Du kannst Gitarre spielen, ich kann ein Mischpult bedienen ...

  • Ersteller Gast280889
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Merkwürdig, dass so wenige das Augenzwinkern im Threadstart bemerkt haben
Hättest Du es vermerkt , (zB durch einen Schmeilie) wäre es nun im Nachhinein auch nicht merkwürdig.

So funzt nunmal virtuelle Kommunikation.
Wenn das nicht kapiert wird, kann man sich auch nicht über den "Zeitgeist" echauffieren, denn wir alle sind AUCH ein Teil davon ;-)
 
Für mich ein weiterer sinnloser Thread ... :eek1:

und dann noch von falschen Voraussetzungen ausgehend.

Ich komme aus einer Zeit, als es für den "normalen" Musiker sowas wie PA überhaupt nicht gab.
Da hat jeder Musiker noch seinen Sound selbst eingestellt (sofern überhaupt Strom beteiligt war) und der Sänger hat seine "Gesangsanlage" daneben gestellt. Schlagzeug abnehmen ? Wieso das denn, ist doch eh schon zu laut ...
So hat es angefangen. Ein Mischpult mit vielen Knöppen war selten und unerschwinglich.

Ein extra Ton-Mann ist für mich eher was modernes. Insoweit sind diejenigen, die das "bischen PA nebenher machen" wollen eher "back to the roots". Und ich finde es gut, wenn sich Leute dafür interessieren, wenn es auch nur nebenher ist.
 
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Als Anekdotenthread..... okay.
Das ist dann freilich ne andere Perspektive :)

Dann also auch Anekdoten:

Selbst erlebt, dass ein Tonmensch mir erklären wollte wie mein Instrument zu klingen hat, obwohl er weder wusste, WAS das überhaupt für ein Instrument war, geschweige denn, WIE man es spielt, und noch weniger, welche Töne da rauskommen.
(das kam nicht nur einmal vor)

Anderes:
In wirklich völliger Selbstüberschätzung bei nem festival, baten wir damals den Tonmensch, so und so die Hauptinstrumente zu mischen, einfach weil es so am "besten" klang (war ja nicht das erste Konzert ;-) ) und der Schiebe-Regler mehr als angesäuert empört meinte, ich müsse ihm nicht seinen Job erklären, er macht das schon seit über 30 Jahren professionell, und hat angeblich schon xy "Grosse" abgemischt....
Hatte aber dann von akustischen Instrumenten, und wie man sie sinnvoll!! klanglich verbindet, garkeinen Schimmer.
Heraus kam totaler Soundbrei... weil der Typ zu 99% nur Schlager und Pop mischte.

Oder, positives, wo ich selbst überrascht war:
Tonmann nahm Wochen!!! vor dem eig. Konzert Kontakt auf, und bat um Zusendung von nem Tonträger und einem Instrumentenplan, um sich mit unseren Songs im Vorfeld vertraut zu machen, weil er eben das Beste aus allem herausholen wollte, und auch nicht vor "schrägen" Instrumenten, die kaum jemand spielt, zurückschreckt.
War ein sehr netter Mensch, leider viel zu selten sowas.

Beim letzten Konzert (mit der jetzigen Band) haben wir im Vorfeld im P-Raum mit dem TonMann von der anderen Combo den Mix komplett fertig gemacht; Mischer einstellungen eingeklickt und fertig.
Live war der Toni nicht dabei, hat sich aber eben im Vorfeld sehr viel Mühe gegeben, und auch hingehört, wenn es Kritik gab, eben um alles so zu gestalten, dass es halt passt, und alle weniger Arbeit dann hatten.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich komme aus einer Zeit, als es für den "normalen" Musiker sowas wie PA überhaupt nicht gab.
Da hat jeder Musiker noch seinen Sound selbst eingestellt (sofern überhaupt Strom beteiligt war) und der Sänger hat seine "Gesangsanlage" daneben gestellt. Schlagzeug abnehmen ? Wieso das denn, ist doch eh schon zu laut ...
So hat es angefangen. Ein Mischpult mit vielen Knöppen war selten und unerschwinglich.

