Altes Klavier kaufen , worauf achten?

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Furzjunge
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Hi allesamt,
Ich würde gern die Kunst des Klavierspielens elernen , leider ist mein Limit bei 400€:(
D.H ein altes Klavier muss her.
Wie ihr euch jedoch vorstellen könnt ist es von einem Anfänger nicht leicht zu beurteilen , ob das Klavier oki doki ist.
Hier mal der Link
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/klavier-in-gutem-zustand/21628616
Jetzt werdet ihr sagen
Bist du zu arm für ein Klavier oder So ein altes Kackding kann sich in den Ar... schieben
Leider fehlen mir als Schüler die finanziellen Mittel .
Ich weiß eine Ferndiagnose ist unmöglich , aber könnt ihr mir noch sagen worauf ich zu achten habe bei der Besichtigung wenn ihr von dem langweiligen,unstrukturierten Text nicht eingeschlafen seit.
lg
Der Preis würde sich aus Stimmen,Transport und evt. kleine Reperaturen ergeben
 
Eigenschaft
 
Moin,

es gibt bereits zig Fäden... guck einfach auch mal da rein.
Das ist ein Oberdämpferklavier, also schon sehr alt. Mich machen die Angaben, daß eine Saite stark verstimmt ist und daß ein "Stimmbuch" dabei ist, sehr stutzig.
Was könnte passiert sein? Jemand hat versucht, sein Klavier selbst zu stimmen und das ging mal voll daneben... Ev. wurden die Wirbeleinfassungen beschädigt usw...
Nur ein Klavierbauer kann vor Ort eine vernünftige Expertise abgeben und sagen, ob das ein Ruin oder lohnenswert ist.

250 Euro für kleine Reparaturen, Transport und Stimmen sind schon sehr eng bemessen. Wenn das Klavier lange nicht gestimmt worden ist, ist es sowieso nix mit einmal stimmen...
Es muß dann langsam wieder auf "Betriebstemperatur" gebracht werden und das muß einer machen, der es kann. Allein beim Stimmen kann man schon sehr viel versauen.

Überlege Dir auch, ob es nicht ein E-Piano/Stagepiano für den Anfang tut. Man bekommt gute gebrauchte auf dem Markt und fährt kein so großes Risiko. Ich selbst habe hier noch mein Klavier und mein Stagepiano, und wenn ich mal "groß" bin, kaufe ich mir einen Flügel. ;)

Grüße

Ippenstein
 
Hallo,

davon ab, dass ich grundsätzlich raten würde als Laie einen Riesenbogen um einen Ebayklavierkauf zu machen, macht dieses angebotene Piano nicht den Eindruck, dass man damit glücklich werden könnte. Wie Ippenstein schon richtig festgestellt hat, handelt es sich bei diesem Instrument um einen sogenannten Oberdämpfer. Oberdämpfer bedeutet, dass die Saiten oberhalb der Hammeranschlagslinie abgedämpft werden. Dieses Mechaniksystem ist der Vorläufer des heutigen, von allen Herstellern verwendetete Unterdämpfermechaniksystem.
Ein wirklich gut geminter Rat: Lass die Finger davon. Es gibt zwar heute immer tatsächlich gut funktionierende Oberdämpfer (z.B. von Ibach), aber das sind Ausnahmen. Diese sind sowohl auf Kammerton stimmbar, und vom Spielgefühl her zumindest "ähnlich" mit einer heutigen Mechanik.
HANCKE ist einer von unzähligen Klavierherstellern, die es um die vorletzte Jahhundertwende gegeben hat. Und es war kein guter! Man sieht es an der Wirbelanordnung und dem Verlauf der Saiten. Selbst wenn die Wirbel fest wären, wovon ich nicht ausgehe, konnte man dieses Instrument nie "richtig" stimmen.
Das einzig Interessante an dem Angebot ist dieses ominöse "Stimmbuch" :gruebel:
Dafür würde es sich ja schon fast lohnen das Angebot zu verfolgen ;) Das ist bestimmt eines dieser "Do-it-yourself"-Anleitungen, die dazu führen, dass die Leute ihre Instrumente selbst ruinieren :rolleyes: Wahrscheinlich ist eine Folge davon, dass eine Seite sich total "verstimmt" hat. Naja, muss jeder selbst wissen, was er tut. Ich kann nur dazu raten: Finger weg vom Stimmen, wenn man davon keine Ahnung hat!

