Anfänger-Bass für Folk-Band - E-Bass, A-Bass, Kontrabass?

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Hi,

zuallererst möchte ich mich kurz vorstellen:

Ich heiße Marcel und habe früher 11 Jahre Akustik-Gitarre gespielt. Vor 6 Jahren hab ich dann angefangen mit Dudelsack spielen (Schäferpfeife, Hümmelchen, Marktsack, rudimentär Uilleann-Pipes), verschiedene Flöten usw...
Seit zwei Jahren spiele ich so mit meiner Folk-Band mit diesen Instrumenten, weitere Instrumente meiner Partnerin sind Gesang, Akkordeon, Nyckelharpa, Harfe, Mandoline und dazu spielt noch jemand Bouzuki.

Aufgrund einer musikalischen Umorientierung haben wir jetzt so umgestellt, dass der Dudelsack (also mein Hauptinstrument) nicht mehr so oft zum Einsatz kommt, da er bei Gesangsstücken einfach "im Weg" ist. Da hab ich mir gedacht: Endlich ein vernünftiger Grund mit dem Bass spielen anzufangen. Vorgehabt hatte ich das nämlich schon länger ;-)

Jetzt stellt sich nur die Frage: Was für ein Bass? Was für ein Amp?

Vorüberlegungen sind:

-Bei unserer rein akustischen Instrumentierung brauche ich keine riesigen Boxen oder Verstärker, was kleines reicht hier mit Sicherheit von der Lautstärke her aus. Bei unseren bisherigen Auftritten hatten wir dann eh eine PA gestellt.
-Zum Stil unserer Band und unserer Musik würde ein Kontrabass besser passen. Aber ist es vielleicht dennoch einfacher erst mit einem E-Bass zu starten um die Grundtechniken und die "Grundidee" der musikalischen Untermalung mit einem Bass zu erlernen?
-Wenn es ein E-Bass wird, dann auf jeden Fall ein Bass mit "Naturholz"-Optik, also nichts farbig lackiert. Ich hab mir schon ein paar Modelle rausgesucht bei Thomann, die mir optisch gefallen. Das ganze in die Hand nehmen werde ich mal am Wochenende, werde mich da mal im Thomann mit verschiedenen Bässen auseinandersetzen.
-Finanziell hab ich aktuell keine Vorgaben. Ein befreundeter Bassist hat mir etwa 1000 € für eine vernünftige Ausstattung zu investieren. Wenn es günstiger wird, bin ich auch nicht böse... Bin aber aufgrund meiner Erfahrungen der Meinung, dass man eben für Qualität lieber gleich mehr ausgeben sollte, als sich dann zu ärgern. Ich hab allerdings überhaupt nicht die leiseste Ahnung, wo die Preisunterschiede bei Bässen herkommen... alleine durch die Tonabnehmer? Wo sind die großen Unterschiede?


Aktuell habe ich das Buch "Beginner's Bass" von Manuel Steinhoff, das ich selbstständig durcharbeite. Zum Üben habe ich gerade einen geliehenen Akustik-Bass von Ibanez, Verstärker hab ich grad aktuell überhaupt keinen. Würde mir auch gerne Unterricht nehmen (zumindest, dass mir einmal pro Monat jemand auf die Finger schaut und ich mir nichts angewöhne, was sich schwer wieder abgewöhnen lässt. Bin aber mit "Learning by Doing" in den letzten Jahren sehr weit gekommen und würde versuchen mir viel selbst beizubringen.

Die Anfänger-Threads hier habe ich schon durchstöbert. Ich denke/fürchte aber, dass der Einsatz des Basses bzw. die notwendige Ausstattung doch vom "Standard" abweichen.

Hat noch jemand Tipps für mich? Wie ist die beste, sinnvollste weiter Vorgehensweise? Am Wochenende werde ich zu einem Kontrabass-Studio und zu Thomann fahren, bin aber über jeden einzelnen, sinnvollen Vorab-Tipp dankbar!

Danke für die Infos!

Beste Grüße, Marcel
 
Eigenschaft
 
Nein,

weil ich hier im Gegensatz zu Bassisten im Rock/Punk/Metal/Sontigen Bereich im Folk-Bereich wahrscheinlich für Lautstärke, Ausstattung und mehr evtl. andere Verstärker, Bässe usw. in Auge fassen sollte bzw. könnte?

