[Anfänger] - Bass, Amp, Kabel, Unterricht

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Hallo Kollegen der tiefen Saiten,

ich spiele seit ca. 20 Jahren Schlagzeug, aber mich juckt es seit Jahren schon in den Fingern, mit dem Bass anzufangen.
Vor ca. 12 Jahren habe ich auch mal E-Gitarren-Unterricht gehabt, hier aber auch immer wieder das Instrument ruhen lassen, weil es mich einfach nie richtig in seinen Bann ziehen konnte. Selbst, als ich mir vor 2 Jahren in einem Wahnanfall eine neue Gitarre gekauft habe, habe ich nur ein paar Wochen ernsthaft gespielt und seitdem immer nur mal wieder drauf rumgeklimpert.
Ich bin einfach eher in der Rhythmusecke zu Hause und ich finde am Bass einfach so geil, dass er meistens so unterschätzt wird. Oft heißt es "Bass ist doch nicht so wichtig", aber wenn kein Bass dabei ist, fällt es plötzlich auf :D
Besonders klick gemacht hat es bei mir, als ich vor eineinhalb Jahren als Drummer in einer Hochzeitsband war und wir Bruno Mars - Perm gespielt haben. Das war so ein unfassbarer Spaß mit dem Bassisten, die restlichen Instrumente waren hier einfach so unwichtig, weil Schlagzeug und Bass alles erledigt haben :hail:

Naja, egal... ich dachte mir, mach lieber mal jetzt, bevor du es gar nicht mehr anfängst!
Klar, ich bin mit 35 nicht mehr der Jüngste, aber meine Ambition ist jetzt auch nicht, ein neuer Charles Berthoud zu werden - Respekt für das, was der kann, aber das ist nicht das, was mich am Bass flasht :)

Und weil ich hier jetzt einfach genug Fragen zu diversen Themen habe, hab ichs jetzt mal in die Plauderecke gestellt (kann gerne verschoben werden, wenn nötig).

Da ich wie gesagt blutiger Anfänger bin, habe ich mir für den Anfang diese Kombo herausgesucht:



und



und



Ist das eurer Meinung nach schon ein totaler Overkill - gerade beim Amp - oder passend für den Anfang (achso: bin Linkshänder, deswegen die LH-Version)?

Ich hab beim Schlagzeug auch immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer das teuerste Equipment sein muss und fahre bspw. mit den günstigen Zultan-Becken sehr sehr gut, auch meine neue Gitarre ist eine Harley Benton um die 190€, die meiner Ansicht nach ganz ok ist (wobei ich natürlich auch kaum Ahnung habe). Ganz günstig sollte der Bass jetzt nicht sein, aber ich muss auch keine 500€ ausgeben, wenn ich noch nicht mal weiß, ob ich das in 3 Jahren noch mache.

Hinsichtlich Unterricht: ich bin ein riesen Freund davon, persönlich vor jemandem zu sitzen, der mir auf die Finger schaut und mit dem ich von Auge zu Auge sprechen kann. Dafür zahle ich auch gerne etwas mehr, aber ich habe immer das Gefühl, dass diese ganzen "online-lessons" nicht so ernsthaft sind, wie persönlicher Unterricht. Ich vergleiche das für mich auch gerne mit der Arbeit. Auch hier ziehe ich ein persönliches Gespräch im Büro tausendmal einem MS Teams-Call vor. Da wir jetzt aber andere Zeiten haben und persönlicher Unterricht kaum oder schwer machbar ist --> haltet ihr es für sinnvoll, dennoch lieber mit online-Unterricht anzufangen, bevor man erstmal autodidaktisch etwas macht, bis man wieder regulär Unterricht nehmen kann? Habe hier schon gelesen, dass Unterricht immer sein sollte, bspw., um sich keine falsche Handhaltung anzugewöhnen, aus der dann gesundheitliche Probleme resultieren könnten.
Falls online-Unterricht --> gibt es da jemand in München und Umgebung (5-Seen-Land), der gute Kurse gibt? München deswegen, weil ich danach dann vielleicht auch persönlich hingehen könnte, sobald wieder möglich.

Zeitlicher Faktor: ich denke, dass ich einmal pro Woche Unterricht nehmen würde, dazu dann (je nachdem, wie anstrengend der Tag auf der Arbeit war) jeden Abend noch ne halbe Stunde Bass spielen. Reicht das, um sich da was aufzubauen, oder ist das eurer Meinung nach zu wenig? Mehr geht definitiv nicht, weil wir gerade in unser erstes eigenes Haus ziehen (riesige Umstellung, man weiß noch gar nicht so recht, was auf einen zukommt), der Weg zur Arbeit dadurch deutlich länger wird, ich nebenher eigentlich noch Eishockey spiele (wenn das denn überhaupt noch geht in diesem Winter wegen Corona) und und und... :)

Danke schonmal für eure Einschätzung und - groove on!
 
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FoxGolf

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Ist das eurer Meinung nach schon ein totaler Overkill - gerade beim Amp - oder passend für den Anfang
Also der Amp ist für den Hausgebrauch sicher Overkill, außer die Wohnsituation läßt es zu, auch mal die Sau rauszulassen, für den Einsatz in einer Rockband wird er eher unterdimensioniert sein.
Die HB-Instrumente sind normalerweise schon sehr tauglich (ich habe zwei Bässe und eine Gitarre von denen), ob jetzt diese Rick-Kopie irgendwas mit dem Original zu tun hat, kann ich allerdings nicht sagen.
Zeitlicher Faktor: ich denke, dass ich einmal pro Woche Unterricht nehmen würde, dazu dann (je nachdem, wie anstrengend der Tag auf der Arbeit war) jeden Abend noch ne halbe Stunde Bass spielen. Reicht das, um sich da was aufzubauen, oder ist das eurer Meinung nach zu wenig?
Wenn du es schaffst, das durchzuziehen, reicht das auf jeden Fall.
 
