Fender Telecaster - Vorauswahl vier Modelle, Entscheidungsfindung

Welche Telecaster würdest du bevorzugen


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Araganis
Araganis
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Sehr geehrtes Forum,
liebe Freunde der gepflegten Zupfmusik ..

Ich habe mir den aberwitzigen Plan vorgenommen, eine Telecaster zu zulegen (BYCU Teil2 wartet) .. Habe bereits in einigen Läden die verschiedensten Modelle angespielt und hardere nun mit mir .. Ich weiß viel ist Kopfsache (z.b. welches Decal auf dem headstock ist und ob in Mexico oder USA etc.) jedoch muss nun eine Entscheidung her. Im folgenden die vorhandenen Alternativen

Squier Classic Vibe 50`S
Denke kennt jeder, Vorteil der Preis 398€

Fender Player Ltd. mit Nocaster PU
Kein lackierter Hals (finde ich überraschend angenehm und positiv) und gut klingende PU`s, Nachteil: mich stören die 6 Seitenreiter (reine Kopfsachen, von wegen Vintage und so ..) Preis 749€

Fender Classic Player Baja
Vintage pur aber im Vergleich schwer .. Polyurethan Lackierung, Preis: 899€

Fender Orginal 50`s Telecaster
Sound ähnlich wie die BAJA aber deutlich leichter (3,2 Kg) und vielleicht noch etwas mehr Twang, Nitro Finish, Nachteil die teuerste mit 1600€

Budget war bis 1200€ eingeplant (1600€ würden gehen, aber nur bei deutlichem Mehrwert) Auch wenn die Entscheidung nach primär subjektiven Kriterien ablaufen wird, so würde ich mich trotzdem über eure Anmerkungen und Meinungen freuen... Allein wenn es nur um meinen Seelenfrieden geht dem GAS wieder zu erliegen ..

Mit freundlichen Grüßen

Araganis
 
Eigenschaft
 
Ich habe für die "Fender Player Ltd. mit Nocaster PU" gestimmt.. warum? Ich hatte schon das Vergnügen.. und mir hat sie gefallen.. Preis / Leistung passt - "Sound und Bespielbarkeit" passen und wenn dich die Bridge dermaßen abtörnt.. wäre es doch kein Problem die Brücke zu wechseln..
 
Mann, da hast Du Dir ja ganz schön was vorgenommen! :-D

In Deiner Auswahl kenne ich nur die Baja persönlich, da ich eine besitze und muss sagen, dass sie mir richtig gut gefällt, weil auch sehr vielseitig. Die Player Ltd. finde ich ebenfalls interessant. Nicht nur wegen dem Nitrolack, wenn dem so sein sollte. Auf der Fender-Page liest sich das nämlich anders:

LTD Tele.jpg


Sondern auch wegen den Nocaster. Nenne ebenfalls eine '72 Telecaster Custom Road Worn mein Eigentum. In ihr werkelte zuerst ein Duncan Broadcaster (in meinen Ohren ein furchtbares Teil), um dann von mir gegen einen TexMex, der seinen Job auch nicht besser machte, getauscht zu werden. Erst mit dem '51 Nocaster ging die Sonne auf und die Custom steht in einer Reihe (vielleicht noch etwas darüber) mit der Baja.

Die Pickups der Baja sind auch nicht von schlechten Eltern. Und alleine wegen ihrer Flexibilität würde ich zu ihr greifen. Apropos greifen, anzumerken ist noch, dass sie einen echten fetten Hals besitzt. Wenn Dir dies zuwider sein sollte, wäre davon abzuraten. Aber weißt das ja von Deinen Tests her. Die Baja taucht auch gerne und oft bei den Kleinanzeigen auf. Fall 2 wäre für mich dann die LTD. 1.600 € für eine Tele sehe ich persönlich für mich nicht.

Die Squier sind auch keine schlechten Teile, ich fand jedoch in der Baja eher meine Erfüllung.
 
Wenn du schon viele angetestet hast, würde ich rein nach Bauchgefühl gehen.
Am Ende klingt es alles nach Telecaster :)
 
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Fender Player Ltd. mit Nocaster PU
Kein lackierter Hals (finde ich überraschend angenehm und positiv) und gut klingende PU`s, Nachteil: mich stören die 6 Seitenreiter (reine Kopfsachen, von wegen Vintage und so ..)
reine Kopfsache? das ist wohl eher dein Bauch. Für eine gute Intonation geht nichts über eine Brücke mit 6 Saitenreitern.
Ich selber finde finde die Pickups und die Schaltung der Baja klasse, natürlich gemoddet mit ner 6-Reiter Bridge.:)

Wenn dir aber die Player sonst gefällt, dann ist das dein Instrument. Und die Bridge kann man sicher zur Not auch tauschen.
 
