Der Ovation User-Thread

Hallo, hat jemand schon mal bei seiner Ovation so etwas reparieren lassen, was muss hier genau gemacht werden mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Falls es nicht gut sichtbar ist nach dem Korpus Hals Übergang ist eine Wölbung auf dem Griffbrett...
LG
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Das ist wahrscheinlich der sog. "Fretboardhump" und entsteht an der Stelle, an der der Halsstab endet bzw. verankert ist.

So deutlich ist mir das bei einer Akustik/Ovation noch nicht begegnet ...
 
Hi Peter, mir schon einige male, hier eine Custom Legend von einem Bekannten mit gleichen Leiden...
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Puh - heftig...:eek:

...vielleicht hat da jemand die brutal hohe Saitenlage mit dem Halsstab versucht auszugleichen...?... und den Hals dadurch zu arg "gestresst"...?
 
Den Gedanken hatte ich auch !! Da ist aber nix mit "wieder zurückdrehen" machbar, da muss ggf. sogar der Hals auseinander(Griffbrett ab), der Halsstab ausgebaut und gerichtet (schlimmstenfalls erneuert)werden, eventuell das Griffbrett nach dem Zusammenbau noch geplant werden, das ist alles zusammen für 'nen Gitarrenbauer ein gutes Stück Arbeit. Und kein billiges Vergnügen, deshalb unbedingt vorher KV machen lassen.
Viel Glück !!
helmutpl
 
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So - lange nix mehr gehört hier (leider)...:( Ich hoffe, dass es allen hier (ja - auch den Ovation-Hassern!) gut geht...

Daher mal was zur allgemeinen Info: Und wieder ein Klassiker weniger, vor allem was die (von mir geliebten) Natural-Modelle angeht... Das war ja vor Jahren schon so, als Ovation die Standard Elite (2778AX-4) in Natur auf einmal nicht mehr angeboten hat und nur noch die schwarze und die Sunburst-Variante anbot...

Ich weiß nicht, was Ovation dazu treibt, manche Modelle nicht mehr anzubieten... oder ob es für sie "schwieriger" wird, gute Fichtendecken zu selektieren, die man nicht überlackieren muss, um gut auszusehen - so wie es aussieht, gibt es dann nur noch das USA-Modell... (leider zu teuer)

https://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Ovation-2078AX-4-NT-Elite-Natural/art-GIT0020908-000
 
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@ realCop....ja, es ist schon lange her, dass sich hier was getan hat. mein letzter Eintrag: 10.3.20
Aber es scheint zu meiner Freude vereinzelt doch noch Ovation-Liebhaber zu geben.
Mein Tip: Mach es wie ich, kauf' ne USA-Ovation gebraucht. Mache ich seit vielen Jahren, bin noch nie enttäuscht worden. Manchmal ist es zwar angeraten, von einem Versand abzusehen, da ist dann persönliche Abholung vorzuziehen, falls nicht allzuweit weg. Aber im Netz findet man eigentlich jede Ovation, die man gerne haben möchte, natürlich auch "Naturals",selbst ausgefallene Limiteds und Collectors sind zu bekommen. Scheinbar trennen sich mehr Leute von Ovations, als sich welche zu kaufen. Das ist für den Kaufwilligen natürlich von Vorteil. Ovation scheint auf dem Gitarrenmarkt keine grossse Rolle mehr zu spielen, in der Musikpresse erscheinen keine Anzeigen mehr, auch Fotos von Ovation-spielenden Musikern sieht man nicht mehr, im TV selbst in den Sendungen der "voiksdümmlichen" Musik sieht man vermehrt E-Gitarren und alles andere als Ovation, obwohl das mal ne Ovation- Hochburg war. Selbst ich als absoluter Ovation -Fan(atiker!!) habe mittlerweile die Hoffnung aufgegeben, von Ovation nochmal was neues präsentiert zu bekommen, und seien es nur Farbvarianten oder Elektronik- und Design-Gimmicks. Technisch scheint ja wohl alles gesagt zu sein, da tut sich auch bei anderen Herstellern nix mehr....auch wenn es noch ausreichend Fichtendeckenholz gibt.
Lasst uns unsere Ovations in Ehren halten, so was kommt nie wieder !!

