4x12 Eigenbau / Engl Pro Cab

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Martin.Chauchet
Martin.Chauchet
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Hallo liebe Community!

ich weiss gar net wo ich anfangen soll, also probier ichs mal so:

Ich plane für April/Mai/Juni die Anschaffung eines Röhren-Topteils, einfach weil sich mein musikalischer Stil im Laufe der letzten Jahre weiterentwickelt hat und mein bisheriges Setup aus Multi-FX und Combo net mehr passt. Es soll so in Richtung Engl Powerball gehen, also um die 1500 Euro, Hard-Rock-Tauglich, 3-4 Kanäle. Aber darum geht es hier gar net ;-)

Für diesen Amp benötige ich ja in der Regel eine Box, und weil keine Lust habe, eine Box von der Stange zu kaufen, möchte ich mir diese selber bauen. Ursprünglich sollte es etwas in Richtung Marshall 1960 AV gehen, aber mir gefällt der Engl-Sound der Pro-Cabs irgendwie besser. Beide Boxen sind mit 4 Vintage 30 von Celestion bestückt, also zumindest in diesem Punkt ähnlich.

Mein aktuelles Setup besteht aus einem Korg AX3000 (welches ich dann nur noch für Hall, Mod-Effekte etc benutzen werde, FX-Loop sei dank) und *duck* einer Behringer Ultratwin Combo. Die letzten drei Jahre lang bin ich mit dieser Kombination mehr oder weniger gut gefahren (ich habe Top 40-Cover gespielt *schonwiederduck*), da ich eh direkt aus dem Korg in die PA gegangen bin und die Behringer nur als Monitor gedient hat. Aber ich schweife ab ...

Jedenfalls gefällt mir der Klang der Speaker aus der Behringer - sind immerhin Jensen JCH12-70 mit 8 Ohm, die mit einem Einzelpreis von 60 Euro schon bestimmt die Hälfte des Amp-Preises ausmachen - so dass ich diese in das Halfstack übernehmen wollte. Die restlichen beiden Plätze werden dann mit Vintage 30's, ebenfalls zu 8 Ohm, aufgefüllt.

Die Holzfrage hat sich heute nachmittag geklärt, ich kommen verhältnismäßig günstig an Multiplex mit 18,5 mm Stärke. Bei der Fertigung kriege ich bestimmt einen Deal mit meinem Bruder ans laufen, der Schreiner-Azubi im 3. Lehrjahr ist und so auch ganz gut mit Holz umgehen kann (will net behaupten, dass ich ungeschickt sei, bin gelernter Elektrotechn. Assistent). Als Hilfe werde ich wohl die Bauanleitung von Rockprojekt nehmen, auch wenn ich mit Sicherheit nicht alles übernehmen werde.

Bezüglich der Verschaltung wollte ich so vorgehen, dass ich zwei Speaker (eine Seite der Box) in Reihe schalte (also 16 Ohm Impedanz). Diese zwei werden dann über Speakon nach außen geführt, zwei Buchsen pro Seite, und können dann mit einem kurzen Kabel parallel geschlossen werden für mono oder eben nicht (für Stereo). So können dann auch zwei Boxen (falls mal eine zweite folgen sollte) insgesamt als Stereo verkabelt werden. Speakon wollte ich auf jeden Fall nehmen, weils halt eine stabilere Verbindung als Klinke ist (sowohl mechanisch als auch elektrisch). Ist das so praktikabel, oder eher unpraktisch? Habe ja nicht so die Erfahrung mit (Half-)Stacks, unser Basser hatte z.B. fette Harting-Lastanschlüsse an seinen Custom-Boxen.

Dann stellte sich die Frage wegen Front- oder Rearloaded. Gibts da irgendwelche Erfahrungswerte? Ich meine die Engl wären frontloaded, bin mir aber nicht mehr sicher.

Die dritte Frage wäre wegen der Anordnung der Speaker. Ich bin heute nachmittag über den Baubericht der Orange 4x12 gestoßen (großes Kompliment an der Stelle, sieht scharf aus, auch wenn ich net der Orange-Fan bin), und da wurden die Speaker jeweils nebeneinander angordnet. An anderer Stelle liest man wieder von einer Über-Kreuz-Anordnung der Speaker. Denke mir, dass das vllt die bessere Alternative wäre, aber ich frage ja nicht umsonst hier danach, eben weil mir da halt die Erfahrung fehlt.

