Generelle verständnisfrage

  • Ersteller asdfjklö
  • Erstellt am
Hmm, da stellt sich wohl die Frage, was du über digitale Technik noch erreichen kannst, was bis jetzt analog noch nicht möglich ist, sich aber trotzdem noch irgendwo gut anhört.

Gut anhören ist relativ. Eine verzerrte Gitarre ist wohl nicht das, was man früher als Wohlklang bezeichnet hätte. Vor allem weil die Verzerrung früher nicht so das Geschenk war, um es mal nett auszudrücken

Aber selbst wenn man keine kranken Soundeffektorgien starten will, so ist doch auffällig das bis jetzt kein einziger Digitalamp oder Preamp auf den Markt gekommen ist, der mit einem eigenen, charakteristischen Sound wirbt. Ja selbst diese össelige Dreiband Klangregelung übernimmt man.
Die hat man doch nicht an Gitarrenamps weil die so geil ist, sondern weil man die analog so einfach aufbauen kann. Ich würde mir selber einen Preamp wünschen, bei dem man einen ordenlichen Digitalen EQ. hat, was würde den Sound schon mal um Welten verbessern, vor allem in der Band.
Dann eine Verzerrungsektion, bei dem ich direkten Zugriff auf die Parameter hab und mir das nicht erst auf gewohnte Begriffe übersetzt wird. Da gehen einem so viele Möglichkeiten bei flöten. Warum soll ich Tweet, California usw. auswählen, wenn ich doch viel mehr Möglichkeiten hätte, einfach selber die Kennlinie der Verzerrung direkt zu bestimmen?

Oder mal ein anderes Beispiel, was wirklich nur ein Detail ist.
Wenn man einen verzerrte Sound nimmt und da ein Delay hinterhängt mit einer eingestellten Laufzeit von 1-3 ms, dann geben die Phasenauslöschungen einen ziemlich coolen, durchsetzungsfähigen Sound. Leider hab ich das bis jetzt nur am Computer geschafft, nicht mit einem Hardwaregerät.

Naja, im Endeffekt werde ich wohl kaum drum rumkommen, mir einen Rechner mit auf die Bühne zustellen.;)
 
Hm, also dem Eröffnungspost nach gings dem Ersteller nie um Modelling sondern nur um die Verstärkerwand... Aber egal.

Wie man nun letztendlich seinen Sound erzeugt, muss jeder selber wissen. Ich bevorzugte die meiste Zeit Modelling.
 
Soweit ich weiß nehmen nicht alle Gitarristen die Gitarren mit Mikros vorm Verstärker ab.
Viele nehmen auch einen POD und gehn dann ins Mischpult, was das auch immer für ein Ding is, unser Gitarrist hat sich jedenfalls so was zugelegt.
 
Ach ich denk da sind die Geschmäcker eben verschieden...der eine geht mim Preamp ins Mischpult, und der andere steht auf die einfache Mikrofonabnahme, jeder halt wie er will. Ich bin übrigens Verteidiger der Mikrophon Abnahme...Ich bin einmal mim Line out in die P.A...also was viel gräßlicheres hab ich mein Leben nich gehört.
 
Kommt halt auf die Mucke an ne...spiel in ner Punkband, wenn da nen paar Teile hochwertige Technik stehn und übers Mischpult laufen hast und da nix von guten alten dicken amps zu sehn is sieht einfach nich schön aus...
 
Ach ich denk da sind die Geschmäcker eben verschieden...der eine geht mim Preamp ins Mischpult, und der andere steht auf die einfache Mikrofonabnahme, jeder halt wie er will. Ich bin übrigens Verteidiger der Mikrophon Abnahme...Ich bin einmal mim Line out in die P.A...also was viel gräßlicheres hab ich mein Leben nich gehört.

Das ist auch kein Wunder, wenn man ein unkorrigiertes Preamp direkt auf die PA gibt. Das ist so, als würde sich ein Motorradfahrer auf ein Bobbycar setzen und dann laut rufen: "wusste ich es doch, diese Autos sind scheiße!";)


Versuch es mal mit einer guten Boxensimuation oder besser gleich mit einem guten Preamp, wo sowas drin ist.
 
bin auch schonmal aus meinem engl530 preamp direkt ins mischpult, der klang war gut, der engl hat extra nen ausgang dafür. vom aufwand her ist das natürlich nen fortschritt, aber es gibt immer noch ne menge konzerte, die wir spielen, wo die gitarren nicht abgenommen werden oder wo es kaum/keine monitorboxen gibt. für jugendclubs/AJZs natürlich verständlich. aber stellt euch mal vor, touren ohne gitarrenboxen, nur mit preamp und vll schlagzeug. da reicht mein kombi für...ein traum...
 
Wir hatten mal einen Open-Air-Gig bei der die Stromversorgung abgekackt ist (so ein fetter LKW-Anhänger-Generator vom Stromversorger). Der hat dann auch gleich den Bassamp (Music-Man Röhrentop) und die Monitoranlage mit zerlegt.
Ich bin dann mit meinem Bass zwangsweise direkt über eine DI-Box in die Stagebox und dann direkt in die PA gegangen.
Trotz der Scheiß-Situation hat mir der Tontechniker einen ganz brauchbaren Sound gezaubert von dem allerdings auf der Bühne nichts zu hören war.
 

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