Grüsse in die Ovation-Runde !!
helmut-pl
 
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Hallo Helmut,

ja - Ovation fristet leider seit Längerem ein Nischendasein mit einigen Hardlinern, zu wenig Befürwortern und (zu) vielen Hassern, obwohl sie nie eine Ovation gespielt haben...

Egal - ich habe mir zum Glück vor 3 Jahren noch eine 2078AX-4 Elite in Natur sichern können, was sich im jetzigen Fall natürlich als Glück erweist, da nur noch das amerikanische Schwestermodell lieferbar ist (2078LX-4 Elite für 3.724,-€ UVP)

Ich konnte damals in einem Musikhaus in der Nähe zufällig die amerikanische Schwester anspielen, konnte aber relativ schnell sagen, dass es mir den knapp 3-fachen Preis klanglich (Hauptargument) einfach nicht wert war. Vielleicht klingt sie in Nuancen "besser" oder lauter, vielleicht wäre sie nach einigen Jahren "besser" eingespielt und ja - im Detail ist sie ganz sicher die besser eingestellte und auch verarbeitete Gitarre (Setup, etc.)... Aber da ich mir die Klampfe selbst ordentlich einstellen kann, war das natürlich gar kein Argument (es gibt ja genügend Gitarren anderer Hersteller, die mit viel zu hoher Saitenlage in die Läden gehängt oder online zum Kunden versandt werden)...
 
@realCop: Thema Halsstabschlüssel Adamas: Es gibt einen extralangen 3/16 Zoll T-Schlüssel von FENDER bei Thomann für lausige 18€, mit dem läßt sich sehr bequem die Halskrümmung einstellen (Kugelkopf)...Deckel auf- Vierteldrehung nach links...Fertig. Übrigens: Die seltsamen Geräusche, die ich beschrieben habe, hatten ihren Ursprung im Innern der Gitarre- da lag ein Kabel direkt auf dem Boden der "Schüssel". Kabelbinder- Und Ende. Manchmal ist es so einfach...
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IMG_20200223_153123.jpg Zusammen sind sie73
 
Schön - hier mal wieder was zu lesen...

Ja - bei mir war der "Halsstab-Schlüssel" schon beigelegt bei meiner Elite...
Ansonsten kenne ich die Problematik mit den "Geräuschen" ebenfalls - bei mir kommt es gelegentlich aus der Befestigungsschale des Preamps - wenn ich ohne spiele gibt es die Geräusche nicht... und "lauter" (für mich als Spieler) wird es auch - ähnlich den Monitor-Schalllöchern in der Zarge manch anderer Hersteller... müsst ihr wirklich mal ausprobieren...

Nen schönen 4. Advent für alle mitlesenden...

P.S. - ne Adamas würde mir auch gefallen... ;-)
 
@realCop: Meine 1689-7 stammt aus 1983 und hat den StereoTA an Bord und das breite Griffbrett- das mildert deutlich die V-Form und ist sehr komfortabel. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch das "suspended fretboard", das ca 1mm über der Decke "schwebt" und dadurch beim Niederdrücken der Saiten in den oberen Lage nachgibt. Dadurch leidet auch das Sustain stark, wie überhaupt die Ausklingzeit sehr unterschiedlich übers Griffbrett verteilt ist...Verarbeitung ist auch nicht "Preis"wert, der Neupreis lt. Katalog lag 1982/ 83 bei weit über 7.000 DM (wahrscheinlich auch wegen des hohen Dollarkurses). Seit damals spukte sie mir im Kopf herum, und fast 40 (!) Jahre später konnte ich sie endlich kaufen im nahezu Neuzustand. Und, natürlich, Farbe beige-to-blueburst...Nix anderes...Aber man muß sie schon sehr lieben, um ihre Schwächen zu tolerieren. Vom klanglichen sowie verarbeitungstechnisch ist meine Aria PW55 (1978), made in Japan für 600 DM, um einiges besser! Die Japaner hatten in den 80ern wirklich hochklassige Instrumente gebaut (Ibanez, Tokai, Takamine, Squier by Fender uvm) bzw. bauen diese auch noch. Jaja, die Liebe...
Aber wenn ich die Adamas aus ihrem Schneewittchensarg hole und den stechenden Kunstharzduft rieche, das hat schon was Besonderes... Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, ob ich einen an der Klatsche habe:facepalm1:Nee, sie spielt sich auch unglaublich komfortabel (nachdem ich die Halskrümmung korrigiert habe) und komplett schnarrfrei bei E-Gitarrensaitenlage!! Jetzt brauche bloß noch 'nen Stereoverstärker...

