Alptraum - Deutscher Text

von SkaRnickel, 15.04.07.

  1. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #1
    Hallo,

    hätte gerne mal wieder eure Meinung zu meinem zweiten deutschen Text. Er hat keinen Refrain, eine Frage dazu kommt noch nach dem Text.
    Ich weiss, dass die Zeichensetzung nicht immer Korrekt ist, vor allem in den ersten Zeilen jeder Strophe, aber die Kommas sind eher als Pause gedacht.
    Der Stil.. ich höre zurzeit sehr viel ruhige Musik, die vielleicht einen Schlag ins Depressive hat, da würde der Text m.M.n. reinpassen.

    Alptraum

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.

    Ich stehe auf, und bleib' doch liegen.
    Ein inn'rer Kampf schon lang verlor'n,
    kann mich nicht mal mehr selbst belügen.

    Der Weg zur Arbeit, welcher Lohn?
    Mein Kopf schmerzt durch den schweren Druck,
    des Morgenhimmels aus Beton.

    Am Stuhl gefesselt, Zeit verschwenden.
    Der Takt der Uhr mit lautem Knall,
    hämmert an den Schädelwänden.

    Denn Soll vollbracht, der Tag verlor'n.
    die Fahrt nach Haus', mit totem Blick,
    die Lebenslust schon lang erfror'n.

    Der Rest vom Tag, ein Ritual.
    Routine, viel zu oft begangen,
    die Wiederholung eine Qual.

    Jeder Schritt, schonmal getan.
    Und jede Stunde meines Lebens,
    scheint nur belanglos und profan.

    Ein weit'rer Tag, zu End' gebracht.
    vom Leben müd', von mir erschöpft,
    Ich Träum den Traum von letzter Nacht.

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.

    So, nun noch meine Frage zum Refrain: Sollte ich noch einen einfügen, um die tägliche Routine und das ewig wiederholende zu unterstreichen, oder sollte ich ihn eher weglassen, da der Tag einfach vorbeistreicht? Bin mir da zurzeit noch unsicher.

    Vielen Dank fürs lesen,

    SkaRnickel
     
  2. morpheusz

    morpheusz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #2
    ich bin für weglassen, wie du schon gesagt hast, er streicht besser vorbei.
    wirklich guter text.
     
  3. Lieny

    Lieny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #3
    Ich kann dir leider keine genau Analyse geben (wie viele Andere hier), weil ich leider noch nicht sooo viel Ahnung hab vom Texten, aber ich denke, da der Text an "Normale" (in Hinsicht auf die Kenntniss) gerichtet ist, geb ich einfach mal meinen Senf dazu ;-)

    Alptraum

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.
    Das verstehe ich nicht so ganz

    Ich stehe auf, und bleib' doch liegen.
    Das finde ich klasse! Gefällt mir als Wortspiel
    Ein inn'rer Kampf schon lang verlor'n,
    kann mich nicht mal mehr selbst belügen.

    Der Weg zur Arbeit, welcher Lohn?
    Mein Kopf schmerzt durch den schweren Druck,
    des Morgenhimmels aus Beton.
    Ich würde einen anderen Reim wählen, weil Beton/Lohn nicht so ganz passt und wenn du das immer gleichbleibende ausdrücken willst wäre ein "sauberer" (?) Reim vielleicht besser...

    Am Stuhl gefesselt, Zeit verschwenden.
    Der Takt der Uhr mit lautem Knall,
    hämmert an den Schädelwänden.

    Denn Soll vollbracht, der Tag verlor'n.
    Warum ist der Tag verloren?
    die Fahrt nach Haus', mit totem Blick,
    die Lebenslust schon lang erfror'n.

    Der Rest vom Tag, ein Ritual.
    Routine, viel zu oft begangen,
    die Wiederholung eine Qual.

    Jeder Schritt, schonmal getan.
    Und jede Stunde meines Lebens,
    scheint nur belanglos und profan.
    Gefällt mir sehr gut, bis auf, dass ich nicht weiß, was profan heißt^^

    Ein weit'rer Tag, zu End' gebracht.
    vom Leben müd', von mir erschöpft,
    Wie kann er von sich selbst erschopft sein?
    Ich Träum den Traum von letzter Nacht.
    Ich finde, das drückt das ewige Wiederholen gut aus. Gefällt mir!

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.
    Sehr gute Idee die erste Strophe zu wiederholen!

    Mir gefällt dein Text wirklich sehr gut! Ich hoffe, du konntest mit meinem Feedback etwas anfangen.
    Vielleicht hab ich an manchen Stellen einfach ein Brett vorm Kopf und andere verstehen sofort, was gemeint ist, deswegen hoffe ich, dass du noch weiter Rückmeldungen kriegst.
    Ach ja ich wäre dafür einen Refrain weg zu lassen! ;-)
     
  4. SkaRnickel

    SkaRnickel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #4
    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.
    Das verstehe ich nicht so ganz
    Naja, ich meine quasi dass die Person aufwacht, und einen schlimmen Traum hatte, aber kurz darauf merkt, dass das Leben nicht wirklich besser ist.