Wir sind mit unserer Musik einfach in einem Nischen-Dasein, daher weiß ich nicht, ob ich mit derselben Ausstattung wie ein angehender Rock-Bassist etwas anfangen könnte!
 
Anfänger weiß nicht, was er will...

Also, zuallererst willst Du 'nen aussagekräftigen Thread-Titel ;) Den Grund dafür sowie Anregungen dazu findest Du unter https://www.musiker-board.de/board-regeln-bt/217384-warum-aussagekraeftige-titel.html ... Ich würde was vorschlagen in Richtung: "Anfänger-Bass für Folk-Band". Für den Amp dann am besten einen eigenen Thread im Bass-Amp-Unterforum eröffnen, dann wird dir besser, schneller und kompetenter geholfen :) Sag' einfach mir oder 'nem anderen Mod per PN Bescheid, dann ändern wir das für dich!

Zur Sache: Wenn das eigentliche Ziel der Kontrabass sein soll ... E-Bass und Kontrabass sind zwei völlig unterschiedliche Instrumente, die abgesehen vom generellen Aufbau einer guten Bass-Begleitung (der sich übrigens genau so auf'm Klavier erlernen lässt) eigentlich wenig gemeinsam haben. Nix desto trotz funktioniert auch ein E-Bass (oder verstärkter A-Bass) im Acoustic-Folk-Kontext durchaus gut. Aber wenn Du eigentlich Kontrabass spielen willst, fang' gleich damit an, oder sieh' zumindest den E-Bass als eigenständiges Insturment, der dich auf dem Weg zum Kontrabass nur marginal weiter bringt ...

Für den Einstieg in's E-Bassen, und für etwas "klassischere" Optik, kann ich dir abschließend den Squier Vintage Modified Jazz Bass '70s als Anspieltip an's Herz legen ... Sehr flexibler, dank Jazz-Bass-Halsprofil bequemer und anfängerfreundlicher Bass mit guter Basis, der auch später für den Bühneneinsatz absolut ausreicht. Aber generell gilt immer: Auch als Anfänger einfach mal testen, in die Hand nehmen, mit anderen Bässen vergleichen, schauen, auf welchem Du dich von Anfang an am ehesten wohl fühlst :)

Preisunterschiede kommen dann natürlich von der Qualität der Holzbasis (ist bei den Squier VMs aber durch die Bank sehr ordentlich!), desweiteren durch Tonabnehmer und Elektronik (echt OK beim Squier, kein High-End, aber für alles erdenkliche erst mals ausreichend) und Hardware (gilt das gleiche wie für die Tonabnehmer). Das sind so die größten Unterschiede in der Klasse ab ca. 200 bis ca. 1000€.

Nach oben ist dann natürlich noch ein weiter Weg offen - da zahlt man dann allerdings insb. für spezielle Anforderungen, aufwändige Handarbeit, edle Optik, maximale Genauigkeit bei der Bearbeitung etc., und natürlich nicht zuletzt den Namen, der auf der Kopfplatte steht - das muss dann jeder für sich entscheiden, wie viel ihm speziell welche Merkmale wert sind ;) Ab ca. 300€ sind aber auf jeden Fall grundsolide Instrumente zu haben, mit denen man auch auf der Bühne und im Studio gut auskommen kann.

Zum passenden Amp dann ggf. gerne Weiteres im Bass-Amp-Forum ;)
 
Lehrer für die ersten Schritte ist sehr viel wert. So früh wie möglich, damit er ein Einschleifen von Unarten unterbinden kann. Sobald die Grundtechnik sitzt kann man den Rest ja dann immer mehr autodidaktisch erlernen.

Langsam wirds langweilig, aber ein wie ich finde sehr guter Amp, der viel Situationen gut meistern kann und ein handliches Format hat: EBS Classic Session 60 oder auch 120.
Die Roland Cubes 100 / 120 sind auch richtig gute Teile, aber auch schon wieder deutlich teurer. Alle diese Amps sind absolut als Übungsamp brauchbar, reichen aber auch für viele Bandproben aus wenns hart auf hart kommt. Hardrock/Metal nicht, aber für das was du vorhast sind die absolut laut und auch voll genug vom Ton.

