Erste Gesangsprobe einer HobbysÀngerin

  • Ersteller Sundaymood
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Meine Meinung ist: Du kannst nicht singen. Gar nicht.

Du triffst nicht nur die Töne nicht sondern liegst auch im Timing meilenweit daneben.
Satire oder nicht, auf jeden Fall ist der Begriff „meilenweit“ meilenweit von einem konstruktiven Feedback entfernt.
Uns hier (hörten gerade mal rein) gefÀllt die Stimmfarbe! Ja! Und ausbaufÀhig ist Gesang immer.
 
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Man muss auch sagen, dass die beiden Hörproben in ihrer QualitĂ€t extrem unterschiedlich sind, wie von @antipasti schon angemerkt. Die erste ist recht gut, auch wenn nicht alle Töne sitzen, aber die Stimme ist ausdrucksstark, und man hört, dass du den (nicht einfachen) Song verstehst. Timing passt einigermaßen, und auch bei den Tonartwechseln geht es in die richtige Richtung.

Bei der zweiten Hörprobe allerdings kann ich die Reaktionen nachvollziehen, die in die Richtung gehen "du kannst nicht singen". Die ist irgendwie komplett missglĂŒckt. Aber dass du es besser kannst, hast du ja schon bewiesen.
 
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Vorweg: ich poste noch mal was, da ich den Eindruck hatte, ich könnte das zumindest etwas besser als in den ersten beiden Proben. Danach (versprochen), lass ich das mit Gesangsprobe erst einmal, und versuche mich weiterzuentwickeln. Ich hoffe es wird jetzt nicht sooo fĂŒrterlich. 😅😬

Der Link ist ganz unten.

So, ich brauchte etwas zu antworten, da ich etwas ĂŒberwĂ€ltigt war. Es gab hier viele konstruktive Punkte, die ich auch sehr begrĂŒĂŸe. Ich finde auch absolut richtig, dass man ein ehrliches Feedback gibt - aber fĂŒr mich ist ein Feedback mehr wert, wenn es konstruktiv und wohlwollend (auch dann, wenn das Urteil nicht positiv ausfĂ€llt) gemeint ist, bzw. Von Leuten stammt, die Ahnung vom Thema habe . Letztlich hilft mir bei nem kaputten Auto auch nicht weiter wenn einer sagt: Ja, das quamt, und fĂ€hrt nicht... Ich wĂŒrde mich eher an jemanden mit Kfz-Kenntnissen wenden, der mein Auto genau diagnostizieren und sogar reparieren kann.

So einige BeitrĂ€ge hier waren aber ja sehr ausfĂŒhrlich und konstruktiv, dafĂŒr Danke. Danke natĂŒrlich auch fĂŒr jede Ermutigung.

Ich habe mir jetzt ganz fest auf die Agenda gepackt, dass ich in ein bis zwei Monaten in einer bestimmten Musikschule in Berlin mit Unterricht beginnen werde. Ich brauche die Hilfe allein deshalb schon, weil ich gern singe und nicht damit aufhören will. Selbst wenn ich allein zuhause singe, möchte ich mich damit körperlich und stimmlich wohl fĂŒhlen. Aber Naja, zu meinen Ideen hab ich ja schon was geschrieben. 🙂

Ich gehe jetzt nicht auf alles ein, da es ein wenig viele BeitrÀge geworden sind. Mitgenommen habe ich aber in jedem Fall, dass ich Verbesserungsbedarf habe, dies am besten durch professionelle Hilfe, das Quando nichts geworden ist und Mein Freund der Baum besser, dass es da aber auch insgesamt an den Tönen hapert.

Noch mal Danke an jeden, der sich etwas Zeit genommen hat, und etwas Hilfreiches sagen konnte!

Vor allem aber, liegt die Wahrheit einfach in den vielen konstruktiven Tipps, die Fragesteller hier erhalten. Was fĂŒr sie passt, mĂŒssen sie eh selbst herausfinden

Ich fand deinen ganzen Beitrag sehr gut und differenziert.

