MrKnister
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- 27.10.26
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- Göttingen
Mesa Boogie Mark IV Review
Er ist wohl der feuchte Traum vieler Gitarristen. Der Mesa Mark V. Oder in diesem Fall der Mark IV.
Ich habe mich auch lange gefragt warum? Es gibt doch Marshall*, Orange und die Rectifier. Wozu dann also den Mark? Und vor allem für wen von euch ist der überhaupt sinnvoll? Und wer bin ich überhaupt, das beurteilen zu wollen?
All das und viel mehr versuche ich folgend zu beantworten.
1. Wer bin ich und was mache ich
Er ist wohl der feuchte Traum vieler Gitarristen. Der Mesa Mark V. Oder in diesem Fall der Mark IV.
Ich habe mich auch lange gefragt warum? Es gibt doch Marshall*, Orange und die Rectifier. Wozu dann also den Mark? Und vor allem für wen von euch ist der überhaupt sinnvoll? Und wer bin ich überhaupt, das beurteilen zu wollen?
All das und viel mehr versuche ich folgend zu beantworten.1. Wer bin ich und was mache ich
- Ich spiele seit 20 Jahren E-Gitarre und habe vor 8 Jahren angefangen alte Marshall, Orange und Mesa Boogie Amps auszuprobieren
- Aktuell steht bei mir ein Dual Rectifier und ein Orange OR120, vorher waren es JMP von ca. 1977, oder JCM800 2203, Rockerverbs u.v.m.
- Gitarren zum Testen waren Fender USA Strat , Gibson SG oder Les Paul
- Boxen habe ich von 1x12 über 2x12 closed/open bis hin zu 4x12 Boxen
- Ich liebe Greenbacks, Blackbacks, EV12L, Blue Alnicos und G12-65. Am liebsten alte Celestions, aber ich hab auch JBL D120F u.a.
- Klingt alles etwas großkotzig, wenn ich es so lese, aber da ich sonst keine Hobbies habe und sich das in 10 Jahren angesammelt hat, ist es vielleicht gar nicht so übel. Man bedenke ich arbeite auch seit fast 20 Jahren
- Ganz wichtig, finde ich: Die Amps werden/wurden großteils LAUT gespielt. Wermutstropfen: Leider nicht im Bandkontext.
- Ich hoffe das reicht als Background, sonst freue ich mich natürlich auch zu Fragen zu meiner Person
- Clean Sound ist, wie man so schön sagt, über jeden Zweifel erhaben. Würde ich einen AC30 spielen, wenn Clean mein Hauptmetier wäre? Ja, aber das ist Meckern auf ganz überirdisch hohem Niveau. Ich würde keinem anderen Amp mehr zutrauen. Aber mal ehrlich: Lead ist vermutlich interessanter als Clean für viele von denen, die diesen Amp in Betracht ziehen. Aber wie gesagt, für meinen Geschmack hat der Kandidat 99 von 100 Punkten im Clean-Bereich
- Der Crunch ist mehr als in Ordnung im zweiten Kanal. Man muss bedenken, dass es vermutlich keinen besseren Amp für Clean oder Lead Channel gibt, dazu im Vergleich ist der Crunch oder Mid-Distortion im 2. Kanal schon eher durchschnittlich, aber nicht von schlechten Eltern. Der Maßstab von Clean und Lead sind einfach nur immens hoch angesetzt.
- Das Frequenzbild (Bass, Mitten, Höhen) ist schon sehr speziell einzustellen (da gehe ich weiter unten im Punkt Bedienung nochmal ein). Man muss aber nur wissen wie, und dann geht das auch schon. Soundmäßig hat man dadurch natürlich ganz andere Möglichkeiten als bei einem klassischen Amp. Die Potis sind wie ein EQ vor dem Amp. Der Sound wird dann eher über die Schieberegler des grafischen EQ eingestellt. Das klassische V ist da fast schon Pflicht und hat absolut nichts mit Metal zu tun. Der Amp hat einfach immense Mittenreserven, da darf der 750Hz Regler dann schon fast ganz unten sein.
- Headroom muss man glaube ich nicht drüber reden, wie viele andere Youtuber komme ich kaum über die Poti-Stellung auf 2 beim Volume hinaus.
- Die Anschlagsdynamik ist unglaublich. Sowas habe ich vorher noch nie erlebt. Und ich habe wie eingangs erwähnt viele Amps (u.a. alte Marshalls) bei mir zuhause gehabt und intensiv ausprobieren konnte. Aber man muss es mögen. Wie man so oft hört und liest: Der ist ehrlich und gibt alles was an den Saiten passiert gnadenlos wieder.
- Der Klang bei niedriger Lautstärke ist erstaunlich gut im Vergleich zu Rectifier, JCM800 oder Orange OR120. Das können nicht viele Amps. Wenn es flüsterleise sein muss, greife ich trotzdem nicht zum Röhrenamp. Ich finde laut klingen die alle besser. Beim MK IV muss es eben nur nicht so brachial laut sein, damit es „gut“ klingt.