Ich schätze mal diese 70's Bässe wie der Squier VM waren nicht unbedingt das, was du meintest oder? Eher sowas?
http://funkdafied.free.fr/foro/bass6/photos/Fame-Baphomet-VI-Fretless.gif

Die Teile sind streng genommen Warwick Kopien, aber durchaus gute. Mir persönlich sagt auch die Kopfplatte mehr zu als diese Widerhaken bei den Warwicks. Der Klang ist auch anders aber schön holzig knorzig, ich finds gut.

Mit dem Budget kannst du dir auf jeden Fall was ordentliches kaufen.
 
Hi,

danke nochmal für die Tips!

@ratking:
Wegen dem Titel habe ich wohl nicht (lang genug) nachgedacht. Find ich aber eine gute Idee, wenn du den ändern würdest!

Wo das Ziel ist, das kann ich aktuell noch nicht sagen... deshalb informiere ich mich unter anderem hier... und versuche auch noch bei Youtube viel anzuschauen und im Kontrabass-Studio und beim Thomann einige Bässe in die Hände zu nehmen.

@djaxup:
Mit dem Amp ist mir noch nicht so wichtig. Erstmal geht es wohl um die Grundsatzentscheidung Kontrabass oder E-Bass.
Von der Optik her ist der Bass schon so einer, den ich mir als E-Bass vorstellen kann.

@all: Habt ihr noch Links zu guten Youtube-Videos, die mich von dem einen oder anderen Bass überzeugen könnten?
@Mods: Im Anfänger-Thread wird ein Link gesetzt zu einem Album, dass nur mit Bässen eingespielt wurde... nur leider kann ich die Lieder weder anhören noch runterladen, irgendwas stimmt wohl mit dem Server nicht?


Grüße, Marcel
 
Also zum Amp stimme ich bekanntlich mit djaxup überein und da ich den selbst habe und auch ein Review dazu hier im Forum geschrieben habe, kann ich versichern, dass er sowohl von der Lautstärke, als auch vom Einsatzzweck Folk sowohl einen E Bass, wie einen Kontrabass exzellent verstärken wird.

So jetzt aber zu meiner Bassempfehlung für dich.
Ich habe hier im Forum schon mal geschrieben, dass wenn ich irgendwann mal wieder in einer Folkband spiele, dann kaufe ich den Epiphone Zenith Bass Fretless. Optik und Ton einfach gut.


Gruß,
woody
 
Hallo,
... @ratking:
Wegen dem Titel habe ich wohl nicht (lang genug) nachgedacht. Find ich aber eine gute Idee, wenn du den ändern würdest! ...
wenn auch nicht ratking, so habe ich es doch geändert.

... @Mods: Im Anfänger-Thread wird ein Link gesetzt zu einem Album, dass nur mit Bässen eingespielt wurde... nur leider kann ich die Lieder weder anhören noch runterladen, irgendwas stimmt wohl mit dem Server nicht? ...
Den Link habe ich ebenfalls aktualisiert, nachdem ich den Thread, den Du wohl meintest (ein Link erleichtert die Su/ache immer ungemein ;), gefunden habe.

Hier ebenfalls der Link: http://www.planetcervin.de/files/MB/bass tales.rar
btw gibt es dort https://www.musiker-board.de/mb-bass-alben-bass/373246-downloadlinks-musiker-board-alben.html noch mehr Bass-Alben (wenn auch nicht alle puristisch ...)

Gruß
Ulrich
 
Hi,




1
-Bei unserer rein akustischen Instrumentierung brauche ich keine riesigen Boxen oder Verstärker...

2
-Zum Stil unserer Band und unserer Musik würde ein Kontrabass besser passen. Aber ist es vielleicht dennoch einfacher erst mit einem E-Bass zu starten um die Grundtechniken und die "Grundidee" der musikalischen Untermalung mit einem Bass zu erlernen?

3
-Wenn es ein E-Bass wird, dann auf jeden Fall ein Bass mit "Naturholz"-Optik, also nichts farbig lackiert. Ich hab mir schon ein paar Modelle rausgesucht bei Thomann, die mir optisch gefallen. Das ganze in die Hand nehmen werde ich mal am Wochenende, werde mich da mal im Thomann mit verschiedenen Bässen auseinandersetzen.

4
-Finanziell hab ich aktuell keine Vorgaben.

5
Bin aber mit "Learning by Doing" in den letzten Jahren sehr weit gekommen und würde versuchen mir viel selbst beizubringen.