Filztier

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Die Rickenbacker Kopie schaut echt cool aus. Mit der habe ich auch schon geliebäugelt.
Der Peavey ist auch ein schmuckes Ding.
Ich denke als Schlagzeuger sollte dir das Basspiel intuitiv liegen und halbe Stunde am Tag passt schon. Das kannst du so bequem nebenher machen. Das Erfolgserlebnis wird sich schon einstellen. Bloß nicht reinstressen.
 
MrC

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Hallo metaljuenger,

willkommen im Klub der Langholzspieler ...

Zum Equipment: ein Rickenbacker bzw. eine Rick-Kopie hat einen ziemlich eigenständigen Sound (Lemmy Kilmister lässt grüßen). Wenn er zu Deinen Vorstellungen passt, ist alles prima. Bei den Günstig-Herstellern lohnt es sich generell, das einzelne Instrument genau unter die Lupe zu nehmen, ob alles astrein ist. Klar, Gurken kann man auch im oberen Preissegment erwischen, aber die Serienstreuung ist bei den "Billigheimern" oft deutlich größer. Ist die Verarbeitung ok, spricht nichts dagegen. - Combo mit 150W ist für den Anfang in Ordnung. Kann auch im Proberaum ausreichend sein, aber das kommt natürlich auf die Raumgegebenheiten und die Bandkollegen an. Ausstattung des Peavey ist gut (Tuner, Overdrive, DI Out, FX Loop, Anschluß für Zusatzbox), sollte passen. Kabel passt auch, Sommer macht gute Sachen, und 6 Meter ist eine gute Länge. Und ca. 30 Euro für 6 Meter ist weder billig noch Esoterik.

Zum Proben: fang mit der halben Stunde an und gewöhn' Dich erstmal ans Instrument. Deine Finger werden einige Zeit brauchen, um wirklich zu verinnerlichen, was sie da machen sollen, da sollte man am Anfang nicht übertreiben. Übungen für die linke Hand, Übungen für die rechte Hand, ach, da gibt's tonnenweise Material dazu. Und dann einfach mal anfangen, in ein paar Dir gut bekannte Songs reinzuhören, was der Bassist da so macht. Und einfach mal auszuprobieren, was Du davon schon umgesetzt kriegst.

Region München und Unterricht kann ich Dir allerdings nicht weiterhelfen ...

Bässte Grüße

MrC
 
metaljuenger

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Also der Amp ist für den Hausgebrauch sicher Overkill, außer die Wohnsituation läßt es zu, auch mal die Sau rauszulassen, für den Einsatz in einer Rockband wird er eher unterdimensioniert sein.
Die HB-Instrumente sind normalerweise schon sehr tauglich (ich habe zwei Bässe und eine Gitarre von denen), ob jetzt diese Rick-Kopie irgendwas mit dem Original zu tun hat, kann ich allerdings nicht sagen.

Wenn du es schaffst, das durchzuziehen, reicht das auf jeden Fall.

Ja, das mit dem Amp ist halt die Frage. Wir wohnen bald in einer DHH, da sollte ich im Keller schon auch mal bisserl aufdrehen können, ohne dass gleich die Polizei vorbeigeschickt wird :D
Ich weiß noch aus meiner letzten Bluesrock-Band: der Bassist hatte eine Box und ein Topteil, die hat im Proberaum wirklich alles auseinander genommen. Das wäre für zu Hause definitiv viel viel viel zu viel gewesen :redface:
Allerdings, wenn du schon sagst, dass der Peavey für ne Band zu wenig Wumms hat... gibt es in der Preiskategorie denn noch irgendwas, das hier besser passen würde?

Die Rickenbacker Kopie schaut echt cool aus. Mit der habe ich auch schon geliebäugelt.
Der Peavey ist auch ein schmuckes Ding.
Ich denke als Schlagzeuger sollte dir das Basspiel intuitiv liegen und halbe Stunde am Tag passt schon. Das kannst du so bequem nebenher machen. Das Erfolgserlebnis wird sich schon einstellen. Bloß nicht reinstressen.

Danke dir für deine Einschätzung. Ich denke auch, wenn man ne halbe Stunde sich wirklich hinhockt und was übt, dann sollte das schon klappen.
Beim Schlagzeug war das halt noch leichter, weil man da nicht erst groß lernen muste, wo welche Note auf dem Griffbrett ist und wie man das und jenes greift. Da ist auch der Einstieg in eine Band leichter :D
Im Notfall spielt man halt erstmal nen 4/4 oder 6/8 und kommt damit schon recht weit, wenn man nicht gerade Big Band spielt. Beim Bass ist es halt blöd, wenn der Gitarrist sagt "ok, das ist jetzt in G" und du keine Ahnung hast, was du spielen musst...

Hallo metaljuenger,

willkommen im Klub der Langholzspieler ...

