Pentatonik inside

von Cudo, 09.01.05.

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  1. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.07   #41
    Nö, das ist Lokrisch. ;)
    richtig wäre für Dorisch: A B C D E F# G A
    Also stammt das Bb wohl von Phrygisch ab und das hat einen ganz eigenen Charakter.
    Es könnte zwar auch vom zweiten Modus von mel. Moll gebildet sein, der hat wieder nen noch anderen Charakter.

    Aber wenn einem das Bb in der Pentatonik gefällt, warum nicht. Erlaubt ist was gefällt und ermöglicht vielleicht eine individuellere Improvisation. :great:

    MfG
     
  2. Thomily

    Thomily Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.07   #42
    hallo leute,
    ich versteh von der ganzen sache nich viel wegen den vielen fremdwoertern wie avoid notes etc. spiele leidenschaftlich keyboard mach auch eigene sachen nur es sind halt standart melodien ... das will ich aendern aber dazu muss ich mich mit der ganzen sache auskennen ...

    deswegen ne frage wie kann ich es am besten lernen ? muss nich sehr schnell gehen ich muss es nur gut verstehen koennen und es auch umsaetzen koennen das heißt es sollten auch schon beispiele bei der erklaerung bei sein etc.

    sorry falls es zu sehr offtopic is...
     
  3. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 06.04.07   #43
    Hallo Thomily,

    ich kann dir die "Neue Jazz-Harmonielehre" von Frank Sikora empfehlen. Mich hat das Buch sehr viel weitergebracht.

    In diesem Buch wird die Theorie wirklich verständlich erklärt. Dir wird das Wissen nicht nur vorgesetzt, sondern alles wird hergeleitet und an Improvisationen von echten Musikern gezeigt. Außerdem enthält das Buch zwei Audio-CDs mit Hörbeispielen, mit denen auch im Verlaufe des Buches gearbeitet wird.

    Das Buch ist aber ein ziemlicher Wälzer (ca. 600 Seiten). Sehr gut finde ich, daß es wie ein richtiges Buch geschrieben ist und nicht wie ein Nachschlagewerk. Es geht auch weit über eine reine Harmonielehre hinaus... (Gehörbildung, Transkription, Formlehre, Guideline, Improvisation, u.s.w....)

    Obwohl dieses Buch bei Null anfängt, kann ich nicht wirklich sagen, ob es für Einsteiger geeignet ist, da ich selber vorher schon Grundkenntnisse in Musiktheorie hatte und auch Noten lesen bzw. nach Noten spielen konnte. Notenlesen ist wichtig, um die vielen Notenbeispiele nachvollziehen zu können.

    Mit diesem Buch wirst du Jahre arbeiten können...


    Falls du nicht ganz so tief in die Materie einsteigen willst, gibt es bestimmt auch Bücher oder Internetseiten, wo man sich die Grundkenntnisse der Harmonielehre aneignen kann.

    Außerdem besteht ja auch die Möglichkeit, sich das Buch in der Bibliothek erst einmal auszuleihen. Dann merkt man ja auch schnell, ob man damit etwas anfangen kann.

    Gruß
     
  4. FantomXR

    FantomXR Keyboardmanufaktur Berlin

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    Erstellt: 18.04.07   #44
    Also eigentlich habe ich mir eingebildet ne ganze Menge von der Materie Harmonielehre zu verstehen, oder zumindest soviel, dass ich weiß, welche EINE Pentatonik ich wo spielen kann.

    Der Grund, warum ich hier in den Thread reinschaute, war der, dass ich gerne über mehr als eine Tonleiter bei einem Stück improvisieren soll. Aber als ich mir den ersten Beitrag durchgelesen hab, dachte ich, ich wäre totaler anfänger. Also bei der Liste habe ich absolut nicht durchgeblickt.
    Dabei weiß ich eigentlich recht viel über Harmonielehre, Stufen, Tonleitern, etc.

    Nun wollte ich mich auch nochmal erkundigen, welche Lektüre ich mir für besseres Verständnis kaufen könnte. Hier wird ja einerseit "Neue Jazz Harmonielehre" benannt, aber auch "Die neue Harmonielehre" von Frank Haunschild. Nun weiß ich nicht, wozu ich greifen soll.

    Ich spiel mit meiner Band Summertime. Sollte ja jedem ein Begriff sein. Wir spielen es auf Cm. So, die ganze Zeit über Cm zu dudeln ist aber etwas öde, weshalb ich Abwechslung suche.

    Kann mir jemand helfen?
     
  5. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 18.04.07   #45
    Ich finde die "Neue Jazz-Harmonielehre" von Frank Sikora besser.

    Im direkten Vergleich wirkt die "Neue Harmonielehre" von Frank Haunschild wie eine Zusammenfassung. Mehr als die harmonischen Zusammenhänge werden da auch nicht erläutert.

    Diese speziellen Zusammenhänge wie im Eröffnungsthread findet man in diesen Büchern trotzdem nicht. Und man kommt meist auch gar nicht von selber auf diese Ideen, wie - einmal sämtliche Einsatzmöglichkeiten für eine einzige Pentatonik zu ermitteln. Deswegen empfinde ich diese Forumartikel als eine echte Bereicherung.

    Gruß
     
  6. FantomXR

    FantomXR Keyboardmanufaktur Berlin

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    Erstellt: 18.04.07   #46
    Ja, wie schon gesagt.

