Nicht-Bassist an die (guten) Bassisten: Singen beim Bass-Spielen?

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Ich bin ja interessiert, hab in den letzten elf Jahren einige der dümmsten Posts geschrieben. Inzwischen spiel ich ganz gut diatonische Mundharmonika und auch mit Mühe und Not - so seh ich es zumindest - Gitarre (da ist aber einiges an Luft nach oben, muss ich sagen, spiele jedenfalls definitiv nicht so gut, wie ich gern würde), und ich muss sagen, dass mich der Bass auch interessiert. Probier ich vielleicht mal aus, aber erstmal, ca. bis ich 30 bin, muss ich da doch noch besser an der Gitarre werden, sonst würde ich wohl die Fehler auf der Gitarre - die bei mir zwar immer weniger werden, aber so wirklich toll bin ich noch lange nicht, nehm mir aber vor allem im Urlaub mehrere Stunden pro Tag Zeit - wohl auch auf den Bass übernehmen. Hab auch noch nie einen ausprobiert, würde sich für mich auch nur im Studio lohnen. David Gilmour ist ja auch ein besserer Bassist als Roger Waters und die Hälfte der Pink Floyd-Bass-Spuren stammen von ihm, dennoch hat sie immer Roger live gespielt.

Womit ich zu meiner Frage an jeden halbwegs guten Bassisten - also alle, die sich relativ weit über dem Level eines Sid Vicious finden - komme: versucht ihr eigentlich, beim Spielen zu singen? Das dürfte eigentlich nur der Fall sein, wenn die Bass-Spuren jetzt eher moderat sind, so wie es beim erwähnten Roger Waters, Günther Sigl (Spider Murphy Gang), Sting, Gene Simmons (Kiss) usw. der Fall ist. Ich habe mal eine Coverband gesehen, da hat die Bassistin die meisten Songs gesungen. Nur bei einem Titel - "Mercedes Benz" von Janis Joplin - überließ sie dem Leadgitarristen den Bass. War wohl auch die bessere Wahl.
 
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Gitarre und singen: schwierig.
Bass und singen: noch schwieriger (jedenfalls für mich).
Aber: Beides gut möglich und sogar einfach, wenn du den Song auf dem Instrument so gut drauf hast, dass du dich auf den Gesang konzentrieren kannst.
Kommt immer drauf an, wie komplex Song und Gesang sind.
"Stand by me" am Bass mit Singen, das sollte gehen ;-)

Es gilt: Genies können immer mehr als du und ich.
 
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Gitarre und singen: schwierig.

Also das ist nun selbst für mich als Anfänger wirklich kein Problem, zum Gitarren- oder Klavierspiel zu singen. Vermutlich spielst Du auf einem sehr hohen Niveau, so daß Dein Spiel allein Deine Ressourcen verbraucht, und fürs Singen keine Konzentration mehr bleibt. Ich singe fast immer beim Spielen mit. Manchmal hilft mir das Mitsingen sogar besser/lockerer zu spielen.
(Mit Baß habe ich keine Erfahrung.)

Gruß, Bjoern
 
wenn die Bass-Spuren jetzt eher moderat sind, so wie es beim erwähnten Roger Waters, Günther Sigl (Spider Murphy Gang), Sting, Gene Simmons (Kiss) usw. der Fall ist.
Öh, hast Du Dir die Bass-Parts von Sting mal genauer angesehen? Mal abgesehen vielleicht von "Every breath you take" spielt der rhythmisch was komplett anderes als er singt. Ich müsste schon üben, um seine Basslinien rhythmisch sauber spielen zu können - singen dazu: Keine Chance!
 
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Jack Bruce ist einer der Großen, der zum Bass Spiel auch Singen kann, leider fehlt mir diese Fähigkeit.
 
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versucht ihr eigentlich, beim Spielen zu singen? Das dürfte eigentlich nur der Fall sein, wenn die Bass-Spuren jetzt eher moderat sind, so wie es beim erwähnten Roger Waters, Günther Sigl (Spider Murphy Gang), Sting, Gene Simmons (Kiss) usw. der Fall ist.
Wot? :gruebel:

Die Liste ist schier endlos ... und mit trivial hat deren Bassspiel nunmal überhaupt nichts zu tun.

