Wahrscheinlich zur Finanzierung der Zukäufe ... herzlichen Glückwunsch ...
Nochmal zurück zum "Sale-And-Lease-Back": das ist im dinglichen Bereich gang und gäbe, wie die genannten Beispiele - kommunale Wasserversorgung, öffentlicher Nahverkehr - schon zeigen. Auch z.B. bei Flugzeugen üblich. Man verkauft Mobilien oder Immobilien und mietet sie zurück. Hintergrund: so lange die Erträge aus dem operativen Geschäft die Miet- bzw. Leasingkosten wieder reinholen, ist das oft günstiger, als Kapital für diese Dinge per Kauf zu binden. Und die eingebundenen Leasinggesellschaften fungieren als eine Art Bank, welche die Anschaffung finanzieren. Wie gesagt, ein in der Wirtschaft gängiger Vorgang. Für den Ex-Eigentümer und Leasingnehmer auch kein allzu großes Risiko, weil die geleasten Dinge nicht eben an jeder Straßenecke zu haben sind, wie Wasserversorger, U-Bahn-Züge, Flugzeuge, ganze Bürokomplexe, ...
Mich wundert's aber doch, dass dies mit den Markennamen gemacht wurde. Gut, es gibt nix, was man nicht leasen könnte, aber etwas Nicht-Dingliches, das leicht auf andere Vertragspartner übertragbar ist ... ich tippe auch auf exklusiven Nutzervertrag, aber hoffentlich gilt diese Exklusivität auch unter Chapter 11 ... und zum Interesse der Bank: habe Jahrzehnte im Bankwesen gearbeitet, und da gibt's in aller Regel nur die Goldene Regel: wer das Gold hat, macht die Regeln. Sprich: wenn der Bank of America fraglich erscheint, ob die Gibson Brands auch weiterhin brav die Markennutzungsrechte bezahlen und einen entsprechenden Umsatz vorweisen kann, und dann jemand anders mit dem Bündel Dollarscheinen für die Markennutzung winkt, kann ich mir ziemlich genau vorstellen, wie die Reaktion der Bank aussehen wird ...
Es bleibt spannend.