823MHz oder 863 MHz Band bevorzugen?

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Hallo zusammen,
eventuell brauche ich demnächst einen Nachfolger für meine alte Mipro Funke, bei der ein Senderpack wohl seinen Geist aufgibt.
Da ich noch gute Headsets habe, die ich auf 3-polig Tiny XLR umrüsten könnte und das eher Low Cost sein soll dachte ich an:
oder
Doppelempfänger, kleines Packmaß.
Schade, dass das kein Gerät gibt, das beide Frequenzbereiche abdeckt. Von Sennheiser und Shure gibt es das ja (aber in einer Preisklasse, die dem Einsatzzweck nicht angemessen ist)

Das soll in der Regel nicht in einer Umgebung mit anderen Funken eingesetzt werden. Nicht professionell. Dafür möglichst günstig.
Entweder Ansagen beim Tanzen oder ich mache mal bei einer kleine Feier einen Solo Beitrag (und da könnte ich mit Headset + Gitarre damit herumturnen)

Welche Frequenz (823 oder 863 MHz) ist zu bevorzugen in Hinblick auf weitere Nutzbarkeit (Frequenzzuteilung) und erwartbare Störungen durch andere Geräte?

Bitte keine Vorschläge für bessere Geräte. Eine denkbare Alternative wäre sogar
Bei dem man nicht mal ein Bodypack weiter geben muss beim Wechsel der Ansager.

Es geht darum, etwas zu haben, das man einfach mitnehmen und aufbauen kann, Anschluss über 2x Cinch an einen DJ Mixer. Adapterkabel löte ich selber und die verlinkten Sets haben einen Ausgang mit Line Pegel.

Wenn ich per Band unterwegs bin, dann ohne Funke, da wir meist auf sehr begrenztem Platz spielen und niemand über die Bühne hüpft. Da sind wir eher froh, dass wir uns in dem meist wenigen Platz überhaupt arrangieren können, das alles hinpasst und wir uns nicht gegenseitig im Weg sind.
 
Welche Frequenz (823 oder 863 MHz) ist zu bevorzugen in Hinblick auf weitere Nutzbarkeit (Frequenzzuteilung) und erwartbare Störungen durch andere Geräte?
Duplexlücke
- mehr Bandbreite
- ggf. Risiko nicht-konformer LTE-Geräte
- höhere max. Sendeleistung
- Randabstand sinnvoll

ISM-Band
- max 10 mW Sendeleistung
- nur 2 MHz Spektrum

Ich würde in dem Fall die Duplexlücke wählen, v.a. wegen der breiteren verfügbaren Bandbreite, auf die man bei Störungen ausweichen kann.

Alternativ würde ich ggf. gebrauchte EW-D1 im 2,4 GHz-Bereich in Betracht ziehen. Dürfte preislich ziemlich ähnlich zu haben sein, aber eher stabiler laufen.
 
Duplexlücke wäre dann 823, oder?
 
Schließe ich mich an. Wenn es denn in den 800ern sein MUSS, dann eher zwischen 823-832, da wie schon erwähnt einfach mehr Bandbreite zur Verfügung steht.
 
Die Allgemeinzuteilung gilt ja für beide Bereiche bis 2035. Von daher bin ich auch für die 823.
 
Btw. ist die 606-630 Variante des Gerätes eine Alternative?
 
Dankeschön an alle Antworter. Ich nutze Funk praktisch nicht, daher hab ich mal die Schwarmintelligenz bemüht.
Ich kann zwar etwas zu Ausbreitungsverhalten der verschiedenen Frequenzen etwas sagen, aber mit der praktischen Erfahrung in den Frequenzbereichen und der Einschätzung der Frequenzzuteilung bin ich nicht auf dem Laufenden.


Btw. ist die 606-630 Variante des Gerätes eine Alternative?
Gibt es leider nicht als Dual Receiver in 9.5". Packmaß ist wichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde u.U. von den t.bone freeU abraten. Die haben eine hohe Einstellung für den Squelch, den man mWn als Anwender auch nicht verändern kann. Soll heissen, wenn es leise wird, hast Du da abgehackte Sequenzen, wie bei einem zu aggressiv eingestellten NoiseGate. Das Problem hatte eine Bekannte von mir. Wenn Du allerdings laut und kräftig da hineinsingst oder sprichst, dürftest Du keine Probleme haben.
 
ok, guter Input. Müsste ich mir ansehen.

Das ist gerade noch im Fluss. Am Freitag kann ich mal testen, ob das mit dem Headset für die Anwendung hilft.
Wir haben in unserer Tanzrunde einige, die inzwischen schlechter hören und die Ansagen nicht mehr mitbekommen, dafür einige "Sänger" (= Ansager), die recht leise sind.
Gleichzeitig wollen die meisten aber die Musik laut genug hören für den Takt ...
Daher will ich zunächst testen, ob das in dem Setup funktioniert, und dafür tut es meine alte Mipro Anlage noch (wobei sich einer der beiden Taschensender jetzt verabschiedet hat).
Dafür täte es auch ein einfaches Headset.

Das Doppelgerät wäre für mich ein Goodie, wenn ich mal Solo was mit Gitarre + Gesang machen wollte und dabei rumturnen müsste. Und da hätte der kleine Formfaktor (Doppelempfänger im 9.5" Gerät) schon was.