So. Genug. Wünsche euch allen musikalische, infektionsfreie Tage bis zum Jahreswechsel, bleibt gesund und aktiv...
 
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Aria PW55 (1978), made in Japan für 600 DM, um einiges besser!
Ich musste gerade mal nachsehen, dass scheint eine Guild-Kopie zu sein. Vergleichst Du da gerade Posaunen mit Akkordeons... - soll heißen: Für mich sind das gedanklich zwei verschiedene Instrumente - die tolle Holz-Dread (wobei Guild mir da deutlich näher steht, als Martin) für "traditionelle" Folkmusik und die Salatschüssel für neutrale Sachen à la Jazz, Fripp, ...? Oder spielen die beiden für Dich in einer Liga? Eine Adamas habe ich leider noch nie gespielt, eine Legend (oder auch schon meine Balladeer) ist für mich klanglich "ein anderes Instrument" als eine Traditions-Dread.
(Nachtrag: Und beide haben ihre Berechtigung und ihren Einsatzzweck. Und noch'n Nachtrag: Für "meine" Musik ist mir die Salatschüssel deutlich näher als die Trad-Dread)
 
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@rw: Natürlich hast du recht wenn du sagst, daß der Vergleich hinkt- die Aria ist, wie du richtig erkannt hast (Respekt) eine Kopie der Guild D55. In den späten 70ern bis zu Mitte der 80er wurden sehr viele amerikanische "Traditions"Instrumente, akustische wie auch Stromgitarren und -Bässe, massenhaft in Japan kopiert, und das auf sehr hohem Niveau. Daher mein Vergleich, was Fertigungsqualität anbelangt.
Zweitens: Auch mit dem Einsatzzweck gebe ich dir recht- Kaman hat ja die Akustikgitarre bühnentauglich gemacht, große Auswahl an TA-Systemen gab's zu der Zeit nicht. Ich hab erst neulich einen alten Tonabnehmer von Shadow weggeworfen, den habe ich mir, glaub ich, 1980 gekauft und bei der Aria unter die Bridge geklebt (mit Affenkitt). Das Ding mikrofonierte irre, aber über meinen damaligen MusicMan HD 210-65 hatte ich richtigen E-Gitarrensound!
Also, wer eine klassische, richtig gute Steelstring sucht, braucht keine Unsummen auszugeben, das war meine Intention. Und das ist gut so, vor allem für Einsteiger/ Studenten etc., halt alle, die sich solchen Luxus wie ich nicht leisten können! Die Adamas war für mich persönlich der Traum seit den 80ern (bin auch großer Sigi Schwab Bewunderer). Last but not least: Die faszinierende Bauweise und diese revolutionäre Technik, verbunden mit ästhetischer Form und Farbgebung ist auch ein Grund für meine Faszination...
Und wenn ich jetzt noch richtig reich wäre, würde ich mir noch eine der seltenen und unglaublichen PARADIS- Gitarren des genialen, leider schon verstorbenen Rolf Spuler kaufen. Dann müßte ich aber noch genügend Kohle für die Scheidung haben...:weep:

Übrigens: Die Country Artist (Nylonstring) auf dem Foto stammt aus der gleichen Ära und steht der Adamas, die sechsmal mehr gekostet hat, in nichts nach. Allerdings ist sie auch ein wenig von mir modifiziert worden (Plastikwirbelknöpfe ausgetauscht gegen welche aus Ebenholz (120 DM), Trossrodcover statt Plastik Eigenbau (Walnuß- Birne - Ahorn- Kirsch- Furnier), Steg und Sattel mittels Knochen angefertigt. Zusätzlich habe ich in die Brücke Messingröhrchen als Verstärkung eingebracht, da die Walnußbrücke durch den Saitenwinkel am Übergang zum Steg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Jetzt gibt es keinen Verschleiß des Holzes mehr. Ich verwende Thomastik John Pearse Saiten, damit liegt der Sound zwischen Nylon und Stahl und die Gitarre läßt sich unglaublich leicht bespielen (hab ja als alter Handwerker schon lange nicht mehr die Beweglichkeit von früher). Und ich will Gitarren spielen, bis es nicht mehr geht. Punkt.
 
