Zwischen den Instrumenten transponieren: was fürn Krampf

von musikmusik, 20.04.07.

  1. musikmusik

    musikmusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.07   #1
    Hallo Leute!
    Ich bin wenn ich( piano) mit meinem Saxfreund spiele total durch n Wind:
    Alto-Saxo ist ein Eb Instrument, Sopran-Sax Bb, soviel ich weiß.
    Was bedeutet das? Nach einiger Zeit, weiß ich zu welchem Interval transponiert werden muss, nur verlier ich schnell die Übersicht...
    Gibts da irgendwie einen logischen Zusammenhang? Kann mir jemand vielleicht mal eine Übersicht geben?
    Warum ist ein Klavier C nicht auch ein Saxofon C? Das hätte man doch einfach so machen können, dann gäbe es nicht diese ganzen Komplikationen.
    Ein Piano A ist ein C fürs Alto sax? Stimmts?


    Danke schonmal!
     
  2. Music

    Music Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.07   #2
    Also ein A auf dem Piano ist ein fis auf dem Alto. Man muss als Spieler eines Es Instrumentes immer eine kleine Terz tiefer greifen als es in der c-stimme steht. Instrumente gibt es deshalb in verschiedenen Stimmungen auf Grund des Klangs. Eine C-Trompete klingt ganz anders als eine Bb Trompete.
     
  3. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.04.07   #3
    Vielleicht hilft dir diese Übersicht:

    transponierende und nichttransponierende InstrumenteInstrumentnichttransp.transp.Differenz Klang – NotationPikkoloflöte in C×1 Oktave höher als notiertin Des×kleine None höher als notiertGroße Flöte×Oboe×Englisch Horn×Quinte tiefer als notiertKlarinette in C×in B×große Sekunde tiefer als notiert in A×kleine Terz tiefer als notiertKleine Klarinette in Es×kleine Terz höher als notiertBassklarinette in B×große None tiefer als notiertSaxophon, Sopransaxophon in B×große Sekunde tiefer als notiertAltsaxophon in Es×große Sexte tiefer als notiertTenorsaxophon×große None tiefer als notiertBaritonsaxophon in Es×1 Oktave und große Sexte tiefer als notiertBasssaxophon in B×2 Oktaven und große Sekunde tiefer als notiertFagott×Kontrafagott×1 Oktave tiefer als notiertHorn (Waldhorn) in F×Quinte tiefer als notiertTrompete in C×in F×Quinte tiefer als notiertin B×große Sekunde tiefer als notiertFlügelhorn×große Sekunde tiefer als notiertTenorhorn in B×große None tiefer als notiertPosaune×Basstuba in F, in Es×Kontrabasstuba in B×Pauke×Glockenspiel×2 Oktaven höher als notiertKlaviaturglockenspiel×1 Oktave höher als notiertXylophon (Orchesterxylophon)×1 Oktave höher als notiertCelesta×1 Oktave höher als notiertGitarre×1 Oktave tiefer als notiertHarfe×Violine×Viola×Violoncello×Kontrabass×1 Oktave tiefer als notiert

    Spielt also z.B. eine B-Klarinette oder B-Trompete notiert C-Dur, so hast du als Pianist B-Dur zu spielen. Spielt das Es-Saxophon in A-Dur, so musst du als Klavierbegleiter in C-Dur spielen.
    Beste Grüße
    Effjott
     
  4. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.04.07   #4
  5. rocking-xmas-man

    rocking-xmas-man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.07   #5
    ist doch aber irgendwie sinnfrei, oder? ein ton ist doch das wahrgenommene gekennzeichnet, oder? und wenn man ein c wahrnimmt, warum dann nicht ein c spielen? ich mein warum nimmt sich der saxofonist als einen anderen ton spielend wahr, wenn er doch den gleichen spielt? worin liegt da der sinn? warum heißt der ton den er spielt, nicht wie der, der erklingt? ich kann mir auch auf mein c am klavier n großes pappschild ranmachen, wo steht, der ton heißt jetzt u. aber worin läge da der sinn?
     
