Zusätzliche Lautsprecher über Funkstrecke

von hans2015, 21.06.18.

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  1. hans2015

    hans2015 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.18   #1
    Hi zusammen,

    ich bin (als DJ) immer wieder auch bei Firmenfeiern unterwegs, bei denen von extern noch Technik „beigesteuert“ wird. Ich habe jetzt demnächst ein paar Veranstaltungen, bei denen zusätzliche Lautsprecher (neben meinen vorhanden 2 Tops & 1 Sub) noch kabellos via Bluetooth bzw. Funk an mein Pult angeschlossen werden sollen.

    Beim Durchlesen der Diskussion bin ich auch auf die AKG-Packs gestoßen, bin da aber - auch wegen der Frequenzen - eher misstrauisch.

    Hat jemand evtl. aktuelle Empfehlungen zu dem Ganzen, da die vorige Diskussion ja doch schon 6 Jahre alt ist... ?
    Und: Wie wahrscheinlich sind eigentlich Latenz-Probleme bei größeren Strecken (sagen wir mal ab 20 Meter) ?

    Danke für eventuelle Tipps!
     
  2. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 21.06.18   #2
    Vergiss Bluetooth - wenn an dein Mischpult zusätzliche Lautsprecher angeschlossen werden sollen, dann ist Bluetooth der falsche Weg.
    Bluetooth hat eine sog. Systemlatenz, die von der benutzten Technologie bestimmt wird.
    Wenn in 20m Entfernung Lautsprecher aufgestellt werden sollen und das Signal der "Bühnenlautsprecher" (also die, die direkt per Kabel am Pult hängen), dann muss das Signal an den entfernten Lautsprechern genau 58,3ms später eintreffen, dass ein Zuhörer nur ein Signal hört.
    I.d.R. werden bei solchen Installationen Kabel und Delaylines benutzt.
    Bluetooth hat eine minimale Latenz von etwa 12 ms (SEHR neue Geräte,aktuelle eher 250ms-100ms).
    Eine analoge Funkübertragung wie z.B. per IEM System hat KEINE menneswerte Latenz.
    Zum Thema Frequenzen:
    2,4GHz ist IMHO nicht empfehlenswert, hier gibt es zu viele Störquellen. 5.8GHz ist ausgereift, allerdings in Stereo eher nicht erhältlich (nur Instrumentensender in Mono).
    Al interssantesten sind IMHO IEM-Strecken - weil: von Hause aus Stereo, analog (weil man da keine Latenz brauchen kann), recht günstig erhältlich.

    Das beseitigt natürlich nicht das Problem, dass bei einer Beschallung die Abstände der Lautsprecher durch ein Delay ausgeglichen werden sollten.
     
  3. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.18   #3
    Würde ich in kienem Fall machen, denn ich bin dann derjenige, an dem es Hängt, wenn es nicht funktioniert oder sich "pääp" anhört. Die sicherste Verbindung zwischen zwei Geräten ist eine Leitung!

    Wenn aus welchem Grund auch immer man da unbedingt Funk nehmen will, dann etwas professionelles. Bluetooth ist dies definitiv nicht. Das ist Amateurliga bis Jugend forscht. Nix für eine Firmenfeier. Lass die Finger davon.

    Dem Funk an sich ist es primät egal, wie weit das Signal zu übertragen, denn die Übertragung erfolgt, wie auch bei einer Leitung, mit Lichtgeschw.
    Latenzen entstehen sobald man digital arbeitet. Jede digitale Funkstrecke oder auch jedes digitale Pult hat eine gewisse Systemlatenz. Je nach Güte ist diese kürzer oder länger. Bei WLAN Funk ist sie besonders lang, bei einer modernen Digitalfunkstrecke mit dediziertem Protokoll ist die Latenz deutlich niedriger, jedoch immer noch vorhanden. Nur eine analoge Übertragung ist frei von Latenzen.

    Bei einer Mehrzonenbeschallung, so wie sie hier evtl. geplant ist, kommt man nicht darum herum sich Gedanken über Pegel und vor allem Laufzeiten der verschiedenen Schallquellen zu machen. Ebenso sollte man sich Gedanken über die Abstrahlcharaktersitik der Boxen machen, um Interferenzen zu vermeiden.

    Solange der Pegel der nächstliegenden Schallquelle im Verhältnis zur nachfolgenden Schallquelle diese verdeckt ist alles gut. Bleibt dann halt noch das Phasing aufgrund von Interferenzen. Falls der Pegelunterschied zu gering ist, dann kommt man um eine Laufzeitanpassung mittels Delay nicht drum herum, damit es anständig klingt. Das ist aber, wie schon gesagt, vollkommen unabhängig davon, wie letztendlich das Signal zu den einzelnen Boxen übertragen wird. Um das Delay korrekt zu berechnen, muss man dennoch die Systemlatenz der einzelnen Übertragungswege kennen.
     
  4. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.06.18   #4
    Hier eine ansatzweise professionelle Lösung, auch wenn die Übertragung im 2.4 GHz-Band nicht jedermanns Geschmack ist und mit 20ms Latenz zu Buche schlägt.

    [​IMG]

    Unter dem Artikel ist ein Testbericht verlinkt, der weitere Informationen gibt.
     
  5. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 25.06.18   #5
  6. TasteBerlin

    TasteBerlin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.18   #6
    Ich habe dieses System auch (1 Sender, 2 Empfänger) und damit meist wenig Probleme. Es dient vor allem dazu, in verwinkelten Biergärten zusätzliche Boxen anzufahren. Auch Playbacks wurden damit schon gesendet. Sorgfältig eingerichtet läuft es recht zuverlässig; allzu große Reichweite würde ich allerdings nicht erwarten.
     
  7. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.07.18   #7
    Ansonsten kann ich die Empfehlung mit InEar Strecken uterschreiben. Habe ich schon das ein oder andere mal gemacht. Hat immer gut funktioniert.

    Würde für mich aber nur in Frage kommen, wenn ein Ausfall oder Drop-Outs tolerierbar sind. Ansonsten stimme ich zu: Nur Kupfer ist wirklich sicher.
     
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