Beste Grüße, Marcel


Hallo Marcel,

zu 5

Das ist eine sehr weit verbreitete Methode gegen die gar nichts spricht.:great:

Zu 4

Dann empfehle ich Dir wirklich keinen Schrott zu kaufen, den Du am Ende wieder austauschen musst.
Du hast ja sicher schon als Gitarrist die ein oder andere Erfahrung gemacht.
Preisstaffelungen sind bei Bässen sehr verwirrend.
Ganz grob kann man aber schon sagen: Man bekommt, was man bezahlt. Ausnahmen und Abweichungen eingeschlossen. ;)
Die wichtigste Basis ist für mich z.B. immer das Holz. Alles andere kann man austauschen aber wenn das Holz schon nicht stimmt...



zu 3

nicht nur die Optik sollte entscheiden sondern auch die Holzart, die den Klang bestimmt.

zu 2 und 1

Als ich das letzte Mal in einer Folkband mit dem Bass mitgespielt habe, eine Geige, zwei Gitarren, 1 Banjo, Cajon, Bodhran, Gesang habe ich meinen Akustikbass genutzt. Den habe ich über einen kleinen Verstärker gespielt und damit war er in der Besetzung sehr gut hörbar.

In einer Folkband finde ich es von der Optik her schöner, wenn man sich mit dem Bass an die dort gegebenen Instrumente anpasst und die sind eben meist akustisch.
Ich würde daher gar nicht zu einem E Bass sondern zum Akustikbass raten und den eben mit einem kleinen Verstärker unterstützen sonst hört man sich selbst nicht wirklich, auch wenn man laut spielt.

Beim Akustikbass gibt es sehr grosse Preisunterschiede. M;an kann aber nicht sagen, dass ein teurer Bass prinzipiell besser sein muss. Oft wird hier edles Holz mit ungünstiger Bauart gepaart. Mein Tip wäre daher ein Boulder Creek Akustikbass, der auf Grund seiner innovativen Bauart sehr bassig klingt und akustisch lauter ist als die meisten A Bässe.
Zu diesem Bass gibt es ein Soundbeispiel auf Youtube. Der Bassist dort hat sich leider nicht wirklich vorher über die Bauart informiert, spielt aber keine Rolle. Wichtiger ist, den Sound zu hören, (auch wenn es in diesem Fall ein Fünfsaiter ist.):

http://www.youtube.com/watch?v=Ieke1eEtR0E

https://www.thomann.de/de/search_dir.html?xsid=034aa31f6061388c32fd135f08c5f919&sw=boulder+creek+bass&x=11&y=8





---------- Post hinzugefügt um 07:57:00 ---------- Letzter Beitrag war um 07:50:00 ----------



Wenn Du nun viel auf der Strasse spielen willst brauchst Du einen Batterieverstärker.

Roland bietet einen an.

https://www.thomann.de/de/roland_micro_cube_bass_rx.htm

Wenn Du immer Strom zur Verfügung hast, würde ich zu einem stärkeren Verstärker raten, den Du dann auch auf Kneipengigs nutzen kannst und der Deinem Sound für die Folkband gerecht wird.
Auch hier würde ich zum Roland raten.


https://www.thomann.de/de/roland_cube_60xl_bass.htm


Kontrabass:

Da liegen wir schnell bei 1800 Euro wenn Du einen guten haben willst, der laut ist ( und den musst Du vermutlich auch verstärken.) Tonabnehmer bekommt man schon für 50 Euro und der Verstärker wie oben.
Die K Bässe sind schon ziemlich schwer zu spielen. Ist eben ein längerer Prozess und ich weiß nicht, wie lange Deine Band auf Dich warten wird. ;)

---------- Post hinzugefügt um 08:06:52 ---------- Letzter Beitrag war um 07:57:00 ----------

(Irgendwie klappt das hier heute nicht mit der Boardsoftware)

Noch mal zum Akustikbass:

Sollte Dir der Boulder Creek nicht gefallen wäre noch der Ibanez EWB ein Tip.
Wird gerne genutzt weil gut verarbeitet und günstig und hat wenig Rückkopplungen auf der Bühne. Rein akustisch leider etwas leiser als viele andere)

Eine Brücke zwischen Kontrabass und Akustikbass schlägt der Takamine TB 10
Sehr edel, toller Klang aber auch akustisch nicht lauter als mein Tacoma z.B.
f5t4p176n1.jpg


Der ist auch eine Möglichkeit, ist neu aber zur Zeit hier in Deutschland nicht zu finden und lag meist so um 1200 Euro.

