[Amp] Mesa Boogie Mark IV - ein detailreiches Review

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Mesa Boogie Mark IV Review

Er ist wohl der feuchte Traum vieler Gitarristen. Der Mesa Mark V. Oder in diesem Fall der Mark IV.

Ich habe mich auch lange gefragt warum? Es gibt doch Marshall*, Orange und die Rectifier. Wozu dann also den Mark? Und vor allem für wen von euch ist der überhaupt sinnvoll? Und wer bin ich überhaupt, das beurteilen zu wollen? :-) All das und viel mehr versuche ich folgend zu beantworten.

1. Wer bin ich und was mache ich

  • Ich spiele seit 20 Jahren E-Gitarre und habe vor 8 Jahren angefangen alte Marshall, Orange und Mesa Boogie Amps auszuprobieren
  • Aktuell steht bei mir ein Dual Rectifier und ein Orange OR120, vorher waren es JMP von ca. 1977, oder JCM800 2203, Rockerverbs u.v.m.
  • Gitarren zum Testen waren Fender USA Strat , Gibson SG oder Les Paul
  • Boxen habe ich von 1x12 über 2x12 closed/open bis hin zu 4x12 Boxen
  • Ich liebe Greenbacks, Blackbacks, EV12L, Blue Alnicos und G12-65. Am liebsten alte Celestions, aber ich hab auch JBL D120F u.a.
  • Klingt alles etwas großkotzig, wenn ich es so lese, aber da ich sonst keine Hobbies habe und sich das in 10 Jahren angesammelt hat, ist es vielleicht gar nicht so übel. Man bedenke ich arbeite auch seit fast 20 Jahren
  • Ganz wichtig, finde ich: Die Amps werden/wurden großteils LAUT gespielt. Wermutstropfen: Leider nicht im Bandkontext.
  • Ich hoffe das reicht als Background, sonst freue ich mich natürlich auch zu Fragen zu meiner Person
2. Sound
  • Clean Sound ist, wie man so schön sagt, über jeden Zweifel erhaben. Würde ich einen AC30 spielen, wenn Clean mein Hauptmetier wäre? Ja, aber das ist Meckern auf ganz überirdisch hohem Niveau. Ich würde keinem anderen Amp mehr zutrauen. Aber mal ehrlich: Lead ist vermutlich interessanter als Clean für viele von denen, die diesen Amp in Betracht ziehen. Aber wie gesagt, für meinen Geschmack hat der Kandidat 99 von 100 Punkten im Clean-Bereich
  • Der Crunch ist mehr als in Ordnung im zweiten Kanal. Man muss bedenken, dass es vermutlich keinen besseren Amp für Clean oder Lead Channel gibt, dazu im Vergleich ist der Crunch oder Mid-Distortion im 2. Kanal schon eher durchschnittlich, aber nicht von schlechten Eltern. Der Maßstab von Clean und Lead sind einfach nur immens hoch angesetzt.
  • Das Frequenzbild (Bass, Mitten, Höhen) ist schon sehr speziell einzustellen (da gehe ich weiter unten im Punkt Bedienung nochmal ein). Man muss aber nur wissen wie, und dann geht das auch schon. Soundmäßig hat man dadurch natürlich ganz andere Möglichkeiten als bei einem klassischen Amp. Die Potis sind wie ein EQ vor dem Amp. Der Sound wird dann eher über die Schieberegler des grafischen EQ eingestellt. Das klassische V ist da fast schon Pflicht und hat absolut nichts mit Metal zu tun. Der Amp hat einfach immense Mittenreserven, da darf der 750Hz Regler dann schon fast ganz unten sein.
  • Headroom muss man glaube ich nicht drüber reden, wie viele andere Youtuber komme ich kaum über die Poti-Stellung auf 2 beim Volume hinaus.
  • Die Anschlagsdynamik ist unglaublich. Sowas habe ich vorher noch nie erlebt. Und ich habe wie eingangs erwähnt viele Amps (u.a. alte Marshalls) bei mir zuhause gehabt und intensiv ausprobieren konnte. Aber man muss es mögen. Wie man so oft hört und liest: Der ist ehrlich und gibt alles was an den Saiten passiert gnadenlos wieder.
  • Der Klang bei niedriger Lautstärke ist erstaunlich gut im Vergleich zu Rectifier, JCM800 oder Orange OR120. Das können nicht viele Amps. Wenn es flüsterleise sein muss, greife ich trotzdem nicht zum Röhrenamp. Ich finde laut klingen die alle besser. Beim MK IV muss es eben nur nicht so brachial laut sein, damit es „gut“ klingt.
    • TONE WARS mesa mk iv rev a vs mk iv rev b
    • ML SOUND LAB mesa mark iic+ vs iii vs iv vs v
3. Verarbeitungsqualität
