[Workshop] How to play like Slash / Equipment

von Paul, 29.10.08.

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  1. Paul

    Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #1
    Ich versuche mich hier mal zum ersten Mal an einem Art Workshop über Slash's Spieltechnik und sein Equipement. Eins vorweg, wer sich wundert warum ich nichts, bzw. nur sehr wenig über seine verwendeten Gitarren schreiben. Das hat einen Grund:

    Workshop von Hawkeye62158

    Dort findet ihr sehr viel über seine Gitarren:)

    Jetzt geht es hier aber los:)

    Zum Beginn erstmal bisschen was über Slash's Anfänge an der Gitarre

    Mit 15 bekam er von seiner Grußmutter, bei der er auch lebte zu der Zeit, seine erste Gitarre geschenkt. Problem war bloß, das die Gitarre nur 1 Saite hatte. Das hielt den jungen Saul Hudson aber nicht davon ab, zu seinen Lieblingsbands, dazu gehören die Rolling Stones, Led Zeppelin, Aerosmith, Eric Clapton und Jimi Hendrix zu spielen. Er spielte, laut eigenen Angaben, 12-15 Stunden am Tag, wodurch seine schulischen Leistungen natürlich drastisch gesunken sind. Später ist er dann von der Schule gegangen um sich voll seiner Musik zu widmen. Er gründete mit Steven Adler die Band Road Crew. Dort konnte die beiden auch nach kurzer Zeit Izzy Stradlin und Axl Rose hinzu. Als Slash einen passenden Bassisten in Duff McKagen und gefunden haben, war die Band vorerst komplett.

    [​IMG]

    Jetzt aber wieder zurück zum eigentlichen Thema, Slash's Spieltechnik

    Sein Solospiel basiert hauptsächlich auf der Pentatonik bzw. der Blues Scale. Hin und wieder benutzt er jedoch auch den Dorischen Modus. In dieser Tonleiter liegt ein Halbton zwischen der zweiten und dritten sowie der sechsten und der siebeten Stufe.
    Sein Speed kommt meistens aus seiner Linken Hand, die rechte Hand ist für den perkussiven Klang beim Solo. Dazu benutzt er Stilelemente wie Hammer-On und Pull-Offs. Moderne Stilelemente wie Tapping oder Sweeping lehnt er ab. Er benutzt ebenfalls häufig einen Rhytmuswechsel im Solo, dabei, sagt er selbst, hat man im Solo Leben und es klingt viel spannender und authentischer.
    Slash ist berühmt für seine meine Meinung nach perfekte Melodieführung. Sehr gute Beispiele sind dafür: November Rain, Estranged, Sweet Child o' Mine oder Don't Cry.
    Sein Sound erinnert teilweise an Rockbands wie Led Zeppelin. In "You're Crazy" hört man auch seine Punkeinflüsse von z.B den Sex Pistols.
    In seiner Jugend verbrachte Slash die meiste Zeit damit, Lieder nachzuspielen. Eines seiner größten Einflüsse nennt Slash "Jeff Beck".

    [​IMG]

    Slash benutzt auf seinen Gitarre 0.11-0.48 Saiten von Ernie Ball. Die sind dann (meistens) runter gestimmt auf Eb. Bei Velvet Revolver nutzt er auch häufiger ein Drop D Tuning. Seine Paulas sind ausgestattet mit Seymour Duncan Alnico II Pickups. Beim Plektrum bevorzugt Slash harte 1.14 Dunlop Tortex.

    Slash bevorzugte Amps

    Sein Hauptamp ist sein Marshall Slash Signature. Laut www.snakepit.org mit folgenden Einstellungen: Presence 7 Bass 7 Mtten 4,5 Treble 7 Output 6 Gain 6,5Für die Clean Parts benutzt Slash ebenfalls seinen Marshall Slash Signature. Dieser ist allerdings mit KT88 Röhren bestückt. Im Clean Kanal fährt Slash folgende Einstellungen:
    Presence 0 Bass 9 Mitten 3 Treble 5,5 Output 10 Gain 4.
    Seine Boxen sind Marshall 4x12 bestückt mit Vintage30. Laut diversen Gitarremagazinen, Marshall und auch Slash selbst, benutzt er aktuell einen Marshall Vintage Modern mit den passenden Vintage Modern Boxen.
    [​IMG]

    Im Studio benutzt er einen Marshall 2550 Silver Jubilee mit 6550 Röhren und seinen Slash Signature. Das Gitarrensignal wird vor dem Amps gesplittet. Der Silver Jubilee ist allerdings einen Tick lauter eingestellt. Die aktuellen Velvet Revolver Scheiben, sind allerdings komplett mit dem Slash Signature und dem Vintage Modern aufgenommen wurden.

