2 polnische Juden

von Pg, 14.03.06.

  1. Pg

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    Erstellt: 14.03.06   #1
    hi
    ích soll zur dem teil "2 pol. Juden" von Bilder einer ausstellung, das aus 3 Teilen besteht(arm,reich und arm/reich) jeweils folgendes zuordnen:
    Tonart:
    Melodik:
    -Tonhöhe
    -Ambitus
    -Intervalle
    Rhythmus:

    Ich weiss nur, was tonart ist und weiss auch schon so ungefähr, wie ich das bestimmen kann. aber was sind die anderen? was könnte ich zum beispiel schreiben? wie erkenne ich sie an den Stück?:confused:

    danke im voraus
     
  2. Mico

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    Erstellt: 14.03.06   #2
    Mit dem Stück "2 polnische Juden" meinst du wahrscheinlich den Satz "Samuel Goldenberg und Schmuyle". Auf dem Bild von Hartmann, nach dem die Musik komponiert wurde, ist ein dicker reicher und ein abgemagerter armer Mann zu sehen. Dementsprechend gibt es zwei unterschiedliche Melodien im Stück, die im dritten Teil gleichzeitig gespielt werden (eine in der linken, eine in der rechten Hand).
    Jetzt möchte dein Lehrer wohl wissen, wie dick/reich und dünn/jammernd/arm von der Musik dargestellt werden. Dazu kann man sich u.a. ansehen, wie die beiden Melodien aussehen. Fällt dir beim angucken der Noten schon was auf?

    Ein "Intervall" ist der Abstand zwischen zwei Noten. Mit "Ambitus" ist der Tonumfang einer Melodie gemeint, also das Intervall zwischen tiefstem und höchsten Melodieton.
    Naja und "Rhythmus" ist eben der Rhythmus also die zeitliche Komponente der Musik (Verhältnis der Notenwerte zueinander).

    Gruß,
    Mico
     
  3. Pg

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    Erstellt: 16.03.06   #3
    ich würde das erste so ausfüllen,also den Teil von Samuel( hoffe du hast die stücke):
    Tonart:b-moll
    Melodik:
    -Tonhöhe:? was ist das ?
    -Ambitus:violin:sexte bass:sexte
    -Intervalle:Quinte,Sekunde,prime,terz
    Rhythmus: sf ( ist mit rhythmus vielleicht geschwindigkeit gemeint)

    kannst du mal die eingetragenen, bitte, überprüfen und sagen, wie das andere geht?
     
  4. Mico

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    Erstellt: 16.03.06   #4
    b-Moll stimmt.
    Die Tonhöhe ist, wie der Name schon sagt, die Höhe der Noten. Was genau ist dir da unklar?
    Im ersten Teil spielen linke und rechte Hand dieselbe Melodie im Oktavabstand. Der tiefste Ton in der rechten Hand (Violinschlüssel) ist ein kleines a, der höchste ist ein b'. Das Intervall zwischen diesen Tönen ist keine Sexte.

    Die verwendeten Intervalle, die du aufgelistest hast, stimmen.

    Der Rhythmus einer Melodie ist die Folge der verwendeten Notenwerte. Wenn man die Tonhöhe vernachlässigt, bleibt der Rhythmus übrig. Also wenn Du die Noten der Melodie klopfst oder auf einer Trommel spielst, hörst du den Rhythmus. Den kann man auch ohne Notenlinen aufschreiben, weil's ja keine Tonhöhen gibt.
    Die Geschwindigkeit eines Stücks bezeichnet man als "Tempo" und das steht meistens in Form von italienischen Bezeichnungen über den Noten, z.B. Adagio, Andante, Moderato usw.
    Hat euer Lehrer noch etwas geauer beschrieben, was ihr genau machen sollt? Es macht ja wenig Sinn, den Rhythmus nochmal abzuschreiben. Geht's eventuell um besondere Merkmale oder charakteristische Teile?
     
  5. yamcanadian

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    Erstellt: 16.03.06   #5
    Hab das Stueck jetzt nicht mehr im Kopf aber denke es ist die Frage welche Notenwerte dominieren - koennte mir jetzt vorstellen dass der Reiche ein bisschen schneller auf den Beinen ist als der Arme, aber hab's wie gesagt nimmer im Kopf
     
  6. Pg

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    Erstellt: 16.03.06   #6
    Tonart:b-moll
    Melodik:
    -Tonhöhe:?
    -Ambitus:violin:neun bass:neun
    -Intervalle:Quinte,Sekunde,prime,terz
    Rhythmus: sf

    ist rhytmus richtig? ich weiss noch immer net, was tonhöhe ist und wie ich sie bestimme.
     
