Ich finde es gerade gut, dass man in Forte EINMAL das komplette Rack mit allen Instrumenten lädt und dann nur noch Szenen/Routings umschaltet. Das geht je nach Konfiguration der VSTi´s schön schnell, und wenn ich mir vorstelle, der Host müsste zwischen Songs ständig noch Plugins schließen bzw. neu laden, dann kann das doch weder der Schnelligkeit noch der Stabilität des Systems zuträglich sein.
Guten Morgen zusammen,
also in Forte kann man das pro Instrument einstellen, ob Samples pro Scene nachgeladen werden sollen oder über alle Scenes hinweg ein und das gleiche Sample verwendet werde soll. Beispiel: Ich brauche z.B. nur ein fettes Piano Sample in meinem ganzen Rack, also lade ich das z.B. in einer Kontakt-Instanz einmal und sage Forte in dem Instrumenten-Modul, dass das Sample nicht neu geladen werden muss pro Scene. Das ändert zwar nichts an der Systemauslastung allgemein, allerdings beschleunigt es den Scenen-Wechsel erheblich (je nachdem wie groß das Instrument natürlich ist).
Außerdem stimmt es NICHT, dass die Instrumente wenn Sie gemutet sind ressourcen verbrauchen. Gerade das ist ja der Witz am Muten bei Forte.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich in zwei Jahren reinem VST-Setup auf der Bühne nie ein großes Problem hatte. Weder Rechner noch Forte sind abgestürzt, lediglich einmal hatte ich USB-Verbindungsprobleme (Kabel) vom Keyboard zum Rechner. Ist das Kabel ab (sprich Midi-Ports dann in Forte nicht mehr ansprechbar) muss man Forte neu starten. Das ist schade, dass das Forte nicht "hot-plug"-mäßig unterstützt, aber eigentlich ist das eher Sache der Verkabelung.
Und in Sachen Schnelligkeit beim Booten/Laden von Samples etc. war ich glaube ich auch schon ziemlich weit mit rund 40 Sekunden für Windows und Forte und Umschaltzeiten von rund 1-2 Sekunden pro Scene je nachdem was nachgeladen werden musste.
Wo ich jedoch meine Grenzen bei dem ganzen System gesehen habe:
1. Latenzen: Ich hatte um die 8ms und das war mir hier und da zu wenig bzw. bei fetten Pads gabs dann doch mal Aussetzer, zum Glück aber nie Midi-Hänger. Nach ersten Tests mit Mac OX habe ich den Eindruck, dass im Low-cost Bereich der Soundkarten (>300 Euro), diese Interfaces per Core Audio unter Mac OX grundsätzlich bessere Latenzen bereitstellen als mit enstprechenden Treibern unter Windows (XP/7). Und dabei habe ich von Hersteller-Treibern bis zu ASIO4all alles ausprobiert.
2. Updates: Auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite habe ich jedoch über die Zeit gemerkt, dass ich viel meiner verfügbaren Zeit in die Optimierung des Systems anstatt ins Üben/Vorbereiten gesteckt habe (stecken musste). Ist natürlich eine persönliche Frage, aber grundsätzlich sehe ich schon bei einem klassischen Workstation-Konzept weniger Zeitaufwand für sagen wir mal "administrative" Aufgaben.
3. Midi-Feedback, Steuerung von Forte mittels externer Hardware: Hier habe ich in den letzten Tagen viel mit Christian diskutiert und ausprobiert und außer der generellen BUS-Steuerung in Forte (Mute, Vol, Next/Prev Scene, Panic, Transport) mittels Control Surface (und dem Aufwand die dazugehörige xml-Datei richtig zu editieren) gibt es keine Möglichkeit, ein Midi-Feedback der Plugins aus Forte heraus zu bekommen. Auch nicht mit EHCo. (So zumindest mein derzeitiger Kenntnisstand aufgrund von Tests und Nachfragen im Brainspawn-Forum). Und genau das ist leider im Zeitalter der Multitouch-Controller wie iPad etc. gegenüber Mainstage (wo das nativ funktioniert) ein ziemliches KO-Kriterium.
Jetzt bin ich persönlich etwas unsicher was ich mit meiner Forte und EHCo Lizenz machen soll. Mainstage 2 kostet glaub ich 26 Euro? Die VSTi`s die ich habe laufen sowohl unter Mac als auch unter PC. Da bräuchte ich nicht neu zu investieren. Nur einen Mac kaufen.
Oder ein
Yamaha MX49 und darauf warten dass MidiBridge (IOS App) eine Presetfunktionalität erhält und dann das Midi-Routing komplett über das iPad laufen lassen....
Viele Grüße
HD