Ein extra Ton-Mann ist für mich eher was modernes. Insoweit sind diejenigen, die das "bischen PA nebenher machen" wollen eher "back to the roots". Und ich finde es gut, wenn sich Leute dafür interessieren, wenn es auch nur nebenher ist.

GERAHMT!
 
Hi All,
also ich finde die Diskussion hier schon interessant.
Ja ab einer gewissen Größe ist die Arbeit des Tontechniker enorm wichtig.
Wer kann in einer großen Halle oder auf einem Open Air schon sich selbst vernünftig von der Bühne mischen.
Und ein guter Techniker versucht auch die Band immer im bestmöglichen Licht (Sound) darzustellen, unabhängig davon ob er die Musik mag oder nicht.
War allerdings mal auf einem Konzert von Status Quo, da war der wohl taub. Man hörte Gitarren, Gitarren und Gitarren.

Dazwischen gab's Gitarrensolo. Ich weis nicht ob er auf Anweisung der Band handelte oder ob sich sein Gehör im Laufe der Jahre verabschiedet hat.

Also wenn ich die Wahl habe: Niemals Ohne.
 
Für mich ein weiterer sinnloser Thread ... :eek1:

Dem schließe ich mich an - für mich ist der Ausgangsbeitrag "Mimimi" - aber gut, das Thema steht ja jetzt in der Laberecke. Vielleicht bin ich auch gar nicht angesprochen, weil ich sowohl Mischpultbediener als auch Instrumentalist bin, manchmal beides gleichzeitig, oftmals beides unabhängig/getrennt voneinander - meiner Meinung nach definitiv ein Vorteil... Insofern ist für mich ein guter Tonmann hinterem Pult nicht weniger wert als ein Musiker auf der Bühne :nix:.
 
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Ah OK, ich weis jetzt Bescheid. Danke für die zahlreichen Beiträge.
 
Für mich ein weiterer sinnloser Thread ... :eek1:

und dann noch von falschen Voraussetzungen ausgehend.

Ich komme aus einer Zeit, als es für den "normalen" Musiker sowas wie PA überhaupt nicht gab.
Da hat jeder Musiker noch seinen Sound selbst eingestellt (sofern überhaupt Strom beteiligt war) und der Sänger hat seine "Gesangsanlage" daneben gestellt. Schlagzeug abnehmen ? Wieso das denn, ist doch eh schon zu laut ...
So hat es angefangen. Ein Mischpult mit vielen Knöppen war selten und unerschwinglich.

Ein extra Ton-Mann ist für mich eher was modernes. Insoweit sind diejenigen, die das "bischen PA nebenher machen" wollen eher "back to the roots". Und ich finde es gut, wenn sich Leute dafür interessieren, wenn es auch nur nebenher ist.

Naja, das war auch noch die Zeit mit 90% richtig schlechtem Sound. Garagen Konzerte und so. Da ist mit als Jugendlicher (genau wie unsere Jugend) zum Konzert, oder auch Festival, zum Saufen und die Athmosphäre gegangen. Bis man sich dann gefragt hat, wofür man 200 Mark eigentlich zahlt. Oder vieleicht weil man nicht mehr so hüpfen konnte und gemütlich mit einem Drink in den Reihen stand. Gerade unverstärke Akustikkonzerte in Räumen größer als ein Wohnzimmer konnte man vergessen wenn man mittig bis hinten Stand. Da möchte ich nicht mehr hin zurück.
Es ist auch enorm hilfreich wenn man einfach jemanden in Publikumsnähe hat, der einen sagt, ob der Sound überhaupt ankommt. Quasi ein ... Dirigent.
Bei Openair / Mehrschichtiger PA ein Segen.
Ob es nun 200 Jahre Ehrfahrung, Talent, und Gehörbildung bei 100dB braucht für ein Konzert wo die Band 300€ total bekommt. Naja. Wenn der Junge Tontechniker sagt, es sei alles in Ordnung, die 2-4 Raummikrofone zur Abnahme auch ihm auf seinem DinA4 Pad zeigen, dass alles in Ordnung ist, dann will ich dem mal glauben.
 
