Akkorde ohne Terz?

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Saitenstechen
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Hallo!

Seit einem halben Jahr beschäftige ich mich nun als "Umsteiger" (von E-Gitarre auf E-Bass) mit den neuen Gegebenheiten. Einiges an Grundkenntnissen und Musiktheorie bringe ich demnach bereits mit. :)

Nun ist mir aufgefallen, als ich das Thema Blues aus "easy Rockbass" durchging, dass die Töne der Basslinien sich auf die entsprechenden Akkorde (Arpeggio) beziehen. So beginnt das Arpeggio mit dem jeweiligen Grundton, dann die Quinte, die Septime und der oktavierte Grundton - alles schön in Achtel und im zwölftaktigen einfachen Bluesschema. Wo bleibt die Terz? Ist das im Blues so üblich, dass man sich als Bassist nicht auf ein Tongeschlecht (dur bzw. moll) festlegen will? Oder hat das einen anderen Grund, der sich mir noch nicht erschließt?

Wäre um Antworten dankbar, damit ich das Kapitel beenden kann und (gedanklich frei) zum nächsten Schritt, die C-dur Tonleiter, wechseln kann.

Gruß

Andreas
 
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Nun ist mir aufgefallen, als ich das Thema Blues aus "easy Rockbass" durchging, ... Ist das im Blues so üblich, dass man sich als Bassist nicht auf ein Tongeschlecht (dur bzw. moll) festlegen will? Oder hat das einen anderen Grund, der sich mir noch nicht erschließt?

Hi,

nein, das ist nicht üblich und wäre ja auch langweilig. Vielmehr ist es so, das "Easy Rockbass" einfach kein gutes Lehrbuch ist - meine unwürdige Meinung dazu.

Schau mal in diesen thread, da bekommst du bessere Tips zu Einsteiger-Literatur.

Ansonsten: Gute Wahl umzusteigen :) Viel Spass beim Üben!

Tom
 
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Danke für die schnelle Antwort. :great: Neben dem "easy Rockbass" habe ich auch noch "Rock Bass" von Jäcki Reznicek (aus dem ich den Kontrabassfingersatz übernommen habe). Das war mir für den Einstieg allerdings zu trocken und deshalb suchte ich ein anderes Buch, welches mir den praktischen Einstieg etwas leichter macht.

Kannst du mir vielleicht einen link geben, in dem ich ein Blues-Beispiel mit Terz finde?

Gruß

Andreas
 
Easton
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Wenn der Gitarrist Dur spielt klint die Mollterz im Bass nunmal nicht so dolle. Es kommt darauf an, was die anderen spielen. Ich spiel zum beispiel sehr viel mit Terzen, muss aber immer daraud achten, was meine 6saitigen kollegen spielen.

Warscheinlich hat es sich Herr reznieck einfach mal unkompliziert machen wollen. im einsteigerbuch gehört sowas imho auch nicht.
 
Saitenstechen
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Das ist von mir auch keine Kritik an einem Buch (easy Rockbass, von Dieter Petereit), sondern mir stellte sich (aus den Beispielen heraus) einfach die Frage, warum Bassisten im Blues auf das "Tongeschlecht" verzichten sollen. Deine Antwort ist ja schon ein Erklärungsansatz, wobei gerade durch das "Bluesschema" im Vorfeld die Tonart und die Akkordfolge geklärt wird, d.h. der Viersaiter sollte wissen, was der Kollege mit den 6 Saiten machen wird. ;)

Eine tiefgehende Erklärung gibt es wohl nicht, warum er (Dieter Petereit) aus dem Vierklang der "Septakkorde" einen Dreiklang macht, der zu Lasten der Terz geht? :confused:

Gruß

Andreas
 
zwar
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das liegt daran die wichtigste blue note halt zwischen dur und moll terz liegt. das macht der sänger. oder der leadgitarrist. oder sonstwer. wenn der bass die hauptstimme spielt, kommen auch terzen vor, sonst sicherheitshalber lieber nicht. das ist der grund. steht denn das in deinem buch nicht erklärt?

gruß

zwar
 
Nashrakh
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Das ist von mir auch keine Kritik an einem Buch (easy Rockbass, von Dieter Petereit), sondern mir stellte sich (aus den Beispielen heraus) einfach die Frage, warum Bassisten im Blues auf das "Tongeschlecht" verzichten sollen.
Naja, wenn du die VII spielst, hast du doch einen Ton eines bestimmten Tongeschlechts?

Für mich wäre es auch etwas unüblich, nur (geltend für dur und moll) geschlechtsneutrale Töne, also Grundton, Quarte, Quinte und Oktave (=Grundton) zu spielen. Wäre auch echt langweilig.
 
Saitenstechen
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Danke für eure Unterstützung. :great: Glaube nun jedoch selbst die Lösung gefunden zu haben. Es geht dem Autor wohl darum, bestimmte Fingersätze zum Einsatz zu bringen. Wenn er die Terz einbaut, dann bricht das die Struktur in dem Teil des Buches auf, d.h. der Ton befindet sich einen (dur) oder zwei (moll) Bünde vor dem angestrebten Fingersatz. Später baut er dann in ein Bluesstück die Terz mit ein und gibt den Hinweis, dass die Finger für diese Übung schon relativ flexibel sein müssen. Von daher hat sich das Problem gelöst. :) Und ab zur nexten Lektion, bis die Finger glühen. :D

Gruß

Andreas
 
relact
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Warum die Moll-Terz am Bass im Blues in der Regel nicht gut klingt liegt daran, dass die Tonart im Blues in der Regel Dur ist (außer es wäre ein Moll-Blues).

Der Blues-Gitarrist spielt anstelle der "richtigen" Dur-Tonleiter eine Moll-Tonleiter, und das klingt – wenn mans richtig macht (bei Interesse sh. Blues-Workshop im Signaturlink) - buesig. Wenn Du am Bass zu jedem Dur-Akkord die kleine Terz spielst, haut das gegen die große Terz des jeweils darunterliegenden Dur-Akkordes.

Beispiel Blues in A (hier ohne Dominantseptakkord erklärt):
verwendete Akkorde:
Stufe I: A (Dreiklang: A - C# - E)
Stufe IV: D (Dreiklang: D - F# - A)
Stufe V: E (Dreiklang: E - G# - H)

Wenn Du die Tonart bestimmst, kommt bei A – D – E eine A-Dur-Tonleiter heraus! Die Lead-Instrumente spielen aber eine A-Moll-Tonleiter, was nicht für Dich am Bass gilt!

Wenn Du auf Stufe I am Bass die kleine Terz (C) spielst, reibt das an dem C# des darunterliegenden Akkordes, auf Stufe IV reibt Dein F am F# und auf Stufe V Dein G am G#. Das kannst Du auf der Lead-Gitarre machen, am Bass aber nur sehr eingeschränkt, beispielsweise als Übergangston zur großen Terz!

Übrigens: Das Subject zu Deinem Thread passt nicht. Akkorde ohne Terz wären beispielsweise sus2 oder sus4. Für Dich gibt es schon eine Terz, jeweils die Dur-Terz zum Akkord.

Greetz relact
 
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In der Wald und Wiesen Bluesbegleitung (Grundton Terz Quint Sext kl.Sept und wieder retour) kommt doch eh die Terz vor...
Allerdings kommt es auf das Stück an. Wenn es eins von diesen ist die relact angesprochen hat die die Spannung daraus beziehen dass der Solist ausgiebig die Mollterz über dem Durakkord verwendet, dann weiche ich auch lieber auf andere Töne aus = spiele die Terz gar nicht mehr oder nur selten.

p.s. Was ich nie verstanden habe, wieso im Buch von Jäcki Räcjziki, einer E-Bass Schule, der Kontrabassfingersatz propagiert wird. Spielt irgendwer von euch tatsächlich Kontrabassfingersatz am E-Bass?
 
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Ja!
Ich benutze den standartmäßig.
Wenns die Situation erfordert kann ich auch genausogut mit dem Gitarrenfingersatz spielen
welcher aber für mich immer etwas unbequemer ist in den tiefen Lagen.
In den hohen Lagen passt der natürlich weitestgehend nicht mehr...
Aber du tust gerade so als hättest du den Fingersatz außer im Rockbassbuch noch nie gesehn...?
Den sehe ich bei sogut wie jedem Bassisten... egal ob Profi oder nicht.

Meiner Meinung nach ist eine Mischung aus beiden je nach Situation das Beste.

Übrigens hat mir der KBFS auch den Umstieg auf den KBass erleichtert.
 
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|

What he said.

Ich spiele auch vorrangig Kontrabassfingersatz, es sei denn die Situation erfordert es (zb chromatische Durchgänge).

Mir hats auch geholfen beim Umstieg auf den Fretless.

One finger per fret in den unteren Lagen ist echt ne Quälerei...
 
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Tatsächlich KBFS um des KBFS willen, oder KBFS aus "Schludrigkeit", weils in den tiefen Lagen einfach angenehmer ist? Es macht IMO einen Unterschied ob man 1 finger per fret spielt und hin und wieder in den tiefen Lagen das Konzept nicht zu 100% durchzieht (also nicht 1 finger per fret) denn das ist, wie angesprochen, recht schwierig. Ich denke mal sehr viele Bassisten machen das so, ich mache es ja selber auch wenn es das Stück erlaubt/ich schon ein bisschen müde bin/ich grade nicht dran denke ;) usw. Ich würde mich trotzdem nicht als KBFS-Spieler bezeichnen. Dafür bietet 1 finger per fret einfach zuviele Vorteile.

Wie spielt ihr denn oben genannte Wald und Wiesen Bluesbegleitung, sagen wir, in G? Mit 1 finger per fret kann ich die Linie auf allen Stufen spielen (I IV V) ohne die Handhaltung zu verändern. Braucht natürlich Kraft und Übung (besonders auf der V. Stufe), das gebe ich zu ;) Dafür bin ich schnell und dadurch dass ich die Handhaltung nicht ändern muss auch genauer.

Aber du tust gerade so als hättest du den Fingersatz außer im Rockbassbuch noch nie gesehn...?
Es wundert mich nur dass der KBFS in einer E-Bass Schule dem unbedarften Anfänger nahegelegt wird. Meiner Meinung nach sollte man schon die für das Instrument passende Technik lehren, und für den E-Bass ist das nunmal 1 finger per fret. Die "Faulheit" (aka in den tiefen Lagen KBFS) kommt dann eh von selber... Das ganze zu umgehen indem gleich von Anfang an die "leichtere" Technik vorgeschlagen wird halte ich, nunja, für suboptimal.
Ich fände es besser wenn drinsteht:
Die Standardtechnik ist 1 finger per fret, aber da das (besonders als Anfänger und in tiefen Lagen) schwierig ist, ist es nicht schlimm wenn man dort KBFS spielt. Viele große Bassisten machen das so.
Damit ist allen klar wo der Hammer hängt: Man hat eine solide technische Basis und ist als Anfänger nicht überfordert weil man glaubt diese auf biegen und brechen auch in den unteren Lagen umsetzen zu müssen. Wie du sagst, das beste aus beiden Welten.
 
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Meiner Meinung nach sollte man schon die für das Instrument passende Technik lehren, und für den E-Bass ist das nunmal 1 finger per fret.

Ja gut ^^ deiner Meinung nach...
Jäcki R. ist da aber anderer Meinung da der Bass seiner Mn vom Kontrabass abstammt.

Die Bluesbegleitung würde ich natürlich mit dem 1FpF spielen, da geb ich dir recht.

Die Standardtechnik ist 1 finger per fret, aber da das (besonders als Anfänger und in tiefen Lagen) schwierig ist, ist es nicht schlimm wenn man dort KBFS spielt. Viele große Bassisten machen das so.

Das hört sich so an als sei der KBFS sehr verpöhnt...

Am besten wäre doch:
"Lerne beides in allen Lagen und entscheide dich der Situation entsprechend für das angenehmere!"
 
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Die Standardtechnik ist 1 finger per fret, aber da das (besonders als Anfänger und in tiefen Lagen) schwierig ist, ist es nicht schlimm wenn man dort KBFS spielt. Viele große Bassisten machen das so.
Damit ist allen klar wo der Hammer hängt: Man hat eine solide technische Basis und ist als Anfänger nicht überfordert weil man glaubt diese auf biegen und brechen auch in den unteren Lagen umsetzen zu müssen. Wie du sagst, das beste aus beiden Welten.

Ich würde doch sagen, dass die Standardbasslinien besser mit KBFS zu spielen sind. Würde man konsequent Gitarrenfingersatz benutzen, würde man bei den meisten Standardlinien den kleinen Finger kaum benutzen. z.B. vieleRock-/Funklinien, die auf Grundton, Quint, Sept und Octav basieren. Ich behaupte also der Kontrabassfingersatz ist beim E-Bass weitgehend die angebrachtere Technik, auf Faulheit (allein) würde ich das nicht schieben.
Ich würde auch nicht unbedingt eine Technik über die andere stellen, ich halte beide für gleichberechtigt und behaupte im Idealfall sollten beide sitzen und je nach Situation angewandt werden.
Die Bluesbegleitung die du ansprichst, ist s natürlich ein Fall, wo Gitarrenfingersatz sich gut macht, obwohl ich auf dem Fretless in den tiefen Lagen evtl schon Probleme hätte sauber zu intonieren. Blues spiele ich aber meistens sowieso auf dem echten Kontrabass und da ist das bisschen Lagenwechsel auch nicht schlimm.
 
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Ja gut ^^ deiner Meinung nach...
:p
Jäcki R. ist da aber anderer Meinung da der Bass seiner Mn vom Kontrabass abstammt.
Da kann man sicher wunderbar drüber diskutieren...
Ich würde meinen dass der E-Bass mehr mit der Gitarre gemeinsam hat als mit nem KB. Man spielt halt am E-Bass auch tiefe Töne so wie am KB. Könnte man auch als Zufall bezeichnen. Da gleich von Abstammung zu reden.... das ist ja so wie wenn der kleine Sohn deiner Arbeitskollegin die gleiche Haarfarbe hat wie du und das muss dann als Vaterschaftsbeweis herhalten. Nein nein, zum Vater gehört da schon ein bisschen mehr... ;):D
Die Bluesbegleitung würde ich natürlich mit dem 1FpF spielen, da geb ich dir recht.

Das hört sich so an als sei der KBFS sehr verpöhnt...
Das wollte ich damit nicht sagen, ich habe nichts gegen den KBFS.
Aber wenn mich jemand nach dem Fingersatz (für die C-Dur Tonleiter, für die obige Blues Linie, für eine beliebige Nummer, ganz egal) am Bass fragt dann würde ich ihm das mit 1 finger per fret erklären und danach relativierend hinzufügen dass man in tiefen Lagen gerne auch mal den kleinen und Ringfinger zusammenlegt. (Wenn ich grad viel Zeit hab füge ich noch hinzu dass man letzteres auch KBFS nennt :p)
Bei Linien die mit beiden Fingersätzen gleich gut spielbar sind ist es ja keine Frage, dann kann man nehmen was man will. Aber wenn es Linien gibt bei denen der eine Fingersatz deutliche Vorteile bringt (und die gibt es nunmal) dann finde ich es nur logisch wenn ebendieser in Basschulen gelehrt wird. Der Sinn einer Basschule ist ja eine möglichst gute und allgemeine (=breitflächig für möglichst viele Stile/Linien anwendbare) Technik zu lehren. Deshalb wunderte ich mich über den Ansatz in J.R.s Rockbassbuch. (Alles IMO :) )

Niemand bestreitet dass Flea super slappen kann, trotzdem würde ich einem Anfänger nicht seine Technik ans Herz legen.

Am besten wäre doch:
"Lerne beides in allen Lagen und entscheide dich der Situation entsprechend für das angenehmere!"
Sehr schön gesagt, das unterschreib ich sofort. :great:
 
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Bassistenschwein
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Da kann man sicher wunderbar drüber diskutieren...
Ich würde meinen dass der E-Bass mehr mit der Gitarre gemeinsam hat als mit nem KB. Man spielt halt am E-Bass auch tiefe Töne so wie am KB. Könnte man auch als Zufall bezeichnen.

