[Gitarre] Gibson Les Paul Studio 2012 mit Granadillo Fretboard ohne Coil-Splitting

Mit der Platymiscium Yucatanum Rarität auf der 2012 LP wird's wohl nichts. :bang: Die 2013er LP USA-Modelle sind zumindest schon wieder mit Granadillo-Fretboard angekündigt :rock: - hab ich im Les Paul User Thread erfahren.

Wenn ich meine Recherchen bzgl. des Holzes richtig deute, ist auch dessen Ausfuhr stark eingeschränkt, bzw. limitiert.
Ich würde also nicht darauf wetten, daß es sich um eine langfristige Alternative handelt. Ich hoffe, Gibson hat sich einen ordentlichen Posten (juristisch korrekt) gesichert. Je länger ich das Holz betrachte, desto geiler finde ich es.

Kannst Du gewisse Vergleiche zu "normalem" Palisander ziehen? Struktur etc.?
 
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Nur warum war meine Studio mit 1150€ um einiges teurer als die momentanen Studios? Die 2012 haben wieder den "regulären" Preis. Und die anderen? Sondermodelle von Thomann sind aus welchem Grund so billig?
 
Sondermodelle von Thomann sind aus welchem Grund so billig?

Ich vermute, wenn Thomann in die Staaten fliegt, um sich "ihre" Modelle zusammenstellen zu lassen, nehmen sie entsprechend große Posten ab. Das kann man dann mit "normalen" Bezügen eines Musikalienhändlers nicht vergleichen.
Aber "billig" ist anders, günstig wäre wohl die treffendere Wortwahl.
 
Ich habe meine im MusicStore Köln gekauft.
Aus der ganz normalen Studio Serie, selbiges Modell war damals das Bsp auf der Gibson.com Seite.
Habe mal gehört, dass es halt Modelle für Thomann oder den Musicstore gab. Optisch noch ein wenig einfacher und etwas billiger. Aber finde 650€ für eine USA Gibson schon extrem günstig.
 
Kannst Du gewisse Vergleiche zu "normalem" Palisander ziehen? Struktur etc.?

Granadillo ist vom Spielgefühl her Palisander relativ ähnlich und vergleichbar, es fühlt sich für mein Empfinden sehr ähnlich an. Die Unterschiede sind Nuancen, die man zwischen einzelnen Palisanderfretboards unterschiedlicher Sorten und Hersteller genauso hat. Palisander erscheint mir einen Tick glatter, wobei mir vorkommt, dass sich bei meinen älteren Gitarren die Poren mit der Zeit geschlossen haben und das Griffbrettholz dadurch über die Jahre eine Nuance glatter geworden ist.

Granadillo wird auch in allen Beschreibungen mit diversen Palisandersorten, zumeist mit Rio-Palisander, Honduras-Palisander und Cocobolo verglichen. Dabei wird auch immer darauf hingewiesen, dass es mit dem zur Palisanderfamilie gehörenden Grenadill (Dalbergia melanoxylon oder "African Blackwood") nichts zu tun hat.

Granadillo ist ein hartes und dichtes Holz, was man genauso wie bei Palisander irgendwie auch fühlt. Es ist überwiegend feinporig, an manchen Stellen sind die Poren etwas grober. Sieht man es sich aus der Nähe an, dann erkennt man, dass das rotbraune - im Vergleich zu Palisander deutlich hellere - Holz von feinen dunkelbraunen bis schwarzen Streifen durchzogen ist. Angeblich gibt es auch dunkelbraune Stämme, das heißt, es müssten auch dunklere Griffbretter anzutreffen sein.

Aber finde 650€ für eine USA Gibson schon extrem günstig.

Da meinst Du wohl die Gibson LP Studio Worn und Faded Serie. Von der Faded gab es, soweit ich mich erinnern kann, auch ein speziell und ausschließlich für Thomann gefertigtes Modell. Kann sein, dass Switchheero diese meint. :gruebel:
 
Ja die Worn und Faded. Sind doch an sich auch Studios? Obwohl ich die über 1000€ bevorzuge. Die sind Qualitativ extrem hochwertig und professionell. Top!
 
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Kannst Du gewisse Vergleiche zu "normalem" Palisander ziehen? Struktur etc.?

