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MF - Piano
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Hi Community,
ich habe eine Harmonielehre App geschrieben und würde gerne den ein oder anderen Aspekt einzelner Kapitel diskutieren. . Zum Beispiel Zwischendominanten (zum Teil auch als Sekundärdominante in der Literatur genannt): Seht ihr das ähnlich, gibt es noch Sichtweisen, die nicht erwähnt wurden?
Die 3 Regeln der Zwischendominanten
Ein Dominantakkord ist eine Zwischendominante, wenn:
Ein konkretes Beispiel in C-Dur
Nehmen wir folgende Akkordfolge an:
| Cmaj7 | A7 | Dm7 | G7 | Cmaj7 |
Der A7 sieht falsch aus. Der Grundton a ist in C-Dur diatonisch, aber der diatonische Akkord auf A wäre Am7 – nicht A7.
Prüfen wir die drei Regeln:
Grundton A ist diatonisch (VI. Stufe in C-Dur) -> JA
Löst eine Quinte nach unten zu Dm7 auf (II. Stufe – diatonisch) -> JA
Enthält C# – eine nicht-diatonische Note -> JA
→ A7 ist eine Zwischendominante. Symbol: V7/II (= die Dominante der II. Stufe)
Warum funktioniert das musikalisch?
Das Geheimnis ist der Tritonus. Jeder Dominantseptakkord enthält einen Tritonus zwischen seiner Terz und seiner Septime. Dieser Tritonus erzeugt eine Spannung, die sich auflösen will. Der A7 enthält C# und G – einen Tritonus, der direkt in die Töne von Dm7 hinführt. Unser Ohr akzeptiert dies, weil die Auflösung so stark ist. Der nicht-diatonische Ton C# klingt nicht falsch – er klingt, als würde er irgendwohin führen. Und das tut er auch.
Die 5 Zwischendominanten in jeder Dur-Tonart
In C-Dur:
Hinweis: Der V-Akkord (G7) fehlt in dieser Liste. Das liegt daran, dass G7 die eigentliche Dominante der Tonart ist – keine Zwischendominante.
Ein Beispiel aus der Praxis: „Mr. Sandman“
„Mr. Sandman“ von den Chordettes (1954) ist eines der deutlichsten Beispiele für Zwischendominanten in Aktion.
| Fmaj7 | % | E7 | % |
| A7 | % | D7 | % |
| G7 | % | C7 | % |
|Fmaj7 | % |Db7 |C7 ||
Der gesamte erste Abschnitt ist im Grunde eine Kette von Zwischendominanten in F-Dur:
E7 → Am (V7/III)
A7 → Dm (V7/VI)
D7 → Gm (V7/II)
G7 → C7 (V7/V)
C7 → F (V7/I = eigentliche Dominante)
Jeder Akkord löst sich in den nächsten auf. Die nicht-diatonischen Töne G#, C#, F# und B erzeugen eine Vorwärtsdynamik, die den Zuhörer immer weiter mitreißt.
Listen to the song!
Die Frage nach der Tonleiter
Welche Tonleiter verwende ich für die Improvisation?
Einfache Faustregel:
- Zwischendominante löst sich in einen Dur-Akkord auf → Mixolydisch
- Zwischendominante löst sich in einen Moll-Akkord auf → HM5 (5. Modus der harmonischen Molltonleiter, auch phrygische Dominante genannt)
In unserem C-Dur-Beispiel also:
- C7 → Fmaj7: C-Mixolydisch
- A7 → Dm7: A HM5
Dies ist eines der Themen, die ich in meiner App JazzPopHarmony (iOS) ausführlich behandle – Welches Harmonie-Thema würdest du noch gerne sehen? Was interessiert dich am meisten? Ich würde mich freuen, darüber in den Kommentaren zu diskutieren.
ich habe eine Harmonielehre App geschrieben und würde gerne den ein oder anderen Aspekt einzelner Kapitel diskutieren. . Zum Beispiel Zwischendominanten (zum Teil auch als Sekundärdominante in der Literatur genannt): Seht ihr das ähnlich, gibt es noch Sichtweisen, die nicht erwähnt wurden?