---------- Post hinzugefügt um 08:11:58 ---------- Letzter Beitrag war um 08:06:52 ----------

Wie Woodlander schon schrieb:

Auch Halbakustikbässe sind eine Möglichkeit.
Sie bringen rein akustisch aber nicht wirklich etwas hörbares.

ganz vergessen:

Kein Akustikbass klingt gut, wenn schlechte Saiten drauf sind.

Hier gibt es natürlich viele Empfehlungen.

Oft sind ab Werk Bronzesaiten verbaut.
Sie klingen akustisch laut aber eben sehr blechern. ( Das Blecherne ist das Laute)

Die meisten Saiten haben ohnehin einen recht hohen Höhenanteil. Da muss jeder selbst entscheiden, was er will.

Ich nutze Thomastik JF 344.
Die Saiten halten Jahre, sind leicht bespielbar, haben eine geringe Zugspannung und klingen warm und hölzern.
Für mich die ideale Paarung.


Falls Du noch Fragen hast, frag einfach ganz gezielt. Ich werde dann antworten.
 
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Ich denke/fürchte aber, dass der Einsatz des Basses bzw. die notwendige Ausstattung doch vom "Standard" abweichen.

Nicht zwingend.
Ich bin in Sachen Zweitband auch folklastig unterwegs und tue dies mit einem Precision Bass und Markbass / FMC Verstärkung.
Allerdings bin ich schmerzfrei, was die optische Komponente angeht und den Kollegen, die dir einen A-Bass oder Fretless nahe legen möchten, sind sicher auf der richtigen Spur.
Ich schreibe das nur, weil ich finde, dass du dich nicht von vorneherein auf ein enges Konzept festlegen solltest sondern in Ruhe ausprobieren, welcher Bass schön mit dir zusammenwächst, wenn du ihn spielst...ob A, E, Fretless...whatever.
 
Hi,

danke nochmal für die vielen, guten Tipps!

An Elkulk: Danke und Sorry. Ich versuch mich zu bessern...


Zum Verstärker:
Mir wurde für den Anfang von einem Bekannten zu einem "Fame Megatone SL-30 B" geraten. Angeblich soll Fame aus Akustik-Instrumenten einfach gute Sounds rauskitzeln und für den Anfang ist der Preisunterschied natürlich schon ein Wort. So einer wäre halt sofort drin, bei einem Roland für 400+ € muss ich aber noch bis frühestens Weihnachten warten.
Kennt jemand dieses Teil oder kann zu Fame allgemein was sagen?

Zum Bass:
Dass das "Trägerholz" vom Korpus bei einem E-Bass überhaupt einen klanglichen Unterschied erzeugt, war mir bis dahin gar nicht bewusst. Ich dachte, bei einem massiven Klotz macht das einfach nicht so viel aus.

Ein Halbakustik-Bass ist in meinen Augen nochmal ein Kompromiss zwischen Akustik-Bass und E-Bass... dafür, dass der Akustik-Bass schon irgendwie ein Kompromiss zw. E-Bass und Kontrabass ist, weiß ich nicht, ob ich das will.
Den Gedanken A-Bass hatte ich schon fast ganz abgeschrieben. Danke, dass ihr mich hier nochmal drauf gestoßen habt. Wenn ich mit dem den größten Teil von einem E-Bass auch machen kann, ist der für meine Zwecke WIRKLICH besser geeignet. Besonders natürlich optisch!
Gerade der Boudler Creek (Koa.... *träum*) sieht natürlich super aus und ist ohne Zweifel aktuell ein ganz heißer Kandidat. Das Video kann ich mir leider erst heute Abend (mit Ton ;-)) anschauen.

Fretless möchte ich am Anfang eigentlich nicht. Der Grund für mich einen normalen Bass einem Kontrabass vorzuziehen wäre die einfachere Art diesen zu spielen. Wenn's dann auch noch fretless wird, tendiere ich schon wieder zu einem großen Kontrabass.