Zu guter letzt noch eine Geschmacksfrage. Die Box soll kein 100%iger Engl-Klon werden, sondern halt mehr so custom-Mäßig. D.h., ich werde eine Marshalltypische Frontbespannung anbringen und auf das Engl-Typische Gitter verzichten. Falls die Box frontloaded sein sollte muss ich mir halt was überlegen wie ich das dann abnehmbar gestalte (Klett soll da ganz gut sein), zumal mir auch das Keder bei M. sehr gut gefällt.

Ich schwanke jetzt noch zwischen schwarzem und weißem Tolex, wobei Rot auch ganz gut aussieht. Ich dneke aber ich machs in schwarz, weils hat net so aufdringlich ist und auch zum Top i.d.R. besser passt. Als Logo wollt ich mir was Eigenes überlegen, entweder Water Decals oder irgendwas aus Alu oder so.

Wäre super, wen sich der eine oder andere hierzu äußert. Sind ein paar Fragen, die mich halt beschäftigen und die ich vor Baubegin gerne geklärt hätte. Danke euch an dieser Stelle auch für die Geduld beim Lesen meines Beitrages und die Gedanken die ihr euch dazu macht. Bin gespannt auf eure Meinungen.

Gruß Martin
 
K
Kramusha
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Ich hab an meiner 412er Speakon. Prinzipiell eine feine Sache. 2 Speaker sind bei mir jeweils parallel auf 4 Ohm, dann an 1+/1- bzw. 2+/2-.
Dann hab ich noch ein Adapterkabel von Klinke (hab ja auch Amps ohne Speakonausgang..) auf Speakon 1+/1-. Danach ein Adapterstück von 1-/1- auf 1+/2-, 1- und 2+ sind hier gebrückt. Danach das vierpolige Kabel in die Box.

Nachteil: Arg kompliziert, hab teilweiße schon Kabel und Adapter vertauscht, dann läuft der Amp im Leerlauf. Bis jetzt hats noch keinen Amp damit gekillt xD

Würde ich die Box jetzt nochmal bauen, würd ich sie fix auf 8 Ohm Mono verkabeln. Wesentlich weniger Stress...

Zu Punkt 2: Frontloaded haben mehr Attack, mehr Biss. Rearloadedboxen klingen Fetter, mehr Ooompf.

Frage 3: Ich würd sie über Kreuz anordnen :)


Viel Glück beim Bau und... FOTOOOOOOOOS! :D

Lg :)
 
Martin.Chauchet
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Also mit 1+/- und 2+/- wollte ich auch net rumspielen, ganz normal alles auf 1+/- und dann halt parallel bzw für Stereo halt getrennt. Würde es auch anders lösen, habe aber noch keine Speakonbuchse mit Schaltkontakt gesehen.

Selbstverfreilich wird es Fotos geben, aber noch isses ja nicht soweit.

Ich glaube ich werd schwarzen Tolex nehmen, habe demnächst vllt. noch einen Marshall-18 Watt-Eigenbau am Start, den kann ich dann inkl. 1x10 oder 1x12 in Weiss mit Goldkeder machen.

Gruß Martin
 
Martin.Chauchet
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Also, folgendes:

Die Holzfrage ist geklärt (falls es da was zu klären gab), die Maße sind raus, ich kriegs die Tage gebracht.

Im Zuge des Neubaus wollte ich meine alte Behringer-Combo, die ja nun ihrer Speaker beraubt wird, auch gleich als Top umbauen und gleichzeitig ein wenig renovieren.
Warum, sieht man hier:
Umbau_01 (2).JPG
Einige Poti-Knöpfe sind weg, andere abgebrochen, die werden dann ausgetauscht bzw neue Knöpfe draufmontiert.
Umbau_01 (1).JPG
Das ist die Combo vor dem Umbau.
Umbau_01 (3).JPG
Und von hinten.
Umbau_01 (4).JPG
Erst mal alle Schrauben raus ...
Umbau_01 (5).JPG
... um dann den Verstärker-Teil rausnehmen zu können.
Umbau_01 (7).JPG
Kleiner Blick ins Innenleben - alles ordentlich verkabelt.
Umbau_01 (11).JPG
Dann die Schallwand raus ...
Umbau_01 (14).JPG
Schilder ab und ...
 