Die 3 Regeln der Zwischendominanten
Ein Dominantakkord ist eine Zwischendominante, wenn:
- Sein Grundton diatonisch ist (= zur Tonart gehört)
- Er sich eine reine Quinte abwärts in einen diatonischen Akkord auflösen kann, auch wenn in der Melodie ein anderer Akkord folgt.
- Er mindestens eine nicht-diatonische Note enthält.
Ein konkretes Beispiel in C-Dur
Nehmen wir folgende Akkordfolge an:
| Cmaj7 | A7 | Dm7 | G7 | Cmaj7 |
Der A7 sieht falsch aus. Der Grundton a ist in C-Dur diatonisch, aber der diatonische Akkord auf A wäre Am7 – nicht A7.
Prüfen wir die drei Regeln:
Grundton A ist diatonisch (VI. Stufe in C-Dur) -> JA
Löst eine Quinte nach unten zu Dm7 auf (II. Stufe – diatonisch) -> JA
Enthält C# – eine nicht-diatonische Note -> JA
→ A7 ist eine Zwischendominante. Symbol: V7/II (= die Dominante der II. Stufe)
Warum funktioniert das musikalisch?
Das Geheimnis ist der Tritonus. Jeder Dominantseptakkord enthält einen Tritonus zwischen seiner Terz und seiner Septime. Dieser Tritonus erzeugt eine Spannung, die sich auflösen will. Der A7 enthält C# und G – einen Tritonus, der direkt in die Töne von Dm7 hinführt. Unser Ohr akzeptiert dies, weil die Auflösung so stark ist. Der nicht-diatonische Ton C# klingt nicht falsch – er klingt, als würde er irgendwohin führen. Und das tut er auch.
Die 5 Zwischendominanten in jeder Dur-Tonart
In C-Dur:
- I7 → IV (C7 → Fmaj7) = V7/IV
- II7 → V (D7 → G7) = V7/V ← auch Doppeldominante genannt
- III7 → VI (E7 → Am7) = V7/VI
- VI7 → II (A7 → Dm7) = V7/II
- VII7 → III (B7 → Em7) = V7/III
Hinweis: Der V-Akkord (G7) fehlt in dieser Liste. Das liegt daran, dass G7 die eigentliche Dominante der Tonart ist – keine Zwischendominante.
Ein Beispiel aus der Praxis: „Mr. Sandman“
„Mr. Sandman“ von den Chordettes (1954) ist eines der deutlichsten Beispiele für Zwischendominanten in Aktion.
| Fmaj7 | % | E7 | % |
| A7 | % | D7 | % |
| G7 | % | C7 | % |
|Fmaj7 | % |Db7 |C7 ||
Der gesamte erste Abschnitt ist im Grunde eine Kette von Zwischendominanten in F-Dur:
E7 → Am (V7/III)
A7 → Dm (V7/VI)
D7 → Gm (V7/II)
G7 → C7 (V7/V)
C7 → F (V7/I = eigentliche Dominante)
Jeder Akkord löst sich in den nächsten auf. Die nicht-diatonischen Töne G#, C#, F# und B erzeugen eine Vorwärtsdynamik, die den Zuhörer immer weiter mitreißt.
Listen to the song!
Die Frage nach der Tonleiter
Welche Tonleiter verwende ich für die Improvisation?
Einfache Faustregel:
- Zwischendominante löst sich in einen Dur-Akkord auf → Mixolydisch
- Zwischendominante löst sich in einen Moll-Akkord auf → HM5 (5. Modus der harmonischen Molltonleiter, auch phrygische Dominante genannt)
In unserem C-Dur-Beispiel also:
- C7 → Fmaj7: C-Mixolydisch
- A7 → Dm7: A HM5
Dies ist eines der Themen, die ich in meiner App JazzPopHarmony (iOS) ausführlich behandle – Welches Harmonie-Thema würdest du noch gerne sehen? Was interessiert dich am meisten? Ich würde mich freuen, darüber in den Kommentaren zu diskutieren.