Grundtöne erkennen?

von Louzifer, 14.09.06.

  1. Louzifer

    Louzifer Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.12.05
    Zuletzt hier:
    6.09.07
    Beiträge:
    18
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 14.09.06   #1
    Ahoi, ich beschäftige mich sein wenigen Tagen/Wochen mit Musiktheorie. Hab auch soweit schon die Intervalle mehr oder weniger gut drin - mein Problem sind mehr die Akkorde.
    Ein Akkord besteht doch im wesentlichen aus einem Grundton, eine Terz und einer Quinte (bzw. Terzschichtung). Soweit so gut. Aber woher weiß ich, welcher dieser drei Töne nun mein Grundton ist? Ich ging bisher immer davon aus, das der tiefste Ton der Grundton ist, was sich bei nährer Betrachtung als falsch erwiesen hat.

    Beispiel:

    ---

    ---

    -o-

    -#o-

    -o-

    1.Wäre das ein E-Dur? Ton besteht aus einem E, nem gis (Terz) und einem B (Quint)
    2. Ein G-Dur Dreiklang ist doch eigentlich kein Dreiklang oder? Es müssen 3 verschiedene Töne angeschlagen werden. Bei einem G-Dur jedoch finden sich zwei G's (einmal E-Saite und einmal auffer e-Saite)
    3. Woran erkenne ich den tun, welcher Ton bei einem Akkord der Grundton ist? Irgendwie hab ich mich da total verrannt...
     
  2. fasangarten

    fasangarten Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.03.06
    Zuletzt hier:
    22.06.11
    Beiträge:
    195
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 14.09.06   #2
    Also,
    Dreiklänge bestehen meistens aus Prim/Grundton Terz und Quinte.
    1. Wenn die Töne die du hingeschrieben hast, stimmen(Kann bei deinem Tab net wirklich was erkennen), dürfte das schon E-Dur sein
    2.Spiel mal den normalen G-Dur Akkord mit 3xG 2xH 1xD an und spiel dann einemal G-Dur mit nur G, H und D.Der erste Akkord klingt voller und irgendwie ''besser''.
    3.Also ich glaube wenn es nicht angegeben ist das der Grundton woanders liegt (z.B.:E/#g), dann müsste der tiefste Ton eigentlich der Grundton sein....
    Ist aber nur meistens so, gibt sicher Lieder wo es nicht angegeben ist
     
  3. Louzifer

    Louzifer Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.12.05
    Zuletzt hier:
    6.09.07
    Beiträge:
    18
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 14.09.06   #3
    Schonmal danke für die Infos. Das obige ist kein Tab sondern in Notenschrift (deswegen nur 5 Linien :D)
    Ist der Grundton denn wirklich fast immer der Tiefste? Denn genau das is mein Problem beim bestimmen von Dreiklängen, wenn ich mir nicht sicher bin - und falls ja, wo sind die Ausnahmen?
     
  4. pönk

    pönk Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.08.06
    Zuletzt hier:
    2.12.11
    Beiträge:
    59
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 14.09.06   #4
    1.Wäre das ein E-Dur? Ton besteht aus einem E, nem gis (Terz) und einem B (Quint)
    2. Ein G-Dur Dreiklang ist doch eigentlich kein Dreiklang oder? Es müssen 3 verschiedene Töne angeschlagen werden. Bei einem G-Dur jedoch finden sich zwei G's (einmal E-Saite und einmal auffer e-Saite)
    3. Woran erkenne ich den tun, welcher Ton bei einem Akkord der Grundton ist? Irgendwie hab ich mich da total verrannt...



    aaalso.... ein E-DUR besteht aus den Tönen E, Gis und H(zumindest im deutschen sprachgebrauch der nicht-jazzer, ich vermute das meintest du mit B)

    dabei ist es scheißegal
    a. in welcher reihenfolge die töne vorkommen, und
    b. ob welche doppelt vorkommen...
    also zu deiner frage 2. doch es ist auch "nur" ein dreiklang, auch wenn der ton G in 2 verschiedenen lagen erscheint.

    erst wenn 4 unterschiedliche töne gleichzeitig auftauchen, spricht der normal-möchtegern-musik-intelektuelle von Vierklängen...

    zur frage 3.: du erkennst es wenn du die vorhandenen töne in TERZSCHICHTUNG bringst... übungsaufgaben dazu gibt dir mit enthusiasmus der musiklehrer aus dem lokalen vorstadt-gymnasium...