Zum Equipment: ein Rickenbacker bzw. eine Rick-Kopie hat einen ziemlich eigenständigen Sound (Lemmy Kilmister lässt grüßen). Wenn er zu Deinen Vorstellungen passt, ist alles prima. Bei den Günstig-Herstellern lohnt es sich generell, das einzelne Instrument genau unter die Lupe zu nehmen, ob alles astrein ist. Klar, Gurken kann man auch im oberen Preissegment erwischen, aber die Serienstreuung ist bei den "Billigheimern" oft deutlich größer. Ist die Verarbeitung ok, spricht nichts dagegen. - Combo mit 150W ist für den Anfang in Ordnung. Kann auch im Proberaum ausreichend sein, aber das kommt natürlich auf die Raumgegebenheiten und die Bandkollegen an. Ausstattung des Peavey ist gut (Tuner, Overdrive, DI Out, FX Loop, Anschluß für Zusatzbox), sollte passen. Kabel passt auch, Sommer macht gute Sachen, und 6 Meter ist eine gute Länge. Und ca. 30 Euro für 6 Meter ist weder billig noch Esoterik.

Zum Proben: fang mit der halben Stunde an und gewöhn' Dich erstmal ans Instrument. Deine Finger werden einige Zeit brauchen, um wirklich zu verinnerlichen, was sie da machen sollen, da sollte man am Anfang nicht übertreiben. Übungen für die linke Hand, Übungen für die rechte Hand, ach, da gibt's tonnenweise Material dazu. Und dann einfach mal anfangen, in ein paar Dir gut bekannte Songs reinzuhören, was der Bassist da so macht. Und einfach mal auszuprobieren, was Du davon schon umgesetzt kriegst.

Region München und Unterricht kann ich Dir allerdings nicht weiterhelfen ...

Bässte Grüße

MrC

Danke dir auch für deinen Kommentar!
Um ehrlich zu sein: ich habe mir zu dem Bass auch Testvideos angeschaut und Rezensionen durchgelesen. Letztlich habe ich ihn aber auch u.a. deswegen genommen, weil er mir als Einsteigerbass vom PL-Verhältnis vernünftig vorkam.
Der Bassist in meiner letzten Bluesrock-Band hatte auch nur 2 Bässe. Einen teureren gebrauchten und einen super billigen. Er hat meist mit dem billigen gespielt. Der war halbwegs "stimmfest" und ich als Anfänger (und vor allem, wenn man spielt und etwas aufdreht), habe beim Endergebnis keinen Unterschied gehört :redface:
Das ist jetzt auch mein Ansatz gewesen.
Ich habe von meinem Sound auch noch keine richtige Vorstellung, deswegen --> für mich als Anfänger wäre Lemmy's Sound erstmal Einstellungssache am Amp. Da will ich aber eh nicht hin :)

Ich finde sowas hier cool (bspw. ab 0:48 und vor allem dann so um 1:28 rum, wenn der Bass richtig knallt)


Das hört sich für mich an wie ein langgezogener Basston, der einfach athmosphärisch unterstützt und total Sinn macht.

Oder dann halt mal nen coolen Walking Bass, wenn ich soweit bin:


Dann eben auch in Richtung dem oben angesprochenen Perm oder generell einfach grooviges Zeug wie es bspw. Marta Altesa covert. Sowas taugt mir einfach: sich hinsetzen und einfach grooven. Kein großer Schnickschnack, sondern einfach nur einen geilen Song noch geiler machen.


Das finde ich bspw. mega. Wahrscheinlich für euch alle super einfach zu spielen, aber wenn man da noch so seinen eigenen Style findet, würde mir das beim Bass einfach alles geben.

Hinsichtlich des Amps: ich bin ja noch lange nicht in einer Band, das Problem stellt sich bei mir gar nicht :D
Ich denke, das wird sicher noch ein oder zwei Jahre dauern, bis man da auch nur dran denken kann.

Wegen dem Proben: meinst du also, man kann da durchaus auch einfach mal so ohne Lehrer anfangen? Hört sich bisserl so an...
 
Kokopelli

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Ich habe vor vielleicht zwei,drei Jahren mit Bass angefangen... genauer gesagt mit Bass-Ukulele. Von Anfang an mit Lehrer und da war jede Stunde wertvoll!
Zur Häufigkeit: da auch berufstätig habe ich so alle 2-3 Wochen eine Stunde Unterricht. Ich muss aber zugeben, dass ich ein bisschen Vorkenntnisse hat, habe in meiner Jugend Guitarre gespielt.
Apropos Alter: ich habe mit 50+ überhaupt erst angefangen, Musik zu machen.
Es ist nie zu spät...

Grüße,

Kokopelli
 
MrC

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Wegen dem Proben: meinst du also, man kann da durchaus auch einfach mal so ohne Lehrer anfangen? Hört sich bisserl so an...
Man kann autodidaktisch am Bass schon eine Menge machen. Wenn Du die Möglichkeit hast, mit Lehrer zu lernen, dann nutze sie. Und wenn es "nur" dafür gut ist, Dir im Üben eine Struktur zu geben und Dir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Finger zu schauen. Es ist wie bei vielen Dingen: Selbststudium ist möglich, erfordert aber erhöhte Disziplin und ist zwangsläufig aufwändiger, weil man sich selbst eine Struktur schaffen muss und selbst schauen muss, was aus den unzähligen Tutorials, Büchern, YT-Videos, etc. zu einem passt.

Was mir beim Wiedereinstieg geholfen hat, waren v.a. zwei Online-Angebote: a) studybassonline.com mit einer Menge guter Grundlagen, b) 2-Minute bass lessons auf dem YT-Kanal von danabgoods. Bei beiden Angeboten gibt's 'ne Menge Übungen und Anleitungen, die einem weiterhelfen können. Nein, solche Angebote ersetzen keinen Lehrer, können einen aber auch ohne Lehrer - oder zusätzlich dazu - ein Stück voranbringen, gerade beim Training der Finger und der Koordination.

Und bei einem Lehrer brauchst Du halt auch ein wenig Glück, dass die Chemie zwischen euch stimmt.
 
