Welches Gear für welche Anlässe?

  • Ersteller MusicAng3l
  • Erstellt am
Hey zusamm,

...das alte Problemchen-"Old Style"-Amps haben halt ihre Sweet Spots auf denen sie klingen. Natürlich können die auch leiser, oder noch`n Stückle lauter, aber da sind sie halt ausserhalb des Sweet Spots...und sofort klingt ein AC 30 dann ziemlich luffo-in englischsprachigen Berichten wird der Begriff "weak" genannt, was in dem Fall in etwa "nicht entfaltet, schwächlich, blutleer"-bedeutet.
In der Tat klingt ein AC30 bei Zimmerlautstärke ziemlich lasch und man fragt sich sofort, warum der Amp für den dünnen blassen Sound so gross und schwer sein muss und auch noch 2 Speaker braucht...wenn man ihn aufdreht weiß man was Sache ist.

Es gibt nur zwei echte Möglichkeiten das (ohne Powersoak) zu lösen: entweder du spielst immer schmerzfrei mit der ca gleichen Lautstärke (was bei einem AC30 in einem kleinen Club oft zu laut ist) oder du machst halt diese Abstufungen. Natürlich weiß das unser MusicAng, aber anderen hier muss man das wohl mal wieder unter die Nase halten.

Allerdings denke ich schon, dass dem Problemchen mit dementsprechendem Amp und Effekten beizukommen ist. Wie meine ich das?
Nun, es gibt meiner Erfahrung nach Old Style Amps mit grösserer "Gut-Kling-Range" und nicht so sehr definiertem Sweet Spot (solange es nicht um Endstufenzerre geht). Und es gibt dazu Zerrer die nicht so sehr interaktiv mit einem aufgerissenen Amp arbeiten müssen um gut zu klingen. Ein Boss Blues Driver zB. klingt vor nem leisen Amp stimmiger als n Tube Screamer, der nur dann richtig gut klingt wenn man damit nen angestachelten Amp anbläst damit er in der Zerre komprimiert. Viele Zerrer, auch welche mit Vintage-Sound sind eher wie kleine Vorstufen (ua mit richtiger Klangregelung) konzipiert, was sie deutlich unabhängiger davon macht mit welchem Amp sie weiterverstärkt werden als die typischen "Anbläser" ala TS und Co mit nur nem Tone-Poti...

Bei der Old Stylern ist mir zB. die Fender Bassman Replika als sehr flexibel in Sachen "Gut-Kling-Range" aufgefallen-n Amp der mit verschiedenen Zerrern ab gehobener Zimmerlautstärke richtig gute Sounds kann, während zB. ein AC 30 oder gar Twin Reverb da viel zickiger sind und Pegel brauchen.
Ich habe solche Versuche öfter mit Kunden gemacht wo es um die Zusammenstellung der ganzen "Grundkette" ging, also zumindest Zerrer und Amp.

Versuch mal zumindest unterschiedliche Zerrer, vielleicht findest du ja was das dir klanglich so gut gefällt wie deinen jetzigen und der auch leiser mit dem Vox kann. Den Cleansound könntest du versuchen mit einem dezent eingesetzten Kompressor so anzureichern, dass er einfach stimmiger ist. Das geht sehr gut-allerdings mit dem richtigen Kompressor, ein (an sich geil klingend) pumpend gurgelnder Old Style MXR geht halt in diesem Fall nicht, der blaue Palmer zB. schon eher-der macht aus dem eher nüchternen Cleansound meines Engl Blackmore einen richtig geilen Hendrix-Sound...

Gruss,
Bernie
 
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Reaktionen: 3 Benutzer
st der AC 30 live, mit drums und publikum wirklich zu laut?

Jaein, wir spielen in einem eher unklassischen Trio. 2x Gitarre 1xDrums. Die Drums sind allerdings eine Cajon und ein paar Toms und becken, das ganze geht eher Jazziger zu an den Drums.


mit was hast du denn bisher gespielt? bzw. was hat sich seit letztem jahr geändert?

Den Ac10. Mein anderer Gitarrist spielt einen Fender Mustang 3 100w 1x12, allerdings verschlinge ich den vom Druck selbst leise mit dem Ac30 zum Frühstück.
 

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