Natürlich geht das.
Es gehört eigentlich nicht so richtig hier her, weil es im Grunde nichts anderes ist als bei einem Gesangsmikro.
Ich möchte nur auf folgendes spezielles Problem hinweisen, das direkt mit der Abnahme des Akkordeons zu tun hat.
in einem anderen Thread testete ich mit wahnsinnigem Elan und finanziellem Einsatz wieder einmal einige Mikros aus, die möglichst viel Ausbeute vom Signal des Akkordeons liefern, denn es ist neben dem Vermeiden von Rückkopplungsproblemen besonders bei den sogenannten Inserteffekten wie Distortion (Verzerrern) sehr wichtig, dass man idealerweise NUR das Effektsignal hört. Am besten kann man das mit einem Pitch (Tonhöhenverbieger) erklären:
Du spielst am Akkordeon C Dur, stellst am Effekt aber eine Quinttransposition ein und willst G Dur hören. Nun hörst Du selbst aus Deinem Akkordeon C Dur und aus dem Monitor oder der PA eben G Dur ... ein teuflisches Geplärr und Geleyer! (Zitat von Johann Sebastian Bach)
Deshalb wäre ein Tonabnehmer schonmal besser und am idealsten ist in der Hinsicht wieder einmal (...) ein Midiakkordeon.
Ich habe vor vielen Jahren erkannt und entschieden, dass es bei elektronischer Verstärkung und besonders bei Nutzung eben dieser Inserteffekte immer auf Kompromisse hinausläuft und dass es am Ende der elektronischen Übertragungskette nicht mehr die Rolle spielt, ob vor dem Mikro ein akustisches 20000 Euro Instrument oder ein "billiges" aber sauberes Sample direkt ins Pult geht.
Nun wagte ich wieder einen Vorstoss in Richtung akustisches Instrument mit noblen Mikros, aber ich kann damit unter alltäglichen Umständen nicht wirklich glücklich werden, weil die Vorraussetzungen dafür fehlen. (Platz auf der Bühne, ein Roady, gutes akustisches Instrument, Bewegungsfreiheit bei gleichbleibender Monitoringqualität usw.)
Ich hoffe dieser Exkurs war nicht unangebracht und ich wollte Dich auch nicht verschrecken. Probiere es halt aus.
In Deinem Fall kannst Du schon mit einem kleinen Pult für unter 149 Euro (
Behringer* Xenyx X1204) herum experimentieren. Das ist ein Pult mit eingebauten Multieffekten unter denen sich eben nicht nur Send effekte wie Reverb und Delay befinden, sondern auch Inserts wie Pitch etc.
Dr. Bajan aus Berlin fummelt viel mit Effekten herum. Von vorn klingt das auch ok, aber auf der Bühne würde ich an seiner Stelle wahnsinnig werden.