Anfänger Studio-Mic für ca. 40€

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Bartagam

Bartagam

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Guten Abend


Ich würd sehr gerne mit einer Kollegin ein paar Cover Songs aufnehmen. (Gitarre/Vocals)
Da ich daführ nicht extra in den Proberaum der Band fahren möchte, suche ich ein preiswertes Einsteigermodell.

Die Auswahl ist ja RIESIG!

Könnt ihr mir da was empfehlen so um die 40, 50 Euro?
Am liebsten würd ich das Mic bei "musix.ch" bestellen.


Vielen Dank schonmal! :)
 
-insider-

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Gebe 50 euro mehr aus.

dann kannst du dir ein pack aus 2 mikros holen .
das andere ist dann noch für z.b amp abnahme also eine art multifunktionsmikro .
und da hast wenigstens was gescheites.

http://www.musik-service.de/MXL5502f551Set-prx395772760de.aspx

der shop ist falls du ihn nicht kennst zu empfehlen .
top service außerdem der boardbetreiber.
sowas sollte man unterstützen

lg simon
 
Bartagam

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Vielen Dank.

Mit Mics kenne ich mich überhaupt nicht aus. ...
Oft sieht man ja zur auswahl stehen: "dynamisches Gesangsmic" oder "Grossmembran"
Um was handelt es sich dabei eigentlich. Wird das "Gross" bzw. "Kleinmembran für Studioaufnahmen gebraucht?


Und wegen dem Amp mic, bleibt es bei der Qualität die selbe wie mit nem Interface?

Fragen über Fragen. ;)
 
Basselch

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Hallo, Bartagam,

dynamisch bzw. Kondensator bezeichnet verschiedene Arbeitsprinzipien eines Mikrofons. Das typische "dynamische" hat eine Schwingspule, die vom Schalldruck bewegt wird, ähnlich bzw. umgekehrt wie bei einem Lautsprecher. Kondensatormikrofone nutzen, wie der Name sagt, die Funktionalität eines Kondensators (Kapazitätsänderung bei Distanzänderung), um Schallenergie umzusetzen. Großmembran- und Kleinmembranmikrofone unterteilen sich nach ihrer Membrangröße. Beide können Kondensatoren sein... ;)
Das übliche Gesangsmikro auf der Bühne hat eine kleine Membran und ist auf Nahbesprechung, beinahe Lippenkontakt hin aufgebaut (= weniger Empfindlichkeit gegenüber Störschall auf der Bühne). Es kann sich um ein dynamisches Mic oder ein Kondensatormic handeln. Die alte Weisheit, Kondensatoren seien zu empfindlich für die Bühne, gilt schon lange nicht mehr - die sind heute genauso robust wie die dynamischen auch. Ihr Vorteil: Gegenüber den dynamischen haben sie geringere bewegte Massen, können Impulsen schneller folgen und haben - unter anderem auch deshalb - im allgemeinen den durchsichtigeren Klang.

Im Studio wirst Du bei Vokalaufnahmen meist einem Großmembran-Mic begegnen. Kleinmembraner sind gegenüber Großmembranern im allgemeinen naturgetreuer in der Wiedergabe, deshalb auch oft bei Instrumentenaufnahmen zu sehen, ein GM neigt eher zu Klangfärbungen (keine Regel ohne Ausnahmen!!) und ist deshalb bei Vocal-Aufnahmen gerne gesehen. Es hat auch so eine Art "bigger-than-live-Effekt" - und je nach Interpret nicht zu unterschätzen, den "Bling-Faktor". Stell' mal einem Hip-Hopper oder Rapper ein Kleinmembraner im Studio hin, der wird sich oft vera.... vorkommen. Klingt nach Klischee, ist oft genug wahr (selbst erlebt! Achtung: Letztlich gilt natürlich: Erlaubt ist, was gut klingt. Egal, was es nun ist...).

Auf der Bühne wirst Du Großmembraner selten sehen, am ehesten noch an Gitarrenamps, nicht für Gesang (die wenigen Ausnahmen wie Max Raabe und sein Palastorchester bestätigen die Regel), denn da ist die Gefahr von Rückkopplungen einfach zu hoch.

