AkustikGitarre aufnehmen 1 oder 2 Mikros

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Erst mal ein lautes HALLO ins Forum :)

Ich möchte bei mir zu Hause im Keller einige Aufnahmen machen. Dabei geht es primär um Akustikaufnahmen von Gitarre und Gesang. Mikros (T-Mann SC-450, Stereoset), kleiner Mischer (phonic AM440), PC nebst Software (CubaseLE) sind vorhanden.
Ist auch alles soweit verkabelt und funktioniert auch - wobei ein Audiointerface sicherlich noch die bessere Wahl wäre als übers Mischpult direkt in die Soundkarte des PC`s - oder?!?!
Meine Frage ist nun... was ist besser, üblicher oder halt sinnvoller - mit 2 Mikrofonen jeweils mono und nach rechts und links geregelt oder aber mit einem Mikro in stereo die Gitarre aufzunehmen. Ich muss sagen das sich mit beiden Varianten ganz gute Ergebnisse erzielen lassen - zumindest für mein "Anfängerohr" ;) . Bei der "1Mikro-Variante" hätte ich das zweite halt gleich für den Gesang frei, ansonsten müsste ich eben drüber singen - geht ja auch. Oder gibt es ein wichtigen Grund mit 2 Mikros die Gitarre aufzunehmen? Evtl. der Nachbearbeitung wegen oder so?
Ich bin, was die Aufnehmerei angeht" echt ein Anfänger, möchte mich aber gerne intensiver damit beschäftigen.
Hier mal eine kleine Hörprobe: http://youtu.be/oN-ueIDWvxU
Diese Aufnahme scheint ein wenig leise zu sein (auch dumpf oder?), deshalb habe ich oben das Audiointerface erwähnt. Beim Weg übers Pult direkt in die Soundkarte muss ich die MikVorverstärker des Pult`s schon ziemlich weit aufdrehen - fängt an zu leicht rauschen. Habe ich eben in Kauf genommen das es ein wenig leiser ist :confused:
Diese Gitarre im Beispiel habe ich mit 2 Mikros aufgenommen und den Gesang drüber - eine zweite Gitarre spielt kurze fills etc. drüber.
Jetzt bin ich mal auf Eure Meinung gespannt :)
Gruß
Stefan
 
Eigenschaft
 
...wobei ein Audiointerface sicherlich noch die bessere Wahl wäre als übers Mischpult direkt in die Soundkarte des PC`s - oder?!?!

Ja.


...mit 2 Mikrofonen jeweils mono und nach rechts und links geregelt oder aber mit einem Mikro in stereo die Gitarre aufzunehmen.

Falls Du hart L/R meinst: weder noch.

Wenn ein Mikrophon nicht speziell als Stereo-Mikrophon gebaut wurde, nimmt es immer in mono auf. Eine Membran, eine Signalleitung, ein Eingang = mono.

Üblicherweise nimmt man auch eher keine Großmembranmikrophone für die Aufnahme einer Akustik-Gitarre, sondern Kleinmembranmikrophone, da diese Impulse feiner auflösen. Meist kommen dann zwei zum Einsatz (diese müssen dabei auch nicht vom gleichen Modell sein), eins zeigt dabei auf das Schallloch, das andere auf den Steg. Um den gewünschten Klang zu erzielen sollte man viel mit deren exakter Ausrichtung experimentieren. Die beiden aufgenommenen Spuren werden dann schon leicht auseinandergelegt, nicht aber hart L/R.


Diese Aufnahme scheint ein wenig leise zu sein (auch dumpf oder?)

"Leise" ist immer relativ, eine Angabe in dBfs ist sinnvoll. Auch werden Aufnahmen natürlich nachbearbeitet, mit Kompressor, EQ etc., eben das was nötig ist um den gewünschten Klang zu erzielen, wobei der Grundklang natürlich schon in der Aufnahme stimmen sollte.



Dein Video bzw. der Klang geht schon ganz OK für YouTube, ist halt fast 100% mono und wirkt dadurch soundtechnisch nicht unbedingt aufregend.
 
Hi und danke für eure schnellen Antworten,

@Klaus: hast natürlich recht, wie soll ich mit einem Mikro stereo aufnehmen - es sind ja keine Stereomik`s - Habe mich da falsch ausgedrückt !

@Signalschwarz: danke für deine Erklärung. Als "stereo" mit einem Mikro hatte ich die Möglichkeit bezeichnet, das parallel zwei mono-Spuren aufgezeichnet werden und die dann entsprechend nach links und rechts geregelt werden - iss jetzt klar, es bleiben dann immer noch 2 Mono-Spuren :redface:
Mit der Art der Mikros dachte ich mir nur, das ich evtl. 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte. Für den Gesang sind sie (Großmembranmikros) die besser Wahl denke ich und für die Gitarre hatte ich da auch schon wirklich tolle Ergebnisse gehört - das waren allerdings auch deutlich hochwertigere Mikros. *kratz am Kopf* :gruebel:
Gut, mir der Soundkarte habe ich mir schon gedacht. Hat evtl. jemand einen Tipp ...Soundkartentechnisch? So um die 100,-€? Denn... neue bzw. andere Mikros für die GitAbnahme müssen anscheinend auch noch her :(
Nochmal vielen Dank für eure schnellen Antworten - ich bleibe dran ;-)
Gruß Stefan "Mojo"

