3 verschiedene Griffbretter: Wer hört einen Unterschied (Tonholz Blindtest)?

P.S.: Wen das Thema nicht interessiert, braucht es ja weder zu lesen noch dazu etwas zu schreiben.
Das sollte immer gelten, auch für die anderen drullzig MB-Threads, die das Thema aktuell behandeln, in Zukunft behandeln wollen, es in der Vergangenheit bereits endlos behandelt haben ;) . Leider ist aber der Mensch, am allermeisten der E-Gitarrero, so gestrickt, dass er seine Überzeugung -egal, ob nun "wahr" oder "unwahr" in den Augen aller anderen Seinesgleichen- selten für sich behalten kann :evil:.

LG Lenny
 
  • Haha
  • Gefällt mir
Reaktionen: 11 Benutzer
Warum nur, ach warum nur, tu ich da jetztetle an Carlos Valentino denken tun? :unsure:
 
Und ich denke an die allgegenwärtige "Bürokratie-Abbau" Phrase und muss lachen :ROFLMAO:
Es lebe die statistische Erhebung und der Streit über die Auswertung.

Es ist wie es bleibt.
 
Am sinnvollsten bei solchen Hörtestst zu antworten ist, zu sagen: "Ich höre DEUTLICHE Unterschiede".
Mehr sollte man nicht sagen, um sich nicht zu "blamieren".
Wer stets "große Unterschiede" hört, aber nichts weiter dazu sagt, hat stets Recht, hat sich stets sein Super-Geschultes-Gehör im Forum bewiesen, ohne sich wirklich auf "heller" oder "dunkler" festzulegen, nicht um damit mal falsch gelegen zu haben, nicht wahr?

Davon abgesehen...
Griffbrett B haben viele Leute "wärmer/dunkler/dumpfer" gehört als Griffbrett C, welches häufiger als "heller" wahrgenommen wurde.
Aber es gab auch Leute, die Griffbrett A als heller oder dunkler als Griffbrett B wahrgenommen haben.
Wie kann das sein? Einmal "heller", einmal "dunkler"...? Hören diese Leute schlecht? Haben sie kein so gut geschultes Gehör?

Oder ist es was anderes...

Die Hörbespiele waren so zwischen einer knappen Minute bis gar 2 Minuten lang.
Beim Spielen mit Fingern oder Plektren auf den Saiten, kommt es darauf an, ob alle Saiten stets gleich "intensiv" angeschlagen oder angespielt werden.

Werden an einer Stelle/Zeit/Takt der 2-Minuten-Höbeispiele zufällig mal die höheren Saiten heftiger angespielt, so erklingt der Akkord heller.
Werden an einer anderen Stelle/Zeit/Takt der 2-Minuten-Höbeispiele zufällig mal die Bass-Saiten heftiger angespielt, so erklingt der Akkord tiefer, wärmer, dumpfer.

Das ist eben der menschliche Zufalls-Faktor, der den Klangcharakter von Griffbretthölzern womöglich deutlich überlagert und übertrifft.

Je nachdem, an welcher Stelle/Zeit/Takt der Klangbeispiele man sich sein Urteil bildet, hört man es als dunkler oder heller.

Ich selber hatte mir mein Klang-Charakteristik-Urteil eigentlich nur aus den ersten paar Sekunden der Tonbeispiele gebildet.

Möglicherweise klangen die Klangbeispiele zum Ende hin oder in der Mitte eben etwas anders - gleichklingend, oder auch dunkel oder hell klingend sozusagen vertauscht gegenüber dem Anfang.

Grüße
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Material ist nicht gleich Material. Jeder Baum klingt anders und das ist kein Witz, es hängt vor allem davon ab, wie schnell er gewachsen ist. Aber was mir dieser Test zeigt ist, es ist alles vernachlässigbar und ist im Bereich des Erbsenzählens begrenzt. Zumindest was die E-Gitarre betrifft. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Hallo,:)

@relact: Echt nicht einfach. Toll gespielt! (y) Ohne so viel Effekte wäre es vielleicht einfacher/deutlicher. Was eigentlich aber auch nicht so dramatisch ist, wenn man eh fast immer mit irgendwelchen Effekten spielt, oder?:)

So,zur Sache. Gehört mit Motu M2 zu Yamaha Endstufe an passive Tanoy Reveal Nahfeldmonitore.
Ich habe nicht Sample für Sample komplett durchgehört, sondern immer einen kleinen Abschnitt angehört und dann direkt mit dem nächsten verglichen. Meine Eindrücke habe ich direkt notiert und später nicht mehr verändert.

Sample I :
A+C runder, voller, gewissermaßen wärmer als B. B im Klangbild flacher, Bässe und Höhen weniger stark ausgeprägt.

Sample II :
A ähnlich wie in Sample I. B kein Urteil (Gehirn überfordert?). C im Vergleich zu B bessere Mittelhöhen. Im Sinne von Abstimmung scharf gegen dumpf.