Nur mal eine Handvoll, die mir spontan in den Sinn kommen: Geddy Lee, Paul McCartney, Randy Meisner, Jack Blades, Jack Bruce, Les Claypool, Glenn Hughes, Mark King, Greg Lake, Phil Lynnot, Timothy Schmitt, Sting, Lemmy.
 
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ich denke das ist ne Frage die keiner wirklich beantworten kann, faktoren obs geht sind:

- Komplexität der Basslinien
- Können des Bassisten
- Fähigkeit verschiedene Dinge gleichzeitig zu machen

und dann kommt halt noch dazu, ob dir das überhaupt spaß macht:
ich hab das ganz lange her mal gemacht (anfang der 2000er jahre) jetzt rund 20 Jahre nicht mehr, ich denke ich kanns auch nicht mehr, hätte auch gar keinen Bock dazu.
hab auch nen Bekannten, der kann ebenfalls Gitarre und Bass, holt sich aber auch grundsätzlich für live seine Spezis, damit er halt vollen focus auf Vocals und show hat.

d.H. die Frage musst du dir selber beantworten, grundsätzlich gehts, gab vor 1000 jahren schonmal einen Thread dazu, da sind viele Beispiele genannt wo bassist auch singt:
https://www.musiker-board.de/threads/saenger-frontman-am-bass.17616/

ich denke eines der Prominentesten Beispiele ist Lemmy - Motörhead, und im bereich Metal ist das gar nicht so unüblich, dass da auch mal bassisten singen
 
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Und nicht zu vergessen Suzi Quatro.
BDX.
 
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Bei mir wäre entscheidend, wie schwierig der Gesang ist. Was nützt mir mein Spiel, wenn sämtliche Ressourcen für den Gesang draufgehen.
Wenn Apollo mich zwingen würde, entweder Sting oder Lemmy zu mimen, würde ich mich garantiert für Lemmy entscheiden:D
 
Ich bin ja interessiert, hab in den letzten elf Jahren einige der dümmsten Posts geschrieben. Inzwischen spiel ich ganz gut diatonische Mundharmonika und auch mit Mühe und Not - so seh ich es zumindest - Gitarre (da ist aber einiges an Luft nach oben, muss ich sagen, spiele jedenfalls definitiv nicht so gut, wie ich gern würde), und ich muss sagen, dass mich der Bass auch interessiert. Probier ich vielleicht mal aus, aber erstmal, ca. bis ich 30 bin, muss ich da doch noch besser an der Gitarre werden, sonst würde ich wohl die Fehler auf der Gitarre - die bei mir zwar immer weniger werden, aber so wirklich toll bin ich noch lange nicht, nehm mir aber vor allem im Urlaub mehrere Stunden pro Tag Zeit - wohl auch auf den Bass übernehmen. Hab auch noch nie einen ausprobiert, würde sich für mich auch nur im Studio lohnen. David Gilmour ist ja auch ein besserer Bassist als Roger Waters und die Hälfte der Pink Floyd-Bass-Spuren stammen von ihm, dennoch hat sie immer Roger live gespielt.

Womit ich zu meiner Frage an jeden halbwegs guten Bassisten - also alle, die sich relativ weit über dem Level eines Sid Vicious finden - komme: versucht ihr eigentlich, beim Spielen zu singen? Das dürfte eigentlich nur der Fall sein, wenn die Bass-Spuren jetzt eher moderat sind, so wie es beim erwähnten Roger Waters, Günther Sigl (Spider Murphy Gang), Sting, Gene Simmons (Kiss) usw. der Fall ist. Ich habe mal eine Coverband gesehen, da hat die Bassistin die meisten Songs gesungen. Nur bei einem Titel - "Mercedes Benz" von Janis Joplin - überließ sie dem Leadgitarristen den Bass. War wohl auch die bessere Wahl.
Zu den Schwierigkeiten aufgrund der rhythmischen Gegensätzlichkeit wurde ja schon viel geschrieben.

