Du suggerierst nur dauernd, dass Deine Quellen richtig sind, und die anderen Quellen nicht. Ich antwortete daraufhin, dass Deine Quellen auch nur Meinungen darstellen...
Unterm Strich sind es "nur" Meinungen, jedoch Meinungen die auf konkreten, anerkannten, physikalischen Gesetzen basieren reproduzierbar sind, deshalb stelle ich es auch nicht per se als MEINE Meinung dar sondern als die physikalische, mathemathische, wissenschaftliche Meinung.
Wenn Du das cool findest, dass einer Salz auf seine Gitarre streut, ist das okay. Ich fand das auch cool. Aber welche Aussagekraft hat das? Salz macht lustige Sachen auf einer Gitarre?
Da du ganz offensichtlich den Versuchsaufbau nicht verstanden hast, und somit das Ergebnis auch nicht, möchte ich das ganze mal für dich runterbrechen.
Zu aller erst, was war die Fragestellung, die diesem Versuch vorraus ging? Viele behaupten dass das Holz wichtig sei weil verschiedene Hölzer aufgrund ihrer Zellstruktur eine andere Resonanzfrequenz haben. Resonanz ist in der Physik das Phänomen dass eine Schwingung sich von einem Körper auf einen anderen überträgt. Resonanzfrequenz bedeutet in diesem Fall also das es Körper gibt, die für ganz speziefische Frequenzen besonders empfänglich sind, diese Schwingung aufnehmen und selbst in diese Schwingung geraten. Das führt natürlich dazu, wenn ein Körper sagen wir jetzt mal auf 550 Hertz besonders empfänglich ist und selber in genau dieser Frequenz schwingt, dann empfängt er ja wieder seine eigene Schwingung, nimmt diese sehr dankbar auf und schwingt noch stärker, er schaukelt sich quasi selbst hoch. Er verstärkt also somit die Frequenz, für die er besonders Empfänglich ist, die Resonanzfrequenz. Viele behaupten nun dass diese Resonanzfrequenz für die unterschiedlichen Klangerlebnisse verschiedener Hölzer verantwortlich sind da diese verschiedene Frequenzen leichter verstärken als andere und dieser These geht er in dem Video mit dem Salz nach.
Dazu schüttet er Salz auf eine Gitarre und setzt diese dann mit einem Sinusgenerator ganz isolierten Schwingungen aus, die im übrigen wesentlich stärker sind als das eine Saite jemals könnte. Wenn die Theorie der ach so erfahrenen Gitarristen und Gitarrenbauern stimmt dann müsste ja
1. jeder gleiche Holztyp immer bei der gleichen oder ähnlichen Frequenz resonieren
2. das ganze Holz müsste bei einer bestimmten Frequenz resonieren
In dem Video siehst du vielleicht nur Salz was auf einer Gitarre herumhüpft, ich sehe dass die Aussagen über Resonanzfrequenz absolut haltlos sind weil die Gitarre bei allen möglichen Frequenzen querbeet an verschiedenen kleinen Teilstellen resoniert. Es ist nicht möglich den Korpus, der ja nur aus einem Holz besteht, bei einer bestimmten Frequenz in Resonanz zu versetzen. Vielmehr ist es so, dass jedes Holz jede Schwingung irgendwie aufnehmen könnte, an verschiedenen Stellen, in verschiedenen Intensitäten. Darüber hinaus war der erzeugte Sinus viel stärker als die Schwingung, die von einer angeschlagenen Saite entsteht.
Fazit des Experiments:
- Es war nicht möglich das Holz in eine bestimmte Resonanzfrequenz zu versetzen, sonder viele verschiedene
- Und das auch nur mit einem Signal das deutlich stärker war als es in einer reellen Spielsituation existiert.
Demnach ist es nicht möglich zu sagen dass dieses oder jenes Holz heller oder dunkler klingt als ein anderes, weil es diese und jene Resonanzfrequenz hat. Und wenn wir jetzt noch die Intensität des Signals in Betracht ziehen kann man sagen, das KLEINE BISCHEN was an Schwingungen EVENTUELL in das Holz gelangen KÖNNTE wäre
1. viel zu schwach um auch nur irgendeinen unterschied zu machen und
2. nicht vorhersehbar welche Frequenz dass denn wäre um zu behaupten "dieses Holz produziert besonders viel Obertöne".
Ich hoffe diese kleine Analyse hat etwas Licht in das gebracht, was für dich nur hüpfendes Salz ist.
Wenn ich mich persönlich zwischen Videos mit Salz auf Gitarren und der Erfahrung eines langjährigen Gitarristen entscheiden müsste, ich bräuchte nicht lange zu überlegen.
Ich auch nicht, das Salz liefert wesentlich klarere Daten, wenn man den Versuchsaufbau versteht
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Und Teuffel betont selbst, dass das Holz der beiden seitlichen Klangbarren von integraler Bedeutung für den Klang ist.
Was heißt denn bitte "von integraler Bedeutung"?....hat er das wirklich so gesagt?