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Ah OK, ich weis jetzt Bescheid. Danke für die zahlreichen Beiträge.

???

Und die/Deine Kernessenz daraus ist nun was?

..... wars also anscheinend doch nur bissel "Eieiei" abbekommen, und mal kurz den Bauch pinseln, dass Tonis auch Musiker (bzw ähnliches) sind.
Mission complete?

;-)
 
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Was lernen wir daraus? an jedem Ende des Kabels kann jemand sein der den Job gut macht oder auch nicht. Das hat gar nix mit der Tätigkeit der Person zu tun. Ich hab auch schon öfters erlebt dass ich als Tonmensch ganz gut daran getan habe den dargebotenen Klang zu korrigieren. Wenn der Musikus die Zusammenhänge von Klangquellen, Raumakustik usw. nicht versteht liegt man, gerade bei elektronisch modifizierten Instrumentensounds, schon mal daneben wenn man meint dass das ja daheim schon sehr gut geklungen hat. Die Frage ist da wohl öfters wie sehr sind alle beteiligten bereit gemeinsam daran zu arbeiten dass es am Ende zu einem guten Ergebnis kommt.
Beim letzten Konzert (mit der jetzigen Band) haben wir im Vorfeld im P-Raum mit dem TonMann von der anderen Combo den Mix komplett fertig gemacht; Mischer einstellungen eingeklickt und fertig.
Live war der Toni nicht dabei, hat sich aber eben im Vorfeld sehr viel Mühe gegeben, und auch hingehört, wenn es Kritik gab, eben um alles so zu gestalten, dass es halt passt, und alle weniger Arbeit dann hatten.
Da frage ich mich ernsthaft, ob das eine gute Verfahrensweise ist. Da Proberaum und Veranstaltungsort durchaus unterschiedliche Anforderungen an die Einstellungen erfordern kann (an sich die Regel und nicht die Ausnahme, es sei den dass der Proberaum gleichzeitig der Veranstaltungsort ist) und dann noch Faktoren wie Zuhörer usw. das Klangergebnis beeinflussen, ist die Strategie "set it once and then forget it" nicht zielführend. Besser ist da sicher sich einen permanenten Begleiter in Form eines Bandtechnikers aufzubauen. Wobei wir auch hier wieder beim Problem sind, wie viel Talent bringt der dann mit. Ich habe nur zu viele Konzerte erleben/erdulden müssen bei denen es deutlich besser gewesen wäre wenn der talentierte Haustechniker anstelle des Bandtechnikers gemacht hätte.

Natürlich wäre es toll wenn nur hochbegabte Tontechniker herum laufen würden und die dann alle Veranstaltungen betreuen würden. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert;-)

...habe aber statt dessen 44 Jahre lang viel Zeit, Mühe, Hingabe und 'practice, practice, practice' damit verbracht, virtuous Mikrofonien, Mischpulte, Effekte, Amps und Lautsprechersetups spielen zu können, nebst Messtechnik und Verkabelung.
Hmm, das klingt aber weniger nach Talent sondern "mehr nach Arbeit;-):
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Begabung schrieb:
In Abgrenzung zu erlerntem Wissen und durch Übung erlangte Fähigkeiten, ist Begabung eine besondere Anlage einer Person, auf dem entsprechenden Gebiet vergleichsweise schnell Fortschritte zu machen sowie ein überdurchschnittliches Leistungsniveau erreichen zu können.
 
