Zeichen für "längeres Stakkato"?

Blues-Opa
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Gibt es ein Zeichen ähnlich dem Punkt für Stakkato, aber für Töne die zwar deutlich abgesetzt vom Folgeton gespielt werden sollen, aber eben nicht so kurz wie beim Stakkato? Also eine Art "längeres Stakkato"?
 
Geht das hier in die Richtung, die Du suchst?
 
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Ich würde an der Stelle Marcato (^) setzen statt eines Stakkato-Punktes
 
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Geht das hier in die Richtung, die Du suchst?
Die Richtung stimmt.
Aber irgendwie widersprüchlich für mich:
"... werden die aufeinander folgenden Töne deutlich voneinander getrennt, jedoch anders als beim staccato nur minimal unterbrochen".
Deutlich voneinander getrennt würde passen, minimal eher nicht.

Ich würde an der Stelle Marcato (^) setzen statt eines Stakkato-Punktes
Beinhaltet wohl nicht ausdrücklich das stakkato-ähnliche "deutlich absetzen", scheint mir aber von der Betonung her in die richtige Richtung zu gehen.
 
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aber eben nicht so kurz wie beim Stakkato
Das ist die ursprünglichste Artikulation überhaupt, bei abgesetzten Tönen und Spielen des Notenwerts muss man gar nichts schreiben.

Die Ausführung der Notation ist allerdings von Instrument zu Instrument und je nach musikalischem Stil verschieden, Gitarre, Klavier, Geige oder Trompete haben alle ihre Eigenheiten. Außerdem kommt es auf den Interpreten an, so funktioniert Musik außerhalb spezieller Vorproduktion wie bei EDM nun einmal.
Grundsätzlich werden eher die besonderen Artikulationen im Unterschied zum notierten Notenwert behandelt: legato, staccato usw.

Wenn es nur um wenige Töne geht, die z.B. von legato umzingelt sind, dann kann man den "tenuto"-Strich, der ausdrücklich die volle Länge des Notenwerts vorschreibt, mit einen "staccato"-Punkt kombinieren, was den Ton im Ergebnis vom Folgeton absetzt.
stacc-tenuto.jpg


Gruß Claus
 
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Das ist die ursprünglichste Artikulation überhaupt, bei abgesetzten Tönen und Spielen des Notenwerts muss man gar nichts schreiben.
Es ging aber speziell um ein stakkato-ähnliches deutlich absetzen der Noten vom Folgeton (nur eben nicht ganz so kurz gespielt wie bei Stakkato).

Wenn es nur um wenige Töne geht, die z.B. von legato umzingelt sind, dann kann man den "tenuto"-Strich, der ausdrücklich die volle Länge des Notenwerts vorschreibt, mit einen "staccato"-Punkt kombinieren, was den Ton im Ergebnis vom Folgeton absetzt.
Das würde eigentlich am besten passen in meinem Fall.

Ich denke so werde ich es machen.

Wieder was gelernt ... danke euch allen! :)
 
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Es ging aber speziell um ein stakkato-ähnliches deutlich absetzen der Noten vom Folgeton (nur eben nicht ganz so kurz gespielt wie bei Stakkato).

Mehrfach oder eher an einer oder einigen wenigen speziellen Stellen? Dann tut's ggf. nämlich auch das "Absetz-Atemzeichen" (hat sicher auch irgendeinen coolen italienischen Namen 😅), das sieht man halt meistens nur in Gesangs- und Bläsernoten.
1770284167116.png


LG
 
Nein, es ging um eine zusammenhängende Phrase, innerhalb der einzelne Töne so gespielt werden sollen.
 
Dann klingt Tenuto-Stakkato gut, Portato könnte man je nachdem auch verwenden, ist etwas länger, aber immer noch deutlich abgesetzt, aber klingt bei Dir nach Tenuto-Stakkato. Marcato nicht, das sagt eher nur was über die Intensität aus, ist sicher auch ein Legato-Unterbinder, aber nicht nennenswert mehr als unmarkiert.
 
Ja, so sehe ich es inzwischen auch, so habe ich es jetzt gemacht.
 
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Noch genauer ginge als Notation eigentlich nur, wenn man z.B. eine Viertelnote durch punktierte Achtel als nächstkleineren Notenwert plus der ergänzenden Sechzehntelpause schreiben. Wie man sieht, werden die (hier binären) Notenwerte immer genau eine Nummer kleiner.
Soll die Pause ultrakurz werden, kann man den gerade verkleinerten Notenwert doppeltpunktiert plus der ergänzenden Pause schreiben. Ob das in der Ausführung genauso sauber gespielt und gehört wird, das steht dann noch auf einem anderen Blatt. :gruebel:

Wie gesagt, es kommt bei der Wiedergabe von Notation sehr auf das Genre und auf den interpretierenden Musiker an.
Eine Notation wird neben der schriftlichen Fixierung des Werks bezüglich der Interpretation meines Erachtens nach eher als Absichtserklärung des Komponisten aufgefasst. Die Notation kann natürlich von Hause Haus bereits arg knapp auch mit besonders ausführlichen Spielanweisungen geschrieben sein.
Was das Genre betrifft, so wird in im Blues und Jazz die Notation der Rhythmik und Artikulation verschieden interpretiert und noch einmal anders als in der klassischen Musik.

Aber auch in der klassischen Musik ist der Bogen bei der Wiedergabe weiter gespannt als man meinen möchte. Im Board schon erwähnte Hörbeispiele zur "professionellen Wiedergabe" haben mich selbst überrascht. So fand ich neulich das allen Musikfreunden bekannte C-Dur Präludium BWV 846 bei fünf weltbekannten Pianisten im direkten Vergleich mit überraschend unterschiedlicher Auffassung der Musiker.

