Klavierschule von Alfred auf Heumann wechseln?

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Kurzer Zwischenstand. Ich bin mittlerweile im Heumann bei Seite 85 und dem vereinfachten Auszug von Tschaikowski's Klavierkonzert Nr. 1 angekommen. Mittlerweile gehe ich im Heumann nur noch bis Kapitel 5 zurück.

Parallel dazu habe ich 8 Stücke aus der ChordTime Serie gemacht und die ersten 10 Stücke aus "Einfach Klassik". Es geht voran, aber es braucht seine Zeit weil ich alle bisherigen Stücke immer wieder spiele und übe wo's noch (bzw wieder) hakt.

Realistischerweise komme ich im Durchschnitt auf ca 5-6 Stunden Klavierspielen pro Woche, an ca 45 Wochen im Jahr. Ich denke, dass ich den Heumann etwa bis April/Mai "durch" habe. Das wäre dann in etwa ein Jahr nachdem ich angefangen habe. Zusätzlich möchte ich bis dahin 5 weitere Stücke aus Einfach Klassik spielen und 2-3 Stücke aus der Faber FunTime Serie. Die ChordTimes Bände sind im Arrangement schon noch etwas hölzern und ich traue mir mittlerweile etwas mehr zu.

Und: Heute ist mein Klavier geliefert worden :juhuu: ein Yamaha B3 mit Silent System :m_piano2:
Letzteres ist wichtig da ca 2/3 meiner Übezeit in die Schlafenszeit meiner Familie fällt.

LG Robert
 
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@drowo : :great:

Ich will aber doch noch eine Lanze für Heumann Band 2 brechen. Ich finde ihn nicht überflüssig, denn er hilft beim Aufbau einer musikalischen Allgemeinbildung. Das Hineinschauen in einzelne Stile und Epochen aus Band 1 wird vertieft und die Kenntnis von Komponisten, ihren typischen Werken und ihrer Bedeutung für einzelne Entwicklungen gefördert. Das ist schon was, hinterher weiß man in der Musikgeschichte grundlegend bescheid, sodass man vernetztes Wissen zur Schulbildung besser aufbauen kann. Das geht alleine nach Band 1 nicht gleichermaßen.

Ich rate jedem meiner Klavierschüler, schon noch Heumann Band 2 zu haben und viel darin zu spielen - auch wenn währenddessen die Suche nach eigenen Vorlieben, Originalstücken und spezieller Literatur losgehen kann und sollte.
 
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Das freut mich zu lesen, denn den Band 2 von Heumann habe ich bereits zu Hause. Ich werde ihn im Anschluß beackern.
 
Zusätzlich möchte ich bis dahin 5 weitere Stücke aus Einfach Klassik spielen und 2-3 Stücke aus der Faber FunTime Serie. Die ChordTimes Bände sind im Arrangement schon noch etwas hölzern.
Etwas hölzern ist bei Faber & Faber nur schwer zu leugnen.
Wenn Du Ragtime und bluesigen Klang magst, bietet Martha Mier Abwechslung mit klaviertechnisch voranschreitendem Konzept. Bei Mier gibt es je Reihe von Anfang bis mittelschwer 5 Hefte.
Jazz, Rags and Blues - Book 1
Sie verarbeitet offenbar auch ganz gerne klassische oder traditionell weihnachtliche Themen. Die entsprechenden Reihen heißen dann Classical Jazz, Rags & Blues oder eben Christmas Jazz, Rags & Blues.
Neben den Titeln ist auch die Gestaltung des Umschlags zum Verwechseln ähnlich.
Mein Link führt zum Arrangement von Jingle Bells aus Christmas Jazz, Rags & Blues 2.
youtube.com/watch?v=hy6bK9k6N6o