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Allerdings, wenn du schon sagst, dass der Peavey für ne Band zu wenig Wumms hat... gibt es in der Preiskategorie denn noch irgendwas, das hier besser passen würde?
Naja, so pauschal habe ich das nicht gesagt, das war schon auf Rockband bezogen. Hängt aber auch immer von der jeweiligen Band ab, wie @MrC ja auch schon geschrieben hat.
Die Frage ist dann auch, ob es eine Anlage für alles sein soll, oder nicht doch eine (kleine) Anlage für zuhause (ich übe z.B inzwischen nur noch über Kopfhörer am Interface) und das große Besteck im Proberaum bzw. für Auftritte. Nebenbei wirst auch einen leichten Combo irgendwann nicht mehr zu jeder Probe durch die Gegend fahren wollen.
Ich weiß noch aus meiner letzten Bluesrock-Band: der Bassist hatte eine Box und ein Topteil, die hat im Proberaum wirklich alles auseinander genommen. Das wäre für zu Hause definitiv viel viel viel zu viel gewesen
Was das betrifft: Man kann auch große Anlagen leise betreiben. Ich hatte hier auch schon Amps im 600W-Bereich im Wohnzimmer bei Zimmerlautstärke im Einsatz. Und wenn die Anlage im Proberaum "alles auseinandernimmt" gehört dem Bediener auch mal auf die Finger gehauen. ;)
Aus meiner Erfahrung ist der Bugera Veyron M ein guter und günstiger Amp, der leistungsmäßig wirklich für alles reicht. Box(en) dazu dann nach Wahl je nachdem, was Geldbeutel, Transporterfordernisse und Schalldruckpegelwünsche sagen.

Noch dazu:
Das hört sich für mich an wie ein langgezogener Basston, der einfach athmosphärisch unterstützt und total Sinn macht.
Das ist ein langgezogener Basston, allerdings kommt der höchstwahrscheinlich von einem Synthie. Wobei man einem E-Bass mit entsprechendem Effekteinsatz auch solche Töne entlocken kann.
 
elkulk

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Hi,

zum HB-Bass kann ich nichts sagen. Ich kenne ihn nicht. Die Qualität der HB-Instrumente ist durchschnittlich nicht schlecht, aber ich würde bei jedem Instrument raten, es anzuspielen und dann zu entscheiden. Wie bereits gesagt wurde, entscheidet das Spielgefühl und auch der persönliche Soundgeschmack. Beides lässt sich nur beim Selbsttest überprüfen.

Kabel: Sollte ok sein. Markenqualität. Wobei ich auf Neutrik-Stecker schwöre und mir Stecker und Kabel-Meterware bestellen und selbst löten würde (wenn Du etwas Löterfahrung und das Werkzeug hast).

Combo: Für meine Begriffe, gibt es kaum einen Grund, sich so einen Mediumcombo zu kaufen: Für zuhause schon unnötig leistungsstark, für den proberaum und Live vielfach zu leistungsschwach.

Ich würde mir einen kleines, leichtes, leistungsstarkes Topteil mit Kopfhörerausgang und Aux-In (zum Mitspielen mit den Lieblings- bzw. Übe-Stücken - Bruno Mars lässt grüßen) zulegen wie z.B. https://www.thomann.de/de/tc_electronic_bq500_bass_head.htm . Das hat 500 Watt, die auch wenn es eine Class D-Endstufe ist, zukünftig für den Proberaum und Live-Spiel mit entsprechenden Boxen ausreichen sollten.
Und dazu für zuhause eine billige Box, entweder was günstiges Gebrauchtes oder evtl. auch eine billige HB-Box wie z.B. https://www.thomann.de/de/harley_benton_solidbass_115t.htm . Praktisch wäre, wenn Du diese nach hinten gekippt oder erhöht aufstellen könntest, damit sie eher Deine Ohren als Deine Beine beschallt. Dann wird es auch für Mitbewohner und Nachbarn nicht so laut.

LG Ulrich
 
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Was das Instrument angeht, so denke ich auch, daß man sich da nur bedingt auf Empfehlungen verlassen kann und letztlich 'sein' Instrument finden muß, was durchaus einige Versuche kosten kann. Der Mensch neigt nun mal dazu, sich von Optik oder Mainstream beeinflussen zu lassen, aber ob der Bass, den so viele andere toll finden, dann tatsächlich zu mir passt, stellt sich erst heraus, wenn ich dann auch wirklich damit arbeite. Das trifft in beide Richtungen zu, so habe ich mich schon von teuren Bässen getrennt, die ich mir habe einreden lassen, mit denen ich aber letztlich nicht klar kam, als auch Instrumente behalten, die von der (teils selbst ernannten) 'Fachwelt' belächelt wurden... mir aber wie ein Handschuh passten.

Zum reinen üben nutze ich auch heute noch gerne den GB10, der im Vergleich zum Amp viele Vorteile hat. Man kann im Wohnzimmer üben, ohne jemanden zu stören, kann Tonhöhe und Geschwindigkeit des Background Stückes regeln und sogar die Übungssequenzen aufnehmen. Wenn es nachher nicht mehr nur um Fingerübung, sondern um die Soundeinstellung geht, muß man natürlich an den Amp und auch dessen Klang unterscheidet sich in Keller oder Wohnzimmer deutlich vom Bühnensound.
 