PS: das mit der exakten positionieren der Mikros (bzw. ruhighalten der Gitarre ;)) habe ich jetzt auch schon festgestellt - bei leichter Veränderung passiert schon `ne Menge ...soundmäßig
 
solange du 'soundkartentechnisch' im Bereich von 100 Euro denkst, brauchst du dir über das Mikro keine grossen Sorgen machen...
vor allem kannst du (imho) den 'fast Standard' Kleinmembran komplett knicken
das was diesen Mikros als Vorteil unterstellt wird, kann die Aufnahme-Elektronik der Karte gar nicht umsetzen ;)

wie du ja bereits gemerkt hast, ist die Interaktion von 2 Mikros ein durchaus weites Feld...
in einem akustisch unbehandelten Raum kommt dieser als dritte Komponente ins Spiel - definiertes Arbeiten wird da zur Unmöglichkeit.
du spielst die Gitarre ja nicht als Solo-Instrument sondern im Kontext: da geht sicher auch ein SC450 klar
ich würde sie mit 1 GMK aufnehmen, dafür eine gute Position finden - speziell wenn du sowieso overdubs machst.

an einer 'normalen' Soundkarte mit 2 Mikro-Eingängen fällt der Mixer raus, das Signal sollte dadurch etwas 'Klarheit' gewinnen
würde da aber eher etwas oberhalb der Einsteigerklasse starten.

cheers, Tom
 
Hi Telefunky,
danke fürs Teilhaben ;-)
An den Raum habe ich noch nicht so wirklich intensiv gedacht. Sicher, mir wa schon klar das der Rechner ein wenig nervt - bzw. dessen Lüftergeräusche oder wenn im Nebenraum die Heizung anspringt ...dann fange ich auch von vorne an ;). Die GMK-Mikros sind da doch recht empfindlich.
an einer 'normalen' Soundkarte mit 2 Mikro-Eingängen fällt der Mixer raus, das Signal sollte dadurch etwas 'Klarheit' gewinnen
würde da aber eher etwas oberhalb der Einsteigerklasse starten.
Du meinst doch in dem Fall eine externe Karte inkl. Phantompower oder?? Was heißt "eher etwas oberhalb" - hast du da an was spezielles gedacht? Wie gesagt, habe von der Materie null Ahnung und verlasse mich da gerne auf Erfahrungen anderer.
Aber ich sehen schon... so einfach iss das nich ;)

Gruß
Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:
da ist was dran...
'früher' war einfaches Equipment meist schlicht und einfach auch als 'shice' sofort heraushörbar
heute ist das Zeug eigentlich gar nicht sooo schlecht...
wie schlecht es tatsächlich ist (oder ob überhaupt) bemerkt man erst, wenn man zwischen verschiedenen Sachen umschalten kann
(was natürlich eher selten der Fall sein wird) ;)

ich selbst bin kein Anhänger von USB, verlasse mich da auf Dinge, die hier oft empfohlen werden.
Irgendwas zwischen 150 und 250 Euro sollte solide arbeiten, technisch dürfte sich das nicht stark unterscheiden.
Da ist dann oft die Bundle Software, oder Optik bzw Bedienung das Kaufkriterium.
Akustisch kochen alle mit Wasser, Überflieger gibt's keine.
(ich habe in der Kategorie ein Alesis ioDock für's iPad, das ich oft nutze, weil komfortabel)

Es ist aber ein durchaus markanter Unterschied zu den 'klassischen' Studio-Karten
(Creamware Scope und alte Korg Wandler... ich weiss, dass die nicht mehr zeitgemäss sind, aber ich mag sie)
Das entspricht dann etwa der 500 Euro Kategorie bei Interfaces (oder externen Soundkarten)
Gern als Referenz genannt: RME Babyface - liegt bei Treiber und Vorstufen eindeutig vor M-Audio.
(was bei dem Preis ja nicht wirklich wundert)

Die nächste Kategorie startet so um 1k Euro für 2 Kanäle, das ist ohne Akustikausbau rausgeworfenes Geld.
Technisch natürlich irgendwo reizvoll, aber Bedarf hätte ich da ehrlich gesagt keinen.
(ich bin ja kein Dienstleister...)

Man sollte immer das Gesamtsystem im Blicke behalten.
Ich meinte auch weniger die Umgebungsgeräusche als die allgemeine Raumakustik mit Echos und Überlagerungen.
Rechner lassen sich eigentlich ganz gut leise bekommen, ist halt etwas Arbeit.

cheers, Tom
 
Da sachste was...
Diese RME-Geräte haben wir im Proberaum unter anderem auch - genauer gesagt 2xRME Fireface 800. Nur leider kennt sich unsere Tonmensch auch nicht sooo gut mit Abnahme akustischer Gitarren aus :redface:
Diese Kleinigkeiten sind für mich, neben den ganzen Gates, Komprssoren was auch immer noch, natürlich ein wenig zu überdemensioniert - sprich viiieeel zu teuer ;)
Ich glaube ich werde mir als erstes mal eine externe Soundkarte zulegen und mal sehen was denn so geht. Mit meinen beiden Mikros da rein und mit der Ausrichtung ein wenig rumprobieren. Ich denke, dann sollte das Ergebnis schon mal um Einiges besser sein
Ich werde, sobald ein deutlich besseres Ergebnis vorliegt, dies direkt mal posten und berichten...

Vielen Dank schon mal
Stefan
 
das ist sicher ein guter Ansatz, den (weiteren) Weg anhand des Hör-Ergebnisses zu bestimmen
dein Beispiel klingt ja auch nicht direkt schlecht - es ist nur zuviel auf einmal drin, um die (Einzel-) Komponenten zu beurteilen. ;)

cheers, Tom
 

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