- Ein Rompler mit 12GB sofort verfügarem Samplematerial.
Wovon anscheinend schon 1/3 nur für das Piano und der Rest vermutlich auch für relativ wenige Sounds draufgeht - mit anderen Worten: Die meisten Sounds (zumindest die samplebasierten) werden immer noch normales Workstation-Niveau haben.
- Ein Sampler, der Standardformate lesen kann. Alles was dann noch fehlt, kann man sich als Sample organisieren.
Das konnte Kurzweil schon vor Jahrzehnten. Nur eben logischerweise nicht von SSD, was natürlich eine ziemlich nette Sache ist.
- Das felxible Effekt-Routing sorgt dafür, dass man die Samples noch ordentlich anreichern kann
Wieder Kurzweil?
- Orgel aus einer Simulation
*hust* Kurzweil
- Lebendige Synthesizerklänge aus mehreren Virtuell-Analogen
Die müssen sich wohl an ihrer Qualität messen lassen, das meinte ich ja vorhin: Wenn die drei alle halbwegs mit einem normalen VA mithalten können ist das super, aber das muss sich eben erstmal zeigen.
- Waveshaping aus der Wavestation
Naja, nettes Feature vielleicht, aber revolutionär würde ich es nicht unbedingt finden, eine 20 Jahre alte Technologie aufzuwärmen. Schön wenn mans hat und braucht, aber sicher nicht nicht revolutionär
Das alles wahrscheinlich ohne Ladezeiten und Abstürze.
Naja, Ladezeiten gibt es immer, auch wenn man von einer SSD läd. Kürzere Ladezeiten okay, aber auch das ist jetzt nicht unbedingt revolutionär, sondern eher ein Aufschließen zum Stand der Technik. Wiederum: Schön, wenn mans hat, aber Revolution sieht für mich anders aus.
Und ob das Teil ohne Abstürze läuft (bzw. allgemein ob das OS brauchbar ist) lässt sich noch nicht sagen, da von "wahrscheinlich" zu reden ist also Quatsch. Generell ist eine hohe Komplexität aber sicherlich keine Eigenschaft, die die Stabilität begünstigt.
Alle, die schon immer vor allem "mehr von allem" wollten, finden es grundsätzlich revolutionär.
Stimmt, aber das ist ja keine Revolution, sondern einfach nur eine Weiterentwicklung. Die begrüße ich natürlich, aber es liegt schon so ein bisschen Hype in der Luft...
Im Grunde ist das Gerät größtenteils eine Ansammlung erfreulicher Zutaten, die einzeln schon bei Korg erhältlich waren und die gewiß nicht jeder Anwender braucht. Nett, das ganze in einem Gehäuse zu haben.
Die wirkliche Innovation ist die Kombination von SSD und Streaming - funktioniert diese Technik wie erhofft, so dürfte der Bann kleiner SampleROMs gebrochen sein, und davon haben wir schließlich alle was. Wenn nicht im Kronos, dann eben in kommenden Wettbewerberprodukten oder Nachfolgemodellen.
Genau so sehe ich das auch: Die meisten Dinge scheinen nett bzw. nice to have zu sein, keine Frage. Aber für Revolution ist mir zu wenig neues drin, denn selbst die Sache mit den SSDs ist zwar neu, aber keine besonders kreative Idee - mehr eine (hoffentlich gute) Umsetzung der aktuellen technischen Möglichkeiten.