    Ich stehe auf, und bleib' doch liegen.
    Das finde ich klasse! Gefällt mir als Wortspiel
    Ein inn'rer Kampf schon lang verlor'n,
    kann mich nicht mal mehr selbst belügen.

    Der Weg zur Arbeit, welcher Lohn?
    Mein Kopf schmerzt durch den schweren Druck,
    des Morgenhimmels aus Beton.
    Ich würde einen anderen Reim wählen, weil Beton/Lohn nicht so ganz passt und wenn du das immer gleichbleibende ausdrücken willst wäre ein "sauberer" (?) Reim vielleicht besser...
    Mit dem Reim bin ich ehrlich gesagt auch nicht ganz zufrieden, vielleicht kann man mit der Betonung beim singen da was ausbügeln... Mal sehn.

    Am Stuhl gefesselt, Zeit verschwenden.
    Der Takt der Uhr mit lautem Knall,
    hämmert an den Schädelwänden.

    Denn Soll vollbracht, der Tag verlor'n.
    Warum ist der Tag verloren?
    An manchen Tagen komme ich zb um 5 Uhr nach Hause, und kann für den Rest vom Tag nichts großes mehr anfangen, der Tag ist dann für mich verloren.
    die Fahrt nach Haus', mit totem Blick,
    die Lebenslust schon lang erfror'n.

    Der Rest vom Tag, ein Ritual.
    Routine, viel zu oft begangen,
    die Wiederholung eine Qual.

    Jeder Schritt, schonmal getan.
    Und jede Stunde meines Lebens,
    scheint nur belanglos und profan.
    Gefällt mir sehr gut, bis auf, dass ich nicht weiß, was profan heißt^^
    Profan heisst ungefähr soviel wie "sehr einfach und flach"

    Ein weit'rer Tag, zu End' gebracht.
    vom Leben müd', von mir erschöpft,
    Wie kann er von sich selbst erschopft sein?
    Die Person mag sich selbst nicht.
    Ich Träum den Traum von letzter Nacht.
    Ich finde, das drückt das ewige Wiederholen gut aus. Gefällt mir!
    Danke :)

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.
    Sehr gute Idee die erste Strophe zu wiederholen!

    Mir gefällt dein Text wirklich sehr gut! Ich hoffe, du konntest mit meinem Feedback etwas anfangen.
    Vielleicht hab ich an manchen Stellen einfach ein Brett vorm Kopf und andere verstehen sofort, was gemeint ist, deswegen hoffe ich, dass du noch weiter Rückmeldungen kriegst.
    Ach ja ich wäre dafür einen Refrain weg zu lassen! ;-)

    Vielen Dank für deine Rückmeldung, hat mich sehr gefreut. Die Kritikpunkte waren allesamt berechtigt
    :great:
     
  5. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.04.07   #5
    HI Skarnickel, ein paar Anmerkungen:
    Alptraum

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.
    Deine Erklärung ist okay, aber eingängig ist dies nicht gerade. Bin auch drüber gestolpert.

    Ich stehe auf, und bleib' doch liegen.
    Ein inn'rer Kampf schon lang verlor'n,
    kann mich nicht mal mehr selbst belügen. schön

    Der Weg zur Arbeit, welcher Lohn?
    Mein Kopf schmerzt durch den schweren Druck,
    des Morgenhimmels aus Beton.
    Yo - Lohn und Beton: das wird nicht leicht, das als Reim rüberzubringen. Der Morgenhimmel ist wie Hohn - vielleicht sowas?

    Am Stuhl gefesselt, Zeit verschwenden.
    Der Takt der Uhr mit lautem Knall,
    hämmert an den Schädelwänden.

    Denn Soll vollbracht, der Tag verlor'n.
    Eher den, oder? Wobei es glaube ich, das Soll heißt.
    die Fahrt nach Haus', mit totem Blick,
    die Lebenslust schon lang erfror'n.

    Der Rest vom Tag, ein Ritual.
    Routine, viel zu oft begangen,
    die Wiederholung eine Qual.

    Jeder Schritt, schonmal getan.
    Und jede Stunde meines Lebens,
    scheint nur belanglos und profan.

    Ein weit'rer Tag, zu End' gebracht.
    vom Leben müd', von mir erschöpft, schön
    Ich Träum den Traum von letzter Nacht. sehr schön

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.

    So, nun noch meine Frage zum Refrain: Sollte ich noch einen einfügen, um die tägliche Routine und das ewig wiederholende zu unterstreichen, oder sollte ich ihn eher weglassen, da der Tag einfach vorbeistreicht? Bin mir da zurzeit noch unsicher.
    Routine und Monotonie sowie Wiederholung läßt sich sehr gut über musikalische Elemente rüberbringen: einfacher, sich wiederholender Beat; Langeweile in der Stimme, zwischen den Strophen eine sehr einfache Melodie, die immer gleich vorgebracht wird etc. Wenn Dir kein wirklich guter Refrain einfällt, lass ihn weg.

    x-Riff
     
  6. SkaRnickel

    SkaRnickel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #6
    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.
    Deine Erklärung ist okay, aber eingängig ist dies nicht gerade. Bin auch drüber gestolpert.