Gerade StraßenmusikerInnen wĂŒrde ich ein Mindestmaß an ProfessionalitĂ€t anraten

Ja, da gebe ich dir recht. Ich mache selbst Straßenkunst (ich male) - Fans hat man und Geld, wenn man richtig gut ist. Aber: Teilweise kommen Leute gut an, wo andere sich die Haare raufen. Gerade beim Singen scheinen sich die Geister gelegentlich sehr zu spalten.


Aber du brauchst unbedingt Hilfe in Form von gutem Gesangsunterricht. Dort lernst du unter anderem Körper/Atmung richtig einzusetzen, klare einzelne Töne zu singen, du kannst dein Gehör schulen, usw. Aber vielleicht musst du dazu erst einmal vergessen, wie du bis jetzt gesungen hast. Du mĂŒsstest technische Fertigkeiten erlernen welche dann zusammen mit deiner Stimmfarbe eine gute SĂ€ngerin aus dir machen könnten.

Danke fĂŒr deinen ausfĂŒhrlichen Beitrag!

Uns hier (hörten gerade mal rein) gefÀllt die Stimmfarbe! Ja! Und ausbaufÀhig ist Gesang immer.

Vielen Dank!

Bei der zweiten Hörprobe allerdings kann ich die Reaktionen nachvollziehen, die in die Richtung gehen "du kannst nicht singen". Die ist irgendwie komplett missglĂŒckt. Aber dass du es besser kannst, hast du ja schon bewiesen

Das hat mich auf die Idee gebracht, dass vielleicht meine Hörproben nicht so gut waren. Einerseits in der Art wie ich sie aufgenommen habe - andererseits weil das mit dem zweiten Lied so gar nicht gut funktioniert hat. Die Kritik wĂŒrde dahingehend von @antipasti verfasst. Dementsprechend habe ich mich an einer anderen Version von Quando versucht.

Hier der Link:


 
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Vielen Dank, dass du meine Frage nach dem Song beantwortet und meinen Vorschlag direkt in die Tat umgesetzt hast.

Diesmal erkenne ich den Song und auch die Sprache ganz eindeutig. :)

Okay: Tonart insgesamt nicht ganz getroffen (der Song ist etwas höher) und auch innerhalb der Melodie immer mal etwas zufĂ€llig, gegen Ende wird es immer mehr zu einer Art Sprechgesang. Ähnlich beim Timing: Mal schon ganz gut, dann wieder etwas zu frĂŒh oder zu spĂ€t, aber schon besser als die Intonation.

Dass du dir irgendeine Form der UnterstĂŒtzung holst – ob nun GU oder Chor oder beides – halte ich auf jeden Fall fĂŒr eine gute Entscheidung. Das Singen zu einem Band-Playback ist auch nicht fĂŒr jeden trivial. Es ist gar nicht so selten, dass Leute (nicht nur AnfĂ€nger) Schwierigkeiten haben, aus einer Menge an Instrumenten die richtige Tonart herauszufiltern. Sie wissen nicht, worauf sie achten sollen. Meine frĂŒhere Duo-Partnerin, die außerdem SĂ€ngerin in einer Rock-Band war, brauchte in der Band immer den Bass als Orientierung. Ohne war sie aufgeschmissen.

Viel Spaß und Erfolg

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Das Singen zu einem Band-Playback ist auch nicht fĂŒr jeden trivial.

Hierzu noch ein kleiner Tipp.

Auf der Plattform karaoke-version kannst du dir nicht nur verschiedene Interpretationen eines Songs runterladen (kostenpflichtig), sondern diese auch individualisieren. Du kannst die Tonart anpassen und auch alle Instrumente und Stimmen, die dich ablenken, ausblenden. Du könntest dir also eine eigene Karaokeversion nur mit Klavier und Shaker machen, je nachem, was du möchtest.


Vielleicht fĂ€llt es dir mit einer ausgedĂŒnnten Version leichter, in die richtige Tonart zu finden.

...
 
