93'er LP Studio - trotz mehrfachen PU-Tauschs unbefriedigende Ergebnisse

  • Ersteller davehawkins
  • Erstellt am
So mal kurze Rückmeldung von mir, da ich mich als Versuchskaninchen geopfert habe. :D

@bagotrix hatte ja den Tausch gegen eine ABM Bridge empfohlen. Ich habe den Bridges bisher eher so eine beiläufige Aufmerksamkeit geschenkt. Ich habe eine Epiphone Slash Anaconda Signature, die ich liebe. Im Vergleich zu meinen anderen zwei Gibson Paulas klingt sie allerdings wesentlich dunkler, dumpfer kann man nicht sagen. Wie gesagt, liebe diese Gitarre sehr und sie singt, rockt, Obertöne, alles bestens, spiele sie total gerne. Aber durch das dunklere, was mir immer erst so richtig bewusst wurde, wenn ich direkt danach eine meiner Gibson angestöpselt habe, hat mich dann schon immer leicht gestört.

Gestern kam die Messing Bridge an.. Sonntag bestellt, Dienstag da, das war top.

Das Einpassen und Feilen der Kerben war schnell erledigt, auch für mich, der das noch nie gemacht hat. Ob es perfekt ist.. naja, mein erster Versuch, aber denke es passt.

Was ich danach festgestellt habe:

Trocken angespielt.. huch, viel heller und lauter... das klingt doch schon mal richtig gut.

Angestöpselt... Clean.. war vorher schon gut, jetzt ein Traum. Viel lauter, klarer, heller, differenzierter, musikalischer ... einfach genial... und ich hab ncoh nicht mal die Saiten gewechselt, weil ich erstmal paar Tage spielen will, nicht dass ein paar Grate dran sind und mir die dann reißen :D

Gain... wow, auch viel klarer, heller, musikalischer.. Man mag es kaum glauben, was die Bridge bewirkt hat und ich konnte noch nicht mal die Einschlaghülsen wechseln, da die bei dieser Epi noch größer sind als Standard Epi. Egal. Bolzen und Bridge getauscht.

Was ich weiterhin festgestellt habe:

Die Basssaiten haben mehr Bass... :D Drücken mehr als vorher

Die Höhen sind weicher, runder.

Die G-Saite war vorher so ein bisschen undefiniert und schepprig. Komplett weg.

Die Basssaiten sind wesentlich definierter als vorher, dachte, das muss so leicht mulmig sein bei AlNiCo II PUs :) Wohl nicht. Genial.

Insgesamt eine super Empfehlung und ich kann sie nicht nur an den TE weitergeben, sondern an alles, die vielleicht ähnliche "Probleme" haben.

Mal schaun, an welche Bridges ich mich noch ranmache :D

Aber da schlummert Potential.
 
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hatte ja den Tausch gegen eine ABM Bridge empfohlen.
Zu ABM Kann ich nur sagen: :great::great::great::great:
Ich hatte mal ein Problem mit meiner Tele-Bridge. Per mail/Telefon hatte ich schon einen super Kontakt im Vorfeld und mir wurden sehr Hilfreiche Tipps gegeben. Anschließend hab ich mir dann die kompletten Reiter von ABM geholt, die teurer Variante. Top Service, Top Material. Wenn ich an ner Gitarre ne Bridge oder so tauschen müsste, dann nur noch ABM. Top Qualität made in Germany, muss man echt mal sagen.
 
stimmt alles bezüglich ABM. Nur sollte man im Auge behalten, dass man - sollte man das Ziel haben, möglichst nahe ans Original heranzukommen (die ABR war auch in den 50ern aus Druckguss mit Messingreitern (ja, auch Nylon).
So etwas hat ABM leider nicht im Angebot (ich bin mir sicher, sie würden auch da Top-Qualität anbieten).

Will sagen - mit einer ABM Messingbridge geht man eben eher in eine "High-End"-Richtung; also unabhängig vom Klang des Originals das Bestmögliche aus einer Les Paul herauszuholen (was für manche dann auch etwas zu viel des Guten sein kann)

Für den TE kann das aber u.U. durchaus die Lösung bringen.

Aber der meldet sich hier ja nun nicht mehr ;-)
 
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Nur sollte man im Auge behalten, dass man - sollte man das Ziel haben, möglichst nahe ans Original heranzukom
Ok, das ist ein Argument. Das war bei mir aber nicht wichtig, ich wollte einfach nur vernünftige Saitenreiter.
 
einfach nur vernünftige Saitenreiter.
:D unvernünftig sind aber nur welche, die nicht zum gewünschten Klangergebnis führen, und das wiederum kann eben so und so aussehen ....
 
unvernünftig sind aber nur welche, die nicht zum gewünschten Klangergebnis führen
Ok. Was ist das Klangergebnis ? Fakt war, meine hatten nen Schaden/Grad oder so. Über Klang usw hab ich mir keine Gedanken gemacht. Es mussten neue Reiter her, die hab ich jetzt. Ich könnte dir noch nicht mal sagen, wie es vorher klang, da ich keinen A/B Vergleich habe. Ich spiele einfach.
 