Zu Deiner Frage: Mit 40 € wirst Du nicht glücklich werden. Du solltest höher 'rangehen, dann hast Du auch mehr Freude am Ergebnis. Das MXL 2006http://www.musik-service.de/mxl-2006-prx395726523de.aspx wäre da schon ein Einstieg. Oder Du legst wirklich noch deutlich drauf und gönnst Dir das Rode NT1a. Das ist zwar sehr deutlich über Deinem Budget-Wunsch, aber damit machst Du wirklich einen deutlichen Sprung gegenüber allem, was Du für 40 € bekommen könntest. Das NT1a ist ein ganz hervorragendes Einstiegsmikrofon; es hat sich bei mir schon für so ziemlich alles von der klassischen Sopranistin bis zur Metal-Bratgitarre bewährt.
Besser geht natürlich immer - aber dann müßte man schon in höheren Preisregionen nachschauen.
Und Achtung: Auch für die hier bislang empfohlenen Mics brauchst Du natürlich noch ein Interface...

Viele Grüße
Klaus
 
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Bartagam

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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Demnach eignet sich ein preisswertes Grossmembran am besten
für simple, einstimmige Studioaufnahmen?
Ich gehe davon aus, dass es sich um einen 0805 mic Stecker am Ende des Kabels handelt. Odet sind das spezielle Anschlüsse?

Ein Interface hätt ich.
 
W

webGandalf

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Demnach eignet sich ein preisswertes Grossmembran am besten
für simple, einstimmige Studioaufnahmen?
Basselch hat das sehr schön ausgeführt. Es gilt was gefällt ist erlaubt. Aber eben meist ist das ein Grossmembran Micro.

Als ich Deine Preisvorstellung gelesen hatte, habe ich mich erst mal zurückgehalten. Meine Meinung wäre: Hol Dir das von Basselch vorgeschlagene Rode NT1-a und Du wirst noch lange dankbar an diesen Thread zurück denken.... ;)
Beim Rode ist ein Kabel, eine Spinne und ein Popschutz dabei. Also für den Anfang schon ziemlich gut. Da fehlt dann nur noch ein Micro-Ständer...

Ich gehe davon aus, dass es sich um einen 0805 mic Stecker am Ende des Kabels handelt. Odet sind das spezielle Anschlüsse?
An beiden von Basselch verlinkten Micros sind XLR-Anschlüsse dran.
 
Bartagam

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Joa das MLX 2006 sieht echt gut aus.
Gegen ein vollständiges Set mit Spinne, Poppschutz ist eigentlich michts einzuwenden. ;)

Aber gibts da noch vergleichbare Angebote um die 100 euro?
Will ja kein Knauser sein, aber da ich nicht in Deutschland wohne, spielt das Porto eben auch eine Rolle.

Am liebsten natürlich was vom musix.ch.
Hat dort satte 4300 Angebote.
Einfach viel zu viel. ...


Danke nochmals für die Mühe! :)
 
Astronautenkost

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Das X1 von SE soll auch ganz gut sein. Ich habe es selbst noch nicht probiert. Das 2006 von MXL habe ich bei Deinen Schweizern nicht gefunden.
 
Bartagam

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Hm.. dies sprengt meinen preislichen Rahmen allerdings schon.
Wie gesagt, will hier keine grossklotzigen Studio-Aufnahmen hinbiegen.

Einzig und allein ein paar Cover songs mit einer Stimme aufnehmen.

Noch was anderes, ist dieser Poppschutz zwingend nötig, und für was genau ist er gut?
 
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Der Popschutz sorgt dafür, dass weniger harte Plosivlaute auf der Aufnhame sind (k,p,t). Außerdem schützt er das Mikro vor feuchter Aussprache. Also schon sehr sinnvoll! Mikrofone für "großklotzige" Aufnahmen sind wesentlich teurer als das X1! Du schrammst hier an dem Bereich vorbei, bei dem es überhaupt erst sinnvoll ist sein weniges Geld auszugeben! Bevor Du Schrott kaufst, solltest du lieber ein wenig länger sparen!
 
Wasti

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Wie gesagt, will hier keine grossklotzigen Studio-Aufnahmen hinbiegen.