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Der Thread hier ist zwar schon verkorkst, aber einen Aspekt will ich noch anbringen (der klang gerade bei @Mfk0815 auch mit):

Wenn es drum geht, Geld in einen guten Tonmann zu investieren, wo sind die denn in ausreichender Zahl zu finden ?
Ich kenne das Problem von vielen Bands. Die wären sogar bereit, Geld für einen Toni zu zahlen, aber es gibt nicht genügend davon.
Wer seinen eigenen Toni hat, der dann auch noch Ahnung hat, der kann sich glücklich schätzen. Meine ehemalige Rock-Coverband lernt z.B. inzwischen den fünften Mischer ein, weil es immer wieder Wochenenden gibt, wo alle anderen potentiellen vier keine Zeit haben, wegen anderer Jobs. Die guten Mischer, die ich kenne, sind oft lange schon ausgebucht.

Es kann also aus rein praktischen Gründen eine durchaus gute Idee für Musiker sein, sich um (Basis-)Kenntnisse selbst zu bemühen.
 
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*** WIE KANN MAN DIESE KLITZEKLEINE KLEINIGKEIT ÜBERSEHEN?

Sehr gute Frage!

Es gibt aber auch Gegenbeispiele: wir arbeiten seit über 20 Jahren mit dem selben Tonzauberer, der vor Touren auch zu den letzten 4 -5 Proben kommt und so die gesamte Setlist schon vor dem ersten Gig auswendig runterbeten kann. Bei den letzten beiden Proben wird mit der gesamten PA geprobt und der Grundsoundcheck ist dann auch schon im Kasten. Ich kenne aber viele Musiker die auch so arbeiten.

Gruss
RJJC
 
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Hallo,
ich spiel auch schon sehr lange und habe gemerkt, es gibt eben solche Tontechniker und solche.
Dabei hab ich gelernt, dass Ausbildung, Erfahrung oder sogar Profitum nicht vor einem Scheißsound schützt :twisted:
Es geht hier in erster Linie um Ohren, Geschmack und Stilsicherheit.

Nachtrag: Und natürlich auch ob sich jemand Mühe gibt oder nicht!
 
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Hmm, das klingt aber weniger nach Talent sondern "mehr nach Arbeit;-):

Hier sind wir wieder am Threadanfang. Es braucht eben beides:
Man muß Talent haben und viel wissen und üben, üben, üben ... Wie eben auch bei einem Instrument und viele gute Musiker üben ein Leben lang. Da ist die Schnittmenge und da ist auch der Irrtum.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Sehr gute Frage!

Es gibt aber auch Gegenbeispiele: wir arbeiten seit über 20 Jahren mit dem selben Tonzauberer, der vor Touren auch zu den letzten 4 -5 Proben kommt und so die gesamte Setlist schon vor dem ersten Gig auswendig runterbeten kann. Bei den letzten beiden Proben wird mit der gesamten PA geprobt und der Grundsoundcheck ist dann auch schon im Kasten. Ich kenne aber viele Musiker die auch so arbeiten.

Gruss
RJJC
Das ist richtig und ich arbeite auch so.
 
Allerdings gehört für mich die Frage, warum Leute viel Geld in tontechnisches Equipment stecken/zum Monopolisten tragen aber plötzlich keines dafür haben, jemanden mit know how zu bezahlen, der das bedienen, Fehlkäufe verhindern oder erklären kann, wie's funktioniert, genau hier hin.
Wer schon von vornherein die Bezahlung in den Vordergrund stellt (was ja im Falle eines Dienstleisters völlig in Ordnung ist), der verhindert natürlich darüber auch, in erster Linie als "Künstler" gesehen zu werden. Und übrigens - ich habe viele Male auf beiden Seiten des Multicores gestanden und weiß daher die Arbeit eines Tontechnikers besonders zu schätzen, wenn ich als Musiker auf der Bühne stehe. Und ich weiß auch, dass der Mann am Pult großen Anteil an einem gelungen Auftritt hat. Nur: wenn ich mische, sehe ich mich in dem Moment nicht als Künstler - und mit Talent hat das IMHO weniger zu tun als mit technischem (und musikalischem!) Verständnis und solidem Können und Wissen.