    ääähhh... also, das ganze dreiklanggematsche und harmonielehre ist im grunde in der theorie vom klavier abgeleitet, was auf der gitarre dann schon wieder weniger mathematischen sinn ergibt...

    also beispüiel mit E-Dur (welcher aus den Tönen E-G#-H besteht...)

    kommen nun die Töne in der reihenfolge G#-H-e vor, beseht zwischen G# und H eine (kleine) Terz, zwischen H und e eine Quart... in Terzschichtung kriegst du den scheiß, indem du e runteroktavierst zu E und denn hast du wieder E-G#-H, also so dass zwischen allen Tönen Terzabstände entstehen...:screwy:

    Wenn sich ein Akkord in Terzschichtung befindet (also bei E-Dur E-G#-H), nennt man das Grundstellung... ist der Grundton hochoktaviert (also wie vorher G#-H-e), nennt man das "erste Umkehrung", sind Grundton und Terz oktaviert (...also H-e-g#), ist das die 2. Umkehrung.
    Den Grundton eines Akkordes erkennt man am also, wenn man den Akkord in Grundstellung bringt



    das ganz hängt auch immer von der interprätation ab, es gibt jazz-harmonielehre, klassische harmonielehre, und ich bin der meinung, punkrock definiert eine neue... es leben die quintparallelen!!!

    i hope my gelaber will help you weider.
     
  5. LukeSkywalker

    LukeSkywalker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.10.04
    Zuletzt hier:
    4.06.14
    Beiträge:
    285
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    148
    Erstellt: 14.09.06   #5
    Du sagst doch selbst, dass ein Dreiklang aus Grundton, der Terz über dem Grundton und der Quinte über dem Grundton besteht, oder?

    Viel mehr brauchst du nämlich gar nicht zu wissen.

    Wenn du die Töne liest bzw. im Notensystem geschrieben siehst, dann denke sie dir doch zunächst mal so eng wie möglich zusammen.

    Beispiel: Es sind notiert: C#, a#1, f#3. Die denkst du dir erst einmal in eine Oktave, also z.B. c#1, f#1, a#1. Die Reihenfolge darf sich auch ruhig umkehren, ist für die Bestimmung des Grundtones egal. Wenn du soweit bist, hast du eigentlich schon gewonnen, denn jetzt gibt es nur noch drei Möglichkeiten.

    i) Der Akkord ist in Grundstellung, d.h. in der Form Grundton, Terz, Quinte (von unten nach oben)
    ii) Er ist in der ersten Umkehrung, d.h. der Grundton ist eine Oktave nach oben gewandert und die Intervalle vom untersten Ton (jetzt nicht mehr dem Grundton!) zu den zwei darüberliegenden sind Terz und Sext. Bezogen auf die Grundstellung heißt das, dass die Terz unten liegt, darüber die Quinte und darüber der Grundton.
    iii) Letzte Möglichkeit: Zweite Umkehrung, d.h. von der ersten Umkehrung (Grundton eine Oktave hoch) ausgehend ist auch die dort unten liegende Terz oktaviert worden, sodass nun die Quinte unten liegt, darüber der Grundton kommt und darüber die Terz. Die Intervalle vom tiefsten Ton (hier auch nicht dem Grundton!) zu den darüberliegenden sind Quarte und Sext.


    Du musst also nur erkennen, in welcher Umkehrung der Akkord liegt, um den Grundton bestimmen zu können.


    Alternativ kannst du auch so lange den jeweils tiefsten Ton oktavieren, bis die Intervalle mit dem Grundton-Terz-Quint-Schema übereinstimmen, dann ist der Akkord in Grundstellung und der Grundton ist wirklich der tiefste Ton.

    EDIT: Och nö, ich tippe zu langsam... ;)

    EDIT2: Oben das wäre dann ein F#-Dur, f# ist also Grundton.
     
Die Seite wird geladen...