Ahorn-Griffbrett scallopen?

von steffn, 08.04.08.

  1. steffn

    steffn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.08   #1
    Mohooing!

    Ich hab mir überlegt bei meiner Gitarre (is ne billige und eh schon fast schrottreif) das Griffbrett zu scallopen. Dazu habe ich auch schon andere Threads hier im Board gefunden.
    Leider hab ich nichts zu Ahorn Griffbrettern gefunden. :(
    Muss ich dabei irgendwas beachten? Wenn mich nicht alles täuscht ist das ja lackiert, oder nicht!? Kann ich da einfach dran rumschleifen?

    Wäre super wenn da jemand mehr weiß als ich, bin für alle Tipps dankbar :)

    Grüße
    Steffen
     
  2. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.08   #2
    Klar kann man, nur ist der Lack dann weg. Entsprechend wird das Griffbrett mit der Zeit "dreckig" (kennst ja die vintage-Klampfen wo der Lack vom Hals abgenudelt wurde und das Griffbrett dunkel wird).

    Pflegen mit Leinenöl und Wachs ist dann Pflicht, evtl. kannst das Holz mit Schleifgrundierung versiegeln oder mit Schellack behandeln, dann bleibt es sauber.
     
  3. steffn

    steffn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.08   #3
    Das ging ja mal wieder schnell :)
    Also kann ichs nach dem schleifen so lassen und muss nur gelegentlich mal was dran machen, ja? Reicht da Lemon-Oil aus? Hab davon nämlich noch ne volle Flasche hier rumstehen.

    Mal gucken, vielleicht finde ich in der Werkstatt ja auch noch ne Schleifgrundierung oder Schellack, mal Vaddi fragen.

    Schonmal besten Dank!
    Steffen
     
  4. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.08   #4
    Auf keinen Fall Lemon Oil auf Ahorn, saugt sich mit der Zeit voll und klingt dumpf, ausserdem gibt es unschöne Verfärbungen. Nur Leinenöl ist für Ahorn auf Dauer gut. also ein paar Tropfen zwei mal im Jahr machen wenig aus, aber mit der Zeit wird es richtig schlimm. Auch böse, wenn der Lack porös ist, zieht es auch unter den Lack ein und dieser platzt auf und blättert ab.

    Schellack gibt es bei Obi oder Toom als Fertiglösung oder als Blättchen zum Auflösen im Alkohol. Schleifgrundierung wird hart und muss poliert werden, Schellack ist wesentlich einfacher zum händeln.

    Ich persönlich würde es so lassen und nur ab und zu ölen/wachsen, weil das Gefühl und der Klang von unlackiertem Ahorn wirklich geil sind.
     
  5. steffn

    steffn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.08   #5
    Alles klar, danke für die Warnung, das wusste ich nicht :o
    Werd mich nachher dann gleich mal in die Werkstatt begeben und meine Arbeit beginnen.
    Das Griffbrett bleibt dann wohl unlackiert, das ist für mich am einfachsten..

    Ich kann ja ein paar Fotos vom Ergebnis posten falls es jemanden interessiert. :)

    Steffen
     
  6. _xxx_

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    Erstellt: 08.04.08   #6
    Na klar, immer her mit den Fotos :)
     
  7. steffn

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    Erstellt: 09.04.08   #7
    So hier ist dann schonmal ein Bild von den ersten 90min schleifen..
    Ist nur erstmal recht grob, muss da noch die Feinheiten dran machen.
    Ich muss meine Taktik aber nochmal überdenken. Gröberes Schleifpapier oder so, mit 100er kann ich schleifen wie ich will und trag kaum was ab. Ziemlich hartnäckig dieses Ahorn Brett.
     

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  8. _xxx_

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    Erstellt: 09.04.08   #8
    Sieht so weit gut aus. Einen Dremel Multikonturschleifer kannst nicht besorgen? Mit dem geht's recht schnell. Auch eine halbrunde Feile fürs Grobe wäre hilfreich.
     
  9. steffn

    steffn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.08   #9
    Meinst du mit nem Multikonturschleifer so ein Teil?
    [​IMG]
    Sowas hab ich.. Muss ich mal probieren...
    Ansonsten könnte ne halbrunde Feile auch gut funktionieren, wieso bin ich da nicht selber drauf gekommen ^^
     
  10. _xxx_

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    Erstellt: 09.04.08   #10
  11. steffn

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    Erstellt: 09.04.08   #11
    Ne sowas hab ich leider nicht. Ich frag heute nachmittag mal meinen Onkel nach solch einem Ding oder ner Oberfräse (wenns passende Aufsätze dafür gibt). Der hat sowas bestimmt.
     
