Groove Box

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jannu
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Ich überlege, ob ich mir eine Groove Box kaufe, aber ich hab so gut wie keine Ahnung. Wer kann mir n paar Tipps geben, was man beachten sollte, welche Marken gut sind etc. ?
 
Eigenschaft
 
1. Wie hoch ist dein Budget?
2. Kommt nur Neukauf oder auch Gebrauchtkauf in Frage?
3. Welche Klänge soll die Box drauf haben? Welche Musik möchtest du damit machen?

Wären z.B. solche Maschinchen evtl. was für dich?:

 
Ich kann dir die Akai MPC1000 empfehlen. Aber sonst bist du mit den Korg Electribe Boxen gut bedient ;-)
 
Die MPC 1K gibts zur Zeit spottbillig und mit JJOS wird das Kistchen zur Waffe.
Ein wenig teurer, aber anderer Ansatz und gute eingebaute Effekte gibts beim Octatrack.

Über die Electribes weis ich gar nichts, hab mal gelesen, dass es Korg-Typisch Kinderkrankheiten beim MIDI Sync gab. Kann aber sein, dass die inzwischen behoben sind.
 
Ich selber bin jetzt quasi per Zufall an einen Yamaha MOX6 gekommen, sprich von privat aus erster Hand gekauft, zum Preis nur unwesentlich höher als eine MPC 1000 momentan neu kostet. Ich habe das Teil zwar erst seit ein paar Tagen, denke aber, dass diese Lösung mir wesentlich mehr bieten wird als irgendeine sonstige "Groove Box". Gut, das Teil hat keinen Sampler eingebaut. D.h. eigenes Audiomaterial kann man damit nicht aufnehmen. Es gibt aber massig Sounds im internen Speicher: 355 MB; 2.670 Waveforms!... Darunter SEHR viele Drum-Sounds (auch aktuelle), Bass-Sounds, alle möglichen sonstige Instrumente, und durch Effekte kann man die Sounds weiter verbiegen. Ich bin mir sicher, dass die Effekte von Yamaha um Welten besser sein werden als z.B. die von AKAI. Der MOX6 bietet sehr viele Möglichkeiten (ok, Motifs bieten noch mehr ;-)), ist aber zugleich auch ziemlich komplex. Zumindest erscheint es mir im ersten Moment so, weil es sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt Grooves bzw. komplette Arrangements zu erzeugen (es gibt auch sehr viele vorgefertigte Sachen). Die Tastatur scheint zum Einkloppen von Drums auch gut geeignet zu sein. Macht allerdings ziemlich laute mechanische Geräusche, so dass ich zum Spielen lieber Kopfhörer nehme. Aber ok, per MIDI könnte man sogar Drum-Pads anschließen... Wer lieber nicht live spielen (Quantisierung gibt's auch), sondern programmieren möchte - Möglichkeiten dafür gibt es ebenfalls. Und was aus der Kiste letztendlich rauskommt, klingt so amtlich, dass es direkt ins Radio oder auf ein iPod kann. ;-) Vorausgesetzt, der Benutzer versemmelt es nicht. ;-) Lediglich eigene Audiotracks / Samples kann man damit nicht aufnehmen. Wer auch das in der Kiste haben möchte, müsste dann schon einen Motif mit Sampler nehmen. Wobei neue Modelle sehr teuer sind. Dafür kriegt man aber haufenweise Sounds. Nicht nur Drums, sondern auch Streicher, Gitarren usw. Für eine MPC 1000 muss man das Futter erst besorgen, und für tonal spielbare Instrumente aufwändig aufbereiten. Das kann einen unheimlich ausbremsen. In den Yamaha-Synth muss man sich allerdings wahrscheinlich länger einarbeiten. Aber im Endeffekt erscheint mir dieser Weg effektiver. Die Bedienung ist dabei zwar nicht durchgehend logisch, wird aber durch die vielen Taster und Regler sehr gut unterstützt. Mit der Zeit begreift man vielleicht sogar die zunächst unlogisch erscheinende Logik. ;-)
 
Gebrauchte Grooveboxen:

1. Vorsicht bei der Yamaha Rm1x! Da gibt es in der Regel Probleme mit durchgedrückten Tasten, die nicht mehr funktionieren und ggf. ausgetauscht werden müssen (geht nur in der Werkstatt und das wird teuer).

