Alternative zu Dezimengriff

von Claus, 16.09.20.

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Casio
  1. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 16.09.20   #1
    Ich habe im folgenden Beispiel eine Dezime, die ich nicht greifen kann und bitte dazu um einen Rat. :weep:
    Meine Alternative wäre naheliegend der andere Guide Tone, also die Septime kleines f. Ist das auch im Kontext die passendste Lösung oder übersehe ich eine bessere Möglichkeit?
    Notenblatt
    Gruß Claus
     
  2. glombi

    glombi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.20   #2
    Hi Claus,

    bin ja selber Anfänger. Aber sowas kriege ich noch hin, wenn ich von vorne an der Lippe greife, und nicht von oben? Ob das technisch okay ist, weiß ich nicht...

    Gruß,
    glombi
     
  3. Claus

    Claus Threadersteller Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 16.09.20   #3
    Du bist Anfänger und kannst diese Stelle spielen? :gruebel:
    Ich kann maximal Nonen kontrolliert greifen und mehr wird es in diesem Leben auch nicht werden.
    Das Stück steht auf Youtube, da pfuscht der Kollege aber die Stelle mit Grundton G und spielt nachfolgend nur die Septime Ab vom Bb7: youtube.com/watch?v=6rdzF3n5VMk

    Gruß Claus
     
  4. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.09.20   #4
    Das ist ein aufgespreizter Dreiklang aus g h e. Bei diesen Tönen würde ich bleiben und deshalb beispielsweise das g nach oben oktavieren. Dann fehlt natürlich der Sprung in die Tiefe. Das h nach unten zum g holen würde ich nicht, weil die Terz "da unten" nicht so prickelnd klingt. Oder Du nimmst das h nach unten und das g nach oben, ... :evil::engel:
     
  5. Armani42

    Armani42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.20   #5
    Ich würde einfach ne Oktave stattdessen spielen, wenns eben net anders geht muss man cheaten :p

    Oder du spielst es ganz schnell wie ne Art Arpeggio und nimmst noch das Pedal um eine Bindung zu erzeugen.
     
  6. Claus

    Claus Threadersteller Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 16.09.20   #6
    Ein verdoppeltes g in der linken Hand oktaviert unterschlägt allerdings die Guide Tones (bei G also h oder f) und damit die Jazzqualität des Akkords, die man auch im Folgetakt sieht.
    Ich dachte mir, da dort immer Grundton+Septime gespielt wird, ist G7 mit G+F statt des Dezimengriffs eine gute Alternative.

    Das e in der rechten Hand ist die diatonische Tension zum G13 und nach dem Arpeggio das überbundene c auf der 4u der Klassiker einer vorgezogenen 1 zum Akkordwechsel. Dessen Akkordsymbol C als Achtelnote mit nix drunter macht für mich keinen Sinn, das c ist für mich als None des Bb7 mit seiner diatonischen Tension g viel logischer.

    Gruß Claus
     
  7. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.09.20   #7
    Die Vierstimmigkeit der vorangehenden Akkorde weiterführen (das wäre meine erste Wahl):
    Notenblatt
    Die Septimen-Bud-Powell-Voicings, die folgen, schon vorwegnehmen:
    Notenblatt
    Die klassische Variante: Arpeggieren (mit leichter, wohldosierter Pedalunterstützung):
    Notenblatt
    Wenn man schon am Arpeggieren ist: :evil:
    Notenblatt
    Die Oktave finde ich klanglich auch ganz interessant (hat was Basie-artiges):
    Notenblatt
    Auch eine Möglichkeit:
    Notenblatt
    Der Tritonus alleine wäre mir ein bisschen zu "leer":
    Notenblatt

    Viele Grüße,
    McCoy

    Edit:
    oooops, ich habe beim letzten Akkord im obersten Akkordton immer das Auflösungszeichen vergessen. Muß natürlich ein f' sein, kein fis' ... :o Also Ab7/13.
     

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  8. Claus

    Claus Threadersteller Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 16.09.20   #8
    Deine erste Wahl ist eine geniale Lösung... :great:

    Wenn ich das Stück drauf habe probiere ich die anderen Lösungen gerne noch aus, aber zuerst muss ich es mal drauf haben.
    Claro, Low Interval Limits tragen ihren Namen zwar umsonst, aber soweit es mich betrifft hoffentlich nicht vergeblich. :D

    Eduard Pütz hat übrigens einige schönen Sachen "cross over" geschrieben, da wartet irgendwann z.B. noch die Jazz Sonata...



    Gruß Claus
     
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  9. Armani42

    Armani42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.20   #9
    @Claus Wieso stellst du eig nie ein Video von Deinem Spiel hier rein? :)
     
  10. Claus

    Claus Threadersteller Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 16.09.20   #10
    Dann müsste ich zu der "Hörprobe" auch stehen können und dazu möchte ich schon noch etwas besser sein.

    Ich kann meine Schwächen ganz gut analysieren und weiß auch methodisch, was ich tun muss um das zu ändern. Aber das reine Üben wird mich für ein passables Niveau sicher noch das nächste Jahr beschäftigen, zum Glück übe ich gerne.
    Ab 2022 bin ich im Ruhestand, dann spiele ich für dich gerne so viel Cocktail-Piano, wie Du willst. :)

    @McCoy Ich konnte den ersten Teil der Etüde jetzt üben. Das G7 in der linken Hand als Terzquartakkord zu spielen ist wirklich ein sehr logisches Voicing an dieser Stelle, es klingt und liegt perfekt im Ablauf, danke!