Also ich (um mal meinen Sennef dazuzugeben) merke nur, dass bei meiner Les Paul von 2005 offenbar ein knochenhartes Palisander drauf sein muss - es nimmt nämlich so gut wie kein Öl auf. Da kann ich rumschmieren, wie ich will. Während die Palisander-Griffbretter meiner übrigen Gitarren das Zeug regelrecht aufsaugen wie ein Schwamm... Außer bei meiner olle AmStd Strat - ihr dunkles, fast schwarzes Griffbrett saugt auch kaum Öl auf.

Aber ob das jetzt ein Kriterium ist, und wenn ja, wofür? :gruebel:

Gruß MM
 
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Ich muss meine Aussage zum Hals korrigieren. Luckyreds Post mit der LP Studio bei Musicstore hat mich neugierig gemacht. Ich hab mir nun die Unterschiede des Mahagoni-Halses mit 59 Les Paul Profil im Vergleich zum etwas schlankeren 60s Profil näher zu Gemüte geführt und mit der Schieblehre nachgemessen. Ich bin zwar nicht 100% sicher ... der Unterschied ist jetzt nicht so riesig (und ich persönlich hab noch nie Probleme mit einem Halsprofil gehabt und achte drum schlicht und ergreifend nicht drauf) ... ich tendiere aber nun dazu, dass meine hier beschriebene LP auch noch ein 59 Les Paul Profil hat, und kein 60s Profil, wie eingangs angeführt.

LP-50s-60s-Neckprofile.jpg

Ja die Worn und Faded. Sind doch an sich auch Studios?

Ja richtig, das ist eine relativ junge Serie, die Gibson meiner Einschätzung nach deswegen eingeführt hat, um in dieser Preisklasse auch ein wertiges Instrument am Markt zu haben. Die Qualität der Gitarren hat im unterem Preisbereich über die Jahrzehnte deutlich zugenommen. Da braucht jeder Hersteller eine Strategie für diesen Markt.

Wie in der Einleitung geschrieben, bin ich gerade wegen des sensationell guten Preises dieser Gibson LP Studio Worn/Faded wieder mal virtuell stöbern gegangen. Ich kauf mir wenig Gitarren und hab die mein Leben lang (mit ganz wenigen Ausnahmen). Die Gibson Les Paul Studio Faded WC hätte mir ganz gut gefallen. Meistens bleibt es bei mir aber beim Stöbern, und wäre diesmal möglicherweise wieder gleich verlaufen, wäre da nicht ... Letztlich hat das Granadillo-Fretboard in Kombination mit dem sensationellen Angebot einer klassischen Studio unter der für mich magischen 1.000 Euro Grenze den Ausschlag gegeben. Ich kauf kein Equipment, das teurer ist.

Letztlich muss man für sich selbst klären, was man möchte und ob die Features einem den Aufpreis wert sind. Will man 2x Burstbucker Pro-Humbucker oder die klassische 490R/498T-Kombi? Will man ein Griffbrett in Baked Maple oder Granadillo? Will man matt natural oder Hochglanzlack? Auch die Wölbung der Ahorn-Decke erscheint mir bei der klassischen Studio ausgeprägter. Das waren so in etwa meine Überlegungen.


dass bei meiner Les Paul von 2005 offenbar ein knochenhartes Palisander drauf sein muss - es nimmt nämlich so gut wie kein Öl auf. (...)

Aber ob das jetzt ein Kriterium ist, und wenn ja, wofür?

Na ja logisch. Richtige Männer haben keinen Putzfimmel und wischen nicht mit Möbelpolitur rum! :D Die stehen auf Maschinenöl und schmierige - Witze - ich mein natürlich - Overalls! :rofl:

Das fast schwarze Palisander kenn ich auch. Hab ich auf zwei Bässen, die ich seit rund zwanzig Jahren mit ungebrochener Begeisterung spiele. Das Palisander dort ist hart und spiegelglatt, fast wie lakiert und nimmt nichts auf, braucht auch nichts.
 
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Das Griffbrett meiner Studio ist ein Traum nach einer Behandlung mit Öl. Richtig dunkel, sehr sauber und es fühlt sich richtig schön an.
Mache das regelmäßig wenn ich neue Saiten aufziehe. Bei mir so 1x im Monat.

PS. Lieber die klassische 498T/490R Kombi.
Burstbucker klingen für mich zu schrill. Die heißen PAFs liefern dagegen das schöne und fette Mitten-Brett.