Aber Spaß beiseite. Der Tontechniker ist auch ein vollwertiger Musiker. Allerdings sehen das die wenigsten so.
Das mag vielleicht daran liegen, dass der Tontechniker eben in den seltensten Fällen auch jahrelang mit der 5-köpfigen Band jede Woche probt und sich dann mit einem Sechstel (5+1) der mageren Gage aus dem Hut zufrieden gibt. Und sich eben auch meist nicht an den abendfüllenden Debatten um Bandnamen, Outfits, Songauswahl, Tonarten etc. beteiligt, sondern sich als Dienstleister eben nur buchen lässt, wenn es was zu verdienen gibt. Würde ein Tontechniker sich bereit erklären, ohne Bezahlung Woche für Woche sein Equipment in einen Proberaum zu schleppen, um dem Rest der Band auch schon während der Proben einen guten Sound zu machen (so wie eben der Drummer, Sänger, Gitarrist etc. auch erstmal ohne Bezahlung ihre Instrumente anschleppen), dann wäre
a) die Sichtweise auf diesen Techniker eine andere (eben als Teil der Band, als Künstler bzw. Musiker) und
b) die Notwendigkeit für die Band gar nicht da, sich ein Mischpult, Boxen und sonstiges PA-Equipment zu kaufen, das man ja eben nicht erst beim Auftritt benötigt. Und das jede Woche inkl. Techniker zu mieten, übersteigt dann selbstverständlich genauso jedes Budget wie wenn der Tontechniker für die Autofahrt zum Job jedesmal statt des Autoradios einen Flamencogitarristen auf den Beifahrersitz engagieren und dem eine angemessene Gage bezahlen würde.
 
und weiß daher die Arbeit eines Tontechnikers besonders zu schätzen, wenn ich als Musiker auf der Bühne stehe.
Ich weiß nicht wie es dir oder anderen geht, aber wenn ich auf der Bühne stehe dann bin ich immer zu einem gewissen Maß auch Tontechniker und überlege mir wie wohl heute der Sound ist u.ä. Wenn wir hin und wieder auch mit einem Fremdtechniker zu tun dann ist auch nicht wenig Unsicherheit bezüglich der Qualität des Sounds da. In meiner vorigen Band habe ich hin und wieder den Grundsoundcheck selber gemacht und bin dann erst auf die Bühne. Naja, man kommt schon auf eigenartige Ideen....;-)

Ach und für ein, zwei Bands praktiziere ich das schon dass wir die Gage brüderlich und gleichmäßig aufteilen. Das sind dann Auch Bands mit denen ich schon Jahrelang zusammen arbeite. Und wenns keine Gage gibt ist es auch in Ordnung.
 
Ach und für ein, zwei Bands praktiziere ich das schon dass wir die Gage brüderlich und gleichmäßig aufteilen. Das sind dann Auch Bands mit denen ich schon Jahrelang zusammen arbeite. Und wenns keine Gage gibt ist es auch in Ordnung.
Da bist du aber die Ausnahme (auch wenn ich solche Konstellationen selbst auch kenne). ;)
 
Nicht so schön sind technikaffine Musiker, die alles besser wissen ... nicht dass ich das nicht auch irgendwie freundlich handeln kann aber ohne ist weniger anstrengend.
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Ich gebe mir immer Mühe, nicht so einer zu sein, aber ich bin halt im Hobbybereich in Freikirchen unterwegs. Da sind fähige Tontechniker wirklich SELTEN. Also, richtig selten. Es gibt Freikirchen mit 300+ Gottesdienstbesuchern sonntags, wo die PA nicht mal eingemessen wurde. Der Gipfel war bisher ein mehrtägiges Event mit 1500 Besuchern, wo die beiden „Tontechniker“ noch nie ein akustisches Schlagzeug mikrofoniert hatten und sich auch nicht mit dem Pult auskannten – Hauptsache, was Teures gemietet (Yamaha CL7). Deswegen bin ich auch zu so jemandem geworden:

Ich weiß nicht wie es dir oder anderen geht, aber wenn ich auf der Bühne stehe dann bin ich immer zu einem gewissen Maß auch Tontechniker und überlege mir wie wohl heute der Sound ist u.ä. Wenn wir hin und wieder auch mit einem Fremdtechniker zu tun dann ist auch nicht wenig Unsicherheit bezüglich der Qualität des Sounds da. In meiner vorigen Band habe ich hin und wieder den Grundsoundcheck selber gemacht und bin dann erst auf die Bühne. Naja, man kommt schon auf eigenartige Ideen....
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Hab ich jetzt schon ein paar Mal so gehandhabt. Und das, obwohl ich mit einem professionellen Tontechniker absolut nicht mithalten kann, das ist mir 100% bewusst. Ich denke, ich kann mich zurücknehmen und den Mann am Mischpult in Ruhe seine Arbeit machen lassen, wenn er den Eindruck erweckt, dass er weiß was er tut. Aber ich will halt, dass das Ergebnis gut wird.

Deswegen wäre meine Frage:
Wo ist die Grenze zwischen einem HILFREICHEN, technikaffinen Musiker und einem NERVIGEN, technikaffinen Musiker? Ich würde nämlich gerne in die erste Kategorie gehören. :)
 
Da frage ich mich ernsthaft, ob das eine gute Verfahrensweise ist. Da Proberaum und Veranstaltungsort durchaus unterschiedliche Anforderungen an die Einstellungen erfordern kann (an sich die Regel und nicht die Ausnahme, es sei den dass der Proberaum gleichzeitig der Veranstaltungsort ist) und dann noch Faktoren wie Zuhörer usw. das Klangergebnis beeinflussen, ist die Strategie "set it once and then forget it" nicht zielführend. Besser ist da sicher sich einen permanenten Begleiter in Form eines Bandtechnikers aufzubauen. Wobei wir auch hier wieder beim Problem sind, wie viel Talent bringt der dann mit. Ich habe nur zu viele Konzerte erleben/erdulden müssen bei denen es deutlich besser gewesen wäre wenn der talentierte Haustechniker anstelle des Bandtechnikers gemacht hätte.

Für das Konzert, welches wir gespielt haben, hat es gut gepasst; sonst hätten wir es nicht so gemacht.
Hat ja der Dauer-Band-Toni der Hauptband unserer Sängerin gemacht, das passte schon :)

Bei anderen Gigs bzw grösseren, haben wir dann freilich nen Fadermagier direkt dabei.
 
Deswegen wäre meine Frage:
Wo ist die Grenze zwischen einem HILFREICHEN, technikaffinen Musiker und einem NERVIGEN, technikaffinen Musiker? Ich würde nämlich gerne in die erste Kategorie gehören. :)

Das musst Du immer von Fall zu Fall abchecken.

Ich handhabe das so das die Musiker wünsche an mich äussern die ich (versuche zu) erfülle(n), als auch ich äußere Wünsche an die Musiker.
Dabei bin ich am FOH und die Musiker auf der Bühne.

Wenn es anderst laufen soll dann sollte das auch so abgesprochen sein. Alles andere ist meist kontraproduktiv.

Zur Bedienung vom Pult:
Wenn der Bandtechniker das Pult vorort nicht kennt dann braucht er halt einen Babysitter. Ich habe da gar kein Problem damit. Im gegenteil. Bei Kofferjobs an fremden Pulten / Pas bin ich froh wenn ein kompetener Ansprechpartner für Fragen zur Seite steht.
 

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