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Was möchtest du mit dem Amp? Ihn auch bei einer lauten Bandsession oder einem Gig einsetzen? Falls nicht - dann würde ich hier Geld sparen und entweder einen kleinen, sehr günstigen nehmen oder den ebenfalls kleinen Boss Micro Cube RX Bass. Der ist mit 250€ nicht wirklich billig, aber den kann man notfalls über Batterie laufen lassen und "nach draußen" mitnehmen. Im akustischen Set reicht der aber auch bei 50 Leuten auf 150qm gegen Sax und Percussion
 
metaljuenger

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Ich habe vor vielleicht zwei,drei Jahren mit Bass angefangen... genauer gesagt mit Bass-Ukulele. Von Anfang an mit Lehrer und da war jede Stunde wertvoll!
Zur Häufigkeit: da auch berufstätig habe ich so alle 2-3 Wochen eine Stunde Unterricht. Ich muss aber zugeben, dass ich ein bisschen Vorkenntnisse hat, habe in meiner Jugend Guitarre gespielt.
Apropos Alter: ich habe mit 50+ überhaupt erst angefangen, Musik zu machen.
Es ist nie zu spät...

Grüße,

Kokopelli

Ja, ich denke, mir würde auch sogar alle 2 Wochen reichen, gesetz den Fall, dass der Lehrer gut ist und - wie es hier schon geschrieben wurde - er einem eben einen Leitfaden an die Hand gibt, wie man vorgeht. Sonst ist das so planlos und man verliert sich darin, einfache Songs nachzuspielen und rumzuklimpern, weil das am Anfang leichter ist, als Technik und Theorie zu üben :(

Man kann autodidaktisch am Bass schon eine Menge machen. Wenn Du die Möglichkeit hast, mit Lehrer zu lernen, dann nutze sie. Und wenn es "nur" dafür gut ist, Dir im Üben eine Struktur zu geben und Dir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Finger zu schauen. Es ist wie bei vielen Dingen: Selbststudium ist möglich, erfordert aber erhöhte Disziplin und ist zwangsläufig aufwändiger, weil man sich selbst eine Struktur schaffen muss und selbst schauen muss, was aus den unzähligen Tutorials, Büchern, YT-Videos, etc. zu einem passt.

Was mir beim Wiedereinstieg geholfen hat, waren v.a. zwei Online-Angebote: a) studybassonline.com mit einer Menge guter Grundlagen, b) 2-Minute bass lessons auf dem YT-Kanal von danabgoods. Bei beiden Angeboten gibt's 'ne Menge Übungen und Anleitungen, die einem weiterhelfen können. Nein, solche Angebote ersetzen keinen Lehrer, können einen aber auch ohne Lehrer - oder zusätzlich dazu - ein Stück voranbringen, gerade beim Training der Finger und der Koordination.

Und bei einem Lehrer brauchst Du halt auch ein wenig Glück, dass die Chemie zwischen euch stimmt.

Chemie ist ein gutes Stichwort. Ich hatte das eben auch schon so, dass das nicht so ganz gepasst hat. Da war ich dann auch nur paar Wochen. Er war zwar echt ok und wir haben uns schon irgendwie verstanden. Aber irgendwie war der Unterrichtsaufbau halt komisch und er hat halt irgendwie nicht so gut vermitteln können, was wichtig ist (Gitarre damals). Da verliert man dann auch schnell den Spaß.
Deine beiden Tipps werde ich mir mal genauer anschauen, vielen Dank!
Gerade beim selbst aufbauen einer Struktur ist halt die Gefahr, dass jeder (über Youtube selbsternannte) Lehrer da ja auch seine eigene Art und Weise hat, das aufzubauen. Man muss ja nur mal bei Youtube "Bass Beginner Lesson" eingeben und bekommt hunderte Videos. Aber jedes ist von der Struktur her doch ein wenig anders... :nix:


Naja, so pauschal habe ich das nicht gesagt, das war schon auf Rockband bezogen. Hängt aber auch immer von der jeweiligen Band ab, wie @MrC ja auch schon geschrieben hat.
Die Frage ist dann auch, ob es eine Anlage für alles sein soll, oder nicht doch eine (kleine) Anlage für zuhause (ich übe z.B inzwischen nur noch über Kopfhörer am Interface) und das große Besteck im Proberaum bzw. für Auftritte. Nebenbei wirst auch einen leichten Combo irgendwann nicht mehr zu jeder Probe durch die Gegend fahren wollen.

Was das betrifft: Man kann auch große Anlagen leise betreiben. Ich hatte hier auch schon Amps im 600W-Bereich im Wohnzimmer bei Zimmerlautstärke im Einsatz. Und wenn die Anlage im Proberaum "alles auseinandernimmt" gehört dem Bediener auch mal auf die Finger gehauen. ;)
Aus meiner Erfahrung ist der Bugera Veyron M ein guter und günstiger Amp, der leistungsmäßig wirklich für alles reicht. Box(en) dazu dann nach Wahl je nachdem, was Geldbeutel, Transporterfordernisse und Schalldruckpegelwünsche sagen.

Noch dazu:

Das ist ein langgezogener Basston, allerdings kommt der höchstwahrscheinlich von einem Synthie. Wobei man einem E-Bass mit entsprechendem Effekteinsatz auch solche Töne entlocken kann.

Ich habe auch vom Schlagzeuger-Kollegen Drummerle hier seinen Anfänger-Thread gelesen. Er meinte ja, dass er nur den Bass hatte und dann direkt mit einem Interface in den Laptop ist und dort mit einem Amp-Emulator gespielt hat. Wäre sicher eine etwas günstigere Lösung und man hat die Option, dann hinterher eben auch was größeres sich zuzulegen (wie unten vom elkulk beschrieben.
Ich habe nur an diesen Peavey gedacht, weil ich bei der Gitarre damals als Anfänger auch gut damit gefahren bin, mir so einen "all in one"-Amp zu holen von Roland (Cube). Da sind ein paar Effekte mit drin, ein Stimmgerät etc. Für zu Hause kann man ihn zumindest so aufdrehen, dass es auch mal kracht :)

Zum Deftones-Song: mit welchem Effekt würde man solche Töne hinbekommen? Ich hätte jetzt einfach gedacht, von der Länge her --> einfach entsprechend lang die Saite nachklingen lassen?

