Zero Glide Nuts von Göldo / Erfahrungen und Alternativen / Entscheidungshilfe

von ilindenau, 20.06.18.

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  1. ilindenau

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    Erstellt: 20.06.18   #1
    Hallo,

    ich mache hierzu mal ein neues Thema auf, da ich zwar was gefunden habe, der Thread aber schon etwas älter ist.

    Ich möchte mich mehr selber mit meinen Instrumenten befassen und hatte mich eigentlich entschlossen, einen Knochensattel für meine Gibson Les Paul Ace Frehley (BJ. 1998) zu organisieren und entsprechendes Werkzeug, um diesen auch in die passende Form zu bringen.

    Da bin ich erstmals über die Zero Glide Nuts von Göldo gestolpert. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nie mit dem „Nullbund“-Thema in Berührung gekommen bin, was vermutlich daran liegt, dass ich solche Dinge bequem hab machen lassen… aber davon möchte ich ja nun weg.

    Erstmal dachte ich mir, dass der Nullbund für mich Sinn ergibt, wenn der Klang von offenen und gegriffenen Saiten „gleicher“ Klingt… Zweitens fand ich die Kombination von Knochensattel und Nullbund interessant, da Knochen ja auch mein erster Gedanke war… Offene Akkorde kommen bei mir oft zum Einsatz, da ich Blues und klassischen Rock spiele…

    Nun gibt es im alten Thread bereits ein Gro an Für und Wider, zum einen beim grundlegenden Thema Nullbund, zum anderen beim Thema Zero Glide Nut… Ob das Ganze schön aussieht und leicht zu verarbeiten ist, sei einmal dahingestellt, da für mich die Praxis und letztendlich der Sound interessiert… Auch ob der Scheitelpunkt nun um einen ¼-mm Richtung Steg rutscht, käme bei mir nur zum Tragen, wenn die Bundreinheit damit in die Wurst ginge… aber ich denke, Göldo würde so etwas nicht seit Jahren vertreiben, wenn man die Intonation der Klampfe damit schrottet…

    Daher einmal konkret die Frage: Wer hat das Zero Glide System schon verbaut und welche Erfahrungen habt Ihr damit? Seid Ihr dabei geblieben oder was ist für Euch die optimalere Variante?
    Was für mich nicht in Frage käme, wären Messingsättel oder Ähnliches, bei dem ich am Instrument selber handwerklich eingreifen muss, weil dass möchte ich vermeiden…

    Vielen Dank schonmal für Eure Tipps!

    LG

    Ingo
     
  2. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.18   #2
    Hast Du den Klang denn mit einem konventionellen Knochensattel als ungleich empfunden?
     
  3. Knispler

    Knispler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.18   #3
    Also ich verwende Zero Glide Sättel. Für mich war ausschlaggebend, dass ich mir eine Menge Feilen spare. Ich konnte damit bessere Saitenlagen etc einstellen als ich mit rudimentären Feilwerkzeugen an "normalen" Sätteln.
    Allerdings sind Nullbünde umstritten. Am Ende liegt die ganze Auflagekraft der Saite auf diesem einzelnen Bund. Nach einer gewissen Zeit können sich die Saiten in diesen Nullbund fressen. Deswegen raten einige Gitarrenbauer davon ab. Ich habe nach 1,5 Jahren noch nichts bemerkt, kann aber keine wirklichen Langzeiterfahrungen aufweisen.
     
  4. ilindenau

    ilindenau Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.18   #4
    Mein Problem ist ja, dass mein Standard Sattel aus Kunststoff ist und bereits von einem Gitarrenbauer nachgebessert wurde, da die D und A Saiten zu tief waren und geschnarrt haben. Nun ist das bei der tiefen E-Saite auch der Fall und ich denke ein neuer Sattel ist fällig.

    Wie Knispler gut beschrieben hat, möchte ich das Ganze zwar selber machen, aber vermeidbaren Aufwand auch vermeiden. Sollten sich allerdings negative Erfahrungen häufen, würde ich auch einen normalen Sattel bevorzugen und jeglichen Auwand in Kauf nehmen.

    Ich weiß dass jeder erfahrene Bastler und Gitarrenbauer seine eigenen Philosophien hat, daher frage ich auch gezielt nach Erfahrungen. In einem anderen Forum empfiehlt man mir, die Gitarre möglichst einem Gitarrenbauer zu überlassen, aber ich möchte ja mehr selber machen und klopfe mal die Möglichkeiten ab.
     
  5. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.18   #5
    Komisch was hat denn der Gitarrenbauer da gemacht?

    Das würde ich Dir empfehlen. Wenn Du es selbst machen willst musst Du es halt lernen. Wie viele Fehlversuche Du haben wirst hängt von Deinem persönlichen Geschick ab. Bei einem guten Gitarrenbauer kostet ein Sattel so 50,- - 60,- €. Das ist nach meiner Ansicht spottbillig.
     
  6. ilindenau

    ilindenau Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.18   #6
    Es wurde der Bereich der A und D Saite ausgefeilt und ein Stück eingepasst. Nicht wirklich schön. Daher möchte ich, nun wo sich die E Saite auf dem ersten Bundstäbchen bemerkbar macht, einen komplett neuen Sattel und habe einen passenden Graph Tech Tusq geordert.

    Übrigens hat der Gitarrenbauer für seine Aktion schon 70,- € genommen, für einen komplett neuen Sattel hätte er zwischen 90 und 120 € genommen, je nach Aufwand... für nen Fuffie hätte ich das auch machen lassen. Aber da ich hier in der Umgebung nichts günstigeres gefunden habe, weil ich halt langsam auch mehr machen, da es mir sonst zu teuer wird.

    Als nächstes soll meine Tele einen neuen Fender Hals bekommen, aus verschiedenen Gründen. Darf gar nicht darüber nachdenken, was das über einen Gitarrenbauer kosten würde. Habe mir daher einen preislich erträglichen Fender Hals ausgeguckt und muss vorher nur Anfragen, ob die Maße hinkommen.
     
  7. Bassturmator

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    Erstellt: 21.06.18   #7
    Unfassbar. Man möchte fast fragen wer das war um andere Gitarristen zu schützen vor solch einem Pfuscher!

    Wenn man einen ordentlichen Stundenlohn zugrunde legt wäre ein Preis zwischen 90 und 120 € sicher angebracht, aber dafür dürfte ein Kunde dann auch eine perfekte Arbeit erwarten finde ich. Perfekt heißt dann neben perfekter Funktion auch optisch ansprechend, also wirklich perfekt eingepasst und hübsch poliert...

    70,- € für gar nichts ist frech - nein, es ist Betrug!
     
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  8. ilindenau

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    Erstellt: 22.06.18   #8
    So sieht es aus. Hätte bei einem anderen „seriösen“ Techniker auch mal 370,-€ für einen Röhrenwechsel bei einem ENGL-Top berappen sollen, ohne Komplikationen oder zusätzliche Arbeiten...

    Das und das steigende Interesse an meinen Instrumenten steigert den Wunsch, einiges selber machen zu können immer mehr... irgendwann möchte ich mir dann gerne eine Tele selber aus Einzelteilen zusammenstellen und selber zusammensetzen. Zum kompletten Selbstbau fehlt mir dann leider doch das entsprechende Werkzeug.
     
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