    Ich stehe auf, und bleib' doch liegen.
    Ein inn'rer Kampf schon lang verlor'n,
    kann mich nicht mal mehr selbst belügen. schön

    Der Weg zur Arbeit, welcher Lohn?
    Mein Kopf schmerzt durch den schweren Druck,
    des Morgenhimmels aus Beton.
    Yo - Lohn und Beton: das wird nicht leicht, das als Reim rüberzubringen. Der Morgenhimmel ist wie Hohn - vielleicht sowas?
    "Hohn" ist ein guter Tipp, danke! :)

    Am Stuhl gefesselt, Zeit verschwenden.
    Der Takt der Uhr mit lautem Knall,
    hämmert an den Schädelwänden.

    Denn Soll vollbracht, der Tag verlor'n.
    Eher den, oder? Wobei es glaube ich, das Soll heißt.
    Wups, Tippfehler. Hab jetzt auf die Schnelle sowohl "der" als auch "das" gefunden, kann morgen mal ne Deutschlehrerin fragen.
    die Fahrt nach Haus', mit totem Blick,
    die Lebenslust schon lang erfror'n.

    Der Rest vom Tag, ein Ritual.
    Routine, viel zu oft begangen,
    die Wiederholung eine Qual.

    Jeder Schritt, schonmal getan.
    Und jede Stunde meines Lebens,
    scheint nur belanglos und profan.

    Ein weit'rer Tag, zu End' gebracht.
    vom Leben müd', von mir erschöpft, schön
    Ich Träum den Traum von letzter Nacht. sehr schön

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.

    So, nun noch meine Frage zum Refrain: Sollte ich noch einen einfügen, um die tägliche Routine und das ewig wiederholende zu unterstreichen, oder sollte ich ihn eher weglassen, da der Tag einfach vorbeistreicht? Bin mir da zurzeit noch unsicher.
    Routine und Monotonie sowie Wiederholung läßt sich sehr gut über musikalische Elemente rüberbringen: einfacher, sich wiederholender Beat; Langeweile in der Stimme, zwischen den Strophen eine sehr einfache Melodie, die immer gleich vorgebracht wird etc. Wenn Dir kein wirklich guter Refrain einfällt, lass ihn weg.
    Okay, Refrain bleibt ziemlich sicher weg. Vielen Dank dir und den Anderen für die Mühe :great:
     
  7. JTE

    JTE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.07   #7
    yo,
    wieder mal ein imo sehr schöner text. dein erster, "Tier" war ja mal der Kracher.
    der hier steht kaum zurück.
    X-Riff hats schon angesprochen, die monotonie. gerade hier passt das durchgängige reimschema, zeilenzahl usw. ich finde der text past ohne refrain sogar besser. schließlich gibts in dem beschriebenen leben auhc keinen höhepunkt. ;)

    und zur ersten strophe

    Ein neuer Morgen, neues Glück?
    Ein böser Traum mit wahrem Kern,
    bleibt hinterm Leben kaum zurück.

    find ich total geil, und keineswegs stolperig. gerade, weil man auch mal über den inhalt der zeilen nachdenken muss!:great:
    daumen hoch, mal wieder...!
     
  8. max.m

    max.m Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.07   #8
    Hi du,

    ich find den Text wirklich gut, gefällt mir sehr und ist auch formal sehr glatt und einheitlich gehalten. Allerdings würde ich hier evtl. was ändern:

    Ich stehe auf, und bleib' doch liegen.
    Ein inn'rer Kampf schon lang verlor'n,
    kann mich nicht mal mehr selbst belügen

    Der Rhythmus entspricht nicht dem der anderen Strophen und setzt hier irgendwie bildlich gesehn eine Spitze in die sonst so flache, monotone Alltagsebene. Hinzu kommt, dass, wie ich finde, das ganze ziemlich schwerfällig zu sprechen ist. Meiner Meinung nach kann man das etwas flotter rüberbringen und auch etwas besser betonen, wenn man stattdessen schreibt:

    "kann nicht mal mehr mich selbst belügen"


    Achja, und zwecks Refrain. Ich finde den solltest du weglassen. Dadurch dass du bereits die erste auch zur letzten Strophe gemacht hast setzt das einen guten Rahmen. Das gibt in meinen Augen gut wieder, dass das ganze alltäglich ist und bekräftigt die Monotonie. Ein Refrain ist da überflüssig.
     
  9. SkaRnickel

    SkaRnickel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.07   #9
    Hi, auch max.m und JTE vielen Dank, freut mich sehr zu lesen

    Hmm, ob diese Zeile nicht reinpasst, da bin ich mir garnicht mal so sicher. Die Wörter die du vertauscht hast, sind ja alles einsilbige. Denke eigentlich dass das so gehen müsste, wie von mir gedacht. Ausserdem ist zwischen den beiden ja schon wieder eine Unterschiedliche Aussage..

    Trotzdem danke für den Vorschlag :)
     
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