XLR für Instrumente?

von nasenkopf, 14.10.08.

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  1. nasenkopf

    nasenkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #1
    Hallo Forum,

    auch in meinem unfähigen Musikerkomglomerat taucht der Wunsch auf, das eigene Geschwurbel hörbar zu machen. Bisher haben wir gelegentlich nur die beiden Gitarren einfach mit einem freischwebenden Mikrofon ins Notebook gespielt.

    Das klingt natürlich angemessen entsetzlich, langt aber zum Ideenfesthalten bis zur nächsten regulären Probe.

    Da der Appetit ja beim Essen kommt, trägt man sich nun mit dem Gedanken ein (USB-) Interface zu nutzen. Beim Durchsehen des Angebotes fällt mir auf, das an den Geräten XLR-Eingänge in der Regel explizit als Mikrofoneingänge bezeichnet sind. Sämtliche vorhandene Saiteninstrumentverstärker verfügen aber über über XLR-Ausgänge. Dies führt zwangsläufig zu der Frage, ob man diese nicht nutzen könne?

    Ich bin ahnunglslos und kann deshalb nur vermuten, dass ein Eingang, der den niedrigen Pegel eines Mikrofons erwartet, mit demjenigen eines Amps nur begrenzt einverstanden ist.

    Meine Fragen sind deshalb:
    - Sind Mikrofon-XLR und Intrumenten-XLR zwei verschiedene Dinge?
    - Oder doch nicht, und man verzichtet beim Anschluss eines Gitarrenverstärkers auf die Signalverstärkung?
    - Gibt es XLR-Anschlussmöglichkeiten für Instrumente möglicherweise nur an teurem Profi-/Studio-Equipment?

    Ich entschuldige mich, falls meine Fragen in den Tiefen des Forums bereits beantwortet sind - das suchen nach "XLR Gitarre" in diesem Unterforum war jedenfalls nicht die richtige Taktik...

    Vielen Dank für Eure Antworten!
     
  2. -InsAniC-

    -InsAniC- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #2
    Ich bin mit zwar nicht ganz sicher ob ich die Frage verstanden habe, aber ich versuchs mal!
    Außerdem sind mit XLR Ausgänge auch nicht bekannt
    Daher:
    du hast 2 möglichkeiten

    die erste ist: Kauf dir eine DI (Direct Injection) Box. Die gibts aktiv und passiv und symmetrieren dein Signal. Von der Gehst du dann in dein Interface

    Problem hierbei: Nur Cleanes Gitarren Signal, also keine Verzerrung etc.

    die zweite: Verwende den Line Ausgang an deinem Gitarren amp und geh in den Line in deines Interfaces. Je nachdem ob du einen Effekt mit bespielst ist der dann mit drauf!

    Fragen? Nicht Zögern!
     
  3. nasenkopf

    nasenkopf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #3
    Danke für Deine Antwort!
    z.B.: https://www.thomann.de/de/line6_spidervalve_hd100.htm
    Der Gedanke ist: wenn doch der Amp einen entsprechenden Ausgang hat, wäre es doch klug diesen zu nutzen, statt den Amp mit einem Mikro abzunehmen. Es gibt keine zusätzlichen Fehlerquellen und / oder Störgeräusche und man kann die "normale" Probe mitschneiden.

    Andernfalls müsste man ja den Weg Instrument -> Effekt (was es gar nicht gibt) -> dann aufteilen a) Audiointerface (zum Aufnehmen), b) Amp (zum Hören) wählen.

    Logischer erscheint mir ahnungslosem Gitarre -> Amp (Hören) -> Audiointerface (Aufnehmen)

    Oder?

    Die Frage (um mein Geblubber zu präzisieren) lautet: an allen USB-Audiointerfaces die ich bisher überflogen habe, sind XLR-Eingänge als "Mikrofon-Eingang" bezeichnet. Kann ich da trotzdem dem Amp reinstecken? Wenn nicht, worein dann?
     
  4. liqid

    liqid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #4

    versuchen kannst du es auf jedenfall. vielleicht ist das ergebnis befriedigend. live bzw im studio wird diese möglichkeit allerdings so gut wie nie benutzt da es einfach nicht so authentisch klingt wie z.b. ein aufgerissener vollröhren amp der mit nem mikro abgenommen wird.
     
  5. -InsAniC-

    -InsAniC- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #5
    Ich glaube ich verstehe:

    Dieser Amp ist eine Art "eierlegende Wollmilch Sau", also hat er bereits eine Art Di Box.

    Kannte das bis jetzt nur von Bass amps.

    Natürlich ist es einfacher diesen Ausgang zu verwenden. Der Punkt ist nur, dass beim ab mikrofonieren noch details wie die Lautsprecher den Klang zusätzlich beeinflussen. Je nach Box ist das auch durchaus erwünscht.

    Meine erfahrung mit solchen ausgängen ist, dass der Klang zwar sauber ist, aber es etwas plastisch Klingt, da analoge Details, wie z.b. die Lautsprecher, komplett fehlen. Wenn du es aber gut machst und es niemanden sagst, wirds auch keiner merken!

    Wenn du dann diesen Ausgang verwendest, brauchst du ein Interface mit Line Eingang!

    Hast du dir schon was rausgesucht?