- TONE WARS mesa mk iv rev a vs mk iv rev b
- ML SOUND LAB mesa mark iic+ vs iii vs iv vs v
- Für einen fast 30 Jahre alten Verstärker gab es nichts zu meckern. Da er vom gewerblichen Verkäufer kommt und eine technische Prüfung stattfand, sind wohl viele Sorgen nicht vorhanden, wie bei anderen alten Modellen. Ich hab noch keinen Blick hineingeworfen, aber für einen „Player“ wie mich ist nichts negatives aufgefallen.
- Ein paar Beispiele aus der Vergangenheit: Orange TH30 hatte mir Probleme gemacht, Vox AC30CC hatte mir Probleme gemacht. AC30C hatte keine Probleme gemacht, Rockerverb MK1, MK2 und OR120 genauso wenig. Insofern denke ich es gibt da zwar ein paar schwarze Schafe im günstigeren Segment (ggf. made in China) aber ein Mesa macht m.E. wenig Sorgen, wenn der Vorbesitzer ihn regelmäßig gewartet hat (Elko checken beim Techniker z.B.).
- Ausfälle und technische Probleme hatte ich nach ca. 1,5 Jahren bisher nicht, daher halte ich das Stück (was ja auch schon über 30 Jahre alt ist, für einen „kleinen Panzer“ – gebaut für die Ewigkeit würde ich sagen

- Brummen und Nebengeräusche sind mit dem Lüfter leider vorhanden. Ich hab bis auf Engl Amps aber bisher wenig Amps erlebt die mucksmäuschenstill sind. Mich hat das leise Brummen/Rauschen nie gestört und ich denke bei höheren Gain-Einstellungen ist das ohne Noise-Gate bei vielen Amps nicht anders.
- Hitzeentwicklung ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen. Mein Recti und OR120 werden schon etwas heißer, obwohl sie gar nicht so heiß klingen wie der Mark ;-)
- Servicefreundlichkeit ist generell bei Mesa Boogie vielleicht nicht besonders hoch. Viele Bauteile auf kleinem Raum. Aber die Frage ist, bei welchen Amps ist das heute noch gut? Mein AC30CC2 oder mein Orange TH30 waren für den Techniker leider auch alles andere als ein Spaß.
- Meines Erachtens ist der Amp geeignet für viele Musikgenres von Clean bis High Gain und kommt auch super mit unterschiedliche Gitarrentypen bzw. unterschiedlichen Pickups klar.
- Das Verhalten mit Overdrive oder anderen Pedalen kann ich leider nicht weiter beschreiben. Der Amp macht mich so ohne Weiteres schon sehr glücklich, dass ich nie das Verlangen hatte etwas Anderes einzubinden.
- Headroom hat er mehr als nötig würde ich sagen. Leise einstellen geht auch im Vergleich zu vielen anderen Amps gut und das Beste: Er klingt dabei auch noch viel besser als alles andere was ich kenne.
- Transport ist sicherlich keine Unmöglichkeit, aber ich glaube da gibt es heutzutage praktischere Alternativen.
- Den Klang im Bandkontext könnte man u.a. beim Lamb of God oder Dream Theater hören. Ich kann dazu leider nichts sagen, vermute aber er geht weniger unter als ein Rectifier, da er schlanker und straffer in den Bässen ist und mehr Mitten bei Bedarf schieben kann.
- Intuitive Bedienung ist es nicht wie bei Orange oder Marshall. Bass, Mitten, Höhen sind ja doppelt vorhanden. Aber das prägt den Sound halt auch immens. Es ist etwas fummelig, aber m.E. gewöhnt man sich auch sehr schnell daran.
- Die Alltagstauglichkeit speziell im Tourbetrieb würde ich als mittel beschreiben. Man hat zwar mehr Regler um bei Bedarf mit Soundveränderungen einzugreifen, aber ich hätte Angst, dass ein Push-Pull Poti dann aus Versehen während des Transports im Push Modus landet, das heißt weniger Bass und weniger Gain im Lead Channel z.B. und das merkt man live dann vielleicht nicht so schnell. Kein Beinbruch, aber wer solch einen Amp spielen will, der möchte ja auch das letzte Fünkchen Qualität rausholen.
- Der Preis ist wahrlich nicht von schlechten Eltern, aber m.E. auch gerechtfertigt, für das was man geboten bekommt. Und ich denke die Teile sind auch wertstabil.
- Da ich kein Techniker bin, kann ich nicht sagen ob er bei einer Wartung einfacher im Umgang ist als die Konkurrenz.
- Für wen ist der Amp? Meines Erachtens nicht für leise Spieler, da würde ich aber generell keinen Röhrenamp empfehlen und ich hatte auch schon 1W oder 5W Amps. Die klingen nicht besser als 50W oder 100W. Ansonsten für alle anderen die genug Geld haben oder schon alles andere ausprobiert haben außer Soldano, Bogner oder Diezel: Hier bitte zuschlagen!
Grund: Schriftgröße angepasst
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) hat, der vergisst das nie wieder.... (naja, so gehts mir zumindest).

