So, dann mach ich auch mal mit meiner Story weiter.
Ich hatte mit Akkordeon total abgeschlossen; ich wollte das Ding nicht mehr sehen. Und alle Kontakte zu meinen ehemaligen Mitspielern kappte ich auch, erst zwar nicht bewusst, aber ich merkte dann selber, dass ich mich selbst abschottete.
Das alles war so um 2000/2001 rum und störte mich auch nicht weiter, denn ich war sehr Familien-engagiert mit meinem kleinen Sohn, meiner Hochzeit und der Produktion meiner Tochter.
Und außerdem hatte ich den Sinn des Lebens gefunden:
Ich hatte mich schon einen Weile für spirituelle Themen interessiert und hatte über einen Freund ein Institut gefunden, wo ich nun an einem Kurs nach dem anderen teilnahm.
Diese Institut hob (und hebt) sich aus der ganze Masse von Eso-Krempel dadurch ab, dass keine Sekte dahintersteht, keine Gehirnwäsche stattfindet und man auch finanziell nicht total abgezockt wird, man bekommt größtenteils wirklich nützliche Sachen fürs Leben mit.
Schon 1997 hatte ich dort angefangen, Kurse zu besuchen. Jetzt, wo ich durch das Wegfallen der Proben noch mehr Zeit hatte, begann ich noch intensiver einzusteigen. Das ging dann soweit, dass ich als Mitarbeiter mit einstieg (zusätzlich zu meinem normalen Job), als Assistent bei Kursen mitarbeitete und letztendlich selber Kurse gab.
Tja, aber wie es oft bei solchen Sachen ist: Wenn man irgendwo mitarbeitet sieht man eben besser hinter die Kulissen und da ist so mancher schöne Lack, den man als Teilnehmer toll findet, ab.
Das, kombiniert mit der sehr starken Persönlichkeit der Leiterin des Instituts, die schlussendlich keine andere Meinung als ihre gelten ließ und äußerst abgefahrenen spirituellen Konzepten, die mir dann doch zu abgehoben waren, führte dazu, dass ich Ende 2006 dort ausstieg.
Ich habe dort sehr viel gelernt, was mir im Leben weiterhilft, aber es ging nur so weit, wie mein gesunder Menschenverstand es zuließ.
So, jetzt hatte ich einen Haufen Zeit übrig. Diese Zeit begann ich dann gleich ausgiebig für Computerspiele zu nutzen, was mich sehr, aber meine Frau nicht besonders erfreute.
Meine Tochter hatte schon 2005 im Alter von 4 Jahren Interesse am Klavierspielen gezeigt: Sie hatte sich bei meiner Schwägerin ans Klavier gesetzt und praktisch stundenlang drauf rumgeklimpert. Seitdem malte sie auf jeden Weihnachts-Wunschzettel und jede Geburtstags-Wunschliste ein Klavier.
Ein Klavier aus dem Ärmel zu schütteln ist natürlich nicht so leicht aber wie das Leben manchmal zufällig so spielt, zog eine alte Freundin von mir um und in der neuen Wohnung war nur Platz für den Flügel, nicht auch noch das Klavier, also bekamen wir es als Dauerleihgabe.
Nachdem nun abzusehen war, dass meine Tochter bald mit Klavierunterricht beginnen würde, meinte meine Frau, ob ich nicht auch etwas Sinnvolles mit meiner Zeit anfangen wollte.
Ich hatte seit 6-7 Jahren kein Instrument mehr angefasst und das würde beim Akkordeon auch so bleiben. Aber Posaune oder Bariton-Sax hatten mich schon lange fasziniert.
Das Problem war, dass das wieder fast reine Band- oder Orchesterinstrumente sind und ich wollte alleine spielen. Klavier bot sich natürlich an, aber irgendwie war der Reiz dafür nicht da.
Da fielen mir wieder meine Gitarrenerlebnisse von früher ein (DDR, Alpenverein, Paris) und ich dachte mir: Warum nicht? Ein bisschen Guitar Hero bei einem Freund spielen half dann auch noch mit.
Auf der Suche nach Klavierlehrern surfte ich sowieso rum und da ich ein großer Planer bin, informierte ich mich erstmal kräftig. Bald landete ich hier im Board, auf Bernd Brümmers Seite und bei Ernesto. Dort fand ich den Link zur
Guitarrero Software.
To be continued