    Beste Grüße
     
  6. liqid

    liqid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #6
    an einen reinen xlr eingang kannst du über die methode mit der di box bzw über den di out an deiner box (das ist der ausgang mit dem xlr anschluss). dann gibts es auch noch multianschlüsse, xlr und in der mitte ist ein klinkenanschluss. da könntest du direkt mit einem instrumentenkabel deine gitarre einstecken. das ist aber nicht die feine englische art da der eingang nicht auf ein hochohmiges gitarrensignal ausgelegt ist. deshalb bieten manche interfaces einen zusätzlichen hi Z eingang, der ist dann wieder extra dafür ausgelegt. aber funktionieren sollte es trotzdem. ich stöpsel auch immer meinen bass in nen lineeingang bei nem kleinen mixer um über kopfhörer spielen zu können. ich glaub eher der sound wird dir nicht gefallen
     
  7. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.10.08   #7
  8. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 14.10.08   #8
    Das Signal einer Gitarre aus einer Klinke ist unsymmetrisch und eignet sich nur für die Weiterleitung über ein paar Meter.

    Bei akustischen Gitarren werden aus diesem Grund diese DI-Boxen verwendet, die das Signal symmetrisch machen.
    Nach der Symmetrierung durch die DI-Box kann die Gitarre genauso wie ein Mikro (das i.d.R. bereits ein symmetrisches Signal abgibt) ins Mischpult gestöpselt werden, egal, wie weit das weg ist.
    Bei Akustikverstärkern wird schon ein DI-Ausgang hinten eingebaut, damit Du nicht extra noch eine DI-Box brauchst.
    Da beim Klang eines Akustikverstärkers "Neutralität" angestrebt wird, wird hier nicht die Box per Mikro abgenommen.

    Bei der E-Gitarre geht es um Sound und nicht um neutralen Klang!
    Deshalb wird hier ein Mikro vor den Amp gestellt, weil dessen Lautsprecher auch eine klangbildende Wirkung haben.
    Bei Multieffektgeräten gibt es u.U. Amp-Simulationen die auch die Boxen mit nachbilden, damit kann dann auch direkt aufgenommen werden.
    Ebenso gibt es DI-Boxen, die das Verstärkersignal eines Top vertragen und eine Boxensimulation bieten, um direkt in die PA zu spielen.
    Ich schätze Dein LINE6 SPIDER VALVE HD100 hat so etwas eingebaut.
    Also Du kannst damit sicher direkt in den XLR-"Mikroeingang" eines Mischpult oder USB-Interface.
    Wie gut es klingt hängt davon ab, wie das, was die als Frequenzkorrektur bezeichnet haben, klingt und sicher dazu dient, das Frequenzspektrum einer Box zu bekommen.
    Eine Boxensimultaion befriedigt die Besitzer guter Boxen meistens nicht so - Geschmacksache ...
     
  9. -InsAniC-

    -InsAniC- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #9
    Also wenn du recht schnell zufriedenstellende Ergebnisse fürs kleine Geld erzielen möchtest, tuts das natürlich auch! Bist halt recht flexibel damit, was den Sound angeht!
    Aber: funktioniert alles auf rein digitaler basis!
    Vom klang her kenn ich mich jedoch nicht so aus mit diesem Toneport Sach, würd aber interressieren!
    Falls dus dir kaufst, lass mich mal was hören!
     
  10. nasenkopf

    nasenkopf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.08   #10
    Vielen Dank Euch allen für so viele hilfreiche Antworten in so kurzer Zeit!

    Hat er. Leider ist das gar nicht mein Amp, der sollte nur als Beispiel dienen :D
    Es handelt sich um einen ca. 10 Jahren alten Marshall, XLR-Out hat der trotzdem.
    Das war im Prinzip, was ich wissen wollte.
    Das hab ich verstanden.

    Es geht letzten Endes (im Moment) nicht um die bestmöglichen Klang, sondern um zwei Dinge:

    Einmal ums festhalten von neuen Ideen, wenn man ausschließlich mit den beiden Gitarristen zusammensitzt. In diesem Fall ist es vielleicht tatsächlich das Beste, die Instrumente "trocken" über ein entsprechendes Interface einzuspielen und mit Amp-Simulatoren zu arbeiten.

    Zum Zweiten möchten wir uns auch mal die ganze Band aufgenommen anhören. Auch in diesem Fall soll das kein Demo werden, sondern lediglich den Blick (bzw. das Ohr) "von Außen" ermöglichen.

    Da wir nur über einen recht kleinen, hutzeligen Proberaum mit allerlei Zeug drin verfügen, ist vermutlich jedes Mikrofon, was nicht da ist, ein Gewinn. Vor allem wenn man es noch kaufen muss. Daher der Wunsch, die Ausgänge der Amps zu nutzen.

    Wir brauchen eine Möglichkeit zur Eigenbeurteilung, keine Produktion für fremde Ohren. Ich denke, um sich die Band (oder auch nur die eigene, isiolierte Spur) zum Überprüfen des eigenen (nicht vorhandenen) Könnens anzuhören, kann man auch mit einem etwas klinischen Sound leben...

    Probieren geht vermutlich über Studieren, oft schadet es aber nicht vor dem Probieren einmal zu fragen :D
     
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