Moin @ov1124, vielen Dank für Deine Einschätzung. Tatsächlich stand ich Ende der 1970er bei meiner Wahl der ersten Steelstring - und eine gute sollte es sein - zwischen drei Gitarren: eine Guild Dread (allerdings die D35, bin eher Mahagonifan bei Steels), eine Gurian JM und eine Ovation Legend. Die Gurian ist es geworden, und bei den Salatschüsseln ist mir zwischenzeitlich eine Balladeer zugeflogen, leider als Shallow Body, aber ich halte immer noch mal die Augen auf. Die Gurian hatte für mich genau die Transparenz der Legend, allerdings als Holzinstrument. - Nutzt Du die JP-Saiten auf beiden Instrumenten?
 
...und bei den Salatschüsseln ist mir zwischenzeitlich eine Balladeer zugeflogen, leider als Shallow Body,...

Ich selbst habe eine Balladeer aus den frühen Achzigern mit SSB. Das ist die klanglich beste Ovation die mir je begegnet ist und zwar auch und gerade akustisch bzw. vor einem Mikrofon.
 
.. ja, mir könnte sie noch etwas "abgründiger" sein, sonst bin ich ebenfalls sehr zufrieden damit! Ich habe aber auch einen eher schwachen Daumenanschlag beim Picking. Beim Strumming fehlt mir nichts. (US-Std Balladeer, 1861, von 1995)
 
@rw: die 1124 ist ebenfalls ein Shallow- Bowl (also mitteltief) ohne TA, da hat natürlich die Adamas mit dem dem extratiefen (+1cm zur Deep Bowl) baßmäßig die Nase vorn. Am besten klingt sie mit Thomastik Spectrum Saiten (011-052), (John Pearse ist für die Nylonstring-Fakultät, die einen speziellen Sound mögen, gedacht); die Decke spricht dermaßen leicht an, daß man keinen 12er Satz braucht... Der Ton ist sehr trocken, wie soll ich sagen, ein wenig steril, im Vergleich zur "holzigen" Ovation. Die klingt einfach wärmer...Mein Empfinden. Dafür gibt's halt richtig Wumms.
Es ist wie immer: Mag man, oder nicht...
@Bassturmator:Genau, die Ende 70er, Anfang 80er- Gitarren- da wurden auch noch hochwertige Hölzer verbaut. Eine SSB- Ovation habe ich noch nicht in der Hand gehabt, aber der mitteltiefe Korpus hat schon ein schönes Klanggefüge und ist sehr ausgewogen dazu. Bis auf die etwas gestauchte Dynamik...Egal, wie du reinhaust, es kommt nicht mehr Lautstärke...Aber die Ovation-Bekenner wissen das. Was genau hast denn für eine?
 
Was genau hast denn für eine?

Habe leider gerade keinen Zugriff weil ich sie dauerhaft meinem Sohn ausgeliehen habe der nicht mehr hier wohnt. Habe kurz auf meiner Festplatte gesucht aber keine Infos gefunden. Sorry.

Die Decke der Balladeer war damals jedenfalls AA.

Heute würde man diese wohl als AAAAA klassifizieren.

Und in die Zukunft geblickt sieht es mit Fichten gar nicht gut aus da wir alle fleißig weiter daran arbeiten die Klimakatastrophe zu fördern.

Für den Kern zwischen den Kohlefaserlagen einer Adamas wird die Qualität wohl noch `ne Weile reichen...

Die Adamas wie oben auf Deinem Bild durfte ich übrigens auch ausprobieren. Das war aber glaube ich eher 1977 direkt als sie erschienen war. Natürlich hatte ich da noch nicht sooo viel Erfahrung, aber dass der Klang einzigartig war, war unzweifelhaft.
 

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