Sample III: Ups, habe ich wohl übersehen, sorry.

Sample IV A;B;C klingen sehr nah beieinander. Damit meine ich noch näher als vorher. Vieleicht waren meine Ohren an diesem Punkt schon etwas erschöpft?

Sample V:
C einen Hauch vor A und B in Punkto Einzelsaitenklangqualität.

Fazit: Ich bin nicht in der Lage meine gehörten Unterschiede, ja da sind Unterschiede ( ! ), einem bestimmten Griffbrettmaterial zu zuordnen.
Gäbe es nur Sample I und ich müsste mich für eine Gitarre entscheiden würde ich A nehmen. Was täte ich bekommen?

LG, Bluesbäcker
 
Die Hälse ja wahrscheinlich auch mit unterschiedlichem Gewicht und Masse, unterschiedliche Sättel, Bünde, Tuner und vielleicht auch noch der Lack. Und um es auf die Spitze zu treiben, welche Pranken umgreifen den Hals an genau welcher Stelle und wie fest. ;-) Wenn der Würger von Wolfenbüttel Gitarre spielt, das dürfte ja auch nicht ganz unerheblich sein, wenn man darüber spricht, wie denn jetzt so ein drangsalierter Hals vor sich hin schwingt? :D

Nebenbei und nur für den Humor: Ich habe mal Phil X an unserem Messestand die Hand geschüttelt. Wenn der zudrückt, dann schwingt nix mehr! Der hat echt ordentliche Paddel. Ging aber noch gut für mich aus. ;-)

Ernsthaft, was macht da jetzt wirklich etwas aus und wenn/dann mit welchen Anteilen?

Eine gewisse Neugier an dem ganzen Thema kann ich aber trotzdem schon verstehen.

Wenn/dann und bei mir selbst, aber eher aus technischer Neugier. Aber auch da doch eher nebensächlich.
Musikalisch bringt mir das doch überhaupt nichts?

Da stelle ich mir schon irgendwann die Frage: Wie wichtig ist das für mich alles?

Am Ende ist es doch eine komplexe Kette. Vom Spieler selbst und vom Plektrum, Kuppe, Fingernagel, einen guten oder einem beschissenen Tag, den Saiten, der Gitarre samt Pickups/Elektrik über das Kabel und allem was danach sonst noch so kommt.
Uns da kommt ja in der Regel noch so einiges, wenn ich mir so manche Stressbretter hier so anschaue. :D

Wenn dann womöglich alles insgesamt auch noch so klingt, wie ich mir das wünsche?
Ein fürchterlicher Gedanke, oder? ;-)

Da finde ich die gesamte Debatte, in der mitunter schon unnötig harten Form, manchmal schon recht befremdlich.

Klar, auch der Hals wird wahrscheinlich einen anteiligen Einfluss am klanglichen Gesamtergebnis haben. Was man davon am Ende der gesamten Kette tatsächlich noch wahrnimmt, das muss jeder irgendwie für sich selbst einordnen.

Was dann auf einem Open Air über die PA kommt, oder vielleicht auch, sagen wir mal über "klanglich interessant eingestelltes Zeug" bei irgendeinem mittelmäßigen einem Kneipen-Gig, das hat anteilig bestimmt ziemlich wenig mit irgendeinem Hals irgendeiner Gitarre zu tun.

Ich verwende z.B. oft einen EQ nach dem Amp. DAS hört dann wahrscheinlich jeder deutlich im 1:1 Vergleich.
Hat aber auch erstmal nichts mit "besser oder schlechter" zu tun, sondern mit meinen ganz persönlichen Vorstellungen.

Gibt es denn hier wirklich irgendjemand, der eine gut produzierte Studioaufnahme hört und dann sagt: "Ach wie geil, hör doch mal der Hals! Das muss aber ganz sicher mal eine mitteldicke Bohle aus der goldenen Zeit eines illegal geschlagenen tropischen Holzes im Amzonas gewesen sein. Mit einem dünnen Griffbrettchen obendrauf und im Abgang mit etwas Vanille?

Ich hatte und habe ja nur selbst auch relativ viele Gitarren. Kein Hals war jemals für mich jemals ein klanglicher Grund für einen Tausch. Warum auch, wenn die Gurke doch klingt?

Allerdings gestehe ich einmal einen Händler gefragt zu haben, ob er mir aus optischen und haptischen Gründen bei einer Strat gegen den Hals einer anderen tauscht. Hat er sogar gemacht. ;-)

Subjektiv zu dünn, zu breit, krasses V-Profil, die Bünde und so weiter, das kann ich natürlich nachvollziehen.
Aber sonst? Na ja, man kann man sicher gut darüber fachsimpeln.

Das alles schmälert für mich jedoch nicht die Wertschätzung des Beitrags von @relect, der sich viel Arbeit gemacht hat und vielleicht auch einfach nur mal neugierig darauf war, wie das Ergebnis denn am Ende sein mag.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben