Akkordsymbole in besonderen Fällen

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cvinos
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Hallo,

diesen Thread mache ich nun auf, um ganz allgemein über spezielle Akkordsymbole zu sprechen. Hauptaugenmerk sollte dabei auf Klängen liegen, welche für die heutige Akkordsymbolik besondere Tonzusammenstellungen im gleichmäßig temperierten 12-Tonsystem sind: Spezialfälle aus der Sicht der Akkordsymbolik sozusagen.

Es soll nicht weiter schlimm sein, wenn jemand einen Fall postet, der sich als einfach lösbar herausstellt. Es soll auch möglich sein zu sagen, dass es einen Klang als Akkordsymbol nicht gibt, sondern nur für Umkehrungen davon Symbole existieren. Y steht im Folgenden als Platzhalter für einen konkreten Grundton.

Mein Anlass für diesen Thread sind nun die beiden folgenden Klänge, hier repräsentiert als Musical Sets (siehe u.a. http://en.wikipedia.org/wiki/Set_theory_(music)):

{0, 3, 6, 9, 10}

Die ersten vier Töne im Set bilden den verminderten Vierklang, also ein Y°7. Allerdings ist auch die 10 enthalten, also die kleine Septime bzw. ggf. übermäßige Sechste.

{0, 3, 6, 9, 11}

Die ersten vier Töne im Set bilden auch hier den verminderten Vierklang. Allerdings ist hier die 11 enthalten, also die große Septime bzw. ggf. verminderte Prime.

Welche möglichen Akkordsymbole seht ihr jeweils für diese beiden Klänge?


Edit: Mir fällt zu beiden Klängen jeweils ein Symbol ein, das definitiv möglich ist. Jedoch fallen mir darüber hinaus noch weitere Symbole ein, die jedoch fraglich sind. Auf Anfrage kann ich meine Ideen posten. Ich möchte nur momentan nichts vorwegnehmen.
 
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Vermutend, dass es um die Berklee-Akkordschrift geht, folgende Vorschläge:

1. Ym13b5, ein Klang aus HTGT.

2. Ich würde vorschlagen, umzudeuten und die bb7 als Grundton anzunehmen: Y°7/9, ein Klang aus MM bzw. Lokrisch2.
 
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PVaults
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Ich würde eine mathematische strikt von einer musiktheoretischen Betrachtungsweise trennen.

Die Eine stellt nämlich mathematische Zusammenhänge dar, und die andere eben harmonische, für die man immer ein harmonisches Umfeld benötigt.

Weshalb eine Matrix-Beschreibung eines Klanges niemals zu einer musiktheoretisch korrekten bzw. nachvollziehbaren Beschreibung führen kann.

Die Möglichkeiten, einen Matrix-Klang zu beschreiben, gehen mindestens in die Zehntausende...
 
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cvinos
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Reeder: Danke für diesen ersten guten Input. Fehlt dir bei 1. nicht die Septime, oder meinst du irgendwie einen großen Moll-Dreizehn Akkord mit sieben Tönen, mit verminderter Quinte?

PVaults: Ich verwende hier die mathematische Schreibweise, um nicht schon in konkreten Intervallen zu sprechen. Ich möchte ja keine Deutung vorwegnehmen. Das ist hier so, als würde ich die beiden Klänge konkretisieren für einen Grundton und dann die Noten aufschreiben, und dann jedoch dabei schreiben, dass der Aufschrieb noch ganz ohne Orthographie steht und beliebig auf einen anderen Grundton transponiert werden kann. Dies liegt mir aber fern, denn um dies auszudrücken, eignet sich die mathematische Darstellung wesentlich besser. (Wenn jemand hierzu eine bessere Idee hat, schaue ich sie mir gerne an.) Und selbstverständlich ist es in Ordnung und machbar, in Bezug auf ein Musical Set im Rahmen des 12tet mögliche Akkordsymbole zu finden, auch ohne einen bestimmten konkreten musikalischen Kontext. Aber das wurde ja kürzlich im anderen Thread zur weggelassenen Quinte diskutiert.
 
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Reeder: Danke für diesen ersten guten Input. Fehlt dir bei 1. nicht die Septime, oder meinst du irgendwie einen großen Moll-Dreizehn Akkord mit sieben Tönen, mit verminderter Quinte?

Die 7 ist bei der 13 dabei, die None nicht. Ganz normal und völlig unmissverständlich, eigentlich...

Beim zweiten habe ich mich allerdings mit der Chordscale vertan, der Akkord steht nicht in MM, sondern auf der zweiten Stufe von Harmonisch Dur. Die Skala könnte man als Dorisch(b5) bezeichnen.
 
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cvinos
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Diese Seite hier, die klaus111 neulich mal verlinkte, sagt, dass Dreizehn-Akkorde die None enthalten. Handelt es sich hier um zwei verschiedene Schreibweisen? http://www.dolmetsch.com/musictheory17.htm

Edit: Ich könnte auch die Neue Jazz-Harmonielehre mal hervorholen, von Sikora, und darin mal nachscheuan. Aber ich bin einfach zu faul.
 
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Mmh... Bin wohl nicht mehr ganz auf der Höhe um diese Uhrzeit. Also None ja, die 11 war's, die nicht dabei war.
Dann schon eher Ym7b5(13)... oder Ym7b5(add13)... keine Ahnung.
 
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HëllRÆZØR
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HCA
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Beim zweiten Akkord würde ich den höchsten Ton als Grundton betrachten: {0, 3, 6, 9, 11} -> {0, 1, 4, 7, 10}
Das wäre dann ein Y b9.

Den ersten Akkord würde ich (auch unter Änderung des Grundtons) einfach als Spiegelung des zweiten betrachten, also als {-13, -10, -7, -4, 0} -> {0, 3, 6, 9, 13} -> Y°7/b9

Genau wie man den Y b9 z.B. in der Kadenz G b9 - Cm in C-Moll Harmonisch einsetzen kann, so könnte man den Y°7/b9 in der (in der Tonhöhe gespiegelten) Kadenz B°7/b9 - C in C-Dur-Harmonisch einsetzen. Sag ich mal so als Dualist... :rolleyes:
 
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Lieber Threadersteller, soll es hier nun noch weitergehen oder nicht? Mittlerweile stehen ja ein paar Vorschläge zur Diskussion.
 
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cvinos
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Ich habe nun erstmal den Code allgemein ausgelegt. Es werden zurzeit folgende mögliche Symbole erstellt. (Wie oben gesagt, Umkehrungen und Umdeutungen etc. ausgeschlossen - es geht wirklich um die Kombination, die das Musical Set wiedergibt).

zu 1.
Code:
-7(#11,13), ø7(13), °7(7)

zu 2.
Code:
-j7(#11,13), -j7/b5(13), °7(j7)

Allgemein als potentiell überhaupt mögliche Optionstöne, welche dann in Klammern aufgelistet werden, sind zurzeit auch die 7 und die j7 konfiguriert. Ich kann mir vorstellen, dass jeweils die Ergebnisse, in denen eine 7 oder j7 in Klammern steht, d.h. jeweils das letzte Symbol in der Auflistung oben, hier im Board nicht als möglich angesehen werden.

(Der Strich durch den Kreis bei halbvermindert geht normalerweise von links oben nach rechts unten durch den Kreis, aber ich habe ein derartiges Symbol nicht in einem leicht erreichbaren Unicode-Bereich gefunden.)
 

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