Bevor am Ende noch die Motivation leidet könntest Du testen, ob dir im Frühjahr nicht direkt der Anschluss an etwas von den BigTime Heften gelingt, dort geht es musikalisch schon flotter zur Sache.
youtube.com/watch?v=9Nhy-n21wzY
youtube.com/watch?v=_nd3zzmOOUM

Ich übe aus den Bigtime Kids' Songs Linus & Lucy, den Anfang kannst Du in der Vorschau hinter dem Link sehen. Vince Guaraldis Musik hat mich schon bei den Peanuts im Fernsehen der 70er Jahre begeistert. Wie ich irgdwan ntdeckte, war Guaraldi auch Komponist eines Hits aus meiner Kindheit, den dich sehr mochte: Cast Your Fate to the Wind.
https://www.stretta-music.de/faber-faber-piano-adventures-4-bigtime-kids-songs-nr-669636.html
In BigTime Kids' Songs bzw. BigTime Jazz & Blues kommen nur die vereifachend transponierten Themen vor.
youtube.com/watch?v=boDdOFAE9bI
youtube.com/watch?v=nutBsmbDRtA


Wenn Du dein Klavierspiel auch in klassischer Musik mit Werken verschiedener Komponisten weiter betreiben möchtest, bietet sich nach Heumann Band 1 auch von Alexander Nikolajew, Russische Klavierschule Band 2 an.

Zur Einordnung: von den 96 Stücken in Band 2 gibt es einige, die auch bei Feils stehen.
Aufgefallen sind mir Robert Schumann, Stückchen; Peter I. Tschaikowsky, Die kranke Puppe; Peter I. Tschaikowsky, Altfranzösiches Lied(chen); Christian Petzold, Menuett G-Moll (Feils nennt veraltet J.S. Bach), Robert Schumann, Erster Verlust.
Aus der Veröffentlichung in Heumann, Band I wird dir die Etüde von Friedrich Burgmüller, Arabesque bekannt vorkommen, bei Heumann steht sie allerdings verkürzend bearbeitet.

Gegen Ende von Feils, Einfach Klassik kommst Du bereits an den "Spielband" der Russischen Klavierschule von Julia Suslin, weil die Sammlung von Feils Stücke vom elementaren Anfang bis Ende der Unterstufe umfasst.
https://www.thomann.de/de/sikorski_musikverlage_russische_klavierschule_spielb.htm
An Überschneidungen gibt es im Spielband zu Feils nur zwei Stücke, soweit ich sehe. Das erste davon ist Debussy, le petit nègre. Die Technik des Übergreifen mit der linken Hand wird dir bei der in Feils enthaltenen Etüde von Friedrich Burgmüller, L'hirondelle ggf. schon begegnet sein.
youtube.com/watch?v=P3NCYpdlJo8

In Feils, Einfach Klassik steht das als Titel #68, bei Suslin im Spielband als Stück #16. Ansonsten fand ich noch das bekannte C.P.E. Bach Solfeggio bei Feils als Titel #71 und bei Suslin als #27
Suslin bringt Stücke und Etüden mit steigendenden Anforderungen der Mittelstufe, eines der anspruchvollsten Stücke ist das schöne Grieg Notturno op. 54, 4 (Henle 6).
Mein Link führt zu einer Aufnahme von :hail: Emil Gilels.
youtube.com/watch?v=hdFeQ5oi5fY

Gruß Claus
 
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Hallo @Claus,

danke für die vielen weiterführenden Literaturtipps. Das sieht echt wieder spannend aus.
Cool! Da werde ich mal reinschaun. Ich singe auch ganz gerne die amerikanischen Christmassongs aus der Bing Crosby, Frank Sinatra, Dean Martin Ecke. Irgendwann würde ich mich statt der Playbacks gerne mal selber begleiten.

testen, ob dir im Frühjahr nicht direkt der Anschluss an etwas von den BigTime Heften gelingt
Ich habe mir aktuell zwei Hefte aus der FunTime Serie besorgt. Wie bei den ChordTime Heften auch vermute ich dass ich ihnen entwachsen bin bevor ich sie ganz durch habe. Ich habe mir vorgenommen die Hefte dann liegen zu lassen und in ein, zwei Jahren mal zu versuchen die ungenutzten Stücke Prima Vista zu spielen. Mal sehen.
Aus der Veröffentlichung in Heumann, Band I wird dir ..., Arabesque bekannt vorkommen, bei Heumann steht sie allerdings verkürzend bearbeitet.
Die Arabesque habe ich aktuell auch in Bearbeitung, da ich die vor (20) Jahren schon mal spielen konnte. Ich scheine dann aber früher auch schon eine verkürzte Version gespielt zu haben, denn sie steht genau so im Heumann wie ich von früher sie kenne.

Appropos "früher": ich habe hier von früher noch "Das Wohltemperierte Klavier Teil 1" von Bach rumliegen. Wäre das für nach Heumann zu schwer?

LG Robert
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Martha Mier ist das Vorhören auf YT besonders sinnvoll, weil man ihren konstanten Ragtime-Einschlag mögen muss, als Gesangsbegleitung wäre das vermutlich nicht ideal. Dafür sind die Hefte zumindest in der Ausgabe ohne CD preisgünstig und führen methodisch vorwärts.

Die Burgmüller Arabesque ist original nicht schwerer, nur wird der A-Teil wiederholt und der Schluss einen Tick dramatischer als bei Heumann gestaltet.

An Ausgaben von ChordTime und FunTime habe ich jeweils die Hefte "Popular" und "Jazz & Blues".

Das wohltemperierte Klavier stellt abgesehen vom Präludium C-Dur BWV 846 (auch in Heumann I) Anforderungen der Mittelstufe aufwärts, s.u. im Link.
Aber sogar in den franz. und engl. Suiten kommt schon mal ein Satz vor, der auch in die Sammelausgaben für Klavierschüler des ca. dritten Unterrichtsjahres passt (Anforderung noch leicht). In den "First Lessons in Bach" sind das immerhin sieben von insgesamt achtundzwanzig Stücken, das Weitere ist vor allem aus dem Notenbüchlein. Eine andere populäre Bach-Ausgabe sind die 12 Little Preludes, die man als hiesiger Klavierspieler ggf. aus den "Kleine Präludien und Fughetten" kennt.
youtube.com/watch?v=_pKgAy7SQkE

Meine unvollständige Auswahl zu Bach für Klavier von leicht bis (weit) fortgeschritten. Bis einschließlich Inventionen und Sinfonien umfasst das, woraus ich mich neben meinen anderen Stücken nach und nach beschäftigen will.
Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach

Kleine Präludien und Fughetten
Inventionen und Sinfonien

Das wohltemperierte Klavier Teil I

Französische Suiten

Das Wohltemperierte Klavier Teil II
Englische Suiten

Gruß Claus
 
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Liebe Leute, ich bin mit dem Heumann Band 1 "durch". Die Stücke sitzen allerdings nicht perfekt in dem Sinne "jederzeit auf's erste mal fehlerfrei". Meist brauche ich bei den Stücken die ich eine Woche nicht gespielt habe ein bis zwei Durchgänge bis sie klappen. Und hin und wieder habe ich regelrechte Blackouts: ein Durchlauf so einigermaßen gespielt und beim zweiten mal - Vollhänger! Ich weiß plötzlich nicht mehr wie ich eine bestimmte Stelle spielen muß, guck in die Noten und denken mir "Echt? Hab ich das so gespielt?".

Jetzt wiederhole ich die Stücke periodisch immer wieder, aber habe jetzt mit neuen Sachen (Heumann Band 2, Gundlach Pop Piano) angefangen. Mein Fazit: Heumann Band 1 ist wirklich klasse, auch für Autodidakten geeignet (sofern jemand zum Autodidakten geeignet ist).
 
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Wie lange hast Du gebraucht für Heumann Bd.1?

Viele Grüße,
McCoy
 
Und hin und wieder habe ich regelrechte Blackouts: ein Durchlauf so einigermaßen gespielt und beim zweiten mal - Vollhänger!

Das finde ich interessant, denn so geht es mir manchmal auch; ein Stück, das ich länger nicht gespielt hatte, spiele ich im ersten Durchgang (auswendig) fließend und fehlerfrei durch, dann will ich es gleich wiederholen und bleibe an irgendeiner Stelle hängen und kann mich nicht erinnern, wie es geht; manchmal muß ich in die Noten schauen, weil ich die Stelle nicht mehr aus dem Kopf abrufen kann.

Gundlach Pop Piano

Damit wünsche ich Dir viel Spaß und Freude.

Gruß, Bert
 
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(...) etwa 350 - 400 Übungsstunden inklusive ca 12 Stücke aus Margret Feils Einfach Klassik und 8 /9 Stücken aus den Farber Bänden (...)

:claphands:
Gratuliere zu Deiner Leistung.

Gruß, Bert
 
Danke! Das waren bei Feils aber die ersten 12, also die leichtesten Stücke. Und die Faber Bände waren aus der "Chord Time" Serie, (Faber-) Level 2B, also auch nicht gerade hammerschwer.
 
Angespornt durch das Mitlesen hier habe ich (59) auch meinen Heumann Band 1, mit dem ich vor über 20 Jahren ein paar Monate Klavierunterricht hatte, mal wieder herausgekramt und mit dem Üben angefangen. Ich spiele bisher Keyboards hauptsächlich im Homestudio und ein wenig "Tastendrücken" zu Hause auf einem Nord Stage 3 compact.

Vor ein paar Wochen war ich also mit dem festen Vorsatz, mir ein Roland FP-30/60/90X zuzulegen, in Köln beim MS. Ich habe dort allerdings festgestellt, dass für mich die Waterfall-Tastatur meines Stage compact zum Klavierspielen nicht so den Riesenunterschied macht, auch wenn das einige wohl anders sehen werden.

Ich habe damals auf einem älteren Kawai DP gelernt und besaß zeitweise auch mal ein Yamaha P-95. Wie gesagt, auf dem Compact komme ich - trotz nicht vorhandener Hammermechanik - gut zurecht. Möglicherweise wird es irgendwann auch noch mal ein gutes DP mit Hammermechanik oder sogar mal ein ordentliches Akustikpiano.

Aber zurück zum Heumann:
ich habe nun seit ein paar Tagen begonnen, das Heft durchzuarbeiten und die Stücke wirklich langsam und mit Metronom oder Mitzählen zu spielen. Auswendig kann ich allerdings noch nicht spielen. Ich merke aber, dass mir das regelmäßige und konsequente Üben viel bringt. Ich merke regelrechte Fortschritte und bin motiviert, jetzt endlich mal dranzubleiben und mir ein brauchbares Level anzueignen.

Mal sehen, ob's dieses Mal klappt.

Alfred 1 und 2 liegen hier übrigens auch noch rum sowie Gundlach Pop-Piano 1 und 2. Da fehlten mir aber bislang zugegebenermaßen die spieltechnischen Voraussetzungen.
 
Da fehlten mir aber bislang zugegebenermaßen die spieltechnischen Voraussetzungen
Das bezieht sich, glaube ich, eher auf den Gundlach. Alfred ist viel leichter als Heumann, und ich habe beide.
 
Danke.

Gruß, Bert
 
Den Heumann finde ich didaktisch tatsächlich wesentlich besser, aber das ein oder andere Stück aus dem Alfred werde ich sicher auch mal spielen.

Und der Gundlach war mir bisher tatsächlich zu schwer, da fehl(t)en einfach noch die Voraussetzungen. Das ist ja auch ein ganz anderer Ansatz!
 
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