Ich denke dass es auch einen weiteren Grund gibt weshalb man häufiger Sänger mit Gitarren als mit Bässen sieht:
Gitarre ergibt mit Gesang direkt ein "Paket", d.h. nicht nur am Lagerfeuer sondern auch daheim im Übezimmer ist das schon schön. Bass alleine mit Gesang kann dafür ausreichen (Stand by me, Ain't no sunshine), aber meistens eben nicht. Von daher sind wir Bassisten häufig nicht gleich motiviert wie die Gitarristen uns am Gesang zu versuchen.
Also wenn es Dir Spaß macht - dann los, muss ja nicht unbedingt der Frontman-Spot sein, Background-Vocals können auch Spaß machen, und erhöhen Deine Attraktivität bei anderen Musikern. Lukather hat im Film "hired gun" auch dazu geraten, im Sinne von "da sind Du und ein anderen Spieler die sich im Können nicht dramatisch unterscheiden: wenn Du auch noch singen kannst bekommt DU den Gig"

Ebenfalls "dann los, und zwar jetzt" zum Thema Bass zusätzlich zu Gitarre. Wenn es Dir Spaß macht, dann jetzt. Der Gedanke "ich übernehme sonst Fehler auch auf den Bass" teile ich nicht: wenn Du lernst werden sich immer "Fehler" einschleichen und einschleifen - mit Lehrer weniger denn als Autodidakt, aber ganz ohne wird es nicht gehen. Und wenn Du so reflektiert bist dass sie Dir auffallen und Du so minimieren kannst, dann geht das auch auf beiden Instrumenten.
 
Das Thema ist imho ein typisches Beispiel für echtes multitasking - das Spielen und Singen muss beides "im Schlaf" funktionieren.
Wenn du dich beim Spielen unterhalten kannst, ist das ein gutes Zeichen.
wenn man beides einzeln kann, kann man immer noch nicht beides zusammen. das heisst, man muss es zusammen üben, und irgendwann kommt der moment, wo es klick macht, und beides zusammen geht.
Also das ist nun selbst für mich als Anfänger wirklich kein Problem,
wenn man nicht nur Lagerfeuerakkordeschrammeln meint, bezweifle ich das
 
Ich bin ja Gitarrist, der auch dazu singt, aber auch beim Bass kann ich nebenher singen. Wichtig ist, dass du das zusammen übst, dann speichert das Gehirn das auch zusammen ab.
Ich habe eine Weile in einem Laientheater Musical mit gespielt. Da gab es mehrstimmige Chorsätze und dazu natürlich auch eine Choreografie, die dazu auch präzise abgespult werden musste. Wenn man das dann zusammen übt, dann wird das auch sehr gut zusammen wiedergegeben. Das Hirn verknüpft dann alles miteinander. Daher kann man schon mal mit dem gemeinsamen Üben (Gesang + Choreographie bzw. Gesang + Instrument) früh anfangen, auch wenn es anfangs eventuell nicht perfekt ist oder nur langsam geht. Und dann klappt irgendwann auch etwas komplexes.
Ich habe auch ein recht schwieriges Stück im Repertoire, das ich lange üben musste, sowohl Gitarre als auch Gesang (und das auch noch brasilianisch). Beispiel hier - (aber das bin nicht ich). Da ich das aber lange und intensiv geübt habe, sitzt es jetzt so, dass ich das Stück nach längerer Pause trotzdem ohne Probleme abrufen kann, besser als manches leichte Stück, das ich zur Aufführungsreife weniger üben musste.
 
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Ich bin ja interessiert ... aber so wirklich toll bin ich noch lange nicht, nehm mir aber vor allem im Urlaub mehrere Stunden pro Tag Zeit - wohl auch auf den Bass übernehmen.

Womit ich zu meiner Frage an jeden halbwegs guten Bassisten - also alle, die sich relativ weit über dem Level eines Sid Vicious finden - komme: versucht ihr eigentlich, beim Spielen zu singen?
In welcher Weise ist die Frage relevant, beim Bass-Spielen Singen zu können, wenn es um den Einsatz im Studio geht?
Da geht man doch eh mit Einzelspuren vor und spielt die Instrumente hintereinander ein ...