    Ich möchte unbedingt meine Improvisation verbessern und ich hoffe, dass ich mich da mit Büchern weiterbilden kann. Bei mir klingt irgendwie immer alles gleich, wenn ich ne impro spiele....irgendwie immer die gleichen Phrasen, Läufe, etc....

    Gruß,
    Christian
     
  7. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.08   #47
    2. man kann nun aber Akkorde auch aus dem Tonmaterial mehrerer pentatonischer Tonleitern bilden,

    Mixed Pentatonic Voicings

    Die Vorgehensweise hierzu wäre:


    Die diatonischen Akkorde II-7, IVma7 und V7sus4 haben prinzipiell keine avoids. Ich kann über sie folglich alle aus der heptatonischen Stammtonleiter abgeleiteten Pentatoniken spielen.
    Anbei eine kleine Graphik, die die Herleitung der verschiedenen, von der heptatonischen Stammtonleiter abgeleiteten, Pentatoniken veranschaulicht.

    Ein weiterer Grundgedanke dazu ist - wenn ich über II-7 die Dur Pentatonik der I, IV und V Stufe spielen kann, kann ich dann auch über II-7 diese 3 Pentatoniken alle gleichzeitig zusammen spielen?
    Die Antwort ist natürlich „ja“. Die nächste Frage ist allerdings – wie ordne ich sie an? Da das Ganze ja eine praktische Seite haben soll, will sagen, es soll spielbar sein, ordne ich sie nicht quintweise, sondern quartweise an.

    Beispiel in C Dur:

    Hier zunächst die 3 Dur Pentatoniken (die unterste ist die am tiefsten Gelegene):


    f g a c d
    c d e g a
    g a b d e

    Es ergeben sich fünf Quartvoicing die vollständig parallel laufen.
    Wenn wir das Ganze jetzt nach unten erweitern, kommt eine hemitonische Pentatonik hinzu, und zwar die Kumoi. Mark Levin nennt sie In-sen.

    f g a c d
    c d e g a
    g a b d e
    d e f a b

    Nach unten mit Hirajoshi und Pelog erweitern können wir nicht, da wir dann in unseren Voicings b9 Intervalle produzieren würden, die doch den ausgeglichenen Klang erheblich beeinträchtigen würden. Nach oben können wir ebenso wenig erweitern da die Pentatonik der VII Stufe ungebräuchlich ist.
    Was wir jedoch tun können, um die bei pentatonischen Voicings so typische Fünfstimmigkeit zu erreichen, ist die zu oberst liegende Pentatonik zu verdoppeln. Allerdings fängt dabei die F Pentatonik nicht mit dem „f“ an, sondern mit dem „a“ und zwar deshalb, um die Intervallstruktur ausgeglichen erscheinen zu lassen.

    a c d f g
    f g a c d
    c d e g a
    g a b d e
    d e f a b

    Spieltechnisch legt man als Pianist 2 Stimmen in die linke und 3 in die rechte Hand.

    Diese 5 Akkorde können nun in modalen oder auch nicht modalen Stücken angewendet werden. Naheliegend sind natürlich alle II-7 V7/x Patterns. Dort passen sie immer. Aber auch Lydisch ist denkbar wenn man L.I.L. beachtet.
     
  8. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.08   #48
    Will man eine Melodie mit Mixed Pentatonik Voicings harmonisieren, muss natürlich der Melodieton Bestandteil der obersten im Voicing vorhandenen Pentatonik sein. Man kann aber jederzeit den Tonraum erweitern indem man einen chromatic approach einbaut. Somit hat man die Möglichkeit Töne die ausserhalb der obersten Pentatonik im Voicing liegen zu harmonisieren. Das Voicing wird dabei komplett parallel verschoben.
    Weiterhin gibt es die Möglichkeit die Töne e und b der Stammtonleiter (=C Dur, siehe Beispiel oben) jeweils als Ersatz ihrer ober- bzw. unterhalb liegenden benachbarten diatonischen Töne zu gebrauchen. Sprich: das Voicing mit Melodieton f gilt genauso für das Voicing mit Melodieton e, respektive, das Voicing mit dem Melodieton d gilt genauso für das Voicing mit Melodieton e. Selbiges gilt dann auch für den Melodieton b.
    Diese beiden Tatbestände ermöglichen eine Harmonisation des ganzen Tonbestandes.

    Bei liegend bleibender Melodiestimme kann die untere Struktur des Voicings parallel verschoben werden.

    Beispiel dazu:

    Original:
    a c
    f g
    c d
    g a
    d e


    Struktur des Voicings bei liegend bleibender Melodiestimme parallel verschoben:
    a__a __c___c
    e __f__ f#__g
    b __c__c#__d
    f# _g__g#__a
    c#_d__d#__e

    Es funktioniert sogar als Double-Chromatic-Approach:
    a__a__a
    d#-e __f
    bb_b __c
    f__f# _g
    c__c#_d

    Diese Technik ist nützlich um Spannung aufzubauen und um Farbe in modales Spiel zu bekommen.
    Hier mal ein kleines Beispiel.
     
  9. chelito

    chelito Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.10   #49
    Ich schreibe jetzt dann bald meine erste Musik-Schulaufgabe und ein Hauptthema davon ist Bela Bartok. Nun würde ich gerne wissen, wie ich in einem seiner Stücke das für ihn typische Verwenden der Pentatonik herauslesen kann.
     
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