Meine Studio ist auch so allein. Da müsste eig noch eine dazu :)^^ die Custom muss noch warten.
 
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Und hier meine ALLERERSTE Aufnahme für Demozwecke.
Da das Comfortably Numb Solo ja mit einer Les Paul aufgenommen wurde, und hier schon schön mit der Studio demonstriert wurde, habe ich heute mal ein anderes "The Wall" Solo eingespielt.

Ohne viel drum herum, direkt mit dem Smartphone aufgenommen. Also bitte keine hohen Erwartungen stellen!

Zudem hoffe ich, dass der Link hier funktioniert.
http://www.youtube.com/watch?v=2O1IY725Cs8

Wenn es nicht funktioniert bitte den Post löschen!

Btw. es klingt in "Echt" sehr schön! Dank der Studio!
 
Und hier meine ALLERERSTE Aufnahme für Demozwecke.

Danke für Deinen musikalischen Beitrag! Klasse gespielt! Ist für mich magische Musik ... Pink Floyd! :hail:

*BEWERT* ... für Dein Soundbeispiel! :great: Wenn das Gilmour wüsste, wie wenig wir in diesem Thread Respekt vor der Strat haben! :D
 
Danke! Wüsstest du das das Solo von comfortably Numb auf der Platte mit einer Les Paul eingespielt wurde? Deswegen klingt das so gut!


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Nein, Comfortably Numb auf der 1979er Ausgabe ist mit einer Strat gespielt. Das hört man doch, eine Paula singt, und ein singender Les Paul Tone ist definitiv nicht zu hören. Im Gegenteil: ein ganz typischer Strat-Tone ist dieses sensationelle finale Solo. Seltsam was für Gerüchte kursieren. In The Flesh ... das ist eine Les Paul.

Angeblich soll Gilmour an der Bridge einen Seymour Duncan SSL verwendet haben, er soll 79 von Fender PUs auf Seymour umgestiegen sein. Für mich klingt der Fender Custom Shop 69 aber authentischer (die Nuancen - hab ich mich schon ein wenig damit beschäftigt und hier meine Erfahrungen berichtet - sind natürlich auch abhängig vom Holz des Bodies, Fretboards etc. und nicht vom PU allein):

 
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Ok. Meine das mal hier im Board aufgeschnappt zu haben.
Bin da nicht so in der Materie, weil ich nie den Gilmour Sound wollte.

Aber ich habe 4 Karten für Roger Waters The Wall 2013 in Düsseldorf :) Dann achte ich mal drauf. Hoffe seine Band spielt es Originalgetreu!

Dankr für die Bewertung^^
 
Déjà Vu! :cool: Ich hab heut Vormittag vier Karten für The Wall am 23. August in Wien gekauft. Habe die Delicate Thound Of Thunder Tour Ende der 80er zwei mal und die Pulse Tour Anfang der 90er einmal gesehen. War sehr beeindruckend und ein phänomenales Erlebnis! Ewig schade, dass die Zeiten vorbei sind.

Wünsch Dir ein spannendes Konzert und ein großartiges Erlebnis!
 
Ich hab das Review erst jetzt entdeckt. Gut gemacht! Es ist immer schön zu lesen, wie Gitarren begeistern können und dann noch bei so einem Strat-Experten.... :great:

Zwischen den Worn Faded und den "richtigen" Studios liegt liegen ja mal 300-400€ Unterschied (...meine Worn Feded habe ich sogar für 549€ ergattern können.), aber die Hochglanzlackierung ist halt Arbeit... die Soundsamples sprechen auch für sich. *doppelt-:great:*

Die Entscheidung zwischen den Gitarren ist aber IMO aber nicht am Preis fest zu machen. Burstbucker Pro vs. T498/T490 gebackenes Ahorn vs. Marimba Holz... ich glaube, dass letztlich eher die unterschiedliche Habtik zwischen beiden Modellen gravierender ist.
Bemerkenswert für mich war (trotz der IMO etwas befremdlichen Platinenbauweise) das ich mit dieser Gitarre richtig so erst Tone und Volume Regler entdeckt habe. Das macht (auch?) bei den Gibson Studios echt Sinn und Spaß!
 