Hi,

zum HB-Bass kann ich nichts sagen. Ich kenne ihn nicht. Die Qualität der HB-Instrumente ist durchschnittlich nicht schlecht, aber ich würde bei jedem Instrument raten, es anzuspielen und dann zu entscheiden. Wie bereits gesagt wurde, entscheidet das Spielgefühl und auch der persönliche Soundgeschmack. Beides lässt sich nur beim Selbsttest überprüfen.

Kabel: Sollte ok sein. Markenqualität. Wobei ich auf Neutrik-Stecker schwöre und mir Stecker und Kabel-Meterware bestellen und selbst löten würde (wenn Du etwas Löterfahrung und das Werkzeug hast).

Combo: Für meine Begriffe, gibt es kaum einen Grund, sich so einen Mediumcombo zu kaufen: Für zuhause schon unnötig leistungsstark, für den proberaum und Live vielfach zu leistungsschwach.

Ich würde mir einen kleines, leichtes, leistungsstarkes Topteil mit Kopfhörerausgang und Aux-In (zum Mitspielen mit den Lieblings- bzw. Übe-Stücken - Bruno Mars lässt grüßen) zulegen wie z.B. https://www.thomann.de/de/tc_electronic_bq500_bass_head.htm . Das hat 500 Watt, die auch wenn es eine Class D-Endstufe ist, zukünftig für den Proberaum und Live-Spiel mit entsprechenden Boxen ausreichen sollten.
Und dazu für zuhause eine billige Box, entweder was günstiges Gebrauchtes oder evtl. auch eine billige HB-Box wie z.B. https://www.thomann.de/de/harley_benton_solidbass_115t.htm . Praktisch wäre, wenn Du diese nach hinten gekippt oder erhöht aufstellen könntest, damit sie eher Deine Ohren als Deine Beine beschallt. Dann wird es auch für Mitbewohner und Nachbarn nicht so laut.

LG Ulrich

Zu den HB-Instrumenten habe ich mir einige Videos angeschaut, u.a. auch welche, die HB mit anderen günstigen Instrumenten verglichen haben. Und da war (abgesehen natürlich von der Serienstreuung, klar) eigentlich immer die Meinung, dass die für den Preis echt super sind. Deswegen ging halt mein Hauptaugenmerk mal da drauf. Sollte ich beim Bass bleiben und besser werden, dann werde ich mir sicher irgendwann auch mal was Besseres zulegen :D
Anspielen ist schwer, weil der Thomann nicht unbedingt um die Ecke ist :redface:
Ich gehe da aber trotzdem konform mit dir. Ist auch bei uns Drummern immer der erste und auch richtige Ansatzpunkt. Wenn möglich, anspielen. Das ist durch nichts zu ersetzen!

Mit dem Peavey: für den Proberaum reicht der nicht aus? :eek:
Krass, ich kann mir das immer nicht vorstellen, außer, ich spiele in einer Death-Metal-Band, wo alle wie die Irren aufdrehen... :D
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Was das Instrument angeht, so denke ich auch, daß man sich da nur bedingt auf Empfehlungen verlassen kann und letztlich 'sein' Instrument finden muß, was durchaus einige Versuche kosten kann. Der Mensch neigt nun mal dazu, sich von Optik oder Mainstream beeinflussen zu lassen, aber ob der Bass, den so viele andere toll finden, dann tatsächlich zu mir passt, stellt sich erst heraus, wenn ich dann auch wirklich damit arbeite. Das trifft in beide Richtungen zu, so habe ich mich schon von teuren Bässen getrennt, die ich mir habe einreden lassen, mit denen ich aber letztlich nicht klar kam, als auch Instrumente behalten, die von der (teils selbst ernannten) 'Fachwelt' belächelt wurden... mir aber wie ein Handschuh passten.

Zum reinen üben nutze ich auch heute noch gerne den GB10, der im Vergleich zum Amp viele Vorteile hat. Man kann im Wohnzimmer üben, ohne jemanden zu stören, kann Tonhöhe und Geschwindigkeit des Background Stückes regeln und sogar die Übungssequenzen aufnehmen. Wenn es nachher nicht mehr nur um Fingerübung, sondern um die Soundeinstellung geht, muß man natürlich an den Amp und auch dessen Klang unterscheidet sich in Keller oder Wohnzimmer deutlich vom Bühnensound.

Danke für den Tipp mit dem GB10!
Ich hatte jetzt gedacht (fürs leise Üben), einfach einen Kopfhörer an den Amp anzustecken.
Aber das ist tatsächlich auch eine echt gute Idee, gerade am Anfang. Insbesondere mit dem Aufnehmen, das finde ich sehr cool. Wenn man selbst spielt, dann denkt man immer, dass man der King ist. Und hört man sich danach sein Gespieltes als Aufnahme an, ist man oft entsetzt :D

Was möchtest du mit dem Amp? Ihn auch bei einer lauten Bandsession oder einem Gig einsetzen? Falls nicht - dann würde ich hier Geld sparen und entweder einen kleinen, sehr günstigen nehmen oder den ebenfalls kleinen Boss Micro Cube RX Bass. Der ist mit 250€ nicht wirklich billig, aber den kann man notfalls über Batterie laufen lassen und "nach draußen" mitnehmen. Im akustischen Set reicht der aber auch bei 50 Leuten auf 150qm gegen Sax und Percussion

Naja, zu Beginn (sicherlich die ersten 1-2 Jahre) halt zum Üben zu Hause, auch mal im Keller aufdrehen, wenn niemand daheim ist :D
Und danach - aber s. hier auch meine Antwort an Elkulk - dann ggfs. für ne Bandprobe, falls irgendwie möglich :nix:
 
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Na ja, tiefe Frequenzen "schlucken" viel Energie. Außerdem ist der Bass ein sehr dynamisches Instrument, d.h. die Lautstärkeunterschiede hin zu den Spitzen können ganz ordentlich sein. Da ist es hilfreich, genügend Headroom zu haben, um das abfangen und abbilden zu können.