    8 Takte weiter the same procedure, das notierte Fb7(b5) in Grundstellung wollte Finale als Akkordsymbol nicht, da habe ich es enharmonisch notiert (und die Durterz in E7b5 korrigiert)
    pütz czerny 2.jpg

    Gruß Claus
     
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  11. Armani42

    Armani42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.20   #11
    Hehe okay, naja ich stelle ja auch Videos rein, obwohl ich recht am Anfang bin :D
    Aber finde es immer schön, einen gewissen Fortschritt zu beobachten :)
     
  12. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.09.20   #12
    Notiert ist aber ein Em7(b5) ...
     
  13. Claus

    Claus Threadersteller Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 17.09.20   #13
    Stimmt - danke
    Gemeint aber schon die enharm. Durterz G# - ich korrigiere das noch. :)
    Original abgeschrieben:
    pütz czerny 3.jpg

    Gruß Claus
     
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  14. jazzundso

    jazzundso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.20   #14
    Muss die 4 denn unbedingt leer bleiben? Warum spielst du nicht das G auf die 3 und das H auf die 3+ oder 4?

    Ich würde sogar hingehen und das G auf die 3 spielen und FH auf die 3+ spielen (fast so wie @McCoy es im 4. Beispiel notiert hat, nur nicht gestrummt, sondern eben in Achteln gespielt). Hat dann etwas von Stride Piano bzw. Easy Stride.

    Kann gerade nicht notieren, weil unterwegs, aber im Prinzip so:

    [​IMG]
     
  15. Claus

    Claus Threadersteller Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 18.09.20   #15
    Ich finde, zumindest klingt das gut.
    Eine Aufteilung der Dezime in Achtel auf 3 und 3+ wäre eine gute pragmatische Alternative. Zunächst übe ich das Stück jetzt aber mit dem Terzquartakkord auf der 3, denn der passt sehr schön in den Klang und in die Bewegung der linken Hand.

    Gruß Claus
     
  16. emanuel

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    Erstellt: 18.09.20   #16
    Interessant!:great:
    Danke McCoy für deine Mühe.

    Freundlichen Gruss
    Emanuel
     
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  17. glombi

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    Erstellt: 20.09.20   #17
    Hallo Claus,

    ein ganz klares Jain und Jain. Ich versuche jetzt bald 1,5 Jahre, Klavier zu lernen. Ob mich das zeitlich noch als Anfänger qualifiziert, weiß ich nicht. Von meinen spielerischen Fähigkeiten sehe ich mich aber noch eine Weile als solcher...

    Es hängt davon ab, wie die Dezimen liegen, siehe Anhang:

    IMG_4346.JPG

    Takt 5: C - (G) - E kann ich problemlos greifen, nach ein wenig Üben geht es auch im Kontext, das Tempo habe ich aktuell noch nicht ganz erreicht. Dein Beispiel klappt bei mir genauso.

    Takt 6: B - (F) - D geht nur nacheinander, erst B, dann F - D (das B halte ich mit Pedal). Das werde ich auch nicht mehr anders hinkriegen...

    Grundsätzlich gehe ich zunächst halt immer davon aus, dass Stücke, die für Klavier notiert wurden, auch so wie aufgeschrieben spielbar sein sollten. Den Zahn versucht mir mein Lehrer noch zu ziehen...

    Gruß,
    glombi
     
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  18. Claus

    Claus Threadersteller Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 21.09.20   #18
    Du Glücklicher, gratuliere. :great:
    Meine Hand kann ich gut spreizen, die Finger sind trotzdem etwas zu kurz. In Takt

    Für Bach oder Rubinstein usw. bekanntlich gar kein Problem, für mich aber schon - in Takt 15 meines Stücks steht die Dezime großes As - eingestrichenes c :eek:

    Eduard Pütz schreibt zum Stück, das es parodistisch gemeint ist und notiert weder Tempo- noch Vortragsbezeichnungen.
    Die Beachtung der Pausen ist im Zusammenhang der des muskalischen Verlaufs hier m.E. wesentlich, die Ersetzung der Dezimen durch (bequeme) Terzquartakkorde passt dagegen gut.
    Ich habe das einzige Video zum Stück verlinkt, weil es die Struktur zeigt - bei allen spieltechnischen Erleichterungen, die sich der junge Spieler gönnt. Das "Pfuschen" im Video geht offensichtlich auch und es wird vermutlich nur auffallen, wenn man sich mit diesem Stück beschäftigt.
    Derzeit übe ich es langsam und "straight 8ths", wenn es geübt ist gefällt es mir wahrscheinlich mit etwas Swing bzw. Off Beat-Betonung gespielt noch besser.

    Gruß Claus
     
  19. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.20 um 10:56 Uhr   #19
    Find ich gut. Noch besser wäre es, wenn Du dazu rechts e b e' spielen würdest.
    Also LH: G f RH: e b e'.
    Das gäbe einen fetteren Sound und ist relativ easy zu spielen.
     
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