abbild auf eine DVD brennt. Dann den Rechner damit neu starten, und man landet im Installationsmodus.

    - Wie der Prozeß abläuft, wird hier sehr ausführlich für das System Ubuntu erläutert; prinzipiell läuft es bei LibraZiK nicht viel anders. Zum System Debian, auf dem LibraZiK basiert, gibt es hier noch eine Installationsanleitungs-PDF; ab Seite 26 geht es dort zur Sache. Für neuere Rechner (als es meine sind :rolleyes: ), die schon mit UEFI statt BIOS arbeiten, ist noch der vorangehende Abschnitt ab S. 23 wichtig.
    Normalerweise gibt es allerdings ähnlich wenige Justagen wie bei einer Windows-Neuinstallation; kreativ werden kann man auch hier am ehesten beim Thema Festplatten-Partitionierung (wieviel Platz wofür? :gruebel: ).

    - Für betagtere 32-Bit-Kisten, wie ich hier einige stehen habe, gibt es die Debian-Anleitung hier. Dort kann es - je nach Grafikkarte - nach der Installation noch eine Besonderheit geben (habe ich gerade wieder auf einem 14 Jahre alten Siemens C1020-Notebook erlebt) - dazu siehe unten.

    - Wenn alles fertig ist und man die Kiste neu startet, landet man dann entweder (wenn man nur LibraZiK auf dem Rechner hat) direkt auf der Anmelde-Maske für Benutzer und Kennwort oder (wenn man Windows und LibraZiK parallel installiert hat) in einem Auswahl-Menü, in dem man sich aussuchen kann, welches der beiden Systeme man starten möchte. Windows-Nutzer, die z.B. Win7 und WinXP parallel auf einem Rechner haben, werden das prinzipiell schon kennen.:whistle:

    - Bevorzugt an einem alten Rechner mit nVidia-Grafikkarte kann es vorkommen, daß man nach dem ersten Start nur vor einem schwarzen Bildschirm sitzt :eek:. Dann muß man einen kleinen Trick anwenden, der hier und hier erklärt wird: die Zusatzoption "nomodeset" wird in den Startbefehl eingetragen. Wie das dann aussehen muß, zeigt dieses Bild.
    Im Falle meines alten Notebooks reichte es dann, die erste große Aktualisierungs-Lawine mit den 1,7 GB Datenvolumen (s.o.) zu absolvieren, da installierte sich dann der passende nVidia-Treiber mit, und beim nächsten Systemstart war auch ohne "nomodeset" alles in Butter. :cool:
     
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