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... war das nicht der Punkt, den der OP bei seiner LP >bemängelte<??
Klar, würde mich jetzt nicht aber an dem Einen aufhängen. Ist ja nicht so, dass meine Gitarre auf einmal ein Bass wäre und es gibt ja noch EQ und Höhenverstellung des PU und deren Schrauben, um so was wieder auszugleichen.
Im Endeffekt kann ich auch nicht sagen, was mit seiner Gitarre passiert, wie bei einem Pickup Tausch eben auch, nur was ich bei mir gemerkt und gehört habe.
Letztendlich glaub ich aber, dass wie @bagotrix schon gesagt hat, die Basis muss erstmal passen und wenn er z.B. ne schlechte Bridge hat, kann das schon zu den Effekten führen, die er aufgezählt hat. Er hat ja mit mehreren PUs die gleichen schlechten Ergebnisse gehabt.
Und denke für 74€ probiert man es, wenn einem was an der Gitarre liegt. Wenn nicht, die ABM Bridge wird man denke ich auch gut los, man muss sie ja für den ersten Test nicht unbedingt gleich kerben.
 
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... war das nicht der Punkt, den der OP bei seiner LP >bemängelte<??

In den meisten Fällen stellt es sich nach meiner Erfahrung heraus, dass es eigentlich nicht in erster Linie zu viele Bässe, sondern vor allem zu schwammige sind. Zu viele kann auch am Amp rausdrehen oder mit schlanker klingenden PUs bekämpfen, aber wenn man an dieser Stelle anfängt, hat man am Ende oft genug nur einen immer noch schwammigen Sound, der nun auch noch dünn ist...

Will sagen - mit einer ABM Messingbridge geht man eben eher in eine "High-End"-Richtung; also unabhängig vom Klang des Originals das Bestmögliche aus einer Les Paul herauszuholen (was für manche dann auch etwas zu viel des Guten sein kann)

Absolut richtig, da gibts in sofern kein "falsch" oder "richtig", auch @frankpaush hat darauf ja völlig zu Recht hingewiesen. An einer gut und zugleich authentisch klingenden R9 würde ich nicht rumpfuschen, auch nicht mit einer ABM-Bridge. Bei den Rs/Historics hört man aber auch selten Beschwerden über schwammige Töne. Vielleicht wird das Problem bei der ABR-1 auch dadurch etwas entschärft, dass bei ihr immerhin die Bolzen direkt im Holz sitzen und die Ankopplung nicht wie bei der Nashville durch den zusätzlichen (und miserabel ausgeführten) Übergang Stehbolzen/Einschlaghülse verschlechtert wird, von den mickrigen und oft schlecht eingepassten Hülsen ganz zu schweigen.

Aber der meldet sich hier ja nun nicht mehr ;-)

War mir im Eifer des Gefechts noch gar nicht aufgefallen. Aber immerhin ist @MrMojoRisin666 ein Stück glücklicher mit seiner Paula, dann hat sichs ja schon mal gelohnt :prost:.

Gruß, bagotrix
 
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Aber der meldet sich hier ja nun nicht mehr ;-)
Doch, mache ich ;) - hatte vorher keine Zeit. Die Elektrik funktioniert jetzt: Ich hatte die Kabel vom Schalter zu dieser Anschlussplatte, die mit der Grundplatte verbunden ist, vertauscht. Parallel dazu ist mein Amp jetzt in der Werkstatt. Ich bekomme ihn im Laufe der nächsten Woche wieder und werde am WE wieder testen. Zwischenzeitlich konnte ich die Paula mal an einem AC30 spielen. An dem Amp klang sie schon deutlich besser, Neck PU weniger dumpf.

In den meisten Fällen stellt es sich nach meiner Erfahrung heraus, dass es eigentlich nicht in erster Linie zu viele Bässe, sondern vor allem zu schwammige sind. Zu viele kann auch am Amp rausdrehen oder mit schlanker klingenden PUs bekämpfen, aber wenn man an dieser Stelle anfängt, hat man am Ende oft genug nur einen immer noch schwammigen Sound, der nun auch noch dünn ist...
Gruß, bagotrix

Genau, das meine ich mit "dumpf". Ich könnte mir vorstellen, das bei meiner Paula/Amp-Kombination noch einige Faktoren zusammenkommen, die meinen Klangeindruck zumindest "begünstigen": Gitarre mit Alnico2 PUs + Kappen und ein Amp, der an sich schon eher einen scooped Sound hat. Allerdings gibt die Klangregelung des Mesas sicher noch einiges her. Und zu guter letzt die 1x12 Slant Box, die lt. Mesa selbst Bass und Mittenbetont ist. Wenn ich mit dem Amp partout keinen für mich brauchbaren Neck-PU Sound hinbekomme (und der Bridge Sound nicht besser als "ok" hinzukriegen ist) stellt sich die Frage, ob ich weiter Feintuning an der Gitarre betreibe oder mich nach einem anderen Amp umsehe. Zumindest antesten werde ich mal andere Amps. Den Tipp mit der ABM Bridge behalte ich aber im Hinterkopf, ebenso wie evtl. nochmal Alnico 5 PUs zu testen. Der SD Jazz wird ja als Neck PU immer wieder für einen "klareren" Sound empfohlen. Ich denke, für die Übersichtlichkeit werde ich ggf. für Themen PU/Amp-Suche einen separaten Thread starten und hier das Gesamtergebnis posten. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Euch alle für den umfangreichen Input! :great:
 

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