Vielleicht wird es auch das billige 50 EUR 2.4 GHz Teil, weil da der Sender auch am Headset ist und man es so leichter weiter geben kann. (Wenn es nur für die Tanztruppe ist)

Wie gesagt, das Funkmikro kommt nicht beim richtigen Band Gig zum Einsatz. Da bin ich eher auf so engen Bühnen unterwegs, dass man froh sein kann, wenn man sich irgendwie bewegen kann und nicht mit der Kopfplatte der Gitarre am Becken der Percussion hängen bleibt. Rumturnen ist da nicht.

Als ich das Mipro Gerät gekauft habe, war auch ein Sennheiser EW100 mit 865er Kapsel in der Auswahl. Dummerweise hatten die damals bei der ersten 100er Sereie keinen XLR Ausgang, nur Klinke. XLR gab's erst ab der deutlich teureren 300er Serie. Damit war die draußen. Bei der nächsten 100er Serie, die gut ein Jahr später rauskam, war dann XLR dabei. Leider zu spät für mich. Denn wenn es damals Sennheiser geworden wäre, würde das heute noch funktionieren. Bei der Mipro Anlage sind zuerst die Handmikros klebrig geworden (die für mich beim Kauf durch den etwas starken Nahbesprechungseffekt sehr voll angehört haben), später hat sich das Plastikgewinde der Mikrofonkapsel verabschiedet (und das musste man immer aufschrauben zum Batteriewechsel). Handsender sind seit einer Weile entsorgt, nur noch die Taschensender da, und da ist jetzt einer der beiden kaputt. Der 19" Doppelempfänger ist auch recht klobig. Der hatte auch ein Ladegerät für die 9V Blockbatterien - aber die mussten spezielle 7,2V Blöcke sein und nicht die gängigen 8,4V ... Letztendlich wird von alldem nur noch das recht gute Headsetmikro MU 35 (gibt es heute nicht mehr) mit Nierencharakteristik übrig bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht wird es auch das billige 50 EUR 2.4 GHz Teil, weil da der Sender auch am Headset ist und man es so leichter weiter geben kann. (Wenn es nur für die Tanztruppe ist)
und da ich jetzt einen Review Gutschein gewonnen habe, wird das ausprobiert und der hier bestellt, sobald der Gutschein eintrudelt:
Fun Generation UL 241 Headset

Schnelles und unkompliziertes Weitergeben ist wichtig und ein einfacher Aufbau am DJ Pult - da brauche ich hier nicht mal einen Netzanschluss, da Sender und Empfänger einen per USB ladbaren Akku eingebaut haben.. Reichweite dürfte kein Problem sein und weitere Anlagen sind auch nicht in Betrieb außer ein Smartphone per Bluetooth für die Tanzmusik. Dauer der Veranstaltung max 1 Stunde, also ist LAufzeit wohl ehr kein Problem.

Der Test mit der Mipro Anlage hat mir gezeigt, dass ich vermutlich noch einen Low Cut brauche für Sprachverständlichkeit. Das war leide eher mulmig unnd nicht versteändlicher, als wenn man es so gebrüllt hat. Mal schauen, vermutlich baue ich ein Kästchen mit 6.3mm Klinke rein und Cinch raus mit schaltbarem bzw. regelbarem Hochpass.

Wie gesagt, für meine Musikprojekte brauche ich keinen Funk.

Die alte Mipro Anlage wird verschrottet und ich versuche das Headset Mikro noch kabelgebunden weiter zu verwenden. Mal schauen , ob das mit dem Phantomadapter klappt:
the t.bone Lucan System CC 200 PA

Leider konnte mir bei Thomann niemand Auskunft über die Beschaltung geben (hatte bei einer Auswahl von 4 gefragt, ob es da wenigstens bei einem von denen eine Belegung gibt):
Vielen Dank für die Anfrage.

Ich habe mir jedes Datenblatt angeschaut, leider kann ich dir keine Pinbelegung nennen, einfach bestellen, versuchen.

30 Tage Money Back!

Du findest das Datenblatt auf unserer Webseite und bei den Downloads unter der Artikelbeschreibung.

Bei weiteren Fragen gerne melden.
Also versuche ich das mal mit der Standard AKG Belegung und versuche rauszumessen, ob der BIAS Pin einen internen Widerstand hat (Ohne Abschluss und ca. 2 kOhm nach Masse) Bleibt die Spannung konstant -> kein interner Widerstand, brauche exterenen im Stecker, fällt die ab, kann ich ja über die Spannungswerte den internen Widerstand ausrechnen.

Insgesamt finde ich die Geheimniskrämerei bei den Herstellern dieser Funksysteme ziemlich K***e
 
Insgesamt finde ich die Geheimniskrämerei bei den Herstellern dieser Funksysteme ziemlich K***e
Thomann ist sicher nicht der Hersteller und die Mitarbeiter in Treppendorf sind weniger technisch kompetent als verkaufstechnisch geschult ;). Als HCA PA- und E-Technik bist Du eindeutig im Vorteil ;).
 
Es ist insgesamt so, dass es praktisch keine offiziellen Unterlagen für die Funksysteme gibt. Da geht es nicht nur um die Thomann Hausmarken, sondern auch um die Platzhirsche. Und schade, dass man dann Reverse Engineering betreiben muss. Ich kann das ja, aber sonst muss man Glück haben, dass es passt.
Aber technische Dokumentation ist ja insgesamt komplett aus der Mode gekommen. Wenn Beipackzettel, dann ist über 3/4 legal disclaimer, etwas Bla bla, wie man das einstecken soll, wie es zu entsorgen ist, dass man es keinen Kindern zu Essen geben soll - aber wirkliche information wie Pinbelegung - Fehlanzeige.
 

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