  12. Granufink

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    Erstellt: 09.04.08   #12
    Bloß nicht mit der Oberfräse - das Teil ist ohne sicheren Stand sehr gefährlich. Ich empfehle eine nicht zu grobe Rundfeile, dann halt Feinschliff mit Sandpapier (zwischendurch feucht abwischen).

    Zum Lackieren bzw. versiegeln rate ich von Schellack ab, weil es nicht einfach zu verarbeiten ist und nicht wasserbeständig ist; außerdem könnte die Färbung des Lackes gewöhnungsbedürftig aussehen (meist merklich dunkler als andere Lacke, so in Richtung gelb bis zu dunkelbraun, ähnlich Bernstein).
    Ein abriebfester und wasserunempfindlicher Lack wäre sicher etwas besser (Acryl- oder sonstiger lösungsmittelhaltiger Lack, wie aus der Sprühdose könnte klappen - ohne Gewähr, ich bin kein Fachmann!).
     
  13. _xxx_

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    Erstellt: 09.04.08   #13
    Also ich weiß nicht was Du so mit Schellack gemacht hast, aber es ist definitiv Wasserbeständig, lediglich nicht Alkoholbeständig (falls Du ein Bier drüber gekippt hast oder so ;)). Auch kinderleicht zu verarbeiten - gut verdünnt auf ein Tuch und drauf schmieren (beliebig oft je nach gewünschter Schichtdicke), fertig. Ich kenne nichts, was leichter zu verarbeiten ist.

    Mit der Farbe haste Recht, gibt so einen dunkleren Vintage-Stich, das habe ich vergessen zu erwähnen. Halte ich optisch eigentlich eher für einen Vorteil :)
     
  14. Granufink

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    Erstellt: 09.04.08   #14
    Ja, aber nur auf dem Griffbrett aufgetragen sieht es wohl etwas komisch aus - besser man lackiert gleich den ganzen Hals.

    Schellack ist zwar nicht wasserlöslich, kann aber bei Wasserkontakt aufquellen und sich ablösen - für Restauration von alten Möbeln wegen des besonderen Glanzes unverzichtbar, für beanspruchte Teile wie Gebrauchsmöbel (Tisch) und Griffbretter sind modernere Lacke besser geeignet, auch wegen der nicht ganz einfachen Verarbeitung von Schellack.
     
  15. steffn

    steffn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.08   #15
    So, kleines Update.
    Komme schon schneller voran. Mit dem Dremel und dem oben geposteten Aufsatz krieg ich die grobe Rundung gut hin, aber man muss wirklich SEHR aufpassen, dass man nicht gegen die Bünde kommt. Das Ding macht sich nämlich gern mal eigenständig..

    Die Feinheiten mache ich dann mit ner groben Rundfeile und viel Schleifpapier.. Brauch 20min pro Bund.

    Ist aber ziemlich zeitaufwändig finde ich. 7 Stunden bin ich schon bei.. Aber jetzt gehts immer schneller, da die Bundabstände kleiner werden :)
     

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  16. _xxx_

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    Erstellt: 09.04.08   #16
    Granufink: ja klar alles oder nichts lackieren, sonst sieht es ja total vermurkst aus :D

    Der einzige Grund warum ich Schellack mag ist, dass es so einfach ist. Auch wenn es abblättert, ist die Reparatur ein Klacks. Einfach mit Alk reinigen und neu drüber, fertig. Kann halt jeder ohne jegliches Equipment, alles was man braucht ist ein fusselfreies Tuch.
     
  17. _xxx_

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    Erstellt: 09.04.08   #17
    steffn: sieht so weit richtig gut aus :great:
     
  18. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.08   #18
    Das stimmt, ein großer Vorteil ist, dass man Schellack (oder auch Nitrolack) wieder anlösen kann und somit einfach reparieren kann. So sind übergangslose Reparaturen möglich, mit Zweikomponentenlacken z.B. geht sowas natürlich nicht.
     
  19. steffn

    steffn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.08   #19
    Naja, lackieren will ich das Ganze ja eh nicht. Wenns nicht unbedingt notwendig is und ich das ab und zu mal öle/wachse find ich das einfacher..
    Außerdem: Wenn ich Schellack oder so verwenden wollte, müsste ich doch den anderen Lack vorher noch runterschleifen, wäre wohl besser oder?

    Ich denk mal, dass ich morgen fertig werde. Kann wieder von 12 bis 19uhr schleifen, das müsste locker reichen. 3 oder max. 4 Stunden dürfte das noch dauern (soll ja halbwegs vernünftig werden ;) )
     
  20. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.08   #20
    Also die Rückseite würde ich natürlich auch abschleifen, sonst ist es ja eine halbe Sache. Fühlt sich auch sehr angenehm an, das nackte Holz.
     
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