  • Für einen fast 30 Jahre alten Verstärker gab es nichts zu meckern. Da er vom gewerblichen Verkäufer kommt und eine technische Prüfung stattfand, sind wohl viele Sorgen nicht vorhanden, wie bei anderen alten Modellen. Ich hab noch keinen Blick hineingeworfen, aber für einen „Player“ wie mich ist nichts negatives aufgefallen.
  • Ein paar Beispiele aus der Vergangenheit: Orange TH30 hatte mir Probleme gemacht, Vox AC30CC hatte mir Probleme gemacht. AC30C hatte keine Probleme gemacht, Rockerverb MK1, MK2 und OR120 genauso wenig. Insofern denke ich es gibt da zwar ein paar schwarze Schafe im günstigeren Segment (ggf. made in China) aber ein Mesa macht m.E. wenig Sorgen, wenn der Vorbesitzer ihn regelmäßig gewartet hat (Elko checken beim Techniker z.B.).
4. Zuverlässigkeit
  • Ausfälle und technische Probleme hatte ich nach ca. 1,5 Jahren bisher nicht, daher halte ich das Stück (was ja auch schon über 30 Jahre alt ist, für einen „kleinen Panzer“ – gebaut für die Ewigkeit würde ich sagen :-)
  • Brummen und Nebengeräusche sind mit dem Lüfter leider vorhanden. Ich hab bis auf Engl Amps aber bisher wenig Amps erlebt die mucksmäuschenstill sind. Mich hat das leise Brummen/Rauschen nie gestört und ich denke bei höheren Gain-Einstellungen ist das ohne Noise-Gate bei vielen Amps nicht anders.
  • Hitzeentwicklung ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen. Mein Recti und OR120 werden schon etwas heißer, obwohl sie gar nicht so heiß klingen wie der Mark ;-)
  • Servicefreundlichkeit ist generell bei Mesa Boogie vielleicht nicht besonders hoch. Viele Bauteile auf kleinem Raum. Aber die Frage ist, bei welchen Amps ist das heute noch gut? Mein AC30CC2 oder mein Orange TH30 waren für den Techniker leider auch alles andere als ein Spaß.
5. Vielseitigkeit und Einsatzgebiete
  • Meines Erachtens ist der Amp geeignet für viele Musikgenres von Clean bis High Gain und kommt auch super mit unterschiedliche Gitarrentypen bzw. unterschiedlichen Pickups klar.
  • Das Verhalten mit Overdrive oder anderen Pedalen kann ich leider nicht weiter beschreiben. Der Amp macht mich so ohne Weiteres schon sehr glücklich, dass ich nie das Verlangen hatte etwas Anderes einzubinden.
  • Headroom hat er mehr als nötig würde ich sagen. Leise einstellen geht auch im Vergleich zu vielen anderen Amps gut und das Beste: Er klingt dabei auch noch viel besser als alles andere was ich kenne.
  • Transport ist sicherlich keine Unmöglichkeit, aber ich glaube da gibt es heutzutage praktischere Alternativen.
  • Den Klang im Bandkontext könnte man u.a. beim Lamb of God oder Dream Theater hören. Ich kann dazu leider nichts sagen, vermute aber er geht weniger unter als ein Rectifier, da er schlanker und straffer in den Bässen ist und mehr Mitten bei Bedarf schieben kann.
6. Bedienung
  • Intuitive Bedienung ist es nicht wie bei Orange oder Marshall. Bass, Mitten, Höhen sind ja doppelt vorhanden. Aber das prägt den Sound halt auch immens. Es ist etwas fummelig, aber m.E. gewöhnt man sich auch sehr schnell daran.
  • Die Alltagstauglichkeit speziell im Tourbetrieb würde ich als mittel beschreiben. Man hat zwar mehr Regler um bei Bedarf mit Soundveränderungen einzugreifen, aber ich hätte Angst, dass ein Push-Pull Poti dann aus Versehen während des Transports im Push Modus landet, das heißt weniger Bass und weniger Gain im Lead Channel z.B. und das merkt man live dann vielleicht nicht so schnell. Kein Beinbruch, aber wer solch einen Amp spielen will, der möchte ja auch das letzte Fünkchen Qualität rausholen.
7. Fazit
  • Der Preis ist wahrlich nicht von schlechten Eltern, aber m.E. auch gerechtfertigt, für das was man geboten bekommt. Und ich denke die Teile sind auch wertstabil.
  • Da ich kein Techniker bin, kann ich nicht sagen ob er bei einer Wartung einfacher im Umgang ist als die Konkurrenz.
  • Für wen ist der Amp? Meines Erachtens nicht für leise Spieler, da würde ich aber generell keinen Röhrenamp empfehlen und ich hatte auch schon 1W oder 5W Amps. Die klingen nicht besser als 50W oder 100W. Ansonsten für alle anderen die genug Geld haben oder schon alles andere ausprobiert haben außer Soldano, Bogner oder Diezel: Hier bitte zuschlagen!
 