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Jetzt bin ich doch neugierig geworden und hab mal in die beiden ersten Hörproben reingehorcht.
Ich bin ganz der Meinung von @antipasti , der 2. Track grenzt beinahe an Körperverletzung ;)
ABER: den 1. Track finde ich gar nicht so ĂŒbel, was den Klang Deiner Stimme angeht.
Timing und die Töne richtig treffen, lernst Du bestimmt rasch :)
MMn muss man nicht zwangslĂ€ufig Gesangsunterricht nehmen, wenn man lediglich hin und wieder zum Spaß im Park oder in einer Karaoke-Bar singen möchte,
aber natĂŒrlich kann es hilfreich sein, damit man schneller voran kommt.
 
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aber natĂŒrlich kann es hilfreich sein, damit man schneller voran kommt.
MMn ist Gesangsunterricht nicht nur hilfreich, sondern essenziell, wenn es um Atemtechnik und Stimmbeherrschung geht. Ohne jemanden, der Fehler erkennt und deren Behebung anleiten kann, wird das selbst mit noch so viel Talent nichts! Insofern geht es beim Gesangsunterricht nicht ums schnellere Vorankommen, sondern schon mal in technischer Hinsicht ums ĂŒberhaupt Vorankommen.

BTW: Ich bin kein SĂ€nger, habe aber mit vielen verschiedenen SĂ€ngern zusammengearbeitet, wobei etliche mehr oder weniger schnell wegfielen, weil sie eben nicht mit ihrer Stimme umgehen konnten (und auch nicht einsahen, dass man sich so etwas beibringen lassen "sollte"). Entsprechend kenne ich auch SĂ€ngerInnen, die technisch alles draufhatten und sich dann um Ausdruck kĂŒmmern konnten. Keine(r) davon kam ohne Gesangsunterricht aus.

Es ist aber auch mĂŒĂŸig, das FĂŒr und Wider von Gesangsunterricht durchzukauen, weil @Sundaymood sich ja schon zu Gesangsunterricht entschlossen hat :prost: .
 
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MMn muss man nicht zwangslĂ€ufig Gesangsunterricht nehmen, wenn man lediglich hin und wieder zum Spaß im Park oder in einer Karaoke-Bar singen möchte,
Ich wĂŒrde dir zustimmen, wenn du geschrieben hĂ€ttest "unter der Dusche" oder "im Auto". Aber bereits im Park sieht das doch schon ganz anders aus. Ich kann mich erinneren: bei uns gab es mal einen Strassen"musiker" der in einer begangenen UnterfĂŒhrung ein seltsames kleines Saiteninstrument misshandelte und dazu versuchte zu "singen". :eek: Bewundernswert war einzig seine Ausdauer, eingenommen hat er natĂŒrlich nie was, die Leute sind immer ganz schnell an ihm vorbei gerannt, haben das Gesicht verzogen und ich konnte jeweils nur knapp das BedĂŒrfnis unterdrĂŒcken mir die Ohren zu zuhalten. So was wĂŒnscht man im Prinzip ja niemandem!

Zudem hat @Sundaymood wohl auch etwas andere Ziele:
Ich hatte schon vor einen Chor mit gewissen Anspruch zu suchen, und eben einen solchen, wo man auch Soloparts hat.

aber natĂŒrlich kann es hilfreich sein, damit man schneller voran kommt.
Ich sehe das wie @soundmunich:
MMn ist Gesangsunterricht nicht nur hilfreich, sondern essenziell, wenn es um Atemtechnik und Stimmbeherrschung geht.
Wenn gewisse Grundlagen, wie vermutlich bei den meisten, nicht naturgegeben sind, kommt man nicht drum herum, diese unter Anleitung zu lernen. Sonst zwingt man der Stimme einen komplett falschen Weg auf, der ĂŒber kurz oder lang vermutlich in Frust endet. V.a. dann, wenn man noch etwas andere Ziele hat, als nur ein Unter-der Dusche-SĂ€nger zu sein!
 