  7. Mico

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    Erstellt: 16.03.06   #7
    Was soll "sf" für ein Rhythmus sein? "sf" in den Noten bedeutet "sforzato" und meint, dass die Note, an der es steht, betont werden soll. Das hat nichts mit dem Rhythmus zu tun.
    Rhythus ist ungefähr das, was ich oben geschrieben habe.

    Warum werden Noten in einem Notensystem auf unterschiedlichen Linien oder Zwischenräumen notiert? Warum schreibt man sie nicht wie Buchstaben in einem Wort alle direkt nebeneinander? Weil Noten eine "vertikale Komponente" (die Tonhöhe) besitzen. Was ist daran unklar?
     
  8. Pg

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    Erstellt: 16.03.06   #8
    kannst du mir mal sagen, was bei samuel rhytmus und tonhöhe ist, damit ich das verstehe.
     
  9. Mico

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    Erstellt: 16.03.06   #9
    Das hängt davon ab, wie die Aufgabenstellung genau lautet.
    Ich würde z.B. folgende characteristische Merkmale erwähnen (nur ein Ausschnitt):

    - auftaktig mit kurzen 64stel-Auftakten (Quintsprung aufwärts)
    - viele unterschiedliche Notenwerte (von Vierteln bis 64steln inkl. Triolen und Punktierungen fast alles dabei)
    - viele kurze eingestreute Pausen nach Motiven und Phrasen

    - Melodie besteht aus mehreren kurzen Abschnitten, die sich zunächst aufwärts gleich wieder abwärts bewegen
    - Alt- bzw. Basslage
    - alle Töne der b-Moll-Tonleiter kommen vor
    - viele Tonleiterausschnitte

    Der Schmuyle-Teil unterscheidet sich davon völlig.
     
  10. Pg

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    Erstellt: 17.03.06   #10
    also beim Rhytmus hat unsere Lehrerin "sf" geschrieben. SIe hat gemeint, dass das "subito forte" heisst und " plötzlich laut" bedeutet.

    Also was es ist nun? ist es falsch oder net?
     
  11. Mico

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    Erstellt: 17.03.06   #11
    Es ist falsch. Lautstärke (Dynamik) hat nichts mit dem Rhythmus zu tun.
     
  12. HëllRÆZØR

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    Erstellt: 17.03.06   #12
    Wieso hat 'sf' nichts mit dem Rythmus zu tun?
    In erster Linie betrifft es natürlich die Lautstärke (Dynamik),
    aber der Rythmus entsteht doch durch Betonungen und Hervorhebungen.
     
  13. Mico

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    Erstellt: 17.03.06   #13
    Das ist Definitionssache. Streng genommen wird der Rhythmus nur von den Notenwerten und dem zurgrundeliegenden Metrum bestimmt. Ggf. kann man durch Artikulationsangaben, z.B. Akzenten, metrische Verschiebungen erzeugen. Diese werden dann aber oft häufiger wiederholt.
    Ein sforzato ist kein Artikulationszeichen sondern eine Dynamikangabe, die dann verwendet wird, wenn ein isolierter Ton oder ein Akkord plötzlich lauter angespielt werden soll. Der Rhythmus wird davon nicht beeinlusst, sondern eher der Ausdruck oder Stimmung des Stücks.
    In dem hier angesprochenen Satz aus "Bilder einer Ausstellung" werden zwei Zieltöne eines kurzen Motivs hervorgehoben, die vermutlich die Behäbigkeit eines dicken Mannes unterstreichen sollen. Wenn man die sforzati weglässt bleibt immer noch der gleiche Rhythmus übrig.
     
  14. Pg

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    Erstellt: 18.03.06   #14
    Zweimal den gleichen Beitrag(gelöscht)
     
  15. Pg

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    Erstellt: 18.03.06   #15
    den zweiten Teil kann ich net lösen.
    beim letzten Teil (als sich der reiche und der Arme streiten) folgendes:
    Tonart: b-moll
    Melodik:
    -Tonhöhe
    -Ambitus: Violin:17 Bass:19
    -Intervalle: Terz, Sekunde,Prime
    Rhythmus: mf

    Eine Frage zu den Intervallen: Im ersten und zweiten Takt kann man die Intervallen leicht bestimmen. Aber was ich mit den restl. Takten? dort stehen die Noten übereinander bzw. untereinander. Muss ich da den Abstand der Noten untereinander bzw. übere. zählen oder wie soll ich es machen?
    Ansonsten: Könnt ihr meine Ergebniss prüfen? Den teil mit den Armen mache ich net, weil es zu kompliziert ist und komisch. Wir werden es dann im Unterricht vergleichen.