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Danke für dein Review. Der Mark IV war aus meiner Sicht der letzte richtig herausragende Mark. Mark V war ziemlich *naja* und der Mark VII ist zwar wieder in der richtigen Spur, aber es fehlt doch ein wenig diese rohe Gewalt, die man von einem Mesa im Leadkanal erwartet.
Es ist aber echt erstaunlich, dass solche Jahrzehnte alten Massenfertigungen wie der Mark IV auch im Jahr 2026 immernoch für neue Begeisterung sorgen können. ;-)

Der Vergleich zum Recto hinkt natürlich. Die kann man einfach nicht vergleichen und deswegen gibt es beide Linien bis heute völlig zu recht.

Der Mark IV macht sehr vieles richtig. Wer sich ein bisschen mit den Reglern Zeit nimmt, der findet das Schweizer Taschenmesser, das da nämlich mit eingebaut ist.
Was mich einst dazu gebracht hat, den Mark IV wegzugeben (ich hatte über die Jahre 3-4 Stück; sowohl Combo als auch Head und auch Vers A und B): der Lüfter war schon echt nervig. Gerade jetzt kommen die in ein Alter wo die anfangen zu quietschen und zu rappeln. Und für Daheim brauche ich einfach kein Gebläse.
Und die Sorge vor nötigen Servicemaßnahmen. Wenn dir bei dem Ding mal ein Poti abknickt, wirst du ins Unglück gestürzt. Dafür findest du einfach keinen Ersatz mehr. Selbst für einen Elko-Service brauchst du einen guten Draht zu deinem Tech, denn nen Mesa fasst jeder Techniker nur mit ganz spitzen Fingern an. Raucht ein Schalt-Relais weg, wird's auch knifflig. Ein wahrer Fluch auf der Werkbank. In Puncto Nachhaltigkeit und Servicefreundlichkeit würde ich hier deswegen nur 3 von 10 Punkten geben. Aber solange er funktioniert, ist ja alles fein.

Den Vergleich zum SLO100 muss der Mark IV aber nicht scheuen. Ja, er hat nicht diese brachiale Wucht in den tieferen Mitten, aber dafür hat er nen Kanal mehr, den man Dank 5-Band EQ auch sehr gut nutzen kann. Diezel und Bogner sind aus ner ganz anderen Ecke. Die haben soundmäßig nix mit nem Mark IV gemeinsam. Deswegen haben auch viele Diezel-/Bogner-/Soldano-Besitzer trotzdem noch einen Mark Amp rumstehen ;-)

Kurzum: Ein Mesa Boogie Mark IV ist nicht ohne Grund eine Ikone.