Martin.Chauchet
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Umbau_01 (12).JPG
... Fertig für heute. So sieht der Amp momentan aus.
Umbau_01 (13).JPG
Hier noch ein Kurzer Blick auf einen der Speaker.

Nächste Schritte sind: Speaker vom Amp trennen und Kabel Crimpen, Tolex runter, Gehäuse einkürzen und neu zusammenbauen sowie neu Tolexen und Beschläge rauf.
Eventuell bekommt das Bedienfeld einen neuen Anstrich bzw. eine neue Frontplatte, muss ich aber erst noch mal ein oder zwei Nächte drüber schlafen.

Wenn Karneval vorbei ist, dann gehts weiter, vorher werd ichs wohl nicht schaffen.

Gruß aus dem feiernden Köln,

Martin C.
 
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!! Ihr kriegt den Post dreigeteilt, weil das Forum maximal 15 Bilder pro Beitrag erlaubt. Außerdem ists dann übersichtlicher !!

Hallo zusammen,

Karneval ist vorbei (Ostern zwar auch, aber egal) und hier ist die versprochene Rückmeldung.
Ich möchte direkt mit einer guten Nachricht beginnen: Die Box ist fast fertig.
Hier erst mal der Link zum Album. Aber von anfang an ...

1. Ausgangssituation
Ich möchte einen Nachbau eines Engl 4x12 Pro-Cabs anfertigen, allerdings im Zuge dessen ein paar eigene Modifikationen vornehmen.
Unter anderem soll das Engl-typische Gitter ersetzt werden durch eine Marshall-ähnliche Frontbespannung.
Hier die genauen Specs der fertigen Box:

Bauart: Slanted (Oben Schräg :p)
Maße (in Millimeter): 760x760x380 (HxBxT)
Tiefe oben: 300 mm
Material: Multiplex, Birke, 19mm
Eckverbindungen: Verleimt, verschraubt, Rahmenkonstruktion aus Konstruktionsholz
Bestückung: 2x Celestion Vintage 30 8 Ohm, 2x Jensen JCH-12/70 8 Ohm
Chassis-Montage: Frontloaded
Anschlüsse: 2x Neutrik Speakon
Optionen:
- Umschalten zwischen Seriell/Parallel und Parallel/Seriell (Schaltung der einzelnen Chassis)
- Umschalten Mono 8 Ohm/Stereo 2x 16 Ohm

2. Planung

Wie ich bereits geschrieben habe, beziehe ich den Großteil der baulichen Anregungen aus dem Rockprojekt (http://www.rockprojekt.de/Projekte/Texte/Gitarrenbox.pdf).
Da dort allerdings eine gerade Box gebaut wird, muss ich mir die Änderungen für eine schräge slebst zusammen reimen. EIne große Hilfe waren dabei die Bilder auf Acys Guitar Lounge zu den "Cabs for Life", zu finden links unter Produkte -> AGL 412 CFL
Allerdings waren auch dort keine konkreten Zahlen gegeben, so dass ich einfach annehmen musste.

Aus den oben stehenden Maßen ergibt sich für mich folgende Materialliste (Angaben in Millimeter):

2x 760x380 Deckel/Boden
2x 722x380 Seiten
1x 722x722 Hinten
1x 361x722 Vorne unten
1x 400x722 Vorne oben

Der Teil für vorne oben wird hier bewusst länger gewählt, weil hier ja später die Schrägen hinkommen.
Das Holz kommt von einem befreundeten Tischler und schlägt mit 60 Euro zu buche, was deutlich unter Baumarktpreis ist.