2. Spaß machen die alten Groove-Sample-Boxen aus der Serie "Dr. Sample" von Boss (aka Roland), also der Boss SP-202 und nachfolgende Geräte. Können nicht besonders viel, rocken aber total!
 
jannu schrieb:
Ich überlege, ob ich mir eine Groove Box kaufe, aber ich hab so gut wie keine Ahnung. Wer kann mir n paar Tipps geben, was man beachten sollte, welche Marken gut sind etc. ?
Die Infos sind etwas düftig. Welchen Musikstil würdest du damit produzieren wollen? Hast du schon Equipment? Maximales Budget???

Michael Burman schrieb:
Ich selber bin jetzt quasi per Zufall an einen Yamaha MOX6 gekommen, sprich von privat aus erster Hand gekauft, zum Preis nur unwesentlich höher als eine MPC 1000 momentan neu kostet.
Der TE hat nach einer Groove-Box gefragt. Nur weil dir der MOX gefällt, musst du ihm nicht gleich jedem empfehlen. Eine Groove-Box hat ganz andere Schwerpunkte, als eine Einsteigerworkstation. Die MPC haben z.B. ein wunderbares Groove-Timing und ihren eigenen Sound.

Ich verweise neben den schon genannten Produkten noch auf die Roland MC-Serie. Eine MC-909 wird hier getestet:
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=123

Gruß Dennis
 
Der TE hat nach einer Groove-Box gefragt. Nur weil dir der MOX gefällt, musst du ihm nicht gleich jedem empfehlen. Eine Groove-Box hat ganz andere Schwerpunkte, als eine Einsteigerworkstation.
Stimmt schon, der MOX ist keine Groove-Box. Der hat zwar sowohl fertige Grooves eingebaut, als man auch eigene erstellen kann. Auch gibt es tausende Instrumente / Sounds zum Erstellen von Arrangements. Die Bedienung wird aber wahrscheinlich nicht so schnell zu erlernen sein wie bei einer einfacheren Groove-Box. Außerdem gibt's zum Spielen halt "nur" die Keyboard-Tastatur und keine Drum-Pads. Dafür hat man aber eben viele guten Sounds wie Streicher usw. Und gute Effekte (auch Lo-Fi, um z.B. Streicher schrottiger zu machen o.ä.). Ist eben eine Workstation, die eben auch eine Groove-Box eingebaut hat. Es ist übrigens keine Einsteigerworkstation. Die Dokumentation ist auf professionellem Niveau. Alles sehr technisch erklärt. Die Möglichkeiten sind sehr umfangreich. Die Einarbeitung ist nicht einfach.

Die neuen Casio-XW-Dinger haben aber auch Groove-Box-Charakter, habe ich mitbekommen. Sind auch nochmal günstiger. Und wahrscheinlich einfacher zu erlernen.
 
Michael Burman schrieb:
Ist eben eine Workstation, die eben auch eine Groove-Box eingebaut hat.
Das hat aber fast jede Workstation seit ca. 10 Jahren. ;)

Wer nach einer Groove-Box sucht, möchte vielleicht gar nicht das ganze Zeugs einer Workstation. "Less is more"
Wenn es nur um die Erstellung von "Beats" im klassichem Sinne geht, ist gerade der reduzierte Zugang der Schlüssel für Kreativität.
 
Ich finde es nicht schlecht, wenn mehrere Perspektiven beleuchtet werden. Zu einem Groove gehören m.E. auch Sachen, die besser auf einer Tastatur zu spielen sind. Bei einer Tastatur hat man allerdings wiederum nicht dieses Feeling einer Drummachine. Es sei denn die Groove-Box hat MIDI-In und ist auch sonst für den Anschluss einer MIDI-Tastatur gut vorbereitet. Leider baut Yamaha so etwas nicht mehr. Ein Nachfolger einer RS7000 wäre vielleicht ganz interessant. Wobei ich eine RS7000 nie besessen / bedient habe.
 
Mich würde jetzt nach so vielen Tips und Beiträgen interessieren: was sagt denn unser Threadstarter jannu zu allem?
 