Nur um die Sache in Relation zu setzen.
Wie webGandalf und artcore schon treffend bemerkt haben bewegst du dich mit dem X1 und dem Rode NT1 ja schon am unterem Ende der "sinnvollen Nahrungskette". (Oder am Beginn einer Signalkette.)
Diese Mikrophone sind sehr, sehr günstig aber auch zu gebrauchen. Der Einstieg quasi.
Hier was zum "großklotzen": https://www.thomann.de/at/neumann_m150.htm
 
Bartagam

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Hab mich schon auf sowas eingestellt. ...

Mir ist natürlich bewusst, dass ich mich auf der untersten Grenze bewege.
Aber ich hatte mir gehofft, dass ich was "einigermassen anständiges" für um die 100 Euro kriege.
Aber leider habe ich mich da getäuscht. :(

Mit welcher Preisklasse sollte ich denn eurer Meinung nach ins "Mic-Business" einsteigen?
 
cold_reading

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Also, um das Signal vom Mikro in den PC zu bringen, brauchst du noch einen Digital/Analog-Signalwandler, auch Audio-Interface genannt.
Dabei sollte man nicht an Geld sparen (ab 130 Euro aufwärts), deswegen wäre ein USB-Mikro bei dir sinnvoll (wo ein solcher Wandler eingebaut ist und daher per USB an den PC anschließbar ist), wenn du dich wirklich nur im Rahmen <100Euro bewegen willst.
Außerdem, wenn du wirklich nur Demo-Aufnahmen aufnehmen willst, die wirklich nicht sehr hochwertig, aber brauchbar für u.a. Youtube sind, dann würde ich zu einem USB-Mic greifen. Eventuelle Nachteile wären vielleicht die Auflösung von 16bit (bei einigen der Fall) und ein wenig höheres Grundrauschen (nicht unbedingt), aber die Aufnahmen sind akzeptabel. Ein Freund von mir hat das Samson C03U, und es klingt recht ordentlich. (http://shop.musix.ch/ecommerce/product_info.php/cPath/73_5040/products_id/105083) Die USB-Mikros Snowflake und Snowball von der Firma BLUE haben auch gute Bewertungen, und es gibt so gar eine Youtube-Sängerin, die ihre Songs damit aufnimmt... weiß leider ihren Namen nicht mehr.
Allerdings wäre das nur eine Übergangslösung, für hochwertigere Aufnahmen sollte man gleich ein paar Euronen mehr investieren.

Edit: Vor kurzem ist noch das USB-Mic Blue Yeti erschienen, weiß allerdings nicht, wie es klingt.
 
Bartagam

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Audio-Interface ist vorhanden. :)
Demnach sollte ich schon auf XLR zielen und mich nicht auf reines USB versteifen, oder?

Werde das "sE X1" unter die Lupe nehmen.
Hat da jemand schon positive bzw. negative Erfahrungen gemacht?
 
cold_reading

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Ups, habe es leider übersehen. Das X1 hat ja mehrwiegend gute Bewertungen - aber in dieser Preisklasse erwähnenswert wären noch das Rode NT1-A und das Audio-Technica AT2020. Ich hatte vor kurzem das Glück, die beiden Mikros im Geschäft in einer größeren Stadt auszuprobieren (bevor ich mir bei der Bucht doch ein Schnäppchen geholt hatte), und muss sagen, dass das NT1-A wirklich gut ist. Aber das AT2020 mit ca. 100 Euronen ist für den Preis wirklich gut, lediglich ein bisschen mehr Betonung in den Höhen. Zu beachten wäre hier, dass es eine 0.75 Zoll-Membran hat, und dass es sich um eine Elektret-Kapsel handelt. Aber wenn du was für die Dauer haben willst, dann kann ich das NT1-A empfehlen.

Edit: Für dich vielleicht nicht relevant, aber ein verlockendes Angebot, das schon einmal erwähnt wurde: http://www.musik-service.de/MXL5502f551Set-prx395772760de.aspx
 
Basselch

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Hallo, Bartagam,

in diesem Thread findest Du beim Durchblättern richtig anständige Vergleichssounds vom X1 und dem NT1-a, vielleicht hilft Dir das auch noch ein wenig.

Viele Grüße
Klaus
 
Bartagam

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