Auflösung eines verm. 7-Akkordes


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Sarah*
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Wie löse ich folgenden verm. Septakk. (VII. von a-moll): h-d1-f1-gis1 in die I. Stufe auf?:

a-c1-a1-a1?? dreimal a kann ja nicht stimmen? das f kann ich aber nicht abwärts ins e auflösen, wegen der dabei entstehenden quinten im alt.

oder ich löse in einen 6-Akkord auf?: nämlich in c1-e1-e1-a1. Hierbei würde aber die Quint statt des Grundtons verdoppelt werden.....

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LordAbstellhaken
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Die Quinte kann auch verdoppelt werden.
Auch die Terz kann verdoppelt werden, es ist ja keine Dominantterz.
Auflösung in Sextakkord ist daher durchaus legitim.
 
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Laß dein Ohr entscheiden: Muß man die Parallele: h-f geht nach a-e, wirklich vermeiden? Sie fällt bei der vollstimmigen Folge Dv - t ja kaum auf.
Außer in den Sextakkord aufzulösen und die Terz oder die Quint zu verdoppeln (wogegen nichts einzuwenden wäre), gibt es ansonsten keine Lösung, denn das f muß zum e gehen und kann nicht woanders hin springen. Oder gibt es doch eine? Ja, eine ganz simple: Man läßt ERST das f ins e schreiten und geht DANN in die Tonika oder macht's umgekehrt: man geht ERST in die Tonika, nämlich läßt t6 folgen und löst DANN das f auf zu t5. Daß Parallelen sich durch Vorhalte und Vorausnahmen fast immer vermeiden lassen, vergißt man gern, wenn man zu sehr in blockweisen Akkordfortschreitungen und zu wenig in Stimmführungs-Modellen denkt.
 
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Sarah*
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Außer in den Sextakkord aufzulösen und die Terz oder die Quint zu verdoppeln (wogegen nichts einzuwenden wäre),

ich dachte, die terz darf man in 6-akkorden nie verdoppeln!! (außer bei verminderten.) ??
 
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LordAbstellhaken
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Terz darf immer verdoppelt werden, solang es kein Leitton ist.
 
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ich dachte, die terz darf man in 6-akkorden nie verdoppeln!!
Es geistern viele Regeln als allgemeingültig durch die Harmonielehren, die entweder gar nicht oder nur für bestimmte Stile gelten. Schau z.B. einfach mal in Bachs Wohltemperiertes Klavier I, da wirst du schon in der ersten Fuge fündig, nämlich in Takt 23 auf dem zweiten Viertel: Vom ersten Viertel mit den Tönen f-d'-g'-h' geht's nach e-e'-g'-c''; die nächste Terzverdopplung findet sich im selben Takt auf dem sechsten Achtel: e-g-e'-c''. Letztere könnte man zwar eher als Durchgang betrachten und nicht als eigenständigen Sextakkord, aber schon diese beiden Bach-Akkorde zeigen, wie falsch pauschalisierend so manche Regel ungeprüft weitergereicht wird.
 
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Sarah*
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o.k. danke:)
 

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