Die Entscheidung von Gibson nicht auf der NAMM auszustellen empfinden viele sehr fragwürdig. Der allgemeine Tonus ist wohl, dass man die NAMM auslässt, auf Grund von Kosteneinsparungen.
Das andere Marken wie Marshall etc sich weitere Geschäftszweige erschließen wollen, ist nur natürlich. Auch den großen Giganten des Musikalienbusiness bleibt es kein Geheimnis, dass Absätze zurück gehen. Der Gebrauchtmarkt boomt, Vintage Instrumente haben eine Renaissance, Customschmieden bieten immer mehr attraktive und bezahlbare Preise und Preise für Neuware stürzen relativ kurz nach Markteinführung der Produkte in den Keller. Nur normal, dass man da versucht auch in anderen Bereichen Geld zu verdienen.
Nimmt man beispielsweise eine Firma wie Peavey: Anfangs gab es da Gitarrenamps, Bässe und Gitarren und heute bekommt man dort fast alles für den ganzen PA Bereich, Recording usw. (auch wenn einiges nur in den USA erhältlich ist und nicht in Europa).
Sicher mag das für den einen oder anderen einen fahlen Beigeschmack haben, wenn Firmen sich abseits ihrer traditionellen Stärken und Kernkompetenzen bewegen, aber heute ist das nahezu normal und ich finde da nichts verwerfliches dran. Das Aus muss es nicht zwingend bedeuten mit Ausnahme von Gibson die tatsächlich eigentlich vor der Pleite stehen. Aber dazu diskutiert man besser in dem von @clone verlinkten Link.
Aus diesem Thread könnte man aber gern einen "Biergartenthread" machen, um darüber zu diskutieren wie sinnvoll es für Firmen ist, abseits des Kerngeschäftes Produkte zu entwickeln und am Markt zu platzieren.