Ich PERSÖNLICH kann von den MPC-Geräten nur abraten. Ich habe mir vor kurzem eine gebrauchte MPC-500 besorgt, um im Batteriebetrieb in Bus und Bahn, beim Zelten oder beim Grillen mal eben ein Bisschen rumspielen zu können. Ich habe jede Menge Samples draufgepackt, sogar fertige Sample-Setups gekauft und mich richtig fett auf die Arbeit mit DER Groovebox schlechthin gefreut. AAAAAABER dann: Abgesehen von der etwas gewöhnungsbedürftigen Menüführung fand ich die Pads schlicht und einfach grottenschlecht. Man muss so feste draufhauen, dass ein nuancenreichen Spiel einfach unmöglich ist. Ich habe das für einen Fehler des Geräts gehalten, dat Dingen zurückgegeben und mir eine brandneue gekauft. Ende vom Lied: auch die neue MPC war mir extreeeeeeeem viel zu stramm auf den Pads. Wenn ich einen längeren Groove einspielt habe, taten mir die Finger tierisch weh! (Ja, ich weiß: Ich bin ein Weichei, aber sind wir Tastenleute das nicht alle irgendwie?

)
Die Einstellungen für die Anschlagstärke hat auch nicht wirklich etwas gebracht. Nach einem halben Jahr hab ich das Shietdingen verkauft, weil's mir einfach keinen Spaß gemacht hat. Ich weiß, dass die MPCs absolute Kultgeräte sind und von vielen vergöttert werden, aber die Pads sind etwas für absolute Grobmotoriker. Sehr schade. Vielleicht ist das ja bei anderen Modellen - MPC-1000 oder größer - anders, das weiß ich nicht. Vielleicht bin ich ja auch zu weich für die Montage...
Um die Frage aber nicht nur negativ zu beantworten, sondern noch eine Empfehlung für eine Groovebox auszusprechen:
Wenn man das Teil nur im Studio benutzen möchte, würde ich zu einer Softwarelösung plus Padcontroller raten. Beispiele wären NI Maschine (soll ziemlich geil sein laut Kollegen) oder die Kombination Cubase inkl. GrooveAgent plus Korg nanoPad. So etwas finde ich sehr schön flexibel.
Wenn eine rechnerbasierte Lösung ausscheidet, dann haben andere hier im Thread schon klasse Tipps gegeben, die ich nicht zu toppen wüsste. Korg, Yamaha, ach so, von Dave Smith Instruments gibt es den "Tempest", der gut sein soll, auch vom Electronics Beat Thang von Beat Kangz habe ich mal einen sehr positiven Review gelesen.
Für die Bühne oder unterwegs ohne Rechner habe ich mich übrigens zu einer ganz anderen Lösung entschlossen, mit der ich absolut zufrieden bin: Der Korg microSampler. Ich hab mir ein paar Drumsetups zusammengebastelt, dazu ein paar Standardinstrumente - Bässe, (E-)Pianos, Orgeln, Strings und Synth - und damit kann ich unterwegs prima Songs basteln, Grooves programmieren, Gitarrenlicks samplen etc.
Keine Groovebox, aber gleiche Funktion.