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Ich kann mich erinneren: bei uns gab es mal einen Strassen"musiker" der in einer begangenen UnterfĂŒhrung ein seltsames kleines Saiteninstrument misshandelte und dazu versuchte zu "singen". :eek: Bewundernswert war einzig seine Ausdauer, eingenommen hat er natĂŒrlich nie was, die Leute sind immer ganz schnell an ihm vorbei gerannt, haben das Gesicht verzogen und ich konnte jeweils nur knapp das BedĂŒrfnis unterdrĂŒcken mir die Ohren zu zuhalten. So was wĂŒnscht man im Prinzip ja niemandem!
Also in Berlin wĂŒrde er vermutlich trotzdem Geld bekommen - und sei es, damit er endlich mit dem Gejaule aufhört :ROFLMAO:

Auf dem Weihnachtsmarkt hier im Ort war im Dezember auch so ein Talent, der versucht hat, auf einer Trompete Weihnachtslieder zu spielen.
Alter Schwede, so viel GlĂŒhwein kannste gar nicht exen, um dieses tw. wirklich schiefe Getute zu ertragen :LOL:
Aber der Typ war auch konsequent und schmerzbefreit...

Noch mal zur ErlÀuterung:
Das Treffen der richtigen Töne und das TaktgefĂŒhl kann man mMn auch zu Hause ĂŒben, indem man halt immer wieder singt, sich das anhört und das solange weitermacht, bis man den Dreh raus hat. :)
 
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vielleicht mal Straßenmusik machen
Da wĂŒrde ich mal vorher zumindest noch ein paar Stunden GU nehmen.
in einem guten Chor singen
Gute Idee, das bringt immer was. Auf dem Niveau um in einem Chor mitzusingen bist du auf jedenfall und es wird Dich definitiv weiterbringen,
Karaoke im Mauerpark
Das geht immer, egal wie gut oder schlecht Du bist. Geht ja vorallem um die Gaudi! Nur Mut!
Bisher traue ich mich gar nicht vor Leuten zu singen
Hier ist Karaoke eine gute Gelegenheit das mal zu probieren und Dich dran zu gewöhnen.

Bisher hab ich auch noch nie Gesangsunterricht gehabt. FĂŒr 2026 hab ich mir aber vorgenommen das endlich mal zu Ă€ndern
Auch eine sehr gute Idee! Es lohnt sich fĂŒr Dich auf jedenfall! IMHO ist das Potential dafĂŒr da das Du schnell vorrankommst und auch ein gutes Niveau erreichst.

Dann kannst Du Dich auch mal an Straßenmusik wagen.

Viel Erfolg und halte uns auf dem laufenden wie es sich bei Dir eintwickelt!
 
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Mitgenommen habe ich aber in jedem Fall, dass ich Verbesserungsbedarf habe, dies am besten durch professionelle Hilfe, das Quando nichts geworden ist und Mein Freund der Baum besser, dass es da aber auch insgesamt an den Tönen hapert.
Hilfreich kann auch sein, sich die Töne und Intervalle z.b. auf einem Keyboard (oder einer App auf dem Smartphone) vorzuspielen und stimmlich zu treffen.
Um das Timing zu verbessern, wĂŒrde ich das Lied (oder Teile davon) zunĂ€chst verlangsamt singen, vielleicht auch zu einer selbst gespielten (einfachen) Begleitung oder einfach zu einem Metronom.
 
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mit Unterricht beginnen werde.
Sehr gut. Das hÀtte ich auch empfohlen.

Da lernst du erstmal die Grundlagen, wie Atmung und Stimme funktioniert, wie man einen Ton trifft, einen Ton hÀlt, laut singen, leise singen. Alles andere kann sich dann hoffentlich entwickeln.
Du hast dich mit deinen Aufnahmen vorgewagt. Das finde ich super, eigentlich war das der dritte Schritt vor dem ersten. Insofern ist auch klar, dass so einiges nicht so auf den Punkt ist. Ich wĂŒnsche dir fĂŒrs singen alles Gute und immer Freude an der Musik.
 