...wie lange das mit sämlichen Ikonen noch so bleibt, ist angesichts der rasanten Entwicklung von digitalen Lösungen schwer abzuschätzen. Ich gehöre noch zum alten Eisen und deswegen hab ich gute Röhrenamps auch lieber als Displays mit Tasten.
 
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Danke für die Review.
Ein paar Soundbeispiele wären schön gewesen. Hast Du Aufnahmen, die Du verlinken könntest?
 

Danke für dein Review! Marks sind schon spannende Amps, bin im Gegensatz zum lieben @Seppo666 mit dem Mark V sehr zufrieden - ist wahrscheinlich wie so oft Geschmacksache.

Dafür, dass das schaltungsmäßig derart hochgezüchtete Teile sind (sowohl der IV, als auch natürlich der V) finde ich beachtlich, wie bodenständig die sich klanglich präsentieren. Neulich hat ein Freund von mir den Sound eines Amps als „gewollt“ beschrieben - das fand ich irgendwie sehr passend - und trifft auf die Marks eben genau nicht zu. Die Teile klingen trotz allen Optionen irgendwie immer authentisch mit Ecken und Kanten. Ich vergleiche diesen Charakterzug gerne mit einem JMP 2203, der ehrlichsten Rockmaschine, die ich kenne mit einem Sound, der einfach passt. Klanglich hinkt der Vergleich selbstredend…
 
Die Anschlagsdynamik ist unglaublich. Sowas habe ich vorher noch nie erlebt.
Mein Gitarrelehrer hatte einen Rectifier Combo (bitte frag mich nicht welchen, ist schon sehr lange her), da war das genauso.
Und ich glaube wer das einmal erlebt (gespürt 😁) hat, der vergisst das nie wieder.... (naja, so gehts mir zumindest).

Leider hat es bei mir lange Zeit nicht für einen Mesa gereicht, dann waren kaum welche im Markt und inzwischen schätze ich andere "Amps".
 
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Den hatte ich einige Jahre lang, sogar im Edelholzlook mit passender Zusatzbox.
Zusätzlich sollte man erwähnen, auch das gehört zur Wahrheit:
- Das Ding ist sauschwer,
- es ist ausgesprochen kompliziert zu bedienen,
- erst wenn man ihn wirklich verstanden hat, kann man gute Sounds produzieren, dann aber auch außergewöhnlich gute. Ich habe über eine Woche gebraucht, um ihn wirklich zu verstehen. Erst dann ging die Sonne auf.

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Also in den richtigen Händen ein vielseitiges Monster, aber man muss schon etwas tüfteln, sich diese Sounds verdienen, also nichts für Leute, die einfach nur einstöpseln und spielen wollen.
 
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ausgesprochen kompliziert zu bedienen
Bei Mesa ist der Tipp „RTFM“ nicht nur hilfreich sondern sorgt auch für beste Unterhaltung. Diese Art von Auseinandersetzung mit dem Equipment muss man aber zugegebenermaßen schon auch wollen…

…Ich stehe drauf 😁. Aber auch 3-Knob-Amps haben definitiv ihren Reiz.
 
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Als ich den gebraucht kaufte (von Bigfoot) war kein Handbuch dabei und damals gab es im Internet noch nicht alle denkbaren Anleitungen online....
 
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Verstehe. Dann ist der Erstkontakt mit so einem Cockpit natürlich schon eine kleine Herausforderung.
 
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  • #10
Verstehe. Dann ist der Erstkontakt mit so einem Cockpit natürlich schon eine kleine Herausforderung.
Definitiv. Ich hatte mal den Quad Preamp, bei dem das intuitive Herumdrehen an den Reglern auch schon nicht 100% zielführend war.
 