    Effektgeräte benutzt er nur sehr wenig. Er hat ein Boss Delay, ein Equalizer (für Mittenboost beim Solo) und ein WahWah vor seinem Amp hängen. Auch hier lehnt er den Einsatz von zu vielen Effekte strikt ab.

    So, das wars auch schon. Hoffe der Kram hat euch gefallen und es war für mein 1. Mal nicht soo schlecht:D

    Grüße,
    Daniel
     
  2. vanderhank

    vanderhank Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #2
    Sehr schöner Artikel. Und coole Fotos. :)
    Slash ist einer meiner größten Gitarrenhelden, meiner Meinung nach hat er Gibson, Marshall und den Rock n Roll Ende der 80er Jahre gerettet. :D

    Eigentlich ist er ein klassischer Blues- / Hardrock Gitarrist mit erstaunlich melodiösem Spiel, der mit seinen typischen Licks neue Akzente in der Rockmusik gesetzt hat. :great:
     
  3. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #3
    Jawoll! Auch Slash hat seinen Workshop verdient! :rock: :D

    Kann dich leider noch nicht wieder bekeksen, aber das wird nachgeholt ;)

    Sehr schön!
     
  4. roggerman

    roggerman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #4
    Jup, gefällt mir auch sehr gut! Dickes Lob :great:

    (Gibts ja inletzter Zeit häufiger: "How to play like Malcol Young, Angous Young, Slash" - das gefällt mir :D)
     
  5. Gordon Gekko

    Gordon Gekko Guest

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    Erstellt: 25.12.08   #5
    Na, so simpel ist sein Setup nun auch wieder nicht.
     

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  6. andieymi

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    Erstellt: 25.12.08   #6
    Hier erklärt Adam Day (Slash's Guitartech) das Equipment von Slash. Könnte interessant sein....
     
  7. warwicki

    warwicki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.08   #7
    Guter Artikel, Daumen hoch:great:
    Das letzte Slash-Foto ist ein Fake, keine Kippe:D

    Mal ne allg. Frage zu Slash Sound, ich dachte immer sein Sound wär mitten- und höhenbetont, und, ganz wichtig, wenig Bässe, hört man ja auch auf der Appetite for Destruction, oder gehts um seinen Velvet Revolver Sound?

    Grüße
    Andy
     
  8. Gordon Gekko

    Gordon Gekko Guest

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    Erstellt: 26.12.08   #8
    Wenn du dir seine Einstellungen für den JCM Slash anschaust, welcher ja maßgeblich seinen (zumindest früheren) Livesound prägt, ist es genau andersrum.
    Bass: 7
    Treble: 4,5

    Wie seine Einstellungen beim Vintage Modern sind, den er ja jetzt hauptsächlich wohl spielt, kann ich nicht sagen.

    Die Einstellungen beim AFD Amp sind wieder was ganz anderes.
     
  9. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.08   #9
    Womit sich ein weiteres mal die These zu erhärten scheint, dass der Sound aus den Fingern kommt! :rock:

    Greets
     
  10. toxx

    toxx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.09   #10
    Aaaach, kommt schon. Marshalls klingen immer (hoch-)mittig, und haben unten immer diesen Marshall-Wumms (bis auf die neuen :p). Da macht auch die aktive Klangregelung im 2555 (den er spielt, nicht den 2550, das ist die 50W-Version) auch nicht viel dran.
    Das hört man doch.
     
  11. noshit

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    Erstellt: 03.03.09   #11
    jetzt hab ich mal ne frage zum slash-sound:

    mal abgesehen von dem ganzen equipement, saiten, "in-his-fingers" usw... gibt es eine bestimmte zutat die für diesen außerordentlich kristallklaren sound der tiefen saiten zuständig ist? als gutes beispiel möchte ich sein solo auf Michael Jackson's "Give in to me" erwähnen. sowohl einzeltöne klingen dort unglaublich präzise und .."DA", als auch die paar tiefen powerchords gegen ende..

    danx! :)

    alex
     
  12. HUBI101

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    Erstellt: 29.11.11   #12
    jop... das sind seine gitarren-tonabnehmer combos...... sogut wie alle seiner gitarren sind mit alinco II pro von seymour duncan bestückt, die den hammer soud aus dem one piece mahagonie body rausholen und den wums geben.... und das klare kommt vom ahorn auf der decke (=
    hier das vorstellungsvideo seiner neuen signatur les paul....(wird leider nicht mehr hergestellt).. da kommt das gut zur geltung (=
    und seine marshalls runden das alles auch noch perfekt ab, und da er eh sämtliche teckniken beherrscht, bringt er diesen hammer sound.
    was du also letztendlich hörst, ist nicht die saite der gitarre, sondern das holz (=
    r'nf'r euer alex Iii|; )' SLASH:hail:

    http://www.youtube.com/watch?v=Pgsrk0zKu2I
     
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