Trotzdem würde ich mich selbst bei dem kleinen Budget, welches Du zur Verfügung hast, nicht entmutigen lassen. Du musst nur etwas Geduld haben. Du bist aus Berlin, und ich sag Dir: Deine Stadt ist voller Klaviere :) Man muss nur etwas Glück haben. Manchmal werden noch wirklich gut funktionierende Instrumente verschenkt, einfach weil "kein Platz" mehr da ist, oder weil jemand wegzieht, ein Großvater gestorben ist, was weiß ich. Wie gesagt, Du musst nur etwas Geduld haben.
Du solltest allerdings den Transport und das Stimmen des Klavieres mit einrechnen. Und auf jeden Fall sollest jemanden mitnehmen, der etwas Ahnung von der Materie hat (im Idealfall natürlich einen Klavierbauer :))

Ein E-Piano ist kein Klavier! Alle Klavierlehrer, die ich kenne, raten ihren Schülern auf einem richtigen Klavier zu lernen. Es gibt sogar natürlich auch richtig gute E-Pianos, die allerdings dann auch wieder ihren Preis haben.

Gruß,

Paul
 
Hallo,

außer bei Notverkauf ist es meiner Einschätzung nach unmöglich, für 400,--€ ein Klavier zu bekommen. Wenn der Wert auf nur noch 400,--€ geschätzt ist, ist das sowas wie ein wirtschaftlicher Totalschaden, weil man ja zur Generalüberholung mehr Geld reinstecken müsste als es noch Wert ist.

Ich kann dir nur empfehlen, noch einen Hunni draufzulegen und dann nach einem D-Piano zu schauen.

Klavier an dem man lange Freude haben möchte geht m.E. ab 1000,-- (besser mehr) los. Dann kann es immer noch sein, das man was investieren muss. In der Rubrik 1000 bis 1800 würde ich aber immer noch das D-Piano vorziehen.

Wenn du nur 400,--€ Budget hast musst du umso mehr bedenken, dass auch alle ein bis 2 Jahre eine Stimmung fällig ist für um die 80,--€ minimum.

Wenn das Klavier nur noch 400,--€ "taugt" fällt es vllt. auch schwer, das noch gut gestimmt zu kriegen.
 
Hey danke an alle ihr habt mich gerrettet :)
Würde auch ein etwas älteres Digital Piano von Techniks ausreichen??
LG
 
Nee, Du hast Dich selbst gerettet indem Du nachgefragt hast :) Du kannst Dich noch mehr retten, wenn Du die Idee mit dem D-oder E-Piano fallen lässt, Geduld hast und bald selbst an ein günstiges gebrauchtes Klavier kommst. Es ist einfach nicht wahr, dass es nicht möglich ist an ein günstiges Klavier zu kommen. Ich weiß nicht, worauf die Preise und Zahlen, die hier genannt wurden basieren. Ich kann Dir nur sagen, dass ich andere Erfahrungen gemacht habe, die darauf beruhen, dass sich unter jahrelanger Beobachtung des Klaviergebrauchtmarkts herausgestellt hat, dass man in der Preisklasse von 0 - 2000Euro alles bekommen kann. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass man für wenig Geld was "Gutes" bekommt. D.h. aber nicht, dass es unmöglich ist. Ich habe schon oft von Fällen gehört, wo jemand für ´n Appel und ´n Ei ein wirklich gutes Instrument bekommen hat. Das können dann z.B. auch Klaviere sein, die schon ein paar Macken im Gehäuse haben. Aber ehrlich gesagt sind die Macken im Gehäuse nicht so dramatisch, wie der HANCKE-Oberdämpfer!
Die Gebrauchtpreise sind u.a. deswegen so niedrig, weil es schon für relativ wenig Geld brandneue Instrumente gibt. So brandneu, dass man sie gleich verfeuern kann :rolleyes: Das sind u.a. die Klaviere, die man über´n Versand bestellen kann. Das sind richtig furchtbare Teile! Aber sie werden von Leuten gekauft, die erst einmal nicht so viel investieren wollen, und die sich vorher nicht informiert haben. Diese Instrumente landen früher oder später auch auf dem Gebrauchtmarkt und werden dann oft für fast neu für über 1000Euro angeboten.