  • Ersteller
  • #11
Hallo @Seppo666

vielen Dank für deinen Beitrag. Das war sehr schön zu lesen und ich freue mich natürlich auch, wenn wir Gemeinsamkeiten entdecken und die gleiche Leidenschaft teilen. Ich denke ich kann auch alles so unterschreiben wie du es formuliert hast. Lediglich zu einer Passage würde ich noch etwas ergänzen wollen:

nen Mesa fasst jeder Techniker nur mit ganz spitzen Fingern an. Raucht ein Schalt-Relais weg, wird's auch knifflig. Ein wahrer Fluch auf der Werkbank
Da bin ich heilfroh, dass meiner gut läuft. Ich war schon kurz davor einen Mark III zu kaufen, wo der Besitzer im letzten Moment entdeckte, dass der graphic EQ nicht funktioniert. Ein großzügiger Preisnachlass stand im Raum. Kann ich aus dieser Sicht ja sehr froh sein, dass es da nicht zum Deal kam.

Aber mal einen Tech einen Blick reinwerfen zu lassen, kann ja sicher nicht schaden? :-)
 
  • #12
Gern ;-)
Das Board ist ja glücklicherweise voll mit Gleichgesinnten. Und nen gepflegten Umgang gibt es hier auch ;-)

Solange nichts brummt, knistert oder stinkt, würde ich da keinen Bedarf für nen Techniker-Prüfblick sehen. Der guckt dich nur doof an und zuckt mit den Achseln.

Ich mache schon ziemlich lange mit Mark Amps rum. Hatte mal nen Mark I (leider aus Daffke verkauft), später ein Mark I Reissue von 1990 (war schon sehr gut, aber nicht wie das Original), einige IIC und IIC+ (bis auf einen IIC+ Coliseum sind alle wieder weg), zahlreiche Mark III (2 hab ich noch; sh. Video-Link), einige Mark IV und einen Mark VII. Den Mark V kenne ich tatsächlich nicht persönlich, sondern nur von Videos. Insofern geb ich zu, dass es natürlich absolut so sein kann, dass er, wie @Global Override meinte, ein durchaus adäquater Mark-Vertreter ist. Da ich den Mark VII aber hier hab und gerade erst ein ABC-Video mit 2 meiner Mark III gemacht habe, wage ich zu beurteilen, dass "die Alten" mehr Crisp und Rohheit hatten. Ich krieg aus dem Mark VII nie diese Glattheit rausgeregelt, die ihn doch deutlich von den Mark III unterscheidet.

Nicht, dass diese Glattheit was Schlechtes wäre. Es gibt bestimmt viele Leute, die die neueren Marks genau deswegen bevorzugen.
Im direkten Vergleich pocht mein Herz bei den Mark III einfach deutlich schneller.

Hier ist das Video: ABC-Vergleich Mark III Purple Stripe, Mark VII, Mark III Red Stripe

Lasst mich gern wissen, was euch besser gefällt. Auf meinem Kanal findet ihr irgendwo auch ein Video-Vergleich zwischen Engl* Straight und Mark IV. Nur falls es jemanden interessiert ;-)

@Edit: Fällt mir grad auf, dass ich dieses Jahr mein 20-jähriges Boardjubiläum hatte ;-)
 
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  • #13
Ich kann dazu leider nichts sagen, vermute aber er geht weniger unter als ein Rectifier, da er schlanker und straffer in den Bässen ist und mehr Mitten bei Bedarf schieben kann.
Das muss ich revidieren. Ich habe neben einem Roadster zwei Single Rectifier Rect-O-Verb Amps, einen Combo, ein Topteil. Der Combo mit seinen 50 Watt an eine 4x12er angeschlossen hat den Peavey 6505 mit 120 Watt unseres anderen Gitarristen so derbe weggeblasen, dass ich den bei den Proben fast auf Zimmerlautstärke spiele. Das passende Topteil und der Roadster sind da übrigens fast identisch (die klingen ja nie wirklich alle 100% gleich).

Und die Ohren von @cirex haben sich nicht getäuscht. Die reagieren sehr feinfühlig auf den Anschlag und man kann auch sehr schön mit Volume- und Tonepoti arbeiten.

Ansonsten ein schickes Review. Soundbeispiele wären tatsächlich noch schön gewesen!

Ach und evtl hat dein Rectifier irgendwas, wenn er sich im Bandkontext nicht durchsetzen kann.