Um die Verwirrung komplett zu machen: Ich würde mir wohl am ehesten eine gebrauchte oder übriggebliebene American Vintage (Vorgängerreihe der Original) holen, oder eine japanische. Weil ich die "Updates" der Original nicht authentisch genug finde :D Für 1.200 Euro sollte eine gebrauchte US-Tele relativ leicht zu finden sein. Da hat schon jemand anderes den Wertverlust gefressen, und der Zustand ist meist recht gut. Da die Leute auf solche teuren Gitarren in hübschen Koffern eben gut aufpassen.

Aber: Wenn Dir die USA den Mehrpreis nach dem Anspielen nicht wert ist, muss man ihn auch nicht bezahlen. Die besseren Mexiko-Serien sind auch ok. Für 1.600 Euro kann man auch schon bei Haar oder Realguitars fündig werden, das wäre dann schon Richtung CS.

Im Grunde, wenn Geld nicht so der limitierende Faktor ist, nimm das, womit Du Dich am besten fühlst. Egal ob es 150 oder 1.500 Euro kostet. Ich mag zum Beispiel Vintage-Radius und glänzend lackierte Hälse. Andere würden so was nie spielen. Das Gute an der verwirrenden Auswahl ist ja, dass es zu fast jedem Geschmack eine Gitarre gibt. Du weisst immerhin schon: Modern Bridge ist nichts für Dich, satinierte Hälse dagegen ok. Dann würde ich eine American Special ins Auge fassen. Da gibt es genau die Kombi, für einen dreistelligen Betrag.
 
Bin voll bei DocM, voll Bauchgefühl.
Jede von denen spielt sich und klingt nach Tele.


Meine ist ne CV, die mich immernoch komplett im Bann hält. Baja war hingegen gar nicht meins, und bei regelmäßigen Testläufen empfinde ich auch manch eine Amerikanerin als recht uninteressant.

Ich hab aber keinen Schimmer, wie die heute sind. Meine ist eine der ersten, ü10 Jahre alt, in letzter Zeit soll die Produktion sich verändert haben.
 
Meine ist ne CV, die mich immernoch komplett im Bann hält. Baja war hingegen gar nicht meins, und bei regelmäßigen Testläufen empfinde ich auch manch eine Amerikanerin als recht uninteressant.
.

War bei mir ähnlich hatte eine Baja und eine Japan Tele Custom '60s, beide weg.
Geblieben ist eine Squier Standard Tele aus Indonesien.
Die ist meine Haupgitarre (den Halspickup musste ich zur Adoption freigeben).

Black_esquire#2.jpg
 
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Liebes Forum,

vielen lieben Dank für die vielen Rückmeldungen. Natürlich: streichen Sie bitte Kopf- und ersetzen Sie es mit Bauch-gefühl/Bauch-sache .. Ein kleiner Gedankendreher meinerseits ..

Das 52 U Baseballschlägerprofil stört mich überhaupt nicht (Habe eher Pranken statt Hände) das brachte mich auch dazu die Baja zu erwägen ...

Aber die Original ist echt deutlich leichter und von den PU nochmal kräftiger bzw. durchsetzungsfähiger meiner Meinung nach ..... Macht sie schon sehr reizvoll .. auch das Nitro Finish

D.h. Player Ltd. und AO sind momentan (im Bauch) leicht vorne

Fahre mir heute noch eine Vintera 50`s mod Telecaster BSB anschaun und werde berichten ..

Finde die Rückmeldungen und Anmerkungen aber total hilfreich, da so zum Teil neue Aspekte in die Überlegung mit kommen (Stichwort Gebrauchtkauf oder Brücke tauschen)

Vielen lieben Dank dafür und gerne weiter ...

Mit freundlichen Grüßen

Araganis
 
Ich finde die vier Gitarren schon sehr unterschiedlich.
Nach welchen Kriterien bist du denn vorgegangen?
 
Die Auswahl grob war

1.) Telecaster
2.) Vintage orientiert
3.) Butterscotch Blonde
4.) mehrere Preiskategorien vergleichend (da Zusatzgitarre, muss es nicht zwanghaft Customshop sein)
5.) Keine Ahnung von den Serien, daher flexibel

der Rest kam beim in die Hand nehmen, von den Serien die ich gefunden habe. Habe primär nichts ausgeschlossen (Bin jetzt aber auch nicht der Fender Experte, bisher sehr zufrieden mit meinen LP)

American Elite und Professionell konnte ich im Shop direkt ausschließen, Elite da über dem Budget und professionell weil nicht vorhanden ..