Ich PERSÖNLICH kann von den MPC-Geräten nur abraten. Ich habe mir vor kurzem eine gebrauchte MPC-500 besorgt, um im Batteriebetrieb in Bus und Bahn, beim Zelten oder beim Grillen mal eben ein Bisschen rumspielen zu können. Ich habe jede Menge Samples draufgepackt, sogar fertige Sample-Setups gekauft und mich richtig fett auf die Arbeit mit DER Groovebox schlechthin gefreut. AAAAAABER dann: Abgesehen von der etwas gewöhnungsbedürftigen Menüführung fand ich die Pads schlicht und einfach grottenschlecht. Man muss so feste draufhauen, dass ein nuancenreichen Spiel einfach unmöglich ist. Ich habe das für einen Fehler des Geräts gehalten, dat Dingen zurückgegeben und mir eine brandneue gekauft. Ende vom Lied: auch die neue MPC war mir extreeeeeeeem viel zu stramm auf den Pads. Wenn ich einen längeren Groove einspielt habe, taten mir die Finger tierisch weh! (Ja, ich weiß: Ich bin ein Weichei, aber sind wir Tastenleute das nicht alle irgendwie? :D )

Die Einstellungen für die Anschlagstärke hat auch nicht wirklich etwas gebracht. Nach einem halben Jahr hab ich das Shietdingen verkauft, weil's mir einfach keinen Spaß gemacht hat. Ich weiß, dass die MPCs absolute Kultgeräte sind und von vielen vergöttert werden, aber die Pads sind etwas für absolute Grobmotoriker. Sehr schade. Vielleicht ist das ja bei anderen Modellen - MPC-1000 oder größer - anders, das weiß ich nicht. Vielleicht bin ich ja auch zu weich für die Montage...

Um die Frage aber nicht nur negativ zu beantworten, sondern noch eine Empfehlung für eine Groovebox auszusprechen:

Wenn man das Teil nur im Studio benutzen möchte, würde ich zu einer Softwarelösung plus Padcontroller raten. Beispiele wären NI Maschine (soll ziemlich geil sein laut Kollegen) oder die Kombination Cubase inkl. GrooveAgent plus Korg nanoPad. So etwas finde ich sehr schön flexibel.

Wenn eine rechnerbasierte Lösung ausscheidet, dann haben andere hier im Thread schon klasse Tipps gegeben, die ich nicht zu toppen wüsste. Korg, Yamaha, ach so, von Dave Smith Instruments gibt es den "Tempest", der gut sein soll, auch vom Electronics Beat Thang von Beat Kangz habe ich mal einen sehr positiven Review gelesen.

Für die Bühne oder unterwegs ohne Rechner habe ich mich übrigens zu einer ganz anderen Lösung entschlossen, mit der ich absolut zufrieden bin: Der Korg microSampler. Ich hab mir ein paar Drumsetups zusammengebastelt, dazu ein paar Standardinstrumente - Bässe, (E-)Pianos, Orgeln, Strings und Synth - und damit kann ich unterwegs prima Songs basteln, Grooves programmieren, Gitarrenlicks samplen etc.
Keine Groovebox, aber gleiche Funktion.
 
Wenn man das Teil nur im Studio benutzen möchte, würde ich zu einer Softwarelösung plus Padcontroller raten. Beispiele wären NI Maschine (soll ziemlich geil sein laut Kollegen) oder die Kombination Cubase inkl. GrooveAgent plus Korg nanoPad.
Das Konzept hat sich AKAI auch schon abgeschaut: MPC Renaissance. :D
 
Das wäre für mich dann aber der falsche Pad-Hersteller :eek:

(Nein, im Ernst: Ich kann die MPC-Pads nicht tutti kompletti verdammen, weil ich sie schlicht und einfach zu wenig kenne. Ich kann wirklich nur für die 500er sprechen. Die anderen MÜSSEN eigentlich toll sein, sonst würden nicht so viele Beat-Schrauber auf die Dinger abfahren.)
 
Eine Anmerkung: Eine MIDI-Tastatur bietet 127 Velocity-Stufen. Drum-Pads bieten oft nur 8 Velocity-Stufen. Das müsste man dann in den technischen Daten des jeweiligen Geräts nachschauen. Wobei man bei der Groove-Programmierung die Werte lieber doch im Editor als Zahlen angibt. Und da unterstützen die meisten Geräte (bzw. Software) dann doch wieder die volle MIDI-Auflösung.
 

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