Ein Mark reizt mich irgendwie auch, aber die Preise sind ja jenseits von Gut und Böse und ehrlich gesagt würde mich das Zusammenspiel der ganzen Potis vermutlich in den Wahnsinn treiben. 😅
 
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  • #14
Das war tatsächlich bei mir der Verkaufsgrund (neben einem wirklich guten Preisgebot): Irgendein Witzbold hatte, nachdem ich jahrelang mit denselben Einstellungen spielte, alle 41 Regler und Schalter auf Null gesetzt. Den vorher perfekten Sound habe ich nie zu 100 % wiedergefunden, vlt. hatte ich den Amp doch nicht -wie angenommen- zu 100 % verstanden oder es hörte sich nur gefühlt anders an, was auch immer.
Dann bot mir fast zeitgleich Bigfoot, von denen hatte ich den Amp seinerzeit mit Edelholzgehäuse und Zusatzbox für unter 2000 € erworben, einen richtig guten Rückkaufspreis für eine Inzahlungsnahme an, weil die wohl einen anderen Interessenten hatten und er ging wieder weg.

Aber ich stimme dem TE zu: Wenn man alles richtig macht, dann leistet dieser Amp wirklich Außergewöhnliches!
Ich meine mich zu erinnern, dass Joe Bonamassa einst in einem englischsprachigen Interview, gefragt nach dem besten Fender*-Amp, den Mark IV nannte..^^
 
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  • #15
Dann bot mir fast zeitgleich Bigfoot, von denen hatte ich den Amp seinerzeit mit Edelholzgehäuse und Zusatzbox für unter 2000 € erworben, einen richtig guten Rückkaufspreis für eine Inzahlungsnahme an, weil die wohl einen anderen Interessenten hatten und er ging wieder weg.
Was nicht wirklich verwunderlich ist, denn allein die Box ist schon 1000 Euro wert. Das Imbuya Gehäuse des Mark IV allein ist auch schon ohne Amp&Speaker 450 Euro wert. Diese Edelholz-Versionen sind wunderschöne Möbelstücke und erzielen besonders hohe Preise.
 
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  • Ersteller
  • #16
@Seppo666 Ich hab das Video angesehen, aber auch Probleme zu erkennen wann welcher Amp dran ist. Wo ist denn im Video die Zahl zu sehen? Bin ich so blind? :D

@Rookie77 wie ich schrieb vermute ich, dass der Mark sich besser durchsetzt. Ich hatte tatsächlich auch mal einen Rectifier im Bandkontext und fand es ganz gut. Aber doch irgendwie ganz anders als alles was ich davor hatte. Vermuten wir mal dein Bandkollege hat am Peavey die Mitten stark rausgedreht, dann ist auch klar, warum der Mesa besser zu hören ist. Sonst ist 6505 ja eher für Mitten bekannt als ein Recto. Viele bekannte Gesichte u.a. Tim Pierce sagen auch wie schwer es ist einen Recto im Studio einzufangen.
 
  • #17
@Seppo666 Ich hab das Video angesehen, aber auch Probleme zu erkennen wann welcher Amp dran ist. Wo ist denn im Video die Zahl zu sehen? Bin ich so blind? :D
Nee, da war ich zu blöd die Kamera bzw. das Handy richtig hinzustellen. Du hörst immer 3x das gleiche Pattern. Der erste Durchgang ist der Mark III Purple Stripe, der zweite der Mark VII und der Dritte der Mark III Red Stripe. Da der VII deutlich anders klingt, kann man das ganz gut unterscheiden.
 
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  • #18
Danke, der Hinweis hilft. Man sieht auch deinen Schatten auf der Box wenn du schaltest :P
Der Purple gefällt mir auf deinen Aufnahmen sehr gut. Der VII weniger. Der Red ist auch gut, klingt aber als hätte er weniger Gain und Bass als der Purple.
 
  • #19
*edit*
So würdest du es in "echt" vermutlich auch empfinden. Also scheint das in der Aufnahme ganz gut rüberzukommen.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • #20
Das Board ist ja glücklicherweise voll mit Gleichgesinnten.
Ich rufe mal den Kollegen @Prozac herbei, er ist ebenfalls Kenner ("Kenner wissen Bescheid TM"), vielleicht mag er sich ja einklinken.
 

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