Wie ist das Verhältnis von "Röhrenverschleiß" und mA. Gibt es da einen konkreten Zusammenhang?
naja indirekt schon...
um Bias sauber einzustellen musst du die Anodenspannung des Amps messen (oder zumindest wissen)
(des ist bei nem Herbert anders als bei nem Engl, oder JCM800, usw ist halt immer unterschiedlich)
dann musst du die max Anodenverlustleistung der Röhre kennen, ne EL34 hat 25W, ne 6L6GC hat 30W, ne 6550 hat 35W, ne KT88 hat 42 W, usw
nun kannst du die typischerweise zwischen 50% (kalt) und 70% (recht heiß) einstellen und das berechnest du so:
Anodenverlustleistung * % : Anodenspannung
zbs so, wobei ich mal von 500V Anodenspannung ausgehe:
25W (EL34) * 700 (70%) : 500 (V Anodenspannung) = 35 (mA Bias)
Da du beim Herbie paarweise einstellst musste des natürlich mal zwei rechnen, also 70mA,
sprich du stellst die EL34 auf 70% ein (höher ändert nicht mehr viel am Sound, lutscht die Teile aber schneller aus)
Die 6550 kannste aber auch kälter stellen, zbs 50% oder niedriger da musst du nicht zwingend auf EL34 gehen,
ich hab meine 6550 im VHT auf 60% und bin zufrieden...
kalte Settings machen den Sound sehr modern, scharfe höhen, tighte Bässe (die Röhren halten ewig)
heiße Settings machen den Sound voll und groß (die Röhren halten so nur 2-3 Jahre aber der verschleiß ist nicht übermäßig)
du kannst natürlich auch über 70% oder unter 50% gehen, Rectos und 5150 laufen zbs teilweise auf 30% und klingen trotzdem nicht schlecht.
Gruß Robi