Die schwierigste Entscheidung die ich nun aktuell einfach treffen muss ist, ob es ein Kontrabass oder ein "normaler" E-/A-Bass werden wird. Hier habe ich am Freitag einen Termin in einem Kontrabass-Studio und werde nächste Woche auf jeden Fall mal zum Thomann zu einer ausgiebigen Probe fahren. Die Entscheidung welcher Verstärker steht bei mir erstmal hinter dieser "Grundsatzentscheidung", die wahrscheinlich den weiteren Weg entscheidend prägt.
Unterricht könnte ich hier zu beiden bekommen, was ja gerade beim Kontrabass schon sehr viel essentieller scheint als bei einem anderen Bass!

Das mit den Saiten ist natürlich auch sehr interessant. Kann ich prinzipiell E-Bass-Saiten auf einen A-Bass ziehen? Ich bin natürlich auch immer bemüht, den bestmöglichen Klang aus den Instrumenten rauszuholen!


Ihr habt mir schon sehr weitergeholfen! Danke!
 
Dass das "Trägerholz" vom Korpus bei einem E-Bass überhaupt einen klanglichen Unterschied erzeugt, war mir bis dahin gar nicht bewusst. Ich dachte, bei einem massiven Klotz macht das einfach nicht so viel aus.
Soweit ich weiß hat das Holz im Hals eine viel größere Auswirkung auf den Sound als das Holz im Korpus. ;)

Ein Halbakustik-Bass ist in meinen Augen nochmal ein Kompromiss zwischen Akustik-Bass und E-Bass... dafür, dass der Akustik-Bass schon irgendwie ein Kompromiss zw. E-Bass und Kontrabass ist, weiß ich nicht, ob ich das will.
Also ein A-Bass ist definitiv kein Kompromiss zwischen E-Bass und K-Bass. Ein A-Bass ist halt im Gegensatz zum E-Bass tendenziell unverstärkt lauter, manche Modelle mehr, andere weniger. Ich hatte mal nen Takamine für ein paar tausend € in der Hand, der erschien mir sogar leiser als ein durchschnittlicher E-Bass. :eek: Verstärkt klingt ein A-Bass tendenziell perkussiver als ein E-Bass, was sehr geil klingen kann. Für manche ist ein A-Bass auch einfach nur ein optisches Gimmick. ;)
Wenn mich nicht alles täuscht (sollte ich falsch liegen bitte ich um Berichtigung) sind Halbakustik-Bässe sogar älter als A-Bässe, insofern kann da auch nicht wirklich von nem Kompromiss gesprochen werden. Alle haben halt ihre Eigenheiten und sollten m.M.n. als mehr oder weniger eigenständige Typen gesehen werden. Im Sinne von "ein Quadrat ist ein spezielles Rechteck" würde ich jetzt mal behaupten, A- und HA-Bässe sind "spezielle E-Bässe". Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Das mit den Saiten ist natürlich auch sehr interessant. Kann ich prinzipiell E-Bass-Saiten auf einen A-Bass ziehen? Ich bin natürlich auch immer bemüht, den bestmöglichen Klang aus den Instrumenten rauszuholen!
Prinzipiell ja. Ich würde jetzt keine superfetten Teile mit extrem viel Spannung aufziehen, da hätte ich ein wenig Angst um die Substanz, aber gerade weiche Flats klingen auf A-Bässen sehr geil. Ich hatte da bei Just Music mal nen akustischen/halbakustischen (keine Ahnung was genau) Godin 5er Fretless in der Hand, ab Werk mit Flats bespannt, ein absoluter Traum - was sowohl Spielgefühl als auch Sound anging! :hail:
 
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Hi,




Zum Verstärker:

Kennt jemand zu Fame allgemein was sagen?

Zum Bass:
Dass das "Trägerholz" vom Korpus bei einem E-Bass überhaupt einen klanglichen Unterschied erzeugt, war mir bis dahin gar nicht bewusst. Ich dachte, bei einem massiven Klotz macht das einfach nicht so viel aus.


Die schwierigste Entscheidung die ich nun aktuell einfach treffen muss ist, ob es ein Kontrabass oder ein "normaler" E-/A-Bass werden wird.

Das mit den Saiten ist natürlich auch sehr interessant. Kann ich prinzipiell E-Bass-Saiten auf einen A-Bass ziehen? Ich bin natürlich auch immer bemüht, den bestmöglichen Klang aus den Instrumenten rauszuholen!