Herzliche Grüße

x-Riff
 
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versucht ihr eigentlich, beim Spielen zu singen? Das dürfte eigentlich nur der Fall sein, wenn die Bass-Spuren jetzt eher moderat sind

Es ist dann der Fall, wenn ich Sänger und Bassist in einer Live-Band bin. Dann bleibt mir nämlich nichts anderes übrig. Wenn die Basslinien nicht trivial sind, muss ich mehr üben.

---
 
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Ich sehe eigentlich nicht den Unterschied, ob Gitarre oder Bass oder irgendein anderes Begleitinstrument zu spielen, während man gleichzeitig singt. Warum soll das gerade bei Bass schwierig sein? Wenn jetzt jemand käme, der behauptet, dass zum Schlagzeug singen schwierig ist, könnte ich das eher verstehen, weil ein Drummer zwei Hände und zwei Füße koorifineren muss, die manchmal völlig unterschiedliche Dinge tun. Aber auch hier gäbe es genug prominente Beispiele, wo das funktioniert. Es ist lediglich eine Sache der Übung, und wie komplex die Figuren sind, die man spielen soll. Wenn ich mir beim spielen noch auf die Finger schauen muss, ist es vermutlich schwieriger, dazu zu singen ;)
 
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Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen, wenn man beides gemeinsam übt, geht es auch zusammen.

Ein Schlagzeuger kann ja auch alle Gliedmaßen gleichzeitig bewegen.

Irgendwann hat man die Musik so verinnerlicht, dass es einem sogar schwer fällt den Part nur zu singen, oder nur zu spielen. Beides verknüpft sich zu einem Ding.

Es erfordert natürlich etwas mehr Konzentration, aber Üben ist hier wirklich alles.

Nicht so viel nachdenken, einfach machen.
 
In welcher Weise ist die Frage relevant, beim Bass-Spielen Singen zu können, wenn es um den Einsatz im Studio geht?
Da geht man doch eh mit Einzelspuren vor und spielt die Instrumente hintereinander ein ...
Dann ja. Live kann man es dann allerdings eher nicht zur Schau bringen.
Irgendwann hat man die Musik so verinnerlicht, dass es einem sogar schwer fällt den Part nur zu singen, oder nur zu spielen. Beides verknüpft sich zu einem Ding.
Klar, mir fällt Gitarre spielen und singen gleichzeitig auch nicht schwerer als nur zu singen. Was auch daran liegt, dass ich jetzt nicht so dolle singen kann, hihi.
wenn man nicht nur Lagerfeuerakkordeschrammeln meint, bezweifle ich das
Eben, und ich bin jemand, der ungern nur lagerfeuerakkordschrammelt. War sogar mal reiner Sänger, aber leider zu schlecht. Somit bin ich überhaupt erst zur Gitarre - und später zur Mundharmonika - gekommen. Ich spiele nur zu gerne Rock-Rhythmen.
Nur mal eine Handvoll, die mir spontan in den Sinn kommen: Geddy Lee, Paul McCartney, Randy Meisner, Jack Blades, Jack Bruce, Les Claypool, Glenn Hughes, Mark King, Greg Lake, Phil Lynnot, Timothy Schmitt, Sting, Lemmy.
Jetzt bin ich von mir enttäuscht.
 
Egal, welches Instrument: Solange man es über längere Strecken durchgehend mit ganzen, halben, Achtel, Sechzehntelnoten zu tun hat, ist es noch einigermaßen einfach. Kompliziert wird es bei jedem Instrument erst dann, wenn die Extremitäten etwas spielen müssen, was stark voneinander abweicht. Und das passiert beim Bass öfter als bei einer Rhythmusgitarre. Natürlich genreabhängig mal mehr oder weniger.
 
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Da nenn ich auch nochmal Glenn Hughes ,egal ob bei Deep Purple III oder anderen Gruppen
er kann Bass spielen und excelent singen ,ebenso Mark King oder der der bereits erwähnte
Jack Bruce. Du kannst dir auch mal einen guten Octaver und einen Looper holen , dann
spielst du deine Gitarren Akkorde in den den Looper und dann dazu Bass über den Octaver
mit der Gitarre ,geht zum Beispiel mit dem TC Sub and Up sehr gut . Wenn die beiden Spuren fertig sind
kannst du dazu singen.
 
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