Welche Box an Line6 POD Go?

Hallo,

ich hätte da mal eine Frage, da ich in dem Bereich ein Noob bin. Ich hoffe sie ist nicht zu dumm 🙈

ich hatte die Gelegenheit günstig einen line6 Pod Go zu schießen. Da ich bis jetzt nur einen Kleinen Tube Amp mit 1x10 Box hatte, dachte ich, ich könnte den Pod Go einfach (ohne Amp Head) an diese Box anschließen. Nach mehreren Recherchen brauche ich wohl aktive Monitorboxen. Zum Verständnis:

wenn ich mir jetzt solche Boxen besorgen würde https://m.thomann.de/de/presonus_eris_e5.htm?o=3&search=1621780418 , könnte ich die dann mit einem entsprechenden Kabel an den line6 pod Go anschließen und kann ihn dann als amp nutzen? Oder brauche ich sonst noch irgendwas?

vielen Dank im Voraus:)
 
Wenn Du den abgemischten Sound hören möchtest, ja dann ist so was richtig.

Wenn Du eher möchtest, das Dein POD Go klingt wie wenn Du im Proberaum einen Amp spielst dann:

 
Es kommt halt auf den Anwendungsbereich an... wenn Du nur im stillen Kämmerlein mit gemäßigtem Pegel unterwegs bist, werden kleine Nahfeldmonitore die beste Wahl sein. Mit der Harley Benton wäre man mit Band im Proberaum gut aufgehoben, flucht aber vermutlich über's Gewicht, wenn man im dritten Stock Altbau wohnt und das Teil hin und her schleppen muß. ;-)
Mit einer kleinen Aktiv-Mufu wie der Headrush 108 dagegen würde man gehobene Pegelanforderung und Transportfreundlichkeit zusammen erschlagen. So hat jedes System Vor- und Nachteile ganz unabhängig davon, wie die Audiowiedergabe letztlich aussieht. Grundsätzlich bietet das POD Go aber unzählige Möglichkeiten der Klangbeeinflussung, so daß man letztlich für jedes Wiedergabesystem optimal angepasste Sounds einstellen kann.

Ich z.B. hocke hier momentan mit dem POD Go vor einer https://www.thomann.de/de/the_box_pro_mon_a12.htm. Die geht wie die Feuerwehr, hat aber ein Grundrauschen, das u.U. stört. Da ich aber nur live unterwegs bin und diese Monitore bei uns auf der Bühne zum Einsatz kommen, ist es nur konsequent, die Sounds auch auf dieser Box zu programmieren.

Was allerdings auch gehen würde, sofern Dir der Sound deines 10" Speakers gefällt, wäre das Einbinden des Tube-Amps in Dein Setup. Idealerweise mit der 4Kabel-Methode, was allerdings einen Einschleifweg am Tubeamp erfordert. POD Go am Gitarreneingang würde auch gehen, ist aber mehr so Notlösung. Was ist denn der Tubeamp für einer?


domg
 
So ein Modeller erzeugt ja einen Klang, der nicht weiter verfärbt werden muss, sondern möglichst neutral wiedergegeben werden soll. Zuhause bietet sich daher ein Monitoring-System an, was man auch sonst in einem Home-Studio für Wiedergabe bzw. zum Abhören von Musik verwendet. D.h., man kann entweder das Monitoring-System verwenden, was man auch sonst schon zum Abhören von Musik verwendet, oder wenn man das Monitoring-System für den Modeller an einem anderen Platz aufbauen möchte, dann eben am anderen Platz aufbauen. Für Gitarre muss der Frequenzgang nicht mal besonders breit sein. Nach oben gehen die meisten Monitoring-Systeme bis ca. 20 kHz oder höher. Nach unten kommt's darauf an. Tendenziell, je größer die Box, um so tiefer kann sie spielen. Für E-Bass würde man mehr Tiefton erwarten als für E-Gitarre. Man kann mit einem Stereo-Pärchen anfangen, und gegebenenfalls mit einem Subwoofer für mehr Tiefton erweitern. Gitarre selbst erzeugt i.d.R. keinen Stereo-Klang, oft aber die Effekte im Modeller wie Stereo-Chorus, Stereo-Delay, Stereo-Reverb usw. Daher eben ein Stereo-Monitoring-System mit möglichst neutraler Wiedergabe. Den Klang für die Gitarre macht hier der Modeller, nicht die Box. Der Klang von Gitarren-Boxen wird vom Modeller simuliert, wenn man ihn lässt.
 
@Michael Burman
Auch wenn Du grundsätzlich Recht hast, machen normale Monitoring Lautsprecher auf Dauer nicht so viel Spaß wie z.B. PA Lautsprecher oder auch so FRFR Gitarrenlautsprecher wie der von OliverT angesprochene.

Ich selbst habe eine Alto TS 308 die von sehr leise bis sehr laut alles kann. Vor kurzem hatte ich die Harley Benton Box die @OliverT hier empfohlen hat zu Hause. Sie machte zwar höllisch Freude, jedoch hatte ich enorme Schwierigkeiten sie leise zu bekommen.

