Richtiger Anschlag

Mach es so, wie Du es am besten kannst. Schon mal Marty Friedman angeguckt? :D

Für mich einfach das beste Beispiel, dass man eine für sich halbwegs bequeme Technik benutzen sollte und das ganze Thema ruhig etwas lockerer angehen kann.
Das ganze allerdings unter der Prämisse, dass man locker spielen kann und nicht anfängt sich zu verkrampfen.
 
@Toxin:
Boah, eh, Alter! Da hat sich ja jemand richtig Mühe gegeben. Finde ich gut!

Wenn Du jetzt noch versuchst, mal den Unterarm von der Decke wegzukriegen und "freischwebend" zu halten (was bei der Deckenfräsung schwer ist), wirst Du merken, daß es noch ein bißchen fixer geht.

Und - versuch' mal, ob Du das Pick etwas weniger fest (und steif) halten kannst, dann wäre der Ton auch etwas weicher. Anscheinend verwendest Du ein Dunlop Ultex. Die sind schön hart, aber die dünneren geben auch einen etwas harschen Ton. Vielleicht kannst Du mal die Kohle für ein dickeres V-Pick wie das Dimension oder (etwas kleiner) ein Snake ausgeben. Durch die Dicke, und die entsprechend dickere Kante bleibt das Teil länger in Kontakt mit der Saite, was einen fetteren Ton ergibt.

Mit den dünneren Picks geht das zwar auch, dafür ist aber bei mir der Daumen mehr oder weniger permanent in Bewegung, weil ich für Auf- und Abschlag unterschiedliche Anschlagswinkel habe, und je nach gewünschter Lautstärke auch den grundsätzlichen Winkel zur Saite nochmals ändere. Allerdings hört man bei mir auch keinen Unterschied mehr zwischen Ab- und Aufschlägen, außer ich brauche irgendwelche Betonungen.

Ich kann es leider nicht beschreiben, weil das so automatisiert ist, daß ich wirklich nicht mehr weiß, was ich wann genau mache. Und Video ist auch nicht, weil ich da jemanden bräuchte, der mir über die Schulter sieht, bzw. aus verschiedenen Winkeln filmt.

Und versuch auch mal, mit dem Pick weniger tief einzutauchen, und nur die Oberseite der jeweiligen Saite "anzukratzen". Das lässt sich mit einem Stylus-Pick http://www.styluspick.com ganz gut trainieren. Die gab es mal bei Tone-Toys, dort scheint aber mittlerweile Fehlanzeige zu sein.

Ansonsten - mach mal weiter!
 
Ja, stimmt. Du hast richtig viel gearbeitet, das sieht schon viel besser aus. Die Greifhand ist viel ruhiger, die Anschlagshand ebenfalls. Die chromatische Übung, die Du zum Schluss spielst, führst Du ebenfalls schön aus.. vorausgesetzt, Du beginnst mit einem Aufschlag. Die letzte Note ist ein Abschlag, wenn ich es richtig gesehen habe, und das kann bei konsequentem Wechselschlag nur dann der Fall sein, wenn die erste ein Aufschlag ist.
 
@S.Tscharles
Wenn Du jetzt noch versuchst, mal den Unterarm von der Decke wegzukriegen und "freischwebend" zu halten (was bei der Deckenfräsung schwer ist), wirst Du merken, daß es noch ein bißchen fixer geht.
Das habe ich auch bemerkt, manchmal blockiert mich das etwas, meine nächste Gitarre wird definitiv anders aussehen.

Und versuch auch mal, mit dem Pick weniger tief einzutauchen, und nur die Oberseite der jeweiligen Saite "anzukratzen"
Mal schauen ob ich dahingegend was ändern kann.

Neues Plek werd ich mir vl. auch mal holen.

@FretboardJunkie
orausgesetzt, Du beginnst mit einem Aufschlag. Die letzte Note ist ein Abschlag, wenn ich es richtig gesehen habe, und das kann bei konsequentem Wechselschlag nur dann der Fall sein, wenn die erste ein Aufschlag ist.
Ist ein Aufschlag ja.
Es sieht schon ein bisschen seltsam aus von der "Kameraperspektive".