Nun das Tonholz ist sehr entscheidend und zwar vom Korpus und Hals.
Dabei spielt es nicht nur eine Rolle, aus welchem Holz der Korpus ist sondern auch das Material des Halses, wie hier schon richtig geschrieben wurde.
Dabei geht es aber nur um den Grundcharakter.
Selbst zwei Escheplatten können unterschiedlich klingen weil sie eine unterschiedliche Dichte haben. Trotzdem klingt der Grundcharakter nach Esche.
Das Holz schwingt mit und je mehr es schwingt, desto mehr heben sie die Schwingung der Saiten auf.

Fame ist die Hausmarke vom Musicstore in Köln.
Fame ist günstig und ich habe keine Vorurteile gegen Billigfirmen weil ich auch mit z.B. Behringer sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
In jedem Fall finde ich es besser mehr Geld in das Instrument zu stecken als in den Verstärker.
Verstärker sind austauschbarer als ein Instrument, mit dem man nach einiger Zeit wie verwachsen ist.
Der von Dir verlinkte Fame Verstärker ist mit 30 Watt schon ganz ordendlich geeignet für Dein Vorhaben und was mir gefällt: Er hat keinen unnötigen Schnickschnack.
Problem bei Billig Verstärkern kann nur sein, dass sie übel rauschen. Sowas würde mich stören, gerade wenn ich Akustik verstärke.
Also mal jemanden fragen, der den Verstärker nutzt.

Ich habe auch immer den Traum gehabt Kontrabass zu spielen. Habe aber erst mit dem E und A Bass angefangen. Der Umstieg war leicht, aber trotzdem sind da noch viele Hürden zu nehmen.
Ich habe meinen Kontrabass aus vielen ausgewählt, die im La<den standen und es war der einzige, der akzeptabel war.
Zunächst wollte ich einen günstigen unter 1000 Euro kaufen. Die Sperrholzbässe sind alle durchgefallen, die teilmassiven auch und dann war die Entscheidung: Vollmassiver Kontrabass aaus China oder aus Tschechien.
Klanglich lag der Tscheche da noch weit vorne und der Bass klingt immer noch ganz edel obwohl auch aus dem Günstig - Import Sortiment.
Hier ist ein Review.

Trotz Kontrabass möchte ich nie auf meinen Akustikbass verzichten, der mir nach wie vor sehr viel Freude bereitet.

Die Entscheidung kann Dir natürlich keiner abnehmen. Ich vermute eher, dass Du am Ende sowohl K Bass als auch A und E Bass haben wirst. ;)
 
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Ich vermute eher, dass Du am Ende sowohl K Bass als auch A und E Bass haben wirst. ;)

Das hört sich sehr nach mir an... ich fürchte auch!

Hab jetzt jeweils in den passenden Foren nochmal die Fragen nach dem von dir vorgeschlagenen Boulder Creek Modell und auch zu dem Fame Verstärker gepostet... da sind sie wirklich besser aufgehoben.

Je mehr ich hier im Forum von dir lese und je mehr ich mich umschaue, desto mehr festigt sich gerade in mir der Wunsch, doch mit einem A-Bass anzufangen... vielleicht sogar wirklich der Boulder Creek in Koa ;-)
 
Was den Boulder Creek in Koa angeht , wäre das zur Zeit auch mein Favorit.
Koa ist eine Akazienart.
Ob man den Bass im Moment so kaufen kann weiss ich aber nicht.
Ich finde ihn immer nur in Natur und Sunburst.
 
ok. zum boulder da: https://www.musiker-board.de/baesse-bass/457186-boulder-creek-bcebr.html ;)
... Die Entscheidung kann Dir natürlich keiner abnehmen. Ich vermute eher, dass Du am Ende sowohl K Bass als auch A und E Bass haben wirst. ;)
du hast die semis vergessen ;)

rein subjektiv meine ich, dass sich (außer dem reinen aku), sowas in einer Folk-Band gut macht. nicht nur wg. der optik. vll. sogar mit ´nem pu dicht am hals und schiebendem, "hölzernen" sound. da ist m.e. nicht der große knurrer gefragt, sondern eher der eindruck "das ist bass". amplifiziert werden muss in der band eh.

außer den epis finde ich ibanez-semis im preiswerten bereich recht gut. z.b.


und dann wäre mein rat, mal das unterschiedliche handling zu testen. beim lernen muss man sich es ja nicht unnötig schwer machen.
 
Was den Boulder Creek in Koa angeht , wäre das zur Zeit auch mein Favorit.
Koa ist eine Akazienart.
Ob man den Bass im Moment so kaufen kann weiss ich aber nicht.
Ich finde ihn immer nur in Natur und Sunburst.

