Ich finde euren Enthusiasmus, dass die neuen Eigentümer auf Made in USA bestehen werden ja fast schon süß. Wenn das Management von KKR Profitmaximierung als Auftrag hat, dann ist nichts heilig (ausser den Gagen der Vorstände). Dann wird eben woanders hergestellt, weil man dann 0,05 Cent mehr pro verkaufter Gitarre verdienen kann.
Ich sag ja nicht, dass ich das gut finde, ich arbeite selbst bei einer Firma, wo Jobs ohne nachzudenken quer durch Europa verschoben werden, weil's angeblich billiger wird und die Profite dadurch steigen. Das wird uns dann als Erfolg verkauft, obwohl wir Mitarbeiter nichts davon haben, ausser der Aussicht, dass auch wir eines Tages gegangen werden.
Es könnte durchaus sein, dass die Gibson quasi als Liebhaberei übernommen haben und damit zufrieden sind, wenn die Firma kostendeckend arbeitet. Aber das glaube ich, ehrlich gesagt, nicht. Ich glaube eher, dass in den nächsten Monaten jeder Stein umgedreht werden wird, ob man da nicht noch was einsparen kann um noch profitabler zu werden. Die Produktion der Gitarren ist in dem Ganzen ja nur ein Baustein, auch die Produktion der Hardware, Pickups etc - das steht wohl alles auf dem Prüfstand und soll "optimiert" werden.
Und den Kunden wird dann vielleicht mit etwas günstigeren Instrumenten Sand in die Augen gestreut und es werden genug loslaufen und sich so eine neue Gibson kaufen.
Seht doch mal die Vorteile für die jetzigen Besitzer: ihre Made in USA Instrumente werden dadurch seltener, weil nicht mehr gebaut. Und damit ist langfristig wohl am Gebrauchtmarkt ein besserer Preis zu erzielen.