    danke
     
  16. Mico

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    Erstellt: 18.03.06   #16
    Ich denke, euere Lehrerin möchte mit euch besprechen, auf welche Weise die menschlichen Unterschiede der beiden Männer musikalisch dargestellt werden. Im Prinzip passiert das durch zwei sich völlig voneinander unterscheidende Themen (oder Melodien, je nachdem wie ihr das im Unterricht genannt habt). Die musst Du auch erst mal getrennt voneinander untersuchen. Im zweiten Teil liegt das Thema in der Oberstimme (das mit den Triolen und den vielen Tonwiederholungen) und wird von ein paar Akkorden begleitet (die könnte man wohl erst mal ignorieren).

    Im dritten Teil ist ein Thema in der linken (unteres System) und eins in der rechten Hand. Beide werden in Oktaven verdoppelt um einen dickeren Klang zu bekommen. Zur Bestimmung der Intervalle musst du hier die Oktavverdopplung ignorieren, also z.B.nur die obersten Noten der beiden Themen ansehen. Das Schmuyle-Thema hat im 3. Teil einen einen kleineren Ambitus (verminderte Sexte) als das Samuel-Thema (Oktave).

    Die Tonart ist nicht leicht zu bestimmen, aber b-Moll könnte im dritten Teil hinkommen.

    Wie schon vorher mehrmals geschrieben: sf (sforzato, nicht "subito forte") und mf (mezzo forte) sind kein Rhythmus sondern Dynamikangaben. Um den Rhythmus zu beschreiben müsstest Du z.B. sowas wie
    • Schmuyle: kleine punktierte und triolische Notenwerte, die monoton wiederholt werden (klingt hektisch und etwas nervig)
    • Samuel: größere und mehere unterschiedliche Notenwerte, kein starres Wiederholen einer bestimmten Notenwertfolge
    schreiben.
     
  17. Pg

    Pg Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.06   #17
    vielleicht habe ist das sf akkustisch von der Lehrerin nicht rictig verstanden. ich glaube auch irgendwie, dass ich sforzato gehört habe. Ich bin auch Lateiner und habe deswegen einfach für das s-subito eingefügt, weil ich dachte, dass es meine Lehrerin meinte und zweitens wweil das plötzlich heisst.
    Aber ich glaube eher, dass meine L. sforzato gesagt hat.
    stimmen die Ambitus und wie muss ich es mit den Intervallen machen? darf ich auch die Noten die übereinander stehen und untereinander die Intervalle abzählen?
    danke
     
  18. Mico

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    Erstellt: 18.03.06   #18
    subito forte gibt es in der Musik auch. Das steht dann direkt so ausgeschrieben in den Noten. Der einzige Unterschied zum sforzato besteht darin, dass sf nur für die Note bzw. den Akkord gilt, an der/dem es steht. Für die nachfolgenden Noten gilt dann wieder die normale Lautstärke. Bei subito forte bleibt es laut bis eine andere Dynamikangabe kommt.

    Zu dem Ambitus hatte ich schon was im letzten Post geschrieben. Der Ambitus bezieht sich immer nur auf eine Stimme, also nicht auf Akkorde. Im dritten Teil gibt es ja nur zwei Stimmen. Für diese musst du jeweils einen eigenen Ambitus ermitteln.
    Für die Intervalle gilt das gleiche. Ignoriere einfach die Oktavverdopplung der Themen und sieh dir z.B. nur die Intervalle zwischen den oberen Noten eines Systems an.
     
  19. Pg

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    Erstellt: 18.03.06   #19
    bei wievielen Tönen übereinander ist es ein akkord? bei mindestens drei?

    Ambitus:Violin:13 bass:11
    Intervalle: wie gehts mit den intervallen?
     
  20. Mico

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    Erstellt: 18.03.06   #20
    Ja, normalerweise schon (bei 3 verschiedenen Noten).

    Wie kommst du auf 13 bzw. 11? Nochmal: du musst die Oktavverdopplungen ignorieren. Z.B. im Violinschlüssel (rechte Hand) gibt es nur eine Stimme, auch wenn sich immer zwei Noten im Oktavabstand an einem Hals befinden. Das gleiche gilt für die linke Hand. Streich jeweils die unteren Noten weg und bestimm dann die Intervalle bzw. den Ambitus.

    Sieh dir in der linken und rechten Hand nur die oberen Noten an und bestimme die Intervalle zwischen den benachbarten Noten.
     
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