Außerdem werden benötigt:

12 Meter Konstruktionsholz 20x30 mm
Schrauben 4x35 (150er Pack von Spax)
Einschlagmuttern M5
Schlossschrauben M5x30
Holzleim
Diverses Ziermaterial
Schwarzer Lack, Acryl, RAL, matt

Hierfür können ganz grob 40 Euro verplant werden.

An Montagematerial habe ich besorgt:
Adam Hall 3400 Griffschalen (2 Stück)
Adam Hall 8708 Anschlussfeld, vorgebohrt für 2x Neutrik D-Connector (Da kann man alle Neutrik Stecker/Buchsen vvom Typ "D" verbauen)
NEUTRIK Speakon-Buchsen NL4MP D-TYP (2 Stück)

Nochmal 40 Euro (Inkl. zweier 1,5 Meter Klinke->Neutrik-Kabel).

Als Frontbespannung habe ich mich für Marshall Black entschieden. Als Tolex kommt der Tube Town Black Tolex drauf. Die beiden Sachen habe ich gestern zusammen mit je 4 Metern mittlerem und dickem Keder bestellt, mal sehen was besser aussieht.
Auch in der Bestellung waren 8 Ecken und die zugehörigen Schrauben.
Nochmal gute 80 EUro.

Dann nochmal 200 Euro für die zwei Celestion-Speaker, die zwei Jensen stammen aus meiner alten Behringer.


3. Werkzeug
An elektrischen Helfern habe ich folgendes verwendet:

Akkuschrauber (jawohl, auch zum Bohren)
Stichsäge
Kreisschneider für Stichsäge
Kreissäge
Schleifmaus
Oberfräse
Elektro-Hobel

Dann noch:

Wasserwaage
Alu-Anreisslatte
Schraubendreher verschiedenster Größen
Gummi-Hammer
"Normaler" Hammer

AUßerdem sinnvoll:

Schutzbrille (beim Sägen/fräsen)
Atemschutz (beim Schleifen/lackieren)
 
Martin.Chauchet
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4. Durchführung
Zunächst einmal habe ich die Schrägen an die beiden Seiten gebracht. Dazu einfach die beiden Seitenteile aufeinander legen und mit Schraubzwingen fixieren. Das hilft enorm, vor allem hat man dann an beiden Teilen die gleiche Schräge und muss nict alles zweimal machen.
Zunächst die vordere Seite halbieren. Dies ist unser erster Punkt. Dann an der oberen Seite von hinten 300 mm anzeichnen. Das ist unser zweiter Punkt. Jetzt kann man mit Hilfe der Alu-Anreisslatte die beiden Punkte verbinden und schon hat man eine Schräge.
Die Anreisslatte kann gleichzeitig als Anschlag für die Kreissäge benutzt werden, dazu muss der Abstand des Sägeblattes zum Rand der Kreissäge gemessen werden und die Alulatte einfach mit dem entsprechenden Abstand zur gezeichneten LInie mit zwei Schraubzwingen auf das Brett montiert werden.
So braucht man beim Sägen nicht auf die Linie achten, sondern kann bequem an Anschlag entlang führen und erhält so einen schönen geraden Schnitt.
Solange die beiden Seiten aufeinander fixiert sind, kann man auch in einem direkt die Montageöffnung für die Griffe aussägen. Dazu den Mittelpunkt des Brettes ermitteln und über diesem den Griff mittig platzieren. Ich habe in den Ecken jeweils löcher gebohrt, die etwas größer waren als das Sägeblatt der Stichsäge, die ich herfür genommen habe. Dies hilft enorm.
Dann einfach immer von einem Lock zum anderen an den vorher gezeichneten Linien entlang. Lieber einen Millimeter weiter außerhalb als innerhalb, das ist alles Material, was man im Zweifelsfall hinterher wegmachen muss. Das Tolex hat ja auch eine gewissen Dicke, die geht ja in die Berechnung mit ein.
Kleiner Tip. Multiplex reißt gerne und schnell aus. Es hilft sowohl beim Bohren als auch beim Sägen, von unten ein Stückchen Sperrholg gegen zu halten, aber Achtung!! Sowohl Bohrer als auch Sägen tun weh, wenn man nicht aufpasst und sich sozusagen "ins eigene Fleich schneidet".
In einem Schritt können wir auch gleich den Ausschnitt für das Anschlussterminal setzen, hier die gleiche Vorhehendweise. Ich habe das Terminal in der Mitte des oberen Drittels der Rückwand platziert.
Das ganze sieht dann so:

so:

oder so aus:


Sobald die Löcher drin sind, können die Schraubzwingen weg.