Meine Empfehlung wäre daher keine Monitoring Lautsprecher zu holen wenn man hauptsächlich Gitarre darüber spielen möchte.
 
gespielt wird fast nur zuhause im kleinen 16qm Übungsraum
Jo, am besten möglichst große und starke PA-Lautsprecher, die den 16 m²-Raum durch Luftdruck zu einem 160 m²-Raum ausdehnen können. :D

Studio-Monitore gibt es auch mit weniger und mit mehr Leistung. Je größer und stärker, um so lauter und tiefer können sie spielen.
Man könnte also z.B. zwei 6-Zoller für Stereo nehmen und später mit einem 10-Zoll-Subwoofer erweitern.
Budget von 300 € könnte zunächst für ein 6-Zoll-Pärchen ausreichen. Später kann man für weitere 300 € einen Subwoofer dazu holen, wenn man mehr Tiefton haben möchte. Zudem würde das System insgesamt mehr Power erhalten, wenn der Sub den Tiefton übernimmt.

Ach ja, und über ein "normales" Studio-Monitoring-System kann man dann auch Playbacks oder sonstige Musik laufen lassen.
Für mich soll ein Modeller einen Klang liefern, wie er in einer Musikproduktion direkt zu verwenden wäre. Und das möchte ich dann auch über ein "normales" Studio-Monitoring-System abhören. Das sind meine Vorstellung und meine Ansprüche. Für größere Studios gibt es größere Monitoring-Systeme. Aber bei 16 m² muss das System nicht sehr groß sein.
Will man auf der Bühne spielen, braucht es natürlich andere Technik. Aber in einem 16 m²-Raum zuhause ... Da würde ich ein "normales" Studio-Monitoring-System verwenden. Man kann, wie gesagt, auch eins auswählen, das etwas mehr Power liefert, um z.B. 10 Stockwerke über sich und 10 Stockwerke unter sich mit zu beschallen. :tongue:
 
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Beachtet das thread-napping! ;-)
Ich denke, daß es bei den jüngsten Antworten nicht mehr um den Ausgangs-thread mit den 16m² geht, sondern um die Frage von Seth_Gecko.

Und wieder bin ich beim Anwendungsfall: Wenn man Recording macht bzw. wert darauf legt, dem POD Go 10 Myriarden dicht am Original-Equipment klingende Sounds zu entlocken, dann ist eine möglichst neutral klingende Abhöre Pflicht. Es gibt aber auch Leute, denen es lediglich darum geht, eine für sie wichtige Handvoll Sounds zu erzeugen und dafür taugt u.U. eben genau die vorhandene Box/Amp und das POD Go wurde lediglich deshalb gewählt, weil es eben Multieffektgerät und Bodentreter gut klingend und simpel zu programmieren für kleines Geld liefert.

Solange sich also der Fragesteller nicht weiter äußert, halte ich es für müßig, hier dogmatisch über das einzig wahre Wiedergabesystem zu philosophieren... ;-)


domg
 
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Jo, am besten möglichst große und starke PA-Lautsprecher, die den 16 m²-Raum durch Luftdruck zu einem 160 m²-Raum ausdehnen können. :D

Studio-Monitore gibt es auch mit weniger und mit mehr Leistung. Je größer und stärker, um so...

Ich schrub
machen normale Monitoring Lautsprecher auf Dauer nicht so viel Spaß wie z.B. PA Lautsprecher
Das hat nichts mit der Lautstärke zu tun. Ich spiele meine Alto TS308 zu 95% leise bis sehr leise. Ich hab mal unter anderem mit 8 Zoll Monitoren gespielt und das klang gut, aber irgendwie fehlte da was und der Sound nervte auf Dauer. Mit einem PA Lautsprecher kam da wesentlich mehr Freude auf. Das aber nicht dadurch das ich den Druckkammereffekt in meinem 12m² Arbeitszimmer getestet habe.
 
Ich denke, daß es bei den jüngsten Antworten nicht mehr um den Ausgangs-thread mit den 16m² geht, sondern um die Frage von Seth_Gecko.
Ach so, der Thread ist schon etwas älter. Ich hatte mich auf die Ausgangsfrage bezogen ohne zu bemerken, dass der Thread schon fast 1 Jahr alt ist. Bzw. habe die ursprüngliche Fragestellung mit der Fragestellung von @Seth_Gecko vermischt.
 
Ich habe mir den Line6 Pod Go auch im Corona Frust gegönnt :) Ich habe meine Studio Monitorboxen Samson A6 direkt am Pod Go angeschlossen. Ich kann in jeder beliebigen Lautstärke spielen, die Samson reichen locker aus.
Die Boxen stehen links und rechts neben meinen Monitor. Darauf liegen zwei Presonus Eris E3.5. Diese sind mit dem PC verbunden. So habe ich getrennte Systeme, kann aber Gitarre und Musik gleichzeitig hören. Und beim Pod Go habe ich auch die Stereo Effekte. Der Pod Go ist natürlich auch mit dem USB am PC. So habe ich jederzeit auch den Editor im Zugriff. Anfangs habe ich mit einem Mischpult alles zusammen geführt, es aber letztendlich aufgetrennt und bin nun erstmal zufrieden.
 

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