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Danke InTune! Strat-Liebhaber trifft es aber besser als Strat-Experte. :redface: Die meisten Soli, die mir Gänsehaut verursachen, sind mit einer Strat gespielt. Es gibt zu einigen dieser Gänsehautsoli Aufnahmen ausgezeichneter Gitarristen mit einer anderen Gitarre ... und die lassen mich kalt. :nix:

Es gibt andererseits natürlich auch genügend Stratspieler, bei denen mich der Sound total nervt. Es ist letztlich die richtige Kombi - das Gesamtbild - das einem gefällt oder nicht. Aber die Strat ist bei mir unangefochten an der Spitze. Liegt vielleicht auch etwas daran, dass die Les Paul sehr häufig in einem Genre zum Einsatz kommt, das mich nicht begeistert.

Wie auch immer ... es gibt ja genügend LP-Besitzer, die ihre neueren Modelle so umbauen, dass sie nach den Helden der 70er klingt. Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mich persönlich begeistern die Innovationen wie New Weight Relief & Granadillo! Die liefern für meinen Geschmack sehr sexy Nuancen, auf die ich voll steh! :great:

Die 2012er Les Paul Studio ist neben meiner Fender Classic Player 60s die zweite Gitarre, die ich unter Garantie ;) im Originalzustand belassen werde, weil sie für mich perfekt ist, so wie sie ist.

Die Entscheidung zwischen den Gitarren ist aber IMO aber nicht am Preis fest zu machen. Burstbucker Pro vs. T498/T490 gebackenes Ahorn vs. Marimba Holz... ich glaube, dass letztlich eher die unterschiedliche Habtik zwischen beiden Modellen gravierender ist.

Da bin ich voll bei Dir! Ich geh immer zuerst nach einer bestimmten Soundvorstellung, die ich habe. Und da geht es zunächst um die Bauform, das Holz und die PUs. Bespielbarkeit war bei mir dagegen nie ein Thema. Wenn ich im Forum die vielen Beiträge lese, dass eine Gitarre aufgrund von Halsform, Griffbrettradius oder Bundstäbchen getroffen wird ... dann wunder ich mich immer wieder, was für seltsame Prämissen es gibt. Wenn ich dann wieder mal ein Modell gefunden habe, das mich vom Sound her so begeistert, dass ich doch noch ein letztes :D mal Geld für eine Neues ausgebe ... dann ist mir das Aussehen aber auch sehr wichtig. Dann will ich unbedingt die Farbe aus der Serie, die mich am meisten anspricht, und bau sie zur Not auch etwas um, damit sie mir optisch gut gefällt - wozu gibt's schließlich plastische Chirurgie? :rofl:

Bemerkenswert für mich war (trotz der IMO etwas befremdlichen Platinenbauweise) das ich mit dieser Gitarre richtig so erst Tone und Volume Regler entdeckt habe. Das macht (auch?) bei den Gibson Studios echt Sinn und Spaß!

Bei der Studio lassen sich allein mit dem Volumenregler an einem feinen Röhrenamp schon sehr unterschiedliche Sounds spielen. (Aber auch an einem Modeler - ui, böses Schimpfwort ;) - ist die Les Paul sehr ausdrucksstark und deutlich nuancenreicher als eine Strat.) Man kann am Amp beim Rhythmusspiel den Volumenregler zurück und beim Solo dann einfach voll aufdrehen und richtig mit dem Volumenpoti arbeiten. Je nach Regelung lassen sich sehr schöne Sounds in unterschiedlichsten Crunch-Nuancen - die ich besonders mag - zwischen clean bis hin zu heavy Leadsounds sehr schön regeln. Die Crunchsounds sind - und ich hab das Gefühl, da ist Weight Relief und Granadillo mit daran beteiligt - sehr Höhen- und Oberwellenreich und da kommt eine Menge "Pinch" und sehr geiler "Oberwellen-Dirt" dabei raus, mit dem man ganz viele Nuancen aus einem Tone zaubern kann, je nachdem wie man ihn spielt, phrasiert und vom Griffbrett kitzelt. Wahrlich ein Traum zum Spielen und Hören.
 
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Als Ergänzung zu meiner Les Paul wollte ich für Pop/Rock und Ambient Musik die Classic Player 60 in weiß kaufen. Bin ich beruhigt, dass die hier so gut abschneidet und glaube mit der Wahl mach ich alles richtig.
 
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