Nur mal als Beispiel: ich hab' derzeit bei einer Hardrock-Coverband einen Orange Crush Bass 100 Combo stehen. Da wir (fast) alle In-Ear nutzen, ist das Lautstärkeniveau echt erträglich. Dafür reichen die 100W so eben aus, viel Reserven sind aber nicht mehr drin. Von daher ist der Hinweis auf Amp plus Box wegen dem Mehr an Leistung (und der größeren Flexibilität) absolut gerechtfertigt. Ist aber i.d.R. auch etwas teurer als die Combo-Lösung.
 
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Zum Deftones-Song: mit welchem Effekt würde man solche Töne hinbekommen?
Mit sowas hier zum Beispiel. Hab mich aber mit dem Thema selbst noch nicht ernsthaft beschäftigt.
Mit dem Peavey: für den Proberaum reicht der nicht aus? :eek:
Krass, ich kann mir das immer nicht vorstellen, außer, ich spiele in einer Death-Metal-Band, wo alle wie die Irren aufdrehen...
Nochmal, es hängt ganz von der Band ab, ob es reicht (und natürlich auch noch von der Größe und Akustik des Proberaums).
Aber neben dem schon genannten Punkt Headroom spielt auch noch der Wirkungsgrad des Lautsprechers bzw. der Box eine Rolle: So ein Combo hat ja ein eher kleines Boxenvolumen und der Lautsprecher des Peavey wird bei dem Preis auch nicht der beste sein. Um z.B. 3 dB weniger Wirkungsgrad auszugleichen braucht man schon die doppelte Leistung.
Und 1x12" ist für Bass auch von der Membranfläche her eher wenig.

Nebenbei gibt die Musikrichtung nicht zwingend die Lautstärke vor; auch im Metal-Bereich gibt es den Trend zur Silent Stage mit In-Ear-Monitoring.
 
metaljuenger

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Danke euch nochmal für den Input!
Ich werde da jetzt mal im Detail drüber nachdenken, insbesondere das Thema mit dem Unterricht :)

Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
 
GuitarDemon888

GuitarDemon888

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Hey metalhuenger,

Hinsichtlich Unterricht: ich bin ein riesen Freund davon, persönlich vor jemandem zu sitzen, der mir auf die Finger schaut und mit dem ich von Auge zu Auge sprechen kann. Dafür zahle ich auch gerne etwas mehr, aber ich habe immer das Gefühl, dass diese ganzen "online-lessons" nicht so ernsthaft sind, wie persönlicher Unterricht.

Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe einmal pro Woche Unterricht, momentan durch die Pandemie bedingt, leider nur online. Mein Lehrer hat da zwar extrem viel Equipment am Start, was einen echt guten Unterricht aus mehreren Blickwinkeln etc. ermöglicht und einen verdammt guten Sound hat, aber es ist nicht das Gleiche, wie der persönliche Kontakt, wenn er mir auf die Finger schaut. Nutze doch die Zeit der Pandemie, um Dich mal umzusehen, denn die Probestunden wirst Du ggf. auch online nehmen können und so kannst Du ggf. auch schonmal ein Gefühl für den Lehrer bekommen, denn Sympathie macht auch einiges aus.
Da Du schon meintest, dass der Song von Bruno Mars Spaß gemacht hat, such Dir jemanden, der sich auf vielfältige Sachen einlässt. Im Unterricht machen wir viele verschiedene Stilrichtungen und auch Dinge, die ich mir wünsche. Da reicht die Bandbreite von Jazzstandards über zeitgenossischen Pop, Klassiker jeden Genres, bis hin zu diversen Rock und Metalstilen. Das noch garniert und eingestreut mit diversen Übungen und immer wohldosierter Musiktheorie. Das ist top und immer eine kleine Herausforderung für die Finger und den Kopf.

Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, etwas älter als Du und habe als Sänger/Gitarrenfan auch vor rund 4 Jahren nochmal mit dem Bass von Null an begonnen und mir persönlich den Gefallen meines Lebens getan. Mir macht das alles weitaus mehr Spaß als erwartet und ich habe mit einem günstigen Setup angefangen (Ibanez SR300 IPT, Marshall MB15 [gebraucht]) und bin dann relativ schnell nach 1,5 Jahren zu besserem Equipment gewechselt, da ich wusste, dass ich dabei bleibe und habe mir vor 3 Monaten sogar einen Bass vom Instrumentenbauer geholt und es nicht bereut, im Gegenteil - das hat mir sehr viel gebracht, da die Fehler deutlicher werden und man noch viel sauberer spielen muss, da die Töne viel besser aufgelöst werden.
 
metaljuenger

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Ich habe jetzt über einen Kumpel einen Kontakt bekommen zu einem Bassisten, der wohl ein sehr guter Lehrer und auch gerade für Anfänger gut geeignet ist. Baut wohl seine Bässe selber, also scheint es am Enthusiasmus schonmal nicht zu scheitern :D