Ich denke das erklärts ganz gut ..
 
@Araganis
Habe mir dieses Jahr auch eine Fender zugelegt und viel ausprobiert.

Die Squier sind in Sachen Preis / Leistung richtig gut, aber in der Verarbeitungsqualität zur Fender dann doch hinten dran.

Würde zur Fender Player tendieren, da Preis/Leistung sehr gut.
 
Ich habe mir eine Professional Limited light ash zugelegt für 1.444 beim Musicstore.
- Sie hat kompensierte klassische Saitenreiter
- kräftiges aber modernes Halsprofil
- Esche gehört für mich zu einer klassischen Tele
- leicht
- Honey Blond
Getauscht wurde nur das Schlagbrett gegen ein dunkles.
 
...
der Rest kam beim in die Hand nehmen, ...
Ich denke das erklärts ganz gut ..
ich hab mich eher gewundert, dass beim in-die-hand-nehmen so unterscheidliche teles übriggeblieben sind:
klar, "am Ende klingt es alles nach Telecaster",
aber die haben doch sehr unterschiedliche eigenschaften, handlings, radien (?) etc., oder bin ich da zu überempfindlich?
 
Also bei diesen Kriterien müsstest Du in der Vintera-Reihe (bisher Classic) eigentlich genau fündig werden. Dafür ist sie da. Hab aber selber noch keine gespielt. Die alten Classic 50s waren schon qualitativ deutlich unter der American Vintage Reihe. Merkt man auch im Vergleich, beim Anfassen und Spielen und an Schaltern wackeln. Denke das war nicht ganz unbeabsichtigt ... trotzdem kann sie durchaus der passende Kompromiss sein, weil die Specs schon sehr authentisch sind.

Thema Brückentausch: Zu beachten ist, klassische und moderne Brücke haben unterschiedliche Bohrungen. Nicht jeder will ja eine neue, teure GItarre aufbohren. Es gibt einige Austauschbrücken, die es erlauben in Bohrungen für die 6-Sattel-Brücke eine Drei-Sattel-Brücke schrauben. Umgekehrt gibt es fast nichts. Aber das war wohl eh nicht so dein Thema ...
 
die CVs haben ( zumindest die älteren ) einen für komfortablen, aber auch eher schmaleren und dünneren Hals. Wenn Du also schreibst, dass du eher Pranken als Hände hast, dann könnte die für dich zu "klein" sein, obwohl es insgesamt eine wirklich coole Gitarre ist.
 
die CVs haben ( zumindest die älteren ) einen für komfortablen, aber auch eher schmaleren und dünneren Hals. Wenn Du also schreibst, dass du eher Pranken als Hände hast, dann könnte die für dich zu "klein" sein,
Ich mag generell auch keine dünnen Hälse, den CV Hals finde ich aber angenehm zu bespielen. Da kommt noch das restliche Halsshaping dazu :)
 
was ich nur sagen wollte: der Hals ist dünner und schmäler als bei einer Standard. Ich finde den CV hals auch angenehm, aber der Unterschied zur Standard ist schon deutlich. Das muss nicht jedem gefallen.
 
Ich hab eine Squier CV allerdings in Vintage Blonde zuhaus. Da sind etwas andere Pickups drin. Und die Gitarre ist schon der Hammer, sehr viel Tele zu einem sehr guten Preis. Das mit dem Hals würd ich nicht überbewerten, da hat man bei der CV schon einiges in der Hand. Der ist deutlich stärker als bei meiner 2011er Standard Strat, obwohl formal gleiche Specs.

Mehr würd ich für eine Tele nicht ausgeben, wenn sie sowieso "nur" dein Zusatzinstrument werden soll. Was sich natürlich auch schnell ändern kann, wenn du dich mal dran gewöhnt hast. Dann wirst du dich fragen, wie konntest du bisher nur ohne Tele leben. :D
 
Ich würde auch eine gebrauchte Squier empfehlen. Gebraucht nur deshalb weil ich ewig keine neue mehr probiert habe und nicht weiß wie die heute so sind mit Linde-body und Lorbeer-Griffbrett.

Meine Squier CV ist jedenfalls die beste Tele die mir je untergekommen ist ganz unabhängig vom Preis, der damals noch bei 298,- € lag.

Die ist mindestens "teambuilt" auch wenn die builder sich nicht mal `nen Motorroller leisten können, geschweige denn eine Harley.

Unabhängig davon ist der beste tip der vom Dr.: Entscheide nach dem Bauchgefühl! Am Ende sind es die Gitarren die einen finden.
 
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