Ich habe ihn vor ein paar Wochen schonmal bei Ebay entdeckt... ist mir nur im Kopf geblieben, weil mir Koa als doch sehr außergewöhnliche Holzart aufgefallen ist.
Werde bei Thomann mal anfragen, im Sortiment scheint er dort ja wohl noch zu sein.

Und ich kann ja warten. Da dieser Bass doch in der Preislage erstmal zu den teureren A-Bässen zählt, müsste ich eh noch 1-2 Monate warten!


@d'Averc:
Danke für den Tip... die Semis gefallen mir optisch aber auch einfach nicht so wirklich gut. Und, da das Auge mithört.....
;)


Edit: Laut Aussagen von Thomann (per Mail) sollte der Koa Bass in etwa 2 Wochen beim Vertrieb von Thomann wieder eintreffen... für alle, die das auch interessiert...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was man zum Kontrabass vielleicht noch wissen sollte:

Diese Instrumente 'leben'. Man hat alsso Folgekosten, die man natürlich gerne in Kauf nimmt weil man sein Instrument ja liebt.

Desweiteren trägt man so etwas nicht in der Handtasche. Wenn ich meinen im Gigbag wie einen Rucksack auf dem Rücken trage fühle ich mich als ginge ich die Via Apia herunter zu meiner eigenen Kreuzigung.

Mit einem Smart wird es auch schwierig...
Hier mal mein größter und mein kleinster Bass:

f5t37p485n2.jpg


... und es wird übrigens immer die klassischen Kontrabass - Spieler geben, die die Nase rümpfen wenn die Jazzer sich nicht an Jahrhunderte alte Pauschalisierungen halten. Ich finde Regeln wichtig, aber ich liebe auch Innovation. Mit dem richtigen Mix aus beidem fühle ich mich am Wohlsten. Das will ich aber nicht zum Thema machen, deshalb poste ich es nicht im K - Bass Forum. :eek:

Fakt ist aber: Ein Kontrabass ist ein tolles Instrument und ich bin gespannt, was Du nach dem Testen sagen wirst.
 
So,

morgen gehts dann zum Kontrabass-Laden und meine Thomann Filiale hat ab nächste Woche dann mehrere Akustik-Bässe von Ibanez und Cort UND den Boulder Creek Bass.. außerdem bestellen sie mir noch extra den Roland Micro Cube, damit ich alles mit eben dem Verstärker ausprobieren kann...

Bin vom Thomann Service wirklich begeistert!
 
Da wir auch Folk machen hier einige Tipps:

Kontrabass klingt zwar immer ganz nett von der Idee her, allerdings ist er dann doch etwas unpraktisch, gerade was Größe und Abnahme angeht. Viel wendiger vom Transport und auch wendiger im Sound bist du mit einem E-Bass. Durch verschiedene Spieltechniken, wie layed back spielen und entsprechende Saiten/Saitenlage/Soundeinstellungen etc. kann man an den Kontrabass-Sound nahe rankommen (vgl.: Bass-Intro hier: http://www.youtube.com/watch?v=iKXrYBWLX4g)

Welchen Sound ich allgemein bei Folk empfehlen würde wäre ehr ein mittig-knackiger Klangcharakter.

Konkret empfehle ich dir mal den Ibanez SR600 anzusehen... der ist (wie deine Vorgabe lautet) im Naturholz-Charakter und hat mich klanglich gleich vom ersten anspielen überzeugt. Spiel ihn mal an und schau mal ob er dir taugt. Die Soundgear-Reihe ist sehr klein und hat einen schmalen Hals im Gegensatz zu vielen üblichen Bässen - das kommt mir mit meinen kurzen Fingern zu Gute.

Hab mir noch ein paar mehr Bässe angeschaut, aber der hat mich einfach am ehesten überzeugt.
So solltest es auch du machen: Schau dir ein paar an. Aber denk auch dran: Optik ist nicht alles.


Wovon ich persönlich absehen würde: Akustikbass - ganz einfach, weil ich es ausprobiert habe... der E-Bass ist für meine Zwecke nicht nur klanglich schöner als ein vergleichsweiser Akkustikbass, sondern auch wendiger und koppelt nicht so leicht rück. Allerdings machen wir ja auch nicht "ruhigen" Folk.
 

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