Als nächstes kürzen wir die Decke auf 300mm ein. Nicht spektakulär. Auch hier arbeite ich wieder mit der Alu-Latte als Parallelanschlag. 300 mm von hinten abtragen, Parallelanschlag um den Abstand des Sägeblattes verschoben fixieren und los gehts.
So mancher wird sich fragen, warum ich nicht die Decke direkt mit 300 mm Tiefe bestellt habe. Nun, ich könnte sagen, dass ich mir über den genauen Winkel noch nicht im Klaren war, aber das wäre gelogen. Ich habs schlichtweg "vercheckt". Aber das so gewonnene Stück Holz wird später noch als Probestück ganz groß rauskommen.

Jetzt widmen wir uns dem Rahmen aus Konstruktionsholz. Dafür schneiden wir Stücke gemäß der Anleitung aus dem Rockprojekt zurecht. Ich habe immer ein Stück einer Länge abgemessen und anschließend als "Master" benutzt. Kann man machen, muss man aber nicht. Ander ist sicherlich exakter. Aber ich bin schließlich kein Tischler, sondern Eletrotechniker, also hab ich's so gemacht, wie ich's für richtig hielt.
Die Leisten werden vorgebohrt (für 4x35 habe ich mit 3 mm vorgebohrt). Hier kann man aber wirklich immer zwei Leisten aufeinander legen, um die Bohrungen zu übertragen:

Auf den Multiplex-Bretter habe ich mit Hilfe des vorher abgeschnittenenen Stückes von der Deckelplatte Linien gezeichnet, die die späteren Wände zeigen sollen.
Für Boden und Decke habe ich zusätzlich zwei kleine Reststücke vom Konstruktionsholz genommen und so hochkannt auf das Brett geschraubt, wie nachher die Lattenkonstruktion der Seitenteile angeschraubt wird. Dies diente als seitliche Begrenzung.
(PS: Die sind hier natürlich grad nicht festgeschraubt )
Dann die Schrauben vorab ein kleines Stückchen reingedreht, auf die Unterseite der Latten Leim drauf und anhand der Linien aufgepresst und festgeschraubt. Den austretenden Leim mit einem Lappen abwischen.





ACHTUNG! Ansenken nicht vergessen, damit die Schrauben auch schön im Holz verschwinden. Es kann ohne klappen, muss es aber nicht. Ansenken kann man händisch machen, ich hatte aber Glück und einen Senker für den Akkuschrauber, den konnte man anstelle des Bits in den Bithalter stecken. Das war 1. schneller und 2. schont es die Handgelenke.
 
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Für die Schräge an den Seiten habe ich mir wieder eine kleine Hilfskonstruktion gebaut. Ich hatte nämlich keine Lust, auch die obere Querlatte auf den Seitenwänden mit einem Winkel zu versehen. Um aber zu "simulieren", wie die Frontplatte nachher aufgeschraubt ist und wo sie gegen die obere Latte stößt, hatte ich auf die obere Seite des oberen Teils der Frontbelattung ein kleines Stück Latte aufgeschraubt, das dann gegen die obere Latte stoßen sollte. Damit ließ sich der Winkel einstellen und anschließend festschrauben.
(Ich hoffe, durch das Photo kommt einigermaßen rüber, wie ich das grade in meiner etwas wirren Schreibweise gemeint habe )

Hat man alle Latten aufgebracht, kann man das ganze wie einen Sandkasten zusammensetzen und verleimen/verschrauben wie in der Beschreibung im PDF. Gegen Verziehen kann man auch schon die Rückwand oder Teile der Front einlegen und mit 5-6 Schrauben fixieren.