Deswegen halt die Augen auf, frag den Leuten Löcher in den Bauch, schau in die Anzeigen, etc. Und wenn Du was vielversprechendes siehst, dann nimm jemanden mit, der etwas Ahnung hat.

Nicht das hier der Eindruck entsteht, dass ich etwas gegen E-Pianos habe. Im Gegenteil: Ich habe selbst eines :D
 
Hey Danke , ich wunder mich warum ihr so freundlich seit ?:D
Ich weiß ,ich nerve euch alle aber wäre ein Kemble Klavier ok ?
Es hat jedoch nur 5 einhalb Oktaven :gruebel:
Ich weiß das ihr mich zusammen schlagen würdet , wenn ihr mich auf der Straße seht.Ich nehm es euch nicht übel.
Lg
 
Vergiss ein 5 1/2 Oktaven Klavier. Damit kannst du nix anfangen. Such dir ein gebrauchtes Epiano von Yamaha (P100?), Korg, Kawai,Roland etc.
Für 400.- kriegst du kein vernünftiges richtiges Klavier. Das kann dann ja später immer noch kommen;)
Ansonsten nervst du hier sicher niemanden und zusammenschlagen wird dich wohl auch niemand. Wenn das allerdings die gängigen UMgangsformen in Berlin sind, dann bin ich doch froh hier auf dem Land zu leben...
Gruss
drb
 
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Für 400 Euro könnte er inzwischen vielleicht schon das P-200 bekommen. Ich hatte meines vor 1 Jahr für ca. 580 Euro mit Case und Ständer verkauft, und das auch nur, weil ich zufällig am Ort der Käuferin was zu erledigen hatte und so der Transport sichergestellt war.

Es ist besser, Du fragst hier als daß Du nachher Schrott in der Wohnung hast.

Grüße

Ippenstein
 
Das einzig Interessante an dem Angebot ist dieses ominöse "Stimmbuch" :gruebel:
Das könnte doch auch so eine Art Logbuch sein, in dem verzeichnet wurde, wann das Klavier jeweils gestimmt wurde.


wäre ein Kemble Klavier ok ?
Es hat jedoch nur 5 einhalb Oktaven :gruebel:

Ich habe jahrelang auf dem Kemble meiner Mutter gelernt, Baujahr Mitte 70er. Rein äußerlich sieht das so ähnlich aus, wie das von Dir verlinkte. Heute spiele ich nicht mehr so wahnsinnig gerne auf dem Instrument, weil die Mechanik mir nicht so liegt. Aber insgesamt steht das Klavier noch sehr gut da, hält die Stimmung und hat auch einen ordentlichen Klang. Das Klavier aus Deinem Link ist ziemlich niedrig (98 cm) und hat daher relativ kurze Saiten. Aber wenn das Instrument ansonsten in Ordnung ist, kann man auch damit eine zeitlang leben. Die 5 1/2 Oktaven sind natürlich auch nicht das gelbe vom Ei, aber mir z.B. sind 5 1/2 Oktaven echtes Klavier lieber als 8 Oktaven Digital. Das sieht aber wohl jeder anders.

Eine Frage ist auch, wie das Instrument benutzt wurde: Wenn ein Student da jahrelang täglich 8 Stunden Tonleitern drauf geübt hat, aber kein Geld zur Wartung hatte, ist es sehr runtergespielt. Wenn Oma Meume sonntäglich eine Viertelstunde Mittagskonzert mit Clementi-Sonatinen veranstaltet hat, dafür aber regelmäßig den Stimmer hat kommen lassen, ist noch sehr viel in Schuss.