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Ich werde Gesangsunterricht nehmen, im Chor singen und Straßenmusik machen. Das hab ich mir ganz fest vorgenommen, und will da auch an mich, bzw die Möglichkeit Fortschritte mit Hilfe zu machen, glauben.
Ja, das ist die richtige Einstellung, wie ich finde!

Ich denke, dass man singen lernen kann.
Definitiv. Wie jedes Instrument.

Die meisten hĂ€ngen eher an der Überzeugung, daß es Talent sei.
Aus der Talentforschung weiß man inzwischen, dass es entscheidend ist, wie lange und intensiv man sich einer Sache widmet. Nur die (fiktive Zahl) letzten 10 oder 20 % einer Spitzenleistung macht das Talent. Jemand, der KEIN Talent hat, aber regelmĂ€ĂŸig und viel ĂŒbt oder (im Sport) trainiert, der kommt weiter als jemand, der Talent hat und ein fauler Hund ist.

Ich hoffe ich krieg das bald hin mit dem Grsangstraining - dann werde ich in ein paar Monaten bestimmt noch mal was posten! 🙂
Die Stimme braucht Zeit, sich zu entwickeln. Das geht nicht von heute auf morgen. So wie bei einem Sportler, der das Trainieren anfÀngt, braucht der Körper Zeit, sich zu entwickeln. Also einfach dran bleiben und sich nicht entmutigen lassen, wenn es nicht ganz so schnell geht, wie erhofft!

Ich bin gespannt, was draus wird.

Mag sein, dass Du noch nicht singen kannst. Aber Du kannst es lernen.
 
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Ich bin sprachlos... was um alles in der Welt geht hier ab?

Also da stellt jemand eine "Gesangsprobe" ein wie diese:


Bekommt allen Ernstes Antworten wie diese:

Im Chor sehe ich Dich nach den Aufnahmen nicht.... [ *snip*] Perlen vor die SĂ€ue.
Also Rhythmik sitzt schonmal ganz gut, Töne sind nicht schlecht getroffen (y)
und es geht ja grad so weiter.

Also meiner Meinung nach trollt hier jemand und lacht sich schlapp ĂŒber die Reaktionen oder hat eine vollkommen verschobene Wahrnehmung von den eigenen FĂ€higkeiten. Letzteres ist mir schon mehrfach begegnet und ist dann bei genauerer Betrachtung nur eine von vielen persönlichen "Baustellen". Das ist dann nicht mehr lustig und - wie ich weiter vorne schon schrieb - ein Umstand, der SensibiltĂ€t und Akzeptanz aber auch eine neutrale, ehrliche Einordnung erfordert.

Und vielleicht bin gerade ich bei dieser Thematik besonders sensibilisiert, denn diese persönlichen Baustellen habe ich ja auch. Und das war fĂŒr mich auch der Grund, mich hier in einem "Musikerforum" anzumelden. Denn ich wollte fĂŒr mein ziemlich bescheidenes Gitarrespiel ein echtes, professionelles Feedback.
Ich hab manchmal Hölle-Schmerzen beim Üben und ĂŒbe weiter, ich hab Phasen, da geht Wochenlang gar nix und kann es kaum erwarten wieder anzufangen, ich hab viel zu kurze Arme, kann die Gitarre nicht mal ohne Hilfsmittel halten, dann tĂŒftel und bastel ich um mir diese Hilfsmittel zu realisieren. Den ganzen anderen Mist, mit Depressionen, Demoralisierung, das GefĂŒhl, dass ich es "niemals schaffen werde" und... will es doch so sehr.