Um eine glatte Oberfläche zuerhalten, habe ich anschließend alle Schraubenlöcher, die nach außen zeigen, mit Holzspachtel ausgefüllt. Diese dann austrocknen lassen und anschließend mit der Schleifmaus glatt schleifen unnd schon sieht man nicht mehr auf den ersten Blick, wo die Schrauben sitzen, Nützlich auch hinterher beim Tolex, dieses könnte sich eventuell in die Löcher reinziehen.

Wenn wir soweit sind, können die Frontplatten eingepasst werden. Eingepasst deshalb, weil ja der Winkel noch auf den oberen Teil übertragen werden muss.
Dazu einfach den Winkel mit der Kreissäge an der "Sandkasten"-Box abnehmen (Die Kreissäge soweit ankippen, dass es "passt") und dann mit Parallelanschlag die erste Seite abschneiden. Probieren, Länge abmessen, auftragen und mit dem Parallelanschlag (Alu-Latte) die zweite Seite so absägen, dass man hinterher im Querschnitt ein Parallelogramm hat, kein Trapez. Das ganze kann dann einige Nachbearbeitung mit dem Hobel erfordern, wenn es nicht direkt passt. Das war zumindest bei mir der Fall. Ein bis zwei Millimeter runter, dann passte es rein.

Jetzt werden die Ausschnitte für die Lautsprecher ausgesägt. Dazu bin ich auch so vorgegangen wie im PDF, mit der Ausnahme, dass ich für die Stichsäge einen Kreisschneider hatte. Einfach den Radius einstellen, Loch für das Sägeblatt bohren und los.
Dummerweise habe ich mich beim Halbieren des Durchmessers um 5 mm vertan, aber das ist nicht weiter schlimm, es ist noch genug Luft bzw. Material vorhanden
Die Bohrungen für die Befestigungen nicht vergessen!! Besser vor dem Aussägen einzeichnen, dann trifft man die Mitte besser. Ich habs hinterher gemacht, es hat geklappt, aber anders ist besser.

Jetzt können die beiden Frontplattenteile mit dem Gehäuse verleimt und verschraubt werden. Ich habe hier auch Leim zwischen die Teile aufgebracht.
Auch hier wieder die Schrauben mit Holzkit verspachteln (ist ein guter Ausdruck, das Zeug verhält sich nicht wie Spachtel, eher wie Gummi), trocknen lassen, diesmal aber die ganze Frontplatte abschleifen, denn die soll hinterher schwarz werden.


Ich habe einfach ein altes Stück Pappe genommen und hinter die Lautsprecheröffnungen gehalten, weil ich keine AHnung hatte was ich tat. Im Nachhinein würde ich die Box wahrscheinlich ordentlich abkleben. Ist zwar am Holz nix passiert, aber ich war um so schwärzer hinterher.
Die Dose schön im 45°-Winkel zur Box führen, so staut sich der Lack nicht nach unten. Nasenbildung vermeiden!! Man sieht es zwar hinter dem Stoff nicht mehr, aber es sieht trotzdem doof aus.

Zu guter letzt werden noch die Kanten außer hinten mit der Oberfräse behandelt, Dazu habe ich einen Viertelstabfräser (oder wie auch immer der noch heißen mag) verwendet. Das weiter oben abgeschnittene Stück vom Deckel dient hier als Muster, um die Frästiefe einzustellen. Zuerst habe ich jeweils oben und unten einmal rum (immer OHNE hinten, also doch nicht rum) und dann einmal vorne die Seiten hoch. Der Radius entspricht nicht dem Standard-Marshall-Radius, weswegen ich nicht die Marshall-Ecken nehmen konnte, wie ich es eigentlich vorhatte. Stattdesse habe ich gnz normale "eckige" Ecken bestellt.

So, dass ist der Punkt, an dem ich aktuell stehe. Die Box ist im Keller, aber ich habe im Moment keine Zeit weiterzuarbeiten. Das Tolex liegt schon im Wohnzimmer, ebenso der Frontstoff, 4 Meter Keder und ein Paar Ecken ...

Gruß Aus Köln

Martin
 
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Hallo Dein Thread is zwar schon was älter aber sieht ja schonmal gut aus hoffe der Sound ist auch dementsprechend? Mit verschiedenen Speakern bin ich eigentlich ein wenig skeptisch gibts Soundbeispiele?
 

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