Als Übergangslösung, um mal mit Klavier anzufangen, und wenn man in Aussicht hat, in absehbarer Zeit etwas mehr finazielle Mittel zu haben (man könnte dann z.B. versuchen, das Kemble mit wenig Wertverlust wieder zu verkaufen) würde ich sagen: Warum nicht? Allerdings sollte das Instrument dann auch im wesentlichen in Ordnung sein. Um das zu beurteilen, solltest Du einen in diesem Metier erfahrenen Menschen zur Besichtigung mitnehmen. Denk dran, daß Du ggf. noch Geld in den Transport investieren mußt (falls Du Dir nicht selbst den Rücken zerschinden willst.) Preis geht in der Regel nach Stockwerken.

Ein Tipp: geh mal in ein Klaviergeschäft und spiel Klaviere in verschiedensten Preisklassen an. Wenn Du ein Instrument besichtigst, solltest Du Dich eine gewisse Zeit mit ihm auseindersetzen, um herauszufinden, ob die Chemie zwischen Euch stimmt. Dazu hilft dann die Erfahrung aus dem Klaviergeschäft. Zu diesen Dingern geht man halt immer irgendwie eine Beziehung ein (im Gegensatz zu den Digitalpianos - meiner Meinung nach.)

Grüße,
McCoy
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit den "Schätzen" stimmt das auch wieder... ich habe hier mein Klavier, auf dem ich einst gelernt hatte (nunmehr 22 Jahre alt), das die ganzen letzten Jahre nur rumstand. Und mein Klavierbauer meinte, daß ich dafür auch nur noch an die 500 Euro bekommen könnte. Nun habe ich mich entschieden, daß es in meine neue Wohnung kommt, damit es wieder gespielt wird, weil es dennoch top in Schuß ist und wohl nur wieder hochgestimmt werden muß. Es wurde in der aktiven Zeit davor nämlich regelmäßig gewartet und gestimmt. :)
 
Es hat jedoch nur 5 einhalb Oktaven :gruebel:
Mhm, ich sehe da 6 Oktaven (F...F). Oder wird das dann so bezeichnet?
Ich könnte mir vorstellen, dass man damit für eine gewisse Zeit auskommt und ich denke auch, dass so ein Klavier mehr als ein DP bringt - meine Meinung. Die Tastengröße ist normal? Ob das Teil gut in Schuss ist oder nicht, kann dir hier aber auch keiner sagen ...
 
Auch meiner Meinung nach reicht das Kemble erst mal aus. Die Tastengröße ist übrigens genormt. Die Regulationsmaße müssen/sollten sich auch bei diesem Instrument nicht von den anderen Herstellern unterscheiden. Die Mechanik hat genau dieselben Funktionen wie alle anderen heutigen Mechainken auch. Was die eingeschränkte Tastenanzahl angeht, so braucht man sich keine Sorgen zu machen. Selbst dafür gibt´s Literatur genug :D Cembali, Spinette, Tafeklaviere, etc hatten auch nicht viel mehr Tasten ;)
Interessant wäre natürlich zu erfahren, ob dieses Kemble ähnlich gut gewartet wurde, wie das von Ippenstein. In der Regel haben diese Instrumunte eine gute und stabile Stimmhaltung.
Was den Preis angeht, solltest Du auf jeden Fall immer versuchen zu handeln. Und wenn es "nur" ein Fuffi ist, den Du weniger zahlen musst. In Essen steht grad ebi einem Händler ein ähnliches Piano gebraucht für 780Euro. Da sind allerdings der Transport und eine Stimmung im Preis enthalten. Versuch´s einfach den Preis noch ein wenig zu drücken.

Im übrigen nervst Du nicht :) Du bist dabei Dein Geld nicht zum Fenster rauszuwerfen. Deswegen frag was das Zeug hält. Wir werden versuchen Dir so gut es geht alle Fragen zu beantworten.

Gruß,

Paul

Das könnte doch auch so eine Art Logbuch sein, in dem verzeichnet wurde, wann das Klavier jeweils gestimmt wurde.
Das wäre mal echt prima und hilfreich!
 

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