Denoch bemĂŒhe ich mich, niemals den Fokus aus den Augen zu verlieren und der liegt einfach auf einer - fĂŒr mich erreichbaren - QuailtĂ€t. Ich selber bin mein schĂ€rfster Kritiker.
Da hilft mir ein noch so gut gemeintes "Aufmuntern" ĂŒberhaupt nicht und hĂ€tte mir irgendwann mal jemand gesagt "Lass es. Du kannst nicht Gitarre spielen. Du bist total unmusikalisch, du hast keinerlei RhythmusgefĂŒhl, das ist totaler Mist!"... ich glaub ich wĂ€re sogar dankbar gewesen. Ist aber in meinem Fall niemals passiert. FĂŒr mich völlig unverstĂ€ndliches Lob wie "Dich wĂŒrd ich sofort in meine Band aufnehmen", etc. allerdings zu hauf.

All das gehört dazu, wenn man jemandem rĂ€t: "Übe mal fleissig, dann wird das schon". Denn RatschlĂ€ge können manchmal auch einfach nur SchlĂ€ge sein und "gut gemeint" ist oft das Gegenteil von gut.

Den Boden unter den FĂŒssen nicht zu verlieren, ist fĂŒr mich elementar wichtig. Es ist die Basis, der Rahmen, der notwendig ist, um zu ĂŒberleben und gerade hier kann das falsche Feedback toxisch sein, wenn man sich daran orientiert.

Wir sind hier in einem Fachforum fĂŒr Musiker und ich erwarte hier einen gewissen Grundkonsenz, ab wann es ĂŒberhaupt Sinn macht, sich mit der Musik zu beschĂ€ftigen und sollte das nicht der Fall sein, das dann auch so zu kommunizieren. DAS ist es, was hilfreich ist.
 
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Vielen Dank fĂŒr alle RĂŒckmeldungen. Ich antworte morgen auf Weiteres hier aus dem Thread, da ich immer schnell ein bisschen ĂŒberfordert bin von ausgedehnter schriftlicher Kommunikation.

Nur die (fiktive Zahl) letzten 10 oder 20 % einer Spitzenleistung macht das Talent. Jemand, der KEIN Talent hat, aber regelmĂ€ĂŸig und viel ĂŒbt oder (im Sport) trainiert, der kommt weiter als jemand, der Talent hat und ein fauler Hund ist.
Danke dir sehr fĂŒr deine ermutigend Worte - ich sehe das auch so! Letztlich will ich ja auch keine ProfisĂ€ngerin werden, sondern finde es allgemein toll mich in unterschiedlicher Weise auszudrĂŒcken. Mir wĂŒrde schon reichen 'gut' zu werden.

Du hast dich mit deinen Aufnahmen vorgewagt. Das finde ich super, eigentlich war das der dritte Schritt vor dem ersten. Insofern ist auch klar, dass so einiges nicht so auf den Punkt ist. Ich wĂŒnsche dir fĂŒrs singen alles Gute und immer Freude an der Musik.

Ja, danke dass du es so siehst. Ich hatte den Schritt schon fast bereit. Jedoch denke ich, dass diese geholfen hat mein Anliegen Unterricht zu suchen konkreter werden zu lassen. Vielen Dank fĂŒr deine freundlicheb WĂŒnsche!


Hilfreich kann auch sein, sich die Töne und Intervalle z.b. auf einem Keyboard (oder einer App auf dem Smartphone) vorzuspielen und stimmlich zu treffen.
Um das Timing zu verbessern, wĂŒrde ich das Lied (oder Teile davon) zunĂ€chst verlangsamt singen, vielleicht auch zu einer selbst gespielten (einfachen) Begleitung oder einfach zu einem Metronom.

Den Tipp ein Metronom zur Hilfe zu nehmen finde ich gar nicht schlecht! Ich hatte heute eine Aussage gehört, dass man auch möglichst nicht nur Lieder mitsingen soll. Das Mitsingen sei wie eine Art StĂŒtze, die verhindert, dass man selbst seine Stimme fĂ€nde. Vielleicht passt das thematisch zusĂ€tzlich zum Singen mit Metronom (ich mag Metronome auch schlicht).


Da wĂŒrde ich mal vorher zumindest noch ein paar Stunden GU nehmen.

Bin ich echt deiner Meinung.
Das geht immer, egal wie gut oder schlecht Du bist. Geht ja vorallem um die Gaudi! Nur Mut!