  6. Effjott

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    Erstellt: 22.04.07   #6
    @ rocking-xmas-man

    Du hast schon Recht, bei der heutigen Technik des Instrumentenbaus kann man wahrscheinlich auf transponierende Instrumente verzichten, ich denke zumindest, dass es möglich wäre, vielleicht spielen da auch bestimmte Interessen der Firmen(aufwendige Neuentwicklung usw. ) eine Rolle.
    Geschichtlich allerdings hatte das seinen praktischen Grund. Ich zitiere mal aus Wikipedia:


    "Transponierende Musikinstrumente sind Musikinstrumente, deren Notation üblicherweise nicht in der wirklichen Tonhöhe erfolgt. Dies ist eine Frage der Konvention; auf materieller Ebene unterscheiden sich transponierende Instrumente in keiner Weise von nicht-transponierenden (siehe z. B. unten bei Kuhlo-Notation).
    Oktavierung wird bei extrem hoch oder tief liegenden Instrumenten verwendet, um im Notensystem die normalen Schlüssel (meist Violin- oder Bassschlüssel) ohne zu viele Hilfslinien verwenden zu können.
    Bei Transposition um andere Intervalle (meist bei Blasinstrumenten) ist der Zweck die Erleichterung für den Musiker, der abwechselnd Instrumente gleichen Typs, aber verschiedener Stimmung zu spielen hat. Dies ist nötig z. B. bei Instrumenten, die nicht jeden Ton innerhalb ihres Tonumfangs erzeugen können. So konnten z. B. früher Instrumente wie Trompete, Horn (Naturhorn) ohne Ventile oder Klappen (Klappentrompete) nur Naturtöne zu ihrem Grundton hervorbringen (vgl. noch heute Fanfare oder Alphorn), so dass je nach Komposition z. B. Trompeten in D oder C oder anderer Stimmung gebraucht wurden. Auch heutige Ventiltrompeten, Klarinetten u.a. werden in verschiedenen Stimmungen gebaut, müssen aber vom selben Musiker gespielt werden. In diesen Fällen wird meist (aber nicht notwendigerweise) die jeweilige Grundtonleiter des Instruments als C-Dur und alle anderen Töne entsprechend verschoben notiert.
    Bei Verwendung so transponierter Noten entspricht das gleiche Notenbild stets dem gleichen Griff auf dem Instrument. Die Angabe wie z. B. "Trompete in B" auf dem Notenblatt lässt erkennen, um welches Intervall, gemessen an C, die Notation vom gewünschten Klang abweicht."

    Beste Grüße
    Effjott
     
  7. rocking-xmas-man

    rocking-xmas-man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.07   #7
    aha - wär also quasi dasselbe, wenn ich jetzt den ton im 4. kanal einer mundharmonika als ton 'c' festleg. - dann gibts mundharmonikas in allen tonarten - und jede wäre ein transponierendes instrument. da der ton 'c' immer gleich gespielt wird, aber anders klingt - eben so, wie der grundton der tonart. d.h. bei ner d-harp müsste ich eine große sekunde transponieren, etc.
    hmpf...
     
  8. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.07   #8
    *g* zur Lösung des Problems... es gibt auch leute, die saxofone in C bauen. die findet man jedoch kaum, und sie sind unbezahlbar... ansonsten wird man halt mit dem improvisieren leben müssen... und auch da gilt: Übung macht den Meister :o
     
  9. wiesenforce

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    Erstellt: 27.04.07   #9
    das hängt auch damit zusammen, dass dadurch z.b. beim saxophon das wechseln unter den verschiedenen stimmungen einfacher ist. wenn man die klingenden bezeichnunge für die griffe an einem Eb Saxophon beherrscht muss man auf Bb Saxophon ganz schön viel umdenken.
     
  10. Livia

    Livia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.07   #10
    Und dass man überhaupt zwischen Blasinstrumenten leichter wechseln kann und nicht für jedes andere Griffe für dasselbe Notenbild hat.
    Es gibt alte C-Melodys zu kaufen - also Saxe in C.
     
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