Ich habe mir jetzt von Harley Benton doch den Jazz Bass geholt. Nicht, weil er billiger war, sondern weil mir die Anmerkung von MrC in seinem ersten Post zu denken gegeben hat (zu sehr in Richtung Lemmy will ich jetzt nicht gehen). Vielleicht bin ich da mit einem simplen J-Bass erstmal für den Anfang gut beraten :nix:

Habe ihn jetzt seit gestern und muss sagen, dass ich mir schon etwas schwer tue mit der Schlaghand (sagt man das beim Bass so?). Ich bin ja nur ein Plektrum von der Gitarre gewöhnt. Und jetzt legt man da plötzlich den Daumen auf den Tonabnehmer und muss dann mit Zeige und Mittelfinger noch teilweise die Saiten muten. Dann mit dem Daumen wandern auf die nächste Saite, um wieder zu muten, wenn man höhere Töne spielt. Hui, das ist schon ne Herausforderung.
Aber da hänge ich mich gerade (noch ohne Lehrer) ziemlich dran auf, weil ich noch von der Gitarre weiß, wie scheiße es klingt, wenn man unsauber spielt und nicht ordentlich die Saiten abdämpft. Und da will ich mir gar nicht erst was falschen angewöhnen :D

Aber es macht Bock, tolles Instrument!
Nur schwer und es ist so ungewohnt, dass der Kopf immer so nach unten zieht und man teilweise dagegen halten muss. Kenne ich von der Gitarre her halt alles nicht :)
 
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FoxGolf

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Ich habe mir jetzt von Harley Benton doch den Jazz Bass geholt. Nicht, weil er billiger war, sondern weil mir die Anmerkung von MrC in seinem ersten Post zu denken gegeben hat (zu sehr in Richtung Lemmy will ich jetzt nicht gehen).
Wie schon geschrieben, kenne ich die HB Ric Kopie nicht, aber ich vermute mal daß sie aufgrund von Konstruktion und Holzauswahl mit dem Original nicht allzuviel gemein haben wird (abgesehen davon kann man natürlich auch mit einem Rickenbacker ganz andere Sachen als Motörhead spielen).
Welcher Jazz Bass ist es denn geworden? Der JB75? Den habe ich auch und der ist schon tauglich. Meiner hat nur eine leichte Sprungschanze, die allerdings beim Original auch vorkommen kann.
Nur schwer und es ist so ungewohnt, dass der Kopf immer so nach unten zieht und man teilweise dagegen halten muss.
Schwer ist meiner auch, aber mit 4,4 Kg noch einer von den leichten. Die können auch mal locker 1 Kg schwerer sein, das ist eigentlich der einzige echte Nachteil von dem Modell. Das mit der Kopflastigkeit wundert mich allerdings, da das Gewicht durch den schweren Korpus verursacht wird.

Das richtige Dämpfen ist allerdings was, was dir am besten ein Lehrer zeigen kann; da gibt es mehrere Möglichkeiten.
 
mk1967

mk1967

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Klar, ich bin mit 35 nicht mehr der Jüngste
Wie süß, ein Küken ;)... bzw. was grassieren allgemein für Altersmaßstäbe?? :tomatoes:Ich dachte bisher, so denkt man vorwiegend in klassischen Geigerkreisen.
Laß Dir von keinem einreden, Du seist zu alt für ein neues Instrument, nur weil Teile unserer Gesellschaft im Jugendwahn leben. Mit 34 hab ich nach 15 Jahren Fretless Bass den Kontrabass zu bedienen begonnen, und das hat soweit ganz gut funktioniert.

In Sachen Amp würde ich noch einen gebrauchten Gallien Kueger MB150 oder dessen Vorläufer, den 200MB-Combo aus den 80er Jahren in den Ring werfen: ist weniger klobig als der Peavey mit dem 15er; und auf der Bühne taugt er gut als Monitor, indem man das Signal hinten raus zur PA abzweigt.

Michael
 
Kokopelli

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Aber da hänge ich mich gerade (noch ohne Lehrer) ziemlich dran auf, weil ich noch von der Gitarre weiß, wie scheiße es klingt, wenn man unsauber spielt und nicht ordentlich die Saiten abdämpft. Und da will ich mir gar nicht erst was falschen angewöhnen :D

Aber es macht Bock, tolles Instrument!
Nur schwer und es ist so ungewohnt, dass der Kopf immer so nach unten zieht und man teilweise dagegen halten muss. Kenne ich von der Gitarre her halt alles nicht :)

Es ist lange her, dass ich Guitarre gespielt habe, aber nach meinem Gefühl ist das ordentliche Dämpfen beim Bass sogar noch wichtiger als bei der Gitarre. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, rechte Hand, linke Hand... ein Lehrer ist da wirklich sinnvoll.

Das "tolles Instrument" kann ich nur unterschreiben... ich spiele noch nicht so lange Bass, bin aber damit in einer kleinen Combo. Das Fundament legen und mit dem Schlagzeuger grooven, mit einem Sound, der in den Bauch geht - einfach toll.

Die Kopflastigkeit hängt vom Bass ab. Ich hab mir mal einen Harley Benton P-Bass Bausatz zusammengebaut. Der war unglaublich kopflastig, das hat mich so gestört, dass ich das obere Horn verlängert habe...
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Ich hatte ganz schön Magengrummeln, als ich die Säge angesetzt habe... aber das Zwischenstück passt zum 'Steampunk-Look' und inzwischen hängt er perfekt ausbalanciert!

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Grüße,

Kokopelli
 
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