Immer wenn ich da war, waren da auch fast nur so Super-Talente. Aber klar, es geht schon auch um den Spaß... 😅😁

Auch eine sehr gute Idee! Es lohnt sich fĂŒr Dich auf jedenfall! IMHO ist das Potential dafĂŒr da das Du schnell vorrankommst und auch ein gutes Niveau erreichst

Vielen lieben Dank. 😊
 
Dass mit "Musiker" hier nicht ausschließlich professionelle Musiker gemeint sind und im Forum unterwegs sind, sollte doch eigentlich klar sein.
Wir sind hier in einem Fachforum fĂŒr Musiker und ich erwarte hier einen gewissen Grundkonsenz, ab wann es ĂŒberhaupt Sinn macht, sich mit der Musik zu beschĂ€ftigen und sollte das nicht der Fall sein, das dann auch so zu kommunizieren. DAS ist es, was hilfreich ist.

Du möchtest also entscheiden, wann jemand sich mit Musik beschÀftigen sollte und wann nicht? Schwierig ...
Wer sagt, dass die OP nicht irgendwann mal zB auf die Gitarre wechselt?

Jede(r) hat nun mal andere Voraussetzungen von der Natur und vom Elternhaus usw. mitbekommen. Und deshalb startet jeder auf einem anderen Niveau.
NatĂŒrlich sollte man nicht ĂŒber den grĂŒnen KLee loben und keine unrealistischen Erwartungen wecken. Ich wĂŒrde aber niemals jemandem, der/die Lust hat, sich mit Musik zu beschĂ€ftigen, das absprechen.

Deshalb finde ich auch fĂŒr die OP Unterricht essentiell, autodidaktisch bringt hier nix, das ist aber ja lĂ€ngst so entschieden.
 
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Den Boden unter den FĂŒssen nicht zu verlieren, ist fĂŒr mich elementar wichtig. Es ist die Basis, der Rahmen, der notwendig ist, um zu ĂŒberleben und gerade hier kann das falsche Feedback toxisch sein, wenn man sich daran orientiert.

Deine Geschichte ist nicht meine Geschichte. Ich habe stark den Eindruck, dass du etwas in mich hineinprojezierst. Du darfst bitte akzeptieren, dass ich eine lebende Person hin - nur weil du etwas nicht verstehst, macht mich das nicht zu einem Troll oder etwaiges.

RatschlĂ€ge die hier von Usern gemacht wurden, hast du wirklich gelesen? Die bestanden vorderrangig durchaus nicht aus ĂŒberschwenglichem Lob.

Wenn ich jetzt gar nicht Gitarre spielen könnte, wĂŒrdest du sagen, das sei toxisch, weil mich jemand ermutigt Unterricht zu nehmen? Oder lass es Flöte oder Mundharmonika sein. Warum zu Himmel droht mir dadurch ein Problem? Ich verstehe deinen Punkt ehrlicherweise nicht. Was kann denn die schlimmste Konsequenz sein, wenn ich ein Instrument ĂŒbe, das ich bisher nicht beherrsche?

Was wahrscheinlich passieren kann wenn ich weitersinge ohne professionelle Hilfe (und nachdem ich seit einigen Jahren viel singe, werde ich es wohl kaum lassen): Ich bekomme Polypen auf den StimmbĂ€nder oder noch Schlimmeres. Ich hatte schon mal eine HalsentzĂŒndung vom Singen. Und nein, das ist kein Scherz! Ich meine das so... Ich singe eben zuhause viel, und will das beibehalten können. Völlig unabhĂ€ngig von meinen Ambitionen.
Gesangsunterricht ist schon allein deshalb keine dummen Idee.
 
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Also meiner Meinung nach trollt hier jemand und lacht sich schlapp ĂŒber die Reaktionen oder hat eine vollkommen verschobene Wahrnehmung von den eigenen FĂ€higkeiten.