Na das hört sich ja schonmal nicht schlecht an : )
Werd mal schön weiterüben :D

mfG.
 
@Toxin: Freut mich, das wird schon!
Noch ne Bitte (die eigentlich auch für die meisten anderen gilt), deswegen hier der Aufhänger:

Leutz, Technikübungen sind ja ganz nett und müssen auch sein.

Nur, bitte benutzt doch auch mal Eure Ohren. Das Netzt ist voll von Übungen, wie sie Toxin eingestellt hat, und (ok, erstens bin ich älter, zweitens vielleicht auch in der Beziehung besonders empfindlich) kaum einer löst die Dinger auf einen richtigen Ton auf.

Da wird dann auf der Terz stehen geblieben, oder auf der kleinen, oder noch schlimmer, großen Septime, und ich warte immer auf Grundtöne oder Oktaven oder Quinten, und keiner spielt sie. Sexten würde ich mir ja auch noch eingehen lassen, aber so brrrrrr..., da schüttelt es mich!

Dafür gehen dann alle vom jeweils höchsten (oder tiefsten Ton) der jeweiligen Übung ungerührt wieder weiter.

Und ich könnte manchmal Schreikrämpfe bekommen, klicks' aber, bevor es dazu kommt, auch ganz schnell wieder weg.

Der eine oder andere mag mich jetzt für einen Besserwisser oder Angeber halten, aber es ist doch wie beim Reden (oder einer Ansprache). Die Schnelligkeit ist eigentlich Nebensache, die Inhalte zählen, und man sollte irgendwann auch auf den Punkt kommen.

Und da hapert es leider sehr oft, siehe oben!

Sorry, das musste sein!
 
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Leutz, Technikübungen sind ja ganz nett und müssen auch sein.

Nur, bitte benutzt doch auch mal Eure Ohren.

Das unterschreibe ich mal gern :)

Ich gehe sogar soweit: Reine Fingerübungen ohne musikalischen Zusammenhang sind nicht nur sinnlos, sondern sogar schädlich. Der Grund ist einfach: Das Gehirn merkt sich natürlich die am häufigsten trainierten Abläufe. Soll dann der Gitarrist mal ein "nettes" Solo spielen, bietet das Hirn eben diese Muster mit Präferenz an. Die Folge ist das gefürchtete Tonleitergedudel ...

Bei reinen Technikübungen fällt letztlich fast alles unter den Tisch, was in der Musik wichtig ist:

- Harmonischer Bezug des Gespielten
- Tonformung/Variabler Sound
- Rhythmische Gestaltung
- Melodiebildung/Motiventwicklung
- Bewusster Einsatz unterschiedlicher Notenwerte und -gruppen (Ganze, Punktierte, Viertel, Achtel, 16tel, Quintolen, Sextolen, Triolen ...)

Wenn es dann also z. B. unbedingt eine Tonleiter zum üben sein soll: Immer den Grundton/Grundakkord anspielen, Klang merken und die Töne dazu spielen. Auf diese Weise kann man sich während der Übungen wenigstens schon mal mit den Modes beschäftigen und ihre Eigenschaften klanglich verinnerlichen (z.B. auf e-Moll mit der C-Dur-Leiter von E bis E arbeiten). Dann hat man wenigstens schon mal 2 Fliegen mit 1 Klappe ...

Oder, wenn denn unbedingt alle 4 Finger gleichberechtigt "technisch geübt" werden sollen: E7/#9 anschlagen und dann mit der Ganzton/Halbton-Leiter seine Übungen machen.

Die besten aller Übungen sind aber immer: Konkrete Sachen aus konkreten Stücken üben. UNd sich klarmachen, was da passiert und was man da tut.
 
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@ Hans_3:

Danke! Lob aus diesem Munde geht ja runter wie Öl!
 

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