A-D-F-F#m - Welche Tonart?

von holzwurm, 04.02.08.

  1. holzwurm

    holzwurm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #1
    Hallo!

    Ich habe einen Track runtergeladen, der aus der Akkordfolge A-D-F-F#m besteht.

    Wie gehe ich nun am besten vor, um die Tonart zu bestimmen?
    Ich habe mir zuerst die einzelnen Töne der Akkorde rausgeschrieben:
    A: A, C#, E
    D: D, F#, A
    F: F, A, C
    F#m: F#, A, C#

    Wenn ich diese nun aneinander reihe, finde ich keine passende Tonleiter...
    A, C, C#, D, E, F, F#, A ?

    Wie gehts weiter?
    Mach ich was falsch?

    Thx,
    Holzwurm
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 05.02.08   #2
    Das Aufreihen der Töne aller Akkorde bringt dich nicht in jedem Fall auf die Tonart, wie du hier siehst. Das passiert immer dann, wenn die Töne nicht aus einer einzigen Tonart stammen.

    Hier kommst du besser, wenn du anhand der Stufenakkorde versuchst, die Tonart zu bestimmen.
    A und D sind zwei Dur-Akkorde im Abstand einer Quarte. Da Dur-Tonarten ihe Dur-Stufen immer auf I, IV und V haben, gibt es zwei mögliche Tonarten:
    A-Dur --> A - Bm - C#m - D - E - F#m - G#°
    D-Dur --> D - Em - F#m - G - A - Bm - C#°​

    Damit bleibt es mehrdeutig. Auch die Melodie und der harmonische Rhythmus haben einen Einfluß.

    F ist in beiden Fällen ein tonartfremder Akkord.

    Gruß
     
  3. Hans_3

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    Erstellt: 05.02.08   #3
    Bist Du 100%ig sicher, dass die Akkorde so richtig sind? Was ist das für ein Track?
     
  4. rockbaby

    rockbaby Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.08   #4
  5. Hans_3

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    Erstellt: 05.02.08   #5
    Mittlerweile habe ich gelernt, dass eigentlich jede noch so beknackte Akkordfolge aufgrund der Theorie erklärbar ist - zur Not auch um 5 Ecken (V = X von W und W ist Y von Z, weil Z = INterchange vom Substitut von U zum Quadrat).

    DAs mag in größeren Zusammenhängen eine spannende Studie wert sein, aber wenn lediglich

    A-D-F-F#m

    ohne weiteren musikalischen Zusammenhang vorliegt, erschließt sich da theoretisch gar nix. Außer, dass es zunächst mal ein schlecht klingendes und in sich sich völlig unschlüssiges Fragment ist, das in dieser Form kein musikalisches Empfinden auszulösen vermag.
     
  6. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 05.02.08   #6
    Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, eine isolierte Akkordfolge zur Tonartbestimmung analyiseren zu wollen, wenn die rhythmische Gewichtung der Akkorde nicht klar ist.

    Bei A-D-F-F#m würde ich auf A-Dur tippen, wenn der F-Dur-Akkord nicht enthalten wäre. Es kann auch durchaus A-Dur sein, wenn der F-Dur-Akkord geringe Bedeutung hat, wenn er also z.B. nur auf einem leichten Taktteil steht und als chromatische Verbindung funktioniert. Aus der bloßen Akkordfolge A-D-F-F#m geht überhaupt nicht hervor, wie bedeutend der F-Dur-Akkord ist, und daher ist es kein Wunder, wenn du zu keinem sinnvollen Analyserergebnis bei der Tonartbestimmung kommst.

    Tonartbestimmung in der Dur-/Moll-Tonalität funktioniert grundsätzlich nur, wenn man die üblichen Funktionsakkorde Tonika, Dominante und/oder Subdominante bzw. ihre Stellvertreter und Parallelen ausfindig machen kann. Diese Beziehungen sind unser Gehör gewöhnt, und nur das kann Maßstab für eine sinnvolle Analyse sein. Ein einfaches Auflisten und Aneinanderreihen von Tonhöhen ist nicht der Weg, wie ein Hörer Musik hört - er gewichtet, bewertet und erkennt wieder. Genauso muß musikalische Analyse laufen, nicht als Aufzählung.

    Harald
     
  7. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 05.02.08   #7
    Ohne den Track zu kennen, würde ich mich bei den Akkorden in der Reihenfolge auch für A-Dur entscheiden. In A-Dur klingt es für mich am stimmigsten. Es wäre dann eine SDM-Kadenz (Subdominant-Moll), in der einige Akkorde ausgetauscht sind. (Der typische Aufbau einer SDM-Kadenz ist TSsT).

    A = Tonika
    D = Subdominante
    F ersetzt Dm = Moll-Subdominante
    F#m ersetzt A = Tonika

    Ich kann aber auch voll daneben liegen. Das ist eben nur das, was ich spontan höre, wenn ich die Akkorde gleichmäßig nacheinander in Schleife spiele.

    Gruß
     
  8. holzwurm

    holzwurm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.08   #8
    Stimmt eigentlich, es ist nicht sicher, dass der Track tatsächlich aus dieser Akkordfolge besteht...
    Wenn ich ihn im Windows Mediaplayer abspiele, wird A-D-F-F#m angezeigt. Kann natürlich sein, dass das falsch ist.

    Hier der Track: http://www.file-upload.net/download-652635/Cliche.mp3.html
     
  9. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 05.02.08   #9
    Ohne eigene Ohren kann man natürlich keine Musik machen... ;)

    A-D-E-F#m wär's gewesen. Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika-Mollparallele. Ein Fall für das kleine musikalische ABC ... ;)

    Auf welchem Akkord rastet denn beim Hören Dein Gehör am festesten ein? Das ist dann auch die Tonart, deren Tonleiter Du verwenden kannst.
     
  10. holzwurm

    holzwurm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.08   #10
    Hehe, danke!

    Das nächste mal wird zuerst gehört ;)
     
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