Du warst in deutlich trolligeren und hoffungsloseren FĂ€llen schon mal nachsichtiger. ;)

BTW: Nein, ich habe dich nicht gestalkt, um dich zu "ĂŒberfĂŒhren". Eigentlich war ich nach deiner interessanten Story neugierig auf eine Gitarren-Hörprobe, dabei bin ich zufĂ€llig auf den alten Thread gestoßen. Den YT-LInk in der Sig habe ich erst danach entdeckt.

Topic:
Am Ende liegt die Wahrheit wohl in einer Mischung aus allem: Ich fĂŒr meinen Teil glaube nicht daran, dass jeder Singen lernen kann wie jedes andere Instrument auch. Ich glaube auch nicht, dass Gesangsunterricht der einzig sinnvolle und gangbare Weg zum Ziel ist. Die Ikonen der 60er und 70erjahre – ĂŒberwiegend Autodidakten – sprechen eine andere Sprache. Das waren letztendlich die Vorbilder der spĂ€teren Gesangslehrer.

Aber ich glaube, dass man – bis zu einem gewissen Niveau – mit GU und Gehörtraining was dazulernen kann. Wann dieses Niveau erreicht ist, ist dann wiederum individuell. In diesem Fall höre ich zumindest schon mal eine "Stimme". Dass viele Töne nicht getroffen wurden, kann unterschiedlche GrĂŒnde haben. Meiner bescheidenen Meinung nach, lĂ€sst @Sundaymood einfach gern mal "die Pferde durchgehen". Möglicherweise macht ihr zur Zeit genau das am Singen Spaß. Bei Quando Version I hat sie nach Lust und Laune noch völlig neben der Spur gesungen, bei Version II passte schon deutlich mehr. Es gibt also nachweislich Verbesserungspotential.

Daher finde ich es in diesem Fall völlig legitim und auch nicht realitĂ€tsfern, etwas Hoffnung zu machen. Ob das dann mit GU auch noch Spaß macht, steht auf einem anderen Blatt.;)

...
 
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Am Ende liegt die Wahrheit wohl in einer Mischung aus allem: Ich fĂŒr meinen Teil glaube nicht daran, dass jeder Singen lernen kann wie jedes andere Instrument auch.
Das ist eine gute und sehr interessante Frage. Vielleicht gibt es ja Methoden, aber ich kenne auch Leute, die können einfach keinen graden Ton halten geschweige denn einen treffen.
Vielleicht liegt das auch am Gehör, vielleicht auch am Training - keine Ahnung.

@Perkeo s Reaktion kann ich schon auch irgendwie nachvollziehen, zumindest bei einigen der Aufnahmen klingt es schon mÀchtig schrÀg.
Von daher wollte ich jetzt auch nicht zu sehr auf Dir rumhacken, @Perkeo ;) .- Habe ĂŒbrigens auch mal in Deine Signatur geschaut und mir Joe Satriani - Just Look Up angehört - sehr schön, geht mir ans Herz.

Ich finde immer, man sollte offen sein und probieren, aber auch einkalkulieren, dass es vielleicht nicht so geht, wie man es sich in seinen TrĂ€umen vorgestellt hat - so what, ABER dann hat man eben was ĂŒber Musik gelernt und kommt vielleicht auf ganz andere Ideen, die man vorher nicht hatte!
Zum Beispiel entdeckt man vielleicht, dass man ein gutes RhythumusgefĂŒhl hat und kommt aufs Schlagzeug, oder orgelt, basst oder was weiß ich. Oder man hört ganz andere Sachen in MusikstĂŒcken raus, geht auf coolere Konzerte, lernt Leute kennen ...
 
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Ich hab in meinem ganzen langen Leben zwei Leute kennen gelernt, die wirklich ĂŒberhaupt nicht singen können. Die liegen immer eine Terz drunter. Die eine weiß es wenigstens und singt gar nicht erst. 😁
Aber auch nicht gelungen eine Terz,nur so ungefÀhr.
Ich glaub, bei denen ist das, dass Hör VerstÀndnis
 

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