Gruß Claus
 
Ja, das ist mir schon alles klar :)
Ist aber sozusagen eine viel zu große Klatsche für meine kleine Fliege ;)

Es geht um kleine Blues-Arrangements für akustische Gitarre die ich mir erarbeitet habe. Die schreibe ich für mich auf, jetzt im Alter vergesse ich zu schnell, und ich habe keine Lust mir wenn ich ein Stück länger nicht gespielt habe alles neu zu erarbeiten. Dazu benutze ich die Tab-Form, aber zweistimmig gesetzt und mit notenmäßiger Darstellung, also Notenwerte und wo es wichtig ist Artikulation. Das hat zudem den Vorteil, dass ich z. B. ein Arrangement, das in normaler Noten+Tab Darstellung über oft viele Seiten ginge, so übersichtlicher auf deutlich weniger Saiten, manchmal nur 2 Seiten, unterbringen kann. (Und ist so nebenbei auch praktisch für einen schnellen Einstieg, wenn man mal schnell mit jemand etwas zusammenspielen möchte).
Hat sich so nun seit Jahren bewährt.

Das nur noch zur Erklärung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss halt auch nicht immer alles ganz genau aufschreiben, am Ende meint jeder Komponist/Arrangeur/Herausgeber doch was anderes, als der Musiker unter den Zeichen versteht... Und wir machen doch alle hoffentlich Musik und verarbeiten nicht nur die Daten.
 
Man muss halt auch nicht immer alles ganz genau aufschreiben
Kleiner Hinweis ... es ging nicht um "immer alles ganz genau aufschreiben", sondern um eine ganz konkrete Frage zu einem einzelnen Anwendungsfall.
Die bereits gut und sinnvoll beantwortet wurde.
 
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Klar. Nur wollte ich aus praktischer Erfahrung heraus anmerken, dass halt irgendwie jeder solche Zeichen anders interpretiert und verwendet, daher weglassen und vertrauen in die musikalische Intelligenz meistens das gleiche Ergebnis liefern sollte.
Ausnahme ist tatsächlich eine konsistente Verwendung bestimmter Notation bei einem Komponisten oder spezielle Artikulation z.B. in einer Einzelstimme, die sich musikalisch erst im Zusammenhang der Partitur erschließt.
Aus deinen eigenen Schwierigkeiten, deine Vorstellung zu erklären merkst Du ja, wie die Interpretationsspielräume bei unterschiedlich notierten Artikulationen sind, das vervielfältigt sich wie schon erwähnt ja nochmal, je nachdem von welchem Instrument der Komponist / Arrangeur kommt.
Wir hatten dazu auch schon Dirigenten, die uns jede Einzelstimme zusätzlich mit eigenen Spielanweisungen und Zeichen versehen haben inkl. schriftlicher Erläuterung zu deren Ausführung.
Daher nur der Hinweis aus langjähriger praktischer Erfahrung eines "Ausführenden": Oft ist weniger wirklich besser :cool:
 
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...eine ganz konkrete Frage zu einem einzelnen Anwendungsfall
Ok, nur hattest Du den Anwendungsfall nicht so konkret zitiert, wie Du in vielleicht beantwortet haben wolltest - allgemeinere Betrachtungen können da kaum ausbleiben.

Es gibt außerdem noch den Aspekt der Leser, die durch Internet-Suchmaschinen wie Ecosia oder Google auf ein Thema kommen. Denen kann der für dich unwichtige Teil bisweilen durchaus die gesuchte Antwort geben.

Die Diskussionen in öffentlichen Foren sind eben oft eher "n : n" als "n : 1"-Erörterungen. Dieser Aspekt macht sie relevant und, soweit das mir bisweilen auffällt, auch überlegen gegenüber "reddit" oder gar KI-Murks.

Gruß Claus
 
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dass halt irgendwie jeder solche Zeichen anders interpretiert und verwendet, daher weglassen und vertrauen in die musikalische Intelligenz

Nee. Definitiv nicht. Exakt dafür sind diese Zeichen ja *da*.
 
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Ich würde entweder portato notieren, wenn die Töne voneinander abgesetzt sein sollen

oder wenn die Noten noch kürzer sind, mit Pausen. Also zB Viertelnote notieren als Achtelnote mit Achtelpause .
 
Pausen würde ich aus zweierlei Gründen nicht machen.

Erstens spielt man dann die Zeiten aus, teilweise sogar in die Pause ein bißchen rein, es wirkt dann eher legato+abgehackt. Das ist ja auch eine Artikulation, keine Veränderung der Notenwerte, das geht man dann anders an.

Zweitens aus Gründen der Übersichtlichkeit. Das Tenuto-Stakkato liest Du einmal, beim Üben, und danach siehst Du nur die Läufe und die Artikulationszeichen erinnern Dich daran. Pausenzeichensalat machts extrem unübersichtlich.
 
Gibt es ein Zeichen ähnlich dem Punkt für Stakkato, aber für Töne die zwar deutlich abgesetzt vom Folgeton gespielt werden sollen, aber eben nicht so kurz wie beim Stakkato? Also eine Art "längeres Stakkato"?
Im Swing ist es übrigens so, daß Viertelnoten kurz gespielt werden, ohne, daß das in den Noten gesondert markiert wird. So eine kurze Swingviertel ist ungefähr so lang, wie die längere der beiden Swingachtel. Vokalise: ein sattes "Bap" oder "Dap". D.h., wenn ich im Swing eine Folge von Viertelnoten habe, werden die so gespielt, wie Du es beschreibst: deutlich abgesetzt vom Folgeton.

Viele Grüße,
McCoy
 

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