Naja...dass der E-Bass vom Kontrabass abstammt wird ja wohl niemand ernsthaft bestreiten. Aber das hat mMn nichts mit der Technik zu tun.

Der Sinn einer Basschule ist ja eine möglichst gute und allgemeine (=breitflächig für möglichst viele Stile/Linien anwendbare) Technik zu lehren. Deshalb wunderte ich mich über den Ansatz in J.R.s Rockbassbuch.

Jäcki benutzt und lehrt soweit ich weiß auch in seinem Buch auch den Gitarrenfingersatz. WElches der beiden Systeme der Standard ist und welches Option in bestimmten Situationen ist eben die Frage. Ich sehe die beiden Möglichkeiten als verschiedene "SChulen", wie wahrscheinlich bei allen Instrumenten mehrere nebeneinander existieren. Beim Kontrabass genauso, Diskussionen unter Anhängern verschiedener Techniken führen meistens zu nichts.
 
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Jäcki lehrt den Kontrabassfingersatz bis (auchtung unsicherheit!) zum 12. Bund.
Ich hab nach seinem Buch gelernt Bass zu spielen, und es hat mich doch einige Mühe gekostet, mir den KBFS wieder abzugewöhnen.
Am Anfang hilft trägt der KBFS sicher zur Motivation bei.
Nach einer Gewissen Spielzeit hat sich dann bei mir aber ab und an Frustation breit gemacht. Nämlich immer genau dann, wenn OFPF gefragt war.
Mittlerweile (nach 2 Jahren KBFS und 3 Jahren OFPF) benutz ich den KBFS garnicht mehr und bin froh drüber.
Ich Nachhinein finde ich, macht es am meisten Sinn, OFPF zu versuchen, und wenns nicht geht in tiefen lagen, einfach 3 einzelne Finger zu verwenden, aber nicht den Ring- und den kleinen Finger zusammen.
 
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irgendwo muss er ja die Grenze ziehen und dafür
eignet sich nun mal der 12 Bund. Jetzt kann sich doch jeder
an 5 fingern abzählen dass man den auch oberhalb des 12.
benutzen kann.
Ich weiß ja nicht welches Genre du spielst, aber Situationen in
tiefen Lagen in denen man unbedingt den OFPF spielen muss
sind wohl vorwiegend Figuren oder so in F moll. Alles andere
lässt sich mit ein bisschen globalem Denken mit dem KBFS spielen.
Und das auch noch bequemer.

Dein Fehler war wohl dich auf eine Technik zu versteifen.
 
Saitenstechen
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Aha. Soll ich das Thema für euch in "Fingersätze und Standardakkorde ohne Terz im Blues" umbenennen? :rolleyes:

Der "Jäcki" und sein Buch haben bei mir keine Motivation ausgelöst. Die Literatur von ihm ist total verkopft und so finde ich keinen Zugang zum "Rock Bass". Aber gerade den Kontrabass-Fingersatz halte ich für sehr interessant. Man deckt damit zwar nur drei Bünde ab, aber dafür sehr sicher. Dass man damit nicht schnell sein kann, halte ich für ein Gerücht.

Zwar muss ich öfter umgreifen, doch schult gerade das die Koordination auf dem Griffbrett. Obwohl ich erst seit etwas mehr als einem halben Jahr von der E-Gitarre zum E-Bass gewechselt bin, kann ich dank dem Kontrabass-Fingersatz schon blind spielen. Die Intonation gelingt mir deutlich besser, als über vier Bünde mit dem kleinen Finger.

Deshalb würde ich beide Fingersätze als Standard ansehen wollen und es liegt am Bassisten selbst, den für ihn geeignete zu wählen.

Relact möchte ich noch einmal persönlich für die weiterführende Erklärung zu der Bedeutung der Akkorde im Blues (aus